Altenpflege Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

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AltenpflegerinHH

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Hallo, aus aktuellem Anlass würde mich interessieren, welche Erfahrungen ihr mit dem MDK gemacht habt?
Waren die prüfer nett?
Wie habt ihr abgeschnitten?
Was war deren Schwerpunkte?
Mich interessiert einfach alles darüber und ich würde mich über eure Antworten freuen:)
 
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josephine

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

hi,
bei uns waren sie im August allerdings MDK und FQE zusammen (ist hier wohl so üblich); da die Herrschaften zu zehnt ! waren, kann ich die Frage, ob sie "nett" waren nur mit einem klaren jein beantworten. Grundsätzlich waren alle höflich, ein Paar sogar sehr nett, kompetent und daran interessiert, Verbesserungen aufzuzeigen, Fehler zu kommunizieren und eine echte Hilfestellung anzubieten. Einige waren Erbsenzählertechnisch unterwegs, andere beurteilten unsere Leistungen, Dienstpläne, Struktur und hatten definitiv keine Ahnung, von was sie da sprechen weil sie offensichtlich das erste Mal in einem Pflegeheim der Altenhilfe waren.

Wir haben ehrlich gesagt Noten technisch unterdurchschnittlich bzw. schlecht abgeschnitten. Begründung wurd gleich mitgeliefert: wir pflegen hervorragend, unsere Bewohner sind überdurchschnittlich gut versorgt, haben alle Möglichkeiten (von denen haben wir auch einen glatten 1er bekommen *g*) aber wir schreiben es nicht umfassend genug auf. (Ich hab`nach der Prüfung gut geschlafen *g*)

Schwerpunkt war bei uns eindeutig auf Doku und Struktur. Wichtig waren auch Dinge wie Essen (was gibt`s , wie ist die Auswahl, Wo wird gekocht, etc.), Hygiene (ganz allgemein, also vom Essenswagen und den Putzeimern angefangen bis zu den Hygieneplänen und der übliche Kleinkram (keine Salben im Bewohnerzimmer oder in der Naßzelle, Nachtkästchen nicht mit Pflegemitteln vollkramen, alles Bewohnerbezogen: Kamm, Bürste, Medis, Klopapier).

Insgesamt war es heillos anstrengend, weil die ganze Show 9 Stunden gedauert hat und ich schon 3 Stunden im Dienst war als es losging.

Dazu gesagt: Im August hatten die Mitarbeiter von MDK und FQE auch noch nicht wirklich Ahnung von ihrem neuen Prüfinstrument, da es ja noch ganz neu war. Übrigens haben sie sich dann auch noch bei der Note verrechnet. im Internet steht halt jetzt eine falsche Note, aber das sehen sie glaub ich nicht so eng.

Ich finde die Prüfungen grundsätzlich nicht nur richtig sondern habe sie immer auch als Chance begriffen, Fehler zu beheben und Betriebsblinde Flecken zu beleuchten. Mit dem neuen Prüfinstrument ist das ganze allerdings zur Farce geworden.

Hast du Grund zur Annahme, dass sie bei euch bald auf der Matte stehen?

Falls ja: keine Panik!!! Mit einem soliden Fachwissen und einem gesunden Selbstvertrauen, fahrt ihr nicht schlecht. Laßt euch blos nicht ins Boxhorn jagen!

LG

josephine
 
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pdlandy

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hallo,
bei uns waren sie zuletzt 11/2009 und wir haben überall mit 1,0 - bei der Bewohnerbefragung mit 1,1 abgeschnitten. Die Prüfer waren alle samt nett. Schwerpunkt waren die Pflegeprozesse und die anschließende klinische Sichtung der BewohnerInnen.
Ich bin der Meinung, dass der MDK nicht unser Feind ist und das habe ich auch meinen MitarbeiterInnen lange so verkaufen müssen bis diese vor Prüfungen wirklich keine Angst mehr hatten.
 
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chrissi1954

chrissi1954

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Bei uns waren sie 12/2009 .Wir haben die vorläufige Benotung 1,8 bekommen.Ich selbst hatte nichts mit ihnen zu tun,es waren AP und PDL dabei
 
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Mützenknirps

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hallo,
ich war zur letzten MDK Prüfung in unsere Einrichtung nicht dabei, aber so wie ich mitbekommen habe, haben die Prüfer sehr großen Wert auf eine sehr individuelle Pflegeplanung gelegt. Was isst der Patient gern? Welche Zahncreme bevorzugt er, welche Bodylotion, welche Seife...? Essenszeiten? Wann geht der Patient schlafen, wann steht er auf?
Im Endeffekt muss alles bedürfnissorierniter und individuell sein. Weiterhin war es den Prüfern auch wichtig bestimmte Leistungen auch im Pflegebericht und der gesamten Doku nachvollziehen zu können... sozialpflegerische Betreuungen beispielsweise oder die Assessmentinstrumente sowie "Durchführungsprotokolle" zu den, in der Planung benannten Prophylaxen...!
 
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Tania

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Diese Woche war der MDK da.
Prüfer waren sehr nett. - haben uns beraten was wir noch verbessern können.
Befragung der Bewohner.
Sichtung der Pflegedokumentation.
Keine großen Veränderungen die wir umsetzen müssen.
Also , freue mich auf nächstes Jahr.
 
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Schminky

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hallo zusammen,
Ich fange meine Ausbildung erst im Mai an, jedoch habe ich werden meiner Vorstellung gesagt bekommen das das MDK in unserem Haus gewesen ist.
Ich hab auch die Noten gesehen, keine war schlechter als 2,4
Könnt Ihr mir sagen was das MDK ist??
 
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Tania

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hallo
Der MDK ist der Medizinische Dienst der Krankenkasse.
 
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pegean

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hallo !

Bei uns waren sie mit 10 Personen da von 07.-19.00 Uhr . Mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden.Auch das Auftreten einiger Prüfer war unter aller Kanone .
Fakt ist sollte das Ergebnis veröffentlicht werden gehts vors Gericht .Und da ist unser Haus nicht allein .
Gebe ich beim Pflegelotsen die PLZ ein und dazu den Umkreis 25 km erscheinen die Namen von 344 Einrichtungen ,veröffentlichte Ergebnisse gibt es von 44 Einrichtungen.Das sagt ja wohl einiges .
Wenn z.Bsp. ein Stationsbadezimmer gerade renoviert wird und demzufolge für diese Zeit nicht genutzt werden kann kann man dieses doch wohl nicht bemängeln.Die Prüfer waren nicht bereit sich ein anderes anzusehen.
Ein Bew. hatte am Mittag keinen großen Hunger er wollte ein paar Kartoffeln und ein bischen Sosse drüber und mehr nicht.Prompt hieß es ungenügendes Essensangebot.
Es wurde an Verordnungen der Ärzte rumgemäkelt.Wieso der Arzt nicht dieses oder jenes verschreiben würde ?

Gegen Prüfungen hat bei uns keiner was .Aber wie dieses abgelaufen ist schlimm.Es war ja nicht die 1. MDK-Prüfung . Nur verliefen die vorherigen Prüfungen gut .
Auch bei uns werden Fehler gemacht wir sind auch nur Menschen.Aber wir wollen die Menschen begleiten/pflegen in ihren letzten Jahren und sie nicht verwalten.

LG
 
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Alraune

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hallo Pegean,
zu Mdk Prüfungen kann ich keine Erfahrungen beisteuern, aber was der Arzt verordnet kann euch wohl kaum angekreidet werden oder ist der Arzt bei euch angestellt ?

Der Bewohner kann doch entscheiden was er essen will. Ich gehe mal davon aus, dass es nicht nur Kartoffeln gab. Für eine Prüfung gibt es doch Kriterien, deine Beschreibung hört sich sehr willkürlich an. Ich bezweifel, dass ihr das so einfach hinnehmen müsst.

Gruß
Astrid
 
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pegean

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Astrid , in jedem WB hängt ein großer Speiseplan für die Woche aus .Mittags können die Bew. zwischen 3 Hauptgerichten wählen zudem gibt es Angebote für Vegetarier,Veganer und die
üblichen Diäten. Jeder der Bew. der es wünscht bekommt eine Kopie ins Zimmer .Zusätl. steht auf jedem Tisch ein kleiner Ständer mit dem tagesaktuellen Angebot .
Aber trotzdem entscheidet doch letztlich der Bew. was er essen will.Es gehtum Bew. die nicht dement sind.
Ein HA der viele Bew. betreut hat sich nur an den Kopf getippt als wir ihm davon erzählten.
Oder auch bei den Med.,bestellt Apotheke liefert aber eine andere Packungsgrösse weil das bestellte nicht vorrätig war und somit die Tabl. geteilt wurden um die angeordnete Dosis geben zu können.Alles schriftlich abgesegnet von dem Doc.Nur dem MDK gefiehls nicht.

LG
 
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Alraune

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

pegean,
Ihr bekommt das Ergebnis doch auch schriftlich mit den entsprechenden Auflagen was zu ändern ist oder ist das beim MDK nicht so ? wenn da dann steht dass es bei Euch nur Kartoffeln gibt ihr aber das Gegenteil belegen könnt kann man das doch sicher anfechten. Wenn ein Medikament zur richtigen Zeit in der verordneten Dosierung gegeben und dokumentiert wurde ist es doch rechtens, wenn es sich um eine teilbare Tbl gehandelt hat. Beim MDK gibt es doch vermutlich auch übergeordnete Stellen an die sich Eure Leitung wenden und Widerspruch einlegen kann.
Gruß
Astrid
 
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josephine

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hi Astrid,

oh doch! Haben sie bei uns auch gemacht!
Sachgerechter Umgang mit BTM ist nicht gewährleistet, weil unsere Hausärzte die Bücher nicht monatlich kontrollieren. Ich werde sie jetzt festbinden, bis sie das nachgeholt haben!:thumbsup2:
Ein HA signiert nicht mit Buchstaben sondern mit Symbol. Dass wir das dulden, ließe auf eine schlechte Kommunikation mit den Ärzten schließen. Der Doc hat sich fast totgelacht als ich`s ihm erzählt habe.

Der beste Witz ist, dass wir angeblich Dekubiti nicht richtig versorgen. Allerdings wird nirgends erwähnt, dass wir nicht einen im Haus hatten und dementsprechend auch keiner gefunden wurde! Ist es nicht fachgerecht, wenn die Entstehung von Druckgeschwüren so erfolgreich verhindert wird?
:kopfkratz:
Klar muss man das nicht so einfach hinnehmen, aber leider entscheiden die Leitungen, ob sie gegen die Berichte, die Art der Prüfung oder die Veröffentlichung vorgehen. Unsere tut`s nicht, weil der Aufwand einfach zu groß ist, *seufz*
Aber jetzt klagen ja die Wohlfahrtsverbände. Mal sehen, wie lange es diese willkürlichen Prüfungen noch gibt!

@pegean

Nicht ärgern, ich hatte 3 Tage Bauchschmerzen vor lauter Wut, weil die Prüfer zwar höflich aber ein Paar eigentlich richtig unverschämt waren. Bringt nix.
Da wo die Kritik berechtigt ist, sind wir kräftig am nacharbeiten und versuchen unser Bestes.
Bei uns sollen die Bewohner leben und nicht zu Doku-Objekten werden. Der ganze Papierkram ist wichtig; Nachvollziehbarkeit ist wichtig, aber was nützt mir die beste Pflegeplanung, wenn diese so realitätsfern ist, dass man das einfach nicht umsetzen kann? Dafür gefällt sie dann dem MDK; klasse!

Sorry, ich merke grade, dass die „Nachwehen“ immer noch spürbar sind und ich mich eigentlich über manche „Kleinigkeiten“ noch immer ärgere. Hilfreich war ca. die Hälfte der Tipps von MDK/FQE. Die andere Hälfte war so bar jeglicher Realität, dass meine Bewohner jetzt noch Witze darüber reißen. Die fanden einige Prüfer nämlich auch unverschähmt! :bae:

LG,
josephine
 
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pegean

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Die Mängelliste war ganz schnell abgearbeitet besser gesagt es war eine Gegendarstellung .Und es wurde beim Widerspruch klar und deutlich darauf verwiesen daß man den Gang vors Gericht
einplant wenn es beim Ergebnis keine Änderung gibt .Seitdem haben wir schon sehr lange nichts mehr vom MDK gehört.Auch gab es eine Beschwerde über den Umgangston von einzelnen
Prüfern.
Wir vom ND waren ja nicht direkt von der Prüfung betroffen.Aber betroffen war ich davon wie nieder geschlagen viel Kolleg .waren.Einige weinten bitterlich und wurden persönlich von der HL getröstet.

LG
 
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Alraune

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hallo Josephine und Pegean,
au weia, da kann ich ja nur froh sein, dass bei uns" nur" die Heimaufsicht kontrolliert. Und ich hielt es schon für kleinkarriert, dass wir statt zweidrittel 0,66 Tbl schreiben müssen und für Bepanthen ne Verordnung bräuchten.

Was ihr beschreibt ,sieht ja sehr nach Willkür aus.
BTM s gibt es bei uns nicht. DA kann ich es ja noch einsehen, dass man keine halbe Tbl gibt Wenn die Apotheke statt 100 mg nur 50 mg tbl Liefert ist es völlig wurscht, ob wir eine 100er oder 2 Fünfziger richten Muss halt aus der Doku und Beschriftung des Dosetts ersichtlich sein. Versuchen wir aber trotzdem zu vermeiden, weil es alles umgeschrieben werden muss und mehr Platz im Dosett wegnimmt. Zeichnen die Ärzte in eurer Doku ab ? Wir besorgen die Rezepte und heften die Kopien ab, als Nachweis, dass die Medis verordnet sind oder lassen uns eine Einnahmevorschrift ausstellen. Aus der Doku bei uns im PC ist der verordnende Arzt ersichtlich. Wurde bis jetzt auch nicht beanstandet,

Die Begründung für die Dekubitusgeschichte würde mich ja mal interessieren. Kann ich mir gut als Satire auf ner Bühne vorstellen. Und ich dachte die Kontrollen dienen der Qualitätssicherung und dem Schutz der Bewohner, Dummerchen ich.

Gruß
Astrid
 
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Mentis

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Worauf der MDK auch achtet ist der Umgang mit der Hyghiene. Mitarbeitrer werden z.B: gefragt, was sie machen wen jemand auf dem Flur erbrochen hat. (Flächendesinfektion, Einwirkzeit, Bewohnerbetreuung usw.). Generell wollen die das Individuelle beim Bewohner sehen. Betreuung ist auch ein Schwerpunkt (§87.B.)
Aber, wenn ihr souveren auftretet, und nicht viel Diskutiert, sind die ganz umgänglich.
Ihr müsst auch nicht alles wissen. Ihr müßt nur wissen wo es bei euch steht (Handbuch, Leitbild)

Wir haben uns mal ein Haus mit einer Bewertung von 3,4 angesehen. - Es war schon heftig. Beispiel.
Keine Skalen zur Risikoerfassung (Kontraktur, Dekubitus, Sturz, Pneumonie usw.) und dementsprechend keine Maßnahmen.
Kein Beschwerdebogen vorhanden.
Es gab keine Betreuung
und noch vieles mehr. Und dann nur eine 3,4

Also wer in einem Inovativen Haus arbeitet, und die Standards kennt, sollte eigentlich nicht schlechter als der Landesdurchschnitt abschneiden. Liegt zur zeit bei 2,3.
--> Die haben übrigens versucht, erst die bekannt schlechten Häuser zu prüfen, um den Pflegenotstand zu verdeutlichen. Insidertipp gewesen.

Kopf hoch. Denn der bleibt bestimmt drann.
 
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pdlandy

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hi,

was mich gerade ein wenig wundert:
1.) Die Hausärzte sollen monatlich die BTM-Bücher "absegnen" - diese Forderung ist mir echt unbekannt - steht auch nicht im MDK-Prüfkatalog. Es muss lediglich die laufende Rezeptnummer angegeben sein und natürlich darf es bei der SOLL-IST-Analyse keine Differenzen geben.
2.)Skalen zur Erfassung von Kontrakturen, Pneumonie, Decu und Sturz: Sturz okay - die Erfassung in-und extrinsischer Risikofaktoren, Decu nun ja: sicher hier und da Braden - aber nicht zu vergessen ist hier der nat. ExpSta der eindeutig sagt, dass die Skalen auf Grund der schlechten Interrater-Reliabilität und ungünstigen Spezifität lediglich C-evidenzbasiert sind und eine Erfassung durch diese nicht eindeutig ist, sondern eben die klinische UNtersuchung durch die PFK, evidenzbasierte Skalen zur Erfassung des PneuRisk gibt es nicht (Bienstein bspweise ist lächerlich) - wichtig ist,dass das Risiko begründet im Pflegeplan aufgenommen und pflegerisch behandelt wird und Skalen zur Erfassung des KontrRisk sind nicht vonnöten, es muss im Pflegeplan lediglich das Risiko begründet bzw. bereits vorliegende Bewegungseinschränkungen pflegediagnosenbegründet aufgenommen sein und die dazu passenden Interventionen müssen ersichtlich sein -eine Skala ist nicht verpflichtend.
3.) Sicher werden dei Betreuungsleistungen auditiert, jedoch nicht zwingend nach § 87b SGB XI - wer diese nicht vereinbart hat, kann nach dem dazu erforderlichen Kriterien nicht geprüft werden


MfG
 
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pdlandy

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Post scriptum: im letzten Transparenzbericht hat meine Einrichtung mit 1,0 in der Bewohnerbefragung mit 1,1 abgeschnitten. Vielen Dank an meine Super-MA.
Die MDK-Prüfer waren echt nett und haben verstanden, dass der normale "Stationsalltag" trotz deren Anwesenheit ganz normal weiter laufen muss. Soll heißen, dass die Prüfeer auch mal warten mussten - aber das war für diese kein Problem. Wir arbeiten echt gern mit dem MDK zusammen.
 
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josephine

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hi,
@ pdlandy:
Schön für euch und Herzlichen Glückwunsch!

zu den BTMs: Klar muss Rezeptnummer angegeben sein und der Bestand stimmen. Mir haben die MDK-Prüfer erklärt, die BTMs lagern unter Aufsicht des Arztes bei uns und daher müsste dieser mindestens 1x im Monat kontrollieren, ob auch alles seine Richtigkeit hat. Da ich mich ohnehin schon bei diversesten sehr sehr seltsamen Ansichten der Prüfer quergestellt hatte, hab`ich da lediglich jede Schuld von mir und meinen Kollegen gewiesen. Bei uns will auch die Heimaufsicht dieses Gegenzeichnen der Ärzte und wir bitten sie schon darum. Wenn die Doc`s das nicht machen: nicht unsere Schuld und nicht unser Einflussbereich.

Zu den anderen Punkten:
Bei uns wurde die Struktur bemängelt. Konkret wollten die Herren und Damen:
* Bradenskala bei ALLEN Bewohnern, da wir ja sonst nicht einschätzen können, ob nun jemand Dekubitusgefährdet ist oder nicht.
* Ernährungs- und Trinkprotokolle bei ALLEN Bewohnern für 14 Tage nach Einzug, damit wir den Bedarf einschätzen können, weil wir ja sonst unsere Aussagen nicht "beweisen" können. (Einige meiner Bewohner sind 15 und 20 Jahre im Haus. Weshalb ich da jetzt Einfuhrprotokolle erstellen soll, wenn der Tagesbedarf mit der Trinkmenge übereinstimmt ist mir völlig schleierhaft.)
* Screening zur eingeschränkten Alltagskompetenz bei allen Bewohnern mit einer Demenz-Diagnose. (Nein, wir sind nicht spezialisiert!)
* Nachweise zur sozialen Betreuung bei allen Bewohnern.(nach 87 b!)

Es ging noch weiter. Und weiter und weiter und weiter.

Wir haben jetzt für so ziemlich alles irgend ein Assesmentinstrument. Da wo vorher eine Pflegefachliche Einschätzung gemacht wurde, eine Pflegediagnose erstellt und eine entsprechende Planung inkl. passender Maßnahmenplanung erstellt wurde (die dann natürlich auch so durchgeführt wurden) wird jetzt eben vorher auch noch ein Assesment gemacht. Wahrscheinlich ist das bei der nächsten Prüfung dann der Fehler.

Mein Eindruck ist, dass die Prüfungen insgesamt alles andere als objektiv sind und somit die "Transparenzberichte" auch wenig "Transparenz" bieten.

Ich fand und finde Prüfungen sinnvoll und zwar ohne Vorankündigung. Aber das was die Damen und Herren bei uns geboten haben war schlicht unter ........... .

Verständnis für die Tatsache dass ich nach einem 11 Stunden Tag einfach nur noch fertig und ausgepowert war und im Abschlussgespräch dies auch geäussert habe, war devinitiv nicht vorhanden. Das auf jeder Station eine Fachkraft (bei mir also zeitweise die EINZIGE Fachkraft) im Stationsalltag fehlte, wurde mit einem lapidaren: "Wenn jetzt ein Notfall wäre, wären sie ja auch beschäftigt" abgetan. Und welcher Notfall bansprucht eine Fachkraft für volle 9 Stunden?

Bitte nicht falsch verstehen: Ich gönne allen ihre guten Noten; ich bin überzeugt, dass es viele sehr gute Häuser mit den entsprechend gut ausgebildeten, engaierten Kollegen gibt.
Ich denke aber auch, dass die Noten der Tranzparenzberichte und die tatsächliche Pflegequalität nicht zwingend miteinander zu tun haben.

Ich persönlich verfolge recht gespannt die Entwicklungen der Klage der Wohlfahrtsverbände. Ionesco hätte hier sicherlich wunderbares Material für ein neues Stück gefunden.

LG,

josephine
 
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Jana1

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AW: Bei wem war kürzlich der MDK zur Qualitätskontrolle?

Hallo, bei uns war auch vor kurzem der MDK da ohne Vorankündigung. Das tollr war, das weder PDL noch HWL anwesend waren. Die PDL wurde dann angerufen das sie kommen mußte. Der MDK war von Morgens 8.00 Uhr bis abend 18.00 da. Nach den neuen Kriterien sind wir gespannt was zu beanzustanden war. Nuin es ist ja ihr Job ihre Arbeit zu machen und Hilfestellung zu geben oder worauf Wert gelegt wird. Ein Hauptproblem werden die Pflegeplanungen sein, das sie noch genauer auf den Bewohner abgestimmt werden muß. Sicherlich braucht man keine Angst vor dem MDK zu haben man muß nur genau überlegen was man für Antworten gibt.Es kann ja nur besser werden.

LG Jana1
 
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