Sonstiges Auszubildende heutzutage

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postoperativ

postoperativ

Mitglied
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01.04.2007
67551
Hallo,
ich denke auch daß das Verhalten der Schüler viel mit Reife und Motivation zu tun hat.
Ein wichtiger Teil ist aber auch die Art der Praxis - in dem Haus wo ich gerade arbeite sind Schüler billige Kräfte, werden voll eingeplant, keine Zeit für Anleitung und wenn dann mussen die PA unbezahlt Überstunden machen. Das führt indirekt dazu das die Schüler nur ein "Klotz am Bein sind"....
Einige können sich bei uns `Durchbeisen´ und halten es 3 Jahre aus aber der Hauptteil bricht die Ausbildung ab. Wenn man aber behandelt wird wie der letzte Depp und der Umgangston so ist wie dort, wundert mich das nicht.

Ich muß sagen in dem Haus in dem ich meine Ausbildung gemacht habe war es super. War 3 Jahre zusätzlich eingeplant, von 11h - 12h hatte ich an 3 Tagen der Woche Gespräche, Ausarbeitung, oder einfach nur mal so zum reden Zeit mit meiner PA/ Stationsleitung. Wir besprachen auch Themen der Schule und jeder hatte immer ein offenes Ohr für mich.
Vor allem fühlte ich mich als Gleichwertiges Teil des Teams und somit war auch meine Motivation TOP. - So was ist Luxus, und wohl selten machbar ich weiß -

Natürlich gibt es auch Schüler die wirklich kein Bock haben, liegt es am Alter, Motivation,....?...kein Mensch ist gleich!

Ich denke wenn Schüler im Team akzeptiert sind und er sich auch so fühlt ist das schon ein großer Schritt.

Lieben Gruß -postoperativ-
 
Qualifikation
exam. Altenpflergerin
Fachgebiet
ambulante Pflege
Weiterbildungen
PDL, PA,TQB
A

Alex77

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
17.04.2007
38176
Hallo!!!

Ich habe jetzt alle Beiträge gelesen. Sicher hat jeder irgendwie recht. Ich will ja auch keinem Schüler etwas böse oder gar Mutwilligkeit unterstellen. Ich persönlich suche meistens sowieso den Fehler erst bei mir bevor andere Schuld sein könnten. Ich möchte ja den Schülern auch helfen, aber wenn dann das Vertrauen mißbraucht wird, lässt meine Motivation diesbezüglich dann auch nach. Ich kenne ja auch die Situationen auf den Stationen, da wirken die Mitarbeiter bestimmt häufig als Motivationsbremse.

@ Manu
Die Probleme liegen überwiegend im Bereich der organisatorischen Dinge und aber auch bei der Ausarbeitung theoretischer Aufgabenstellungen. Wir besprechen all diese Fälle im gesamten Team und ich bin nur die jenige, die sich bei Euch mal Tipps und Erfahrungen einholen wollte. Gespräche laufen mit Problemschülern dann auf jeden Fall regelmäßig und sie erhalten Von uns (gesamtes Team) entsprechendes Feedback.

Alex
 
Qualifikation
Krankenschwester/ Praxisanleiterin
Fachgebiet
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Weiterbildungen
Praxisanleiter-AG
Kinästhetik-Mentoren-AG
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Hallo Alex,

@ Manu
Die Probleme liegen überwiegend im Bereich der organisatorischen Dinge und aber auch bei der Ausarbeitung theoretischer Aufgabenstellungen. Wir besprechen all diese Fälle im gesamten Team und ich bin nur die jenige, die sich bei Euch mal Tipps und Erfahrungen einholen wollte. Gespräche laufen mit Problemschülern dann auf jeden Fall regelmäßig und sie erhalten Von uns (gesamtes Team) entsprechendes Feedback.Alex
Verstehe ich das jetzt richtig?
Die Schüler sind in der Praxis eigentlich schon motiviert, erledigen dort auch ihre Arbeitsaufträge, aber in der Theorie haberts?
Ich kann mir in dem Fall nicht so ganz vorstellen, das in der Theorie dann solch ein Desinteresse besteht. Irgendwo muß doch der Hund begraben sein...:blushing:
Wird der Stoff eventuell zu trocken rüber gebracht?
Mit der Frage nach dem Feedback meinte ich eigentlich ein Feedback von den Schülern über Euch, also die Dozenten.
Ein gegenseitiges Feedback zeigt jeder Seite, wo Stärken und Schwächen sind.

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
D

dr.poops

Wir haben oft SchülerInnen, die mit einem Riesensack Theorie zu uns auf die Station kommen und dann mit den Ohren schlackern, wenn sie sehen, wie die Praxis aussieht. Die können das ganze Ding von Dorothea Oren runterrasseln, gelbe Galle, grüne Galle, schwarze Galle - aber in der Praxis finden sie wenig davon wieder. Deshalb sehen wir zu, daß regelmäßig Gespräche stattfinden (z.B. auch einfach draußen beim Rauchen oder in der Pause, "wie gefällt´s dir?" "kommst du zurecht" etc.). Es ist auch gut, wenn die SchülerInnen nicht immer bei den selben KollegInnen mitgehen. Jeder macht bestimmte Sachen anders, das ist wichtig zu sehen. Und es ist wichtig, die SchülerInnen zu begleiten - auf der Intensivstation werden einige von ihnen das erste Mal mit Reanimationen konfrontiert und leider auch der Tatsache, daß das nicht erfolgreich ist. Zu sagen, "ich Fachkraft - du Schüler", das ist ja im Prinzip nix neues: wer wo in der Hierarchie der Klinik steht, wissen doch gerade SchülerInnen ziemlich genau. Das fängt im Pausenraum an, "nee, da sitz ich immer!".... poops
 
A

Alex77

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
17.04.2007
38176
Hallo Manu!!!

Im Prinzip verstehst Du das richtig. Zu den Praxisanleitungen erledigen die meisten Ihre Aufträge und sind pünktlich und so. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Unterricht zu trocken gestaltet ist, da durch unterschiedliche Dozenten die Themen immer abwechslungsreich gestaltet sind. Sie haben auch viel Freiraum, um Themen in Gruppen selbst zu erarbeiten.
Am Ende eines Theorieblocks bekommen die Schüler immer einen Evaluationsbogen, den sie dann anonym ausfüllen und somit die unterschiedlichen Themen, Inhalte und besonders Dozenten zu beurteilen. Das wird dann, wenn möglich versucht zu berücksichtigen.

@ dr. poops

da hast Du absolut recht. Theorie und Praxis driften nach wie vor extrem auseinander und die Hierarchien machen es den Schülern nicht umbedingt einfacher sich zurecht zu finden.

LG Alex.
 
Qualifikation
Krankenschwester/ Praxisanleiterin
Fachgebiet
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Weiterbildungen
Praxisanleiter-AG
Kinästhetik-Mentoren-AG
O

Ossistern

Mitglied
Basis-Konto
19.10.2006
90455
Hallöle zusammen!
Also MIR ist aufgefallen daß gerade bei den Schülern was ganz anderes im Kopf vorschwebt wenn sie diese Ausbildung machen - sehen nur das Medizinische(wie Blut abnehmen,Medis,Infusionen,Verbände)aber die die PFLEGE ( wie waschen,mal nen"hintern"zu putzen)sehen sie in dem fall nicht!
Und gerade in der heutigen Zeit machen viele diese Ausbildung NUR,um überhaupt was in der Tasche zu haben!
Gerade diesen beruf kann und sollte nicht jeder machen!
Er ist nunmal eine Berufung und nicht für jeden geeignet!*meine Meinung ist*
die niederen arbeiten sieht bei diesem job kaum einer von den JUNGEN!
Das "böse Erwachen"kommt erst mit der zeit und dann die "Null Bock"phase
LEIDER!
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Altenheim
D

dr.poops

Vor kurzem war eine Schülerin bei uns auf Station, die das alles furchtbar aufregend fand. Die hat sich sehr interessiert, aber nicht so sehr für die pflegerische Arbeit. Das war ziemlich anstengend ihr beizubringen, daß es natülich tierisch interessant ist ist dabie zuzugucken, wie die Kardiochirurgen eine IABP anlegen. Wenn Zeit dafür ist, klar, warum soll sie da nicht gucken. Der Oberknaller kam dann: wir haben eine Frau reanimiert, die gerade Anfang 40 war. Alle waren ziemlich hektisch und verzweifelt, zwischendurch war ihr Lebensgefährte da gewesen, ein unglaublich sympathischer Typ, der da stand und lautlos weinte. Als er weg war, fing die Frau wieder an zu Flimmern. Ihre Pupillen waren weit und entrundet und meine Kollegin meinte zu mir, "guck mal, Käthe, was machen wir hier denn nur!" In dem Moment kam die Schülerin angerannt, stolperte noch über die Kabel der IABP und sagte laut, "echt? Entrundet? Das will ich auch mal sehen!" Daraufhin habe ich sie beiseite genommen und ihr gesagt, daß diese Frau stirbt, daß sie auch ein Recht auf Schutz und Würde hat und daß ich sie nun bitten würde, für den Rest des Dienstes Anstand zu wahren und sich mal en bißchen am Riemen zu reißen. Das war ja nun kein show-event. Sie war dann beleidigt. Nun ja, mein Ton war vielleicht etwas scharf, aber nicht unangemessen und wir waren unter uns. Das finde ich dann einfach scheißenschwierig, wenn du ja eigentlich mit ganz anderen Sachen zugange bist...
Ich befürchte, daß eine Intensivstation oftmals auch als "Attraktion" empfunden wird. Das war jetzt einfach mal ein schlechtes Beispiel. Ansonsten macht es eigentlich immer Spaß mit den SchülerInnen. Die spiegeln ja auch ne Menge wieder oder bringen frischen Wind mit rein. Das ist schon gut. dr.poops
 
HBR69

HBR69

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.10.2000
58644
Kleiner Widerspruch.....:rolleyes:

Ich meine, dass die Intensiv etwas "Besonderes" sein sollte. Natürlich sollen die SchülerIn in den pflegerischen Bereich einer ITS (Pflege eines Beatmungspatienten, Pflege eines Sterbenden, Pflege bei speziellen Krankheitsbildern ect.) herangeführt werden. So etwas bekommen sie eben nur bei uns. Ich glaube auch, dass sie die "normalen" pflegerischen Tätigkeiten zu genüge auf den" normalen" Station erleben und somit bei uns die speziellen Situationen mitbekommen sollten. Und das sind dann eben auch (oder gerade) die Reanimationen. Ich verstehe schon was du meinst, Käthe, war der falsche Zeitpunkt. Kenne ich zu genüge. Ein Feeling für bestimmte Situationen fehlen leider vielen SchülerIn. Aber ihnen fehlt eben Lebenserfahrung. Das fällt mir in zunehmenden Maßen auf. Waren wir anders?? Ich glaube nicht!

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
D

dr.poops

Kleiner Widerspruch.....:rolleyes:

Ich meine, dass die Intensiv etwas "Besonderes" sein sollte. Natürlich sollen die SchülerIn in den pflegerischen Bereich einer ITS (Pflege eines Beatmungspatienten, Pflege eines Sterbenden, Pflege bei speziellen Krankheitsbildern ect.) herangeführt werden. So etwas bekommen sie eben nur bei uns. Ich glaube auch, dass sie die "normalen" pflegerischen Tätigkeiten zu genüge auf den" normalen" Station erleben und somit bei uns die speziellen Situationen mitbekommen sollten. Und das sind dann eben auch (oder gerade) die Reanimationen. Ich verstehe schon was du meinst, Käthe, war der falsche Zeitpunkt. Kenne ich zu genüge. Ein Feeling für bestimmte Situationen fehlen leider vielen SchülerIn. Aber ihnen fehlt eben Lebenserfahrung. Das fällt mir in zunehmenden Maßen auf. Waren wir anders?? Ich glaube nicht!

Gruß
Heike
huhu, rettungsmaus! die intensivstation ist in der tat eine art "extrawurst" für die schülerInnen (meistens dauert der einsatz 6 wochen). für viele ist das dann so´ne art "olymp" in der ausbildung, das ist manchmal ja auch ein super-gefühl.
ich hatte 1993 das große glück, für 6 monate auf die intensivstation zu dürfen (wo ich jetzt auch seit 10 jahren arbeite...) - anfangs war ich ziemlich kleinlaut, da ging es ja auch wirklich voll zur sache. allerdings habe ich in dem halben jahr sachverhalte kapiert und gelernt, das war sagenhaft. die leute waren wirklich auch anders drauf, es gab endlich nicht mehr diese kleinkarierte kietschebietscherei wie auf den anderen stationen mit "mein stuhl, meine tasse" und in der pause geht die schülerin zur klingel... nach dem examen habe ich dann exakt auf zwei stationen gearbeitet, wo man geächtet wurde, wenn man nicht zur "tupperparty" kam:spinner:... sowas ist dann für schülerInnen eine echte zumutung! glücklicherweise ist das auf diversen stationen jetzt anders geworden, hab ich mir schildern lassen. der aspekt "lebenserfahrung" ist natürlich richtig - ich weiß nicht mehr so genau, wie ich damals war, aber so dann doch nicht. womöglich wäre es ein guter einfall, schülerInnen auf einen intensiveinsatz etwas genauer vorzubereiten... doch, ja, das glaub ich, glaube ich:laughing:. käthe poops
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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