Sonstiges Auszubildende heutzutage

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A

Alex77

Mitglied
Basis-Konto
17.04.2007
38176
Hallo da draußen!!!

Mich würde mal interessieren, wie die Moral der Auszubildenden in Euren Häusern so ist?

Erledigen sie die Aufträge, sind sie pünktlich und zuverlässig?

Habt Ihr vielleicht Tipps, wie man ungeordnete Verhältnisse wieder in die Reihe bringen kann. Man kann ja nicht immer nur meckern und Abmahnungen verteilen.:keule:
:00000965:
Freu mich auf Eure Beiträge.
LG Alex.
 
Qualifikation
Krankenschwester/ Praxisanleiterin
Fachgebiet
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Weiterbildungen
Praxisanleiter-AG
Kinästhetik-Mentoren-AG
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Hallo Alex,

:wink: interessantes Thema!

Ab und an gibt es schon mal Schüler, die weniger motiviert sind, und das aus unterschiedlichen Gründen.
Die eigenen Gründe, die Ausbildung zu machen, sind meiner Meinung nach schon sehr entscheidend.
Auch das Alter bzw. die eigene Reife , spielt nach meiner Erfahrung eine Rolle, zumindest in der Altenpflegeausbildung.
Wir hatten eine sehr motivierte und interessierte Schülerin, die vom Arbeitsamt her als Umschulung die Ausbildung machte.
Sie hatte sich selbst hohe Ziele gesteckt, dementsprechend gut war sie auch--> absoluter 1ser Kanditat!
Unsere derzeitige Schülerin hat gerade ihren Auflösungsvertrag unterschrieben, und wird eine Helferstelle in einer anderen Einrichtung antreten.
Hier war keinerlei Motivation mehr erkennbar, sie lernte nicht, hatte für ihre 2 Ausbildungsjahre ein sehr geringes Fachwissen und hätte selbst die Helferprüfung nicht bestanden.

Klar ist, das jeder Schüler deutlich machen sollte, wo er steht und wo er hin will.
Dafür sind Gespräche zwischen Anleitung und Schüler sehr wichtig.
Geduld sollte man aufbringen, allerdings im gesunden Maße.
Jeder Schüler ist für seine Ausbildung selbst verantwortlich, er bekommt Hilfe und Unterstützung, wenn er sie braucht.
Aber ich renne niemanden mehr hinterher!
Werden Aufträge nicht pünktlich erledigt, spiegelt sich das in der Beurteilung wieder, ganz einfach.

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
A

Alex77

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
17.04.2007
38176
Hallo!!!

Danke für Deine Antwort.
Das beruhigt mich aber, dass es bei euch auch solche Fälle gibt. Es sind ja zum Glück immer nur Ausnahmen, aber die sind dann auch sehr anstrengend.
Mein Hauptproblem sind eigentlich die Terminvereinbarungen. Wenn ich die Schüler nicht direkt anspreche oder ihnen feste Termine und Themen vorgebe, klappt es nicht. Sie sagen zwar immer wieder ich melde mich, dass wir einen neuen Termin verabreden können, aber wenn sie dann um die Ecke sind, ist dieses Vorhaben schon Geschichte.
Ich bin aber mittlerweile auch dazu übergegangen, nicht hinterher zu laufen.
Ich glaube ein Großteil der Azubis hat den Ernst der Lage noch nicht erkannt.
Der Schüler allein kann da aber sicherlich nichts dafür. Wie du schon sagst, das Alter und die Reife spielt eine entscheidende Rolle, aber auch die Erziehung und somit auch die Einstellung der Eltern.

Es ist aber insgesamt nicht so schön, wenn die Arbeit die man sich macht, nicht angenommen wird oder zumindest nur von wenigen.
Spätestens zum Examen kommen sie dann alle und ich müsste mich zerteilen...

LG Alex.
 
Qualifikation
Krankenschwester/ Praxisanleiterin
Fachgebiet
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Weiterbildungen
Praxisanleiter-AG
Kinästhetik-Mentoren-AG
D

dr.poops

wenn wir schülerInnen auf der intensivstation haben, dann haben sie grundsätzlich praxisanleiterInnen an ihrer seite (wenn die nicht da sind, dann eben erfahrene kollegInnen). wir besprechen vorher, was genau sie schon können und vor allem dürfen. im laufe der zeit sehen wir dann, wie gut die leute zurecht kommen und überlassen ihnen auch verantwortungsvolle tätigkeiten. manchmal gibt es eine "sonderaufgabe", z.b. wird ein patient tracheotomiert und der/die schülerIn guckt zu. dann sollen sie dazu ein paar sachen ausarbeiten und am nächsten tag auch mal gucken, ob sie sich nicht mal einen verbandwechsel zutrauen... ich finde, daß das ganz gut läuft, die schülerInnen sind von anfang an "hautnah" dabei und sind in der regel auch echt motiviert:thumbsup2:.
natürlich gibt es auch welche, denen das zu heavy ist und die dann froh sind, wenn der einsatz vorbei ist. trotzdem sagen sie immer, daß es lehrreich war bei uns - außerdem sind wir einfach auch unfassbar nett
:holy:.
viel schlimmer finde ich eher die schüler (in der tat meistens "jungs"), die innerhalb weniger minuten als die super-checker aufspielen, an geräten rumfummeln und sich in sachen einmischen, die sie echt nichts angehen (z.b. den arzt beim zvk-legen "beraten" - finden die auch immer echt stark:keule:). dr-poops
 
KleeneAnci

KleeneAnci

Mitglied
Basis-Konto
27.06.2007
12103
Hi,

ich denke es gibt immer solche und solche Schüler - da sie bei uns ja nie alleine fahren dürfen sind da schon klare Grenzen gesetzt. Ich bin die Fachkraft und er/sie nur der Schüler!

Wenn Aufträge nicht im gesetzten Rahmen erledigt werden - dann spiegelt sich es in der Beurteilung wieder - ganz klar. Es sei denn, der Schüler fragt vorher schon an, dass er mehr Zeit braucht oder Hilfe.

Unsere Azubine ist glücklicher Weise absolut super und steht nun auch kurz vor ihren Prüfungen. Probleme gab es immer wieder nur mal von Fremdpraktikanten - aber denen wurde auch schnell der Wind aus den Segeln genommen. ;o) Immerhin sitzen "wir" am längeren Hebel. :eek:riginal:

LG, Anci
 
Qualifikation
APF / PA
Fachgebiet
Ambulante Pflege
clemo

clemo

Unterstützer/in
Basis-Konto
05.10.2006
Hessen
Hi,

Alter, Reife, Motivation spielen eine grosse Rolle. Aber auch die Erziehung durch das Elternhaus und die Schule! Stichpunkte z.B. : Umgangston, Respekt, Betten machen können, Ordnung halten, Selbständigkeit, ... Von vielen wird das ganz einfach nicht gefordert, woher sollen sie das kennen/können? Hier müssen dann eben wir erzieherisch tätig werden. Oder denke ich da zu konservativ? Es gibt Schlüsselqualifikationen, die setze ich -gerade für diesen Beruf- voraus. Wer sie nicht hat, muss sie erwerben!
Ja, wir müssen uns vor Augen halten dass es verschidene Gründe gibt diese Ausbildung zu machen zu wollen. Und die Kranken-/Altenpflegeschulen können sich nicht nur die Rosinen unter den Bewerbern rauspicken.
Ja, ein wirklich interessantes Thema.

Ich bin ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit tätig, machmal frage ich mich ob so manch einer von denen irgendwann ohne die Eltern lebensfähig sein wird. In diesem Alter kann man aber die Schlüsselqualifikationen sehr gut vermitteln, was ich auch schon seit vielen Jahren erfolgreich praktiziere. Im späteren Alter ist das schwierig, da fragen die sich: für was brauche ich das, es hat doch bisher auch so gut funktioniert.

Gruß

clemo
 
Qualifikation
freigestellter PA
Fachgebiet
Klinik, interdisziplinär
nightwish

nightwish

Aktives Mitglied
Basis-Konto
21.10.2006
75181
Hallo Alex...

ja das mit dem zerteilen ist so ne Sache... die Schüler meinen echt, dass wenn sie kurz vor knapp kommen, dass das schon noch reicht.
Ich sag dann ganz klar, dass sie sich da vorher hätten drum kümmern müssen... wir sind ja nun nicht unbedingt deren Deppen!:spinner:

Grüßle
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin, PA, WBL
Fachgebiet
Pflegeheim
Weiterbildungen
WB PA, AG QM
F

Fripi

Aktives Mitglied
Basis-Konto
02.08.2005
viel schlimmer finde ich eher die schüler (in der tat meistens "jungs"), die innerhalb weniger minuten als die super-checker aufspielen, an geräten rumfummeln und sich in sachen einmischen, die sie echt nichts angehen (z.b. den arzt beim zvk-legen "beraten" - finden die auch immer echt stark:keule:). dr-poops
Da sist sicherlich lustig, aber was ich noch schlimmer finde sind die völlig unqualifizierten Reaktionen auf überschießenden eifer, bzw. wenn man meint solchen zu erkennen. In meinem fall wurde mir eine schlechtere Note gegeben weil ich zu selbstbewusst sei (ohne etwas falsch gemacht zu haben) und weil ich zunächst immer versuchte probleme mit Patienten zu klären, ohne sofort jemanden dazuzurufen. Obwohl ich kein einziges mal eine falsche Information weitergegeben habe wurde das als "nicht der Verantwortung für den Patienten bewusst" gewertet. Außerdem nervt es doch erheblich das man bei jeder 2. Frage zu hören bekommt: Du bist noch in der Ausbildung, geh erstmal waschen. Appell an alle die sowas schonmal gesagt haben: lasst das in Zukunft, insbesondere wenn bei der Grundpflege eh keiner zuguckt und die sowieso auf den Schüler abgeschoben wird weil der ja "noch lernen muss".

@Alex

Ich kann nur was zu meinen kolleginnen und kollegen sagen die ich schon erlebt habe, und demotiviert geht da niemand an die Ausbildung ran, alle haben einen g<rund wieso sie das machen was sie machen. Demotivierend sind da meistens die Mentoren, völlig schwammige kompetenzen (und eventuell wechselnde Kompetenzen) u.s.w.

Sollte tatsächlich mal jemand lustlos sein ist dem in einem Gespräch, wie scon erwähnt, sicherlich beizukommen. Wer nicht weiß wo es hakt kann halt nichts dagegen machen. Das Konzept von poops finde ich im übrigen super, habe bisher keine Station erlebt die ihren lehrauftrag so gewissenhaft ausgeführt hat. Manchen Kolegen möchte man echt mal ihren vertrag unter die Nase halten, da steht bei jedem drinn das er sich verpflihtet zu lehren, egal ob Mentor oder nicht.

Gruß Nils
 
Qualifikation
GUKP
Fachgebiet
Humanitäre Hilfe
Weiterbildungen
Algesiologische Fachassistenz
A

Alex77

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
17.04.2007
38176
@ Fripi

Das mag sein, dass die Mentoren eine negative Einstellung auf die Azubis projezieren, aber generell zu sagen, dass alle voll motiviert sind, sehe ich etwas anders. Vielleicht ist es so aber auch nicht ganz richtig ausgedrückt. Viele sind vielleicht eher noch zu naiv und sehen den "Ernst der Lage" noch nicht so richtig. Bei uns ist es momentan in einem Kurs ganz schlimm, dass Arbeitsaufträge, Krankmeldungen, ... nicht abgegeben werden oder aber die Klausuren total mies abgeschlossen werden.
Selbst wenn man mit denen dann Gespräche führt kommen da nur irgendwelche schlecht ausgedachten Ausreden zum Vorschein und es ändert sich nichts. :ka:
Deinem 2. an mich adressierten Absatz stimme ich voll und ganz zu!!! :thumbsup2:

Ich sollte vielleicht ergänzend noch mal sagen, dass ich als freigestellte Praxisanleiterin in der Schule arbeite und da die Anforderungen noch etwas anders sind, als auf Station. Im praktischen Arbeiten auf Station sind die meisten ja auch motiviert.
:smile:
Gruß Alex.
 
Qualifikation
Krankenschwester/ Praxisanleiterin
Fachgebiet
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Weiterbildungen
Praxisanleiter-AG
Kinästhetik-Mentoren-AG
R

Rixte

@ All,

WIr haben das Glück, wir sind eine Wunsch und keine Pflichtstation. Somit ist die Motivation etwas zu lernen groß. :thumbsup2:

Hi,

Alter, Reife, Motivation spielen eine grosse Rolle. Aber auch die Erziehung durch das Elternhaus und die Schule! Stichpunkte z.B. : Umgangston, Respekt, Betten machen können, Ordnung halten, Selbständigkeit, ...
clemo
Dem stimme ich voll und ganz zu

Natürtlich gibt es Unterschiede, genau wie bei den Praxisanleitern auch.
Aber im großen und ganzen hab ich festgestellt, das die Motivation und der Wissensdrang wieder gestiegen sind.

Da sich viele Schüler melden um bei uns eingesetzt zu werden, muss unser Konzept stimmen.

Ich glaube da liegt der "Hase auch im Pfeffer". manchmal sind die Schüler nicht schlecht, sondern der Umgang mit ihnen und die Situation auf Station.

Nicht alle Praxisanleiter sind so motiviert, wie die hier an Board.

Ich fahre ganz gut mit der Einstellung; Ich habe das Fachwissen und die Erfahrung, ihr das neuere Wissen, aLso können wir von einander lernen.

Obwohl ich denke, das ich durch Weiterbildungen so ziemlich auf den neusten Stand bin, habe ich trotzdem noch einiges von den Schülern gelernt, und sei es nur, mein Wissen und meine Arbeitsweise selbstkritisch zu überprüfen. Routine ist nicht immer gut :eek:riginal:

Gruß Rixte
 
A

Alex77

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
17.04.2007
38176
@ Rixte

Deinem Beitrag kann ich so nur beipflichten. Auch das Zitat trifft es total gut.


Ich könnte mir bei unseren Schülern auch vorstellen, dass sie es vielleicht nicht mit Absicht machen, sondern einfach noch nicht reif genug sind und ihnen der nötige Weitblick fehlt. Ich versuche ja in unseren Schülern auch immer das gute zu sehen, aber momentan häufen sich leider die Zwischenfälle.
Das macht dann einfach unzufrieden!!! :sad:

Grüße Alex
 
Qualifikation
Krankenschwester/ Praxisanleiterin
Fachgebiet
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Weiterbildungen
Praxisanleiter-AG
Kinästhetik-Mentoren-AG
R

Rixte

Hallo Alex,
dass kann ich mir gut vorstellen, und die von dir genannten Probleme sind auch eine Grundeinstellung, die man so nicht akzeptieren kann.
Krankmeldung etc. nicht abgeben, dumme Ausreden, zeigen zwar eine Unreife, aber sie zeigen auch mangelndes Verantwortungsgefühl.

Das du gefrustet bist ist nachvollziehbar.

Da ich die Schüler nicht kenne, kann ich auch keinen Rat geben.
LG Rixte
 
A

Alex77

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
17.04.2007
38176
Hallo Rixte!!!

Das ist aber schade, dass Du keinen Tipp hast, aber trotzdem DANKE.
Es hätt ja so sein können, dass Du auch schon ähnliches erlebt hast.

Liebe Grüße
Alex.
 
Qualifikation
Krankenschwester/ Praxisanleiterin
Fachgebiet
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Weiterbildungen
Praxisanleiter-AG
Kinästhetik-Mentoren-AG
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Hallo Alex77,

Wenn ich dich richtig verstanden habe, habt ihr eher Probleme mit den Azubis in der Theorie als in der Praxis?
Hast nur du die Probleme oder das ganze Kollegium?
Habt ihr eure Azubis schon mal um Feedback gebeten?

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
B

Brini

Neues Mitglied
Basis-Konto
07.12.2005
55122
Also ich muss da wohl mal eine Breche für die Schüler schlagen. Damit mich hier keiner falsch versteht, es gibt immer solche und solche Schüler. Aber ich glaube, dass alle Schüler grundlegend motiviert sind, die an sie gestellten Anforderungen zu bewältigen. Doch kommen sie nach dem Einführungsblock auf die Stationen, sind sie vielen Reizen ausgesetzt. Die so manchen Schüler schnell mal überfordern kann. Wenn diese nicht von einfühlsamen und verständnisvollen Mitarbeiten (z.B. Praxisanleitern) aufgefangen werden, kann die eigentlich vorhandene Motivation der Schüler schnell in Unsicherheit und auch in Selbstzweifeln enden. Denn allein aus Unsicherheit, können viele Fehler entstehen. Da wundere ich mich nicht, dass der ein oder andere Schüler irgendwann keine Lust mehr zum Lernen hat. Auch glaube ich, dass bei jedem Menschen die Motivation zum Lernen schwankend ist. Dies kann von vielen Faktoren abhängig sein. Auch sollte beachtet werden, dass Schüler in ein und demselben Ausbildungsjahr mit unterschiedlichen Vorerfahrungen existieren. Da gibt es oftmals Solche, die schon ein freiwilliges soziales Jahr absolviert haben und einige die direkt von der Schule kommen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Schüler, die über keinerlei Vorerfahrungen verfügen oftmals mit den Anderen verglichen werden. Auch müssen die Schüler, die bereits über diverse Vorerfahrungen in der Pflege verfügen, lernen sich auf einer anderen Station einzufinden. Dies ist auch oftmals mit Konflikten verbunden. Denn sie verfügen bereits über Kompetenzen, die sie plötzlich nicht mehr anwenden können und dürfen.
Auch finde ich, dass jeder der in der Praxis mit Schülern arbeitet und vor allen Dingen auch mit, an und um Menschen arbeitet, die Fähigkeit besitzen sollte, selbstreflektorisch handeln zu können. Denn kein Mensch ist perfekt! Ich hoffe, ich konnte mit meinem Statement, den Einen oder Anderen mal zum Nachdenken bringen. Denn schon Sokrates sagte: „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“
Auch die Aussagen von KleeneAnci, wie:"Ich bin die Fachkraft und er/sie nur der Schüler!" oder:"Immerhin sitzen "wir" am längeren Hebel." sehr bedenklich. Diese Aussagen haben einen unangenehmen Beigeschmack von Machtausübung!
Liebe Grüße Brini

 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegestudentin
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Hallo Brini,

ich persönlich weiß, das kein Mensch perfekt ist und verlange es auch nicht.
Dennoch habe auch ich manchmal Problemschüler, und gerade über Solche reden wir hier.
Mit den Motivierten kommen wohl alle klar:wink: , hier gilt es aber, möglichst eine Lösung zu finden bzw. anzubieten.

Ich finde es gut, wenn du dich für die Schüler stark machen möchtest, aber ich finde auch, das es hier nicht notwendig war.

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
B

Brini

Neues Mitglied
Basis-Konto
07.12.2005
55122
Hallo Manu,
anscheinend hast Du meine Aussage nicht so recht verstanden, wenn Du einfach meine Einstellung als hier nicht notwendig deklarierst. Ich finde schon, dass auch diese Sichtweise wichtig ist um mit "Problemschülern" arbeiten zu können. Denn man sollte bei jeder negativer Einstellung, die man gegenüber einem Menschen besitzt, nicht die eigene Unfehlbarkeit vergessen. Denn dieses kann oftmals auch schon aushelfen, wenn ich meinen Gegenüber verstehen und nicht erklären will.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegestudentin
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Hallo Brini,

ich verstehe ja deine sichtweise, und unterstütze sie eigentlich auch.
Mit Überflüssig meinte ich lediglich, das hier im Thread niemand über Schüler abgelästert hat.
Wie schon geschrieben, es wurde die Fragestellung über Problemschüler gestellt.
Sorry, falls ich dich in irgendeinerweise getroffen haben sollte!:blushing:

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
T

TomBer83

Mitglied
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25.06.2007
53110
Also ich als frisch examinierter kann aus eigener erfahrung heraus sagen wie es als Schüler war wenn man ein Motivationsloch hatte.... Man sollte die Schüler nicht über einen Kamm scheren, man weiß nie warum sie unmotiviert sind.... bei mir in der Ausbildung gab es wenn ich auf eine neue Station kam , erst einmal ein Einführungsgespräch. Ich hatte einen Tätigkeitenkatalog dabei, indem die vorigen Stationen abgehakt haben, was ich gut konnte und wo ich noch Anleitung benötigte....Dann in der Mitte meines Einsatzes wurde ein Zwischengespräch gemacht um den Aktuellen Stand zu erfahren und ggf. den Schüler in die richtige Richtung zu lenken. Dieses Gespräch wird auch dafür benutzt um ggf dem Schüler zu ermutigen wenn er demotiviert ist..... wichtig ist aber, dass es sich nicht auf das Zwischengespräch beschränkt, sondern ihr sobald ihr merkt "der wirkt unmotiviert" sofort ein Gespräch einführt um den Grund zu erfahren:
- kommt er in der Schule mit? (Notendurchschnitt)
- Private Situationen
- gefällt ihm die Chirugie/Innere/Geriatrie u.s.w. ... (nun gut da muss er durch)
- gefällt ihm der Beruf nicht mehr ( Dann natürlich nahe legen, dass er aufhören soll)

Allgemein meine ich damit eigentlich dass man als PA die Aufgabe hat dies zu erkennen und sofort zu handeln.... es sind Schüler und in ihnen liegt die Zukunft Pflege.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
allg. Pflege
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Also ich als frisch examinierter kann aus eigener erfahrung heraus sagen wie es als Schüler war wenn man ein Motivationsloch hatte.... Man sollte die Schüler nicht über einen Kamm scheren, man weiß nie warum sie unmotiviert sind.... bei mir in der Ausbildung gab es wenn ich auf eine neue Station kam , erst einmal ein Einführungsgespräch. Ich hatte einen Tätigkeitenkatalog dabei, indem die vorigen Stationen abgehakt haben, was ich gut konnte und wo ich noch Anleitung benötigte....Dann in der Mitte meines Einsatzes wurde ein Zwischengespräch gemacht um den Aktuellen Stand zu erfahren und ggf. den Schüler in die richtige Richtung zu lenken. Dieses Gespräch wird auch dafür benutzt um ggf dem Schüler zu ermutigen wenn er demotiviert ist..... wichtig ist aber, dass es sich nicht auf das Zwischengespräch beschränkt, sondern ihr sobald ihr merkt "der wirkt unmotiviert" sofort ein Gespräch einführt um den Grund zu erfahren:
- kommt er in der Schule mit? (Notendurchschnitt)
- Private Situationen
- gefällt ihm die Chirugie/Innere/Geriatrie u.s.w. ... (nun gut da muss er durch)
- gefällt ihm der Beruf nicht mehr ( Dann natürlich nahe legen, dass er aufhören soll)

Allgemein meine ich damit eigentlich dass man als PA die Aufgabe hat dies zu erkennen und sofort zu handeln.... es sind Schüler und in ihnen liegt die Zukunft Pflege.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu!:thumbsup2:

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
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