Ausstieg aus der Pflege

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Endless_Enigma

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Guten Morgen ihr Lieben,

sicher ist dies kein neues Thema,aber bisherige Postings, die ich als stiller Mitleser hier oder in anderen Foren beobachtet habe, brachten mich leider nicht weiter.

Ein wenig über mich.

Ich arbeite seit 1994 in der Altenpflege,erst als Zivi, dann als Pflegehelfer, danach kam die Umschulung zum Altenpfleger (1999) mit Abschluß 2002.
Seitdem arbeite ich als examinierter Altenpfleger und habe diesen Beruf bis vor 3 Jahren gerne ausgeführt.

Ich habe in diversen Bereichen gearbeitet.
Angefangen vom ambulanten Dienst (7 Jahre ohne Führerschein) bis zu meinen letzten Tätigkeiten im stationären Bereich.
In den letzten 3 Jahren wechselte ich die Einrichtungen wie andere ihren Schlüpper.
Teils aus großer Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, teils aus Resignation nichts wirkungsvolles erreichen zu können, teilweise an der endlosen Ignoranz der Arbeitgeber.
Ich komme mir mehr und mehr als Waschmaschine auf 2 Beine vor, oder als Werkzeug des MDK´s. Hauptsache die Akten stimmen,der Bewohner ist scheißegal.

Hinzu kommt, dieser mich, mittlerweile störende Schichtdienst und die SEHR individuellen Gestaltungen des Dienstplans.
Man kommt aus 3-4 Tage Spätdienst , hat 1 Tag frei und darf am nächsten Tag gleich zum Frühdienst antanzen,man kann persönliches kaum planen, da man nebenher auch aus dem Frei geholt wird, da einfach das Personal fehlt oder krank ist.
Und so sieht der Dienstplan durchgängig aus,egal in welcher Einrichtung man arbeitet. Verständnis von der PDL oder WBL sucht man hier vergebens, man bekommt die Aussage um die Ohren...ja, wir haben kaum Personal, das ist jetzt nun mal so.
Das man dies auf Dauer körperlich und geistig nicht mehr schafft, das ist uns klar, denen aber nicht wirklich.

Das alles wirkt sich auch auf mein persönliches Umfeld aus. Ich habe selbst im privaten Rahmen kaum noch Motivation irgendwas zu "pflegen" sei es Freundschaften oder ähnliches. In den letzten 3 jahren hat sich eine Gleichgültigkeit eingeschlichen, die sich auf Arbeit auch niederschlägt.
Leidtragende sind natürlich die Bewohner, wenn sie meine "schlechte" Laune, das "anfauchen" etc abbekommen, obwohl die die letzten sind die dafür etwas können.

Persönlich kann ich kaum noch richtig abschalten, man denkt unweigerlich an "Arbeit" und was einem im nächsten Dienst bevorsteht.
Dinge die einem früher abgelenkt oder Spaß gemacht haben, Sport z.B. helfen mir auch nicht wirklich mehr weiter, um einen gewissen ruhigen Seelenfrieden zu erlangen.
Fakt ist dann das ich verstärkt zum Arzt renne, der mich auf Grund einer Erschöpfungssymptomatik 1 Woche krank schreibt, danach geht der "Spaß" dann von vorne los, ohne das man sich auch nur im geringsten regenerieren konnte.

Kündigt man oder wird gekündigt, dann kommt das nächste große Problem auf einen zu.

Das Arbeitsamt, welches genauso wenig Verständnis für die Lage aufbringt in der man steckt.
Man hat zu funktionieren und ein Berufswechsel wird nicht in Betracht gezogen, ohne Attest oder ähnliches.
Ärzte spielen nicht mit, so das sich die Katze in den Schwanz beißt und man unweigerlich früher oder später wieder in dem Beruf landet.

Ich bin echt mit meinem Latein am Ende bin.
Ich möchte raus aus der Pflege, habe aber keinen anderen Beruf erlernt, der mir eine Alternative bieten könnte. Ich möchte auch nicht in irgendeinen Beruf einsteigen, der mit der Pflege zu tun hat. Oft hört man ja diese unheilsschwangeren Aussagen....ja geh doch zum MDK, oder mach eine Ausbildung zur PDL.

Hilfe vom Arbeitsamt kann und wird man nicht erwarten können. Im Alter von 43 wird man auch kaum eine neue Ausbildung beginnen können, zumindest wüßte ich keinen Berufszweig, ausser der Pflege, die sowas anbieten.


Ich bin echt gerade am Ende, ich war jetzt 2 Wochen krank geschrieben und bin genauso kaputt,erschöpft und ausgelaugt wie zuvor.
Ich hoffe jemand weiß einen Rat, etwas das ich bis dato übersehen habe oder einfach nicht auf dem Schirm hatte.

LG.
 
Qualifikation
exam. Altenpfleger
Fachgebiet
stat. Wohnbereich
Morbus Bahlsen

Morbus Bahlsen

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Du könntest versuchen in einem Sanitätshaus unterzukommen. Da brauchst du aber häufig entsprechende Weiterbildung. Da ich selbst das leidige Thema raus aus der Pflege seit ca. 2 Jahren mit mir rumschleppe, mache ich Dir recht wenig Hoffnung.
Die meisten "Nicht-Schichtdienststellen" sind
überlaufen. Habe mich z.B. in den letzten 2 Jahren 4 mal bei der Blutspende beworben. Da kamen auf eine ausgeschriebene Stelle 20 Bewerber (von so einer Traumquote kann der Rest der Pflege nur träumen). MDK hab ich gleich gelassen, denn bei uns hier, gibts das eh nur auf Honorarbasis.

Auch Wundmanager gibts wie Sand am Meer. Und Mentorenstellen im Krankenhasu sind auch häufig nur Teilstellen entweder mit Teilzeitvertrag oder den Reststunden im Schichtdienst in der Pflege. Ähnlich sieht es bei PDL Stellen aus 1. gibts auch PDLer mittlerweile wie Sand am Meer 2. Gute Stellen kann man suchen und selten finden 3. auch hier bist du häufig teilweise in der Pflege, im Schichtdienst, häufig sogar noch im Bereitschaftsdienst. Aus dem gleichen Grund halte ich auch ein Pflegemanagementstudium für nicht sehr sinnvoll. Habe momentan eine Kollegin die seit 1,5 Jahren fertig studiert hat und bisher vergeblich nach einer Stelle sucht, obwohl sie sogar überregional sucht. Ähnlich sieht es aus bei Qualitätsmanagement. In großen Firmen holt man sich studierte QM's und "füllt" den Rest mit normalen Mitarbeitern als Qualitätszirkel auf. In kleineren Einrichtungen macht das entweder die PDL mit oder man schickt einen MA aus der Pflege zur Wb und der macht das dann auch neben dem Schichtdienst mit.

Auch Pflegeberater gibt zu Hauf und Pflegekräfte werden ohnehin ungern genommen, denn die würden ja im Sinne des Patienten beraten, hierbei werden aber dann wenn häufig Pflegekräfte berücksichtigt, die für die Pflege berufsunfähig sind. (ein Kollege hat nach 1 Jahr Suche endlich so eine Stelle gefunden - war auch gut so, denn ab nächsten Monat hätte er trotz BU wieder in die Pflege zurück gemusst, oder Sanktionen der Arge bekommen).

Auch bei Krankenkassen habe ich mich beworben. Bei allen die es im Umkreis gibt (dürften ca. 20 gewesen sein). Trotz meiner zahlreichen Weiterbildungen und Qualifikationen, habe ich nicht eine einzige Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen. Häufig bekommt man noch nicht mal eine Resonanz auf die Bewerbung selbst wenn Stellen ausgeschrieben waren.

Da jetzt schon abzusehen ist, dass ich Pflege körperlich nicht mehr ewig durchhalte (bin jetzt 37) musste eine Alternative her.
Ich habe letztes Jahr eine Fernstudium zum Heilpraktiker begonnen. Ist zwar sehr kostenintensiv (je nach Schule zwischen 130-160 monatlich + sehr viel und sehr teure Fachliteratur + dann später die Prüfungsgebühren und die Gebühren für Zulassung und die Spezialisierung, die nach dem Studienabschluss zwingend erforderlich ist) und neben einer Vollzeitstelle in der Pflege braucht man sehr viel Disziplin (Lernaufwand ca. 15-20h/Woche), aber wenn ich damit fertig bin, bin ich unabhängig und kann meine eigene Praxis eröffnen.

Geht natürlich nur, wenn man sich für den Bereich Naturheilkunde erwärmen kann und die Zeit hat . Ausbildungsdauer incl. Praktika und Prüfung zwischen 24-36 Monaten. Teils noch länger, da man sich in vielen Orten mittlerweile 1,5 Jahre voher zur Amtsarztprüfung anmelden muss und zwischen schriftlicher und mündlicher Prüfung häufig noch mal 1-2 Monate liegen. Wenn man durchfällt dann dauert es noch länger. Durchfallquote ist relativ hoch, da sich die Prüfung auf dem Niveau der Prüfung zum Allgemeinarzt bewegt. Je nachdem worauf du Dich spezialisierst, dauert das dann nochmal 6 Monate bis zu drei Jahre

Wenn du das aber alles in Kauf nehmen kannst und willst, dann ist das eine sehr schöne Alternative mit guter Zukunftsperspektive.

Ich weiß mein Posting ist nicht gerade motivierend verfasst, aber das gründet auf meinen gemachten Erfahrungen.
Vielleicht sagt dir ja jemand Anderer hier, auch was völlig anderes. Das varieirt ja häufig auch von Bundesland zu Bundesland.
 
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PDL
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Heimbeatmung
Weiterbildungen
Krisenintervention, Ernährungsberatung, PDL, Mentor, Pflegeexperte außerklinische Intensivpflege
mysteha

mysteha

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@ Endless Enigma
Das klingt wirklich ziemlich verzweifelt, was du da schreibst. Ich kann aber lebhaft nachvollziehen, dass man es in der Pflege an diesen
Punkt bringen kann. Das ist ein Grund für mich, nicht mehr in der Pflege arbeiten zu wollen.
Was hältst du denn von einer Tageseinrichtung? Ich arbeite in einer Tagesstätte für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Aber sowas gibt es ja auch in gemischter Form. Wir haben einen traumhaften Personalschlüssel, machen an pflegerischen Tätigkeiten nur Toilettengänge und haben bei allen Verrichtungen wirklich alle Zeit, die wir brauchen, bzw. der Patient braucht.
Nachtdienste hättest du dann auch nicht mehr und je nach Öffnungszeit der Einrichtung auch nicht viele unterschiedliche Dienstzeiten.

Ich drücke dir fest die Daumen, dass du was adäquates für dich findest.
 
Qualifikation
KS/PDL/Fachkraft für Gerontopsychiatrie/Hygiene/Pflegeberaterin §7a SGB XI
Fachgebiet
Tagesstätte/Demenz
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resigniert

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@ Endless Enigma,
hast du mal an die Möglichkeit gedacht, dass du krank bist? Ernsthaft krank, Richtung Depression/Burn Out? Da helfen dann auch 2 Wochen AU überhaupt nicht.
Bevor das nicht abgeklärt ist, hilft dir auch eine andere Tätigkeit nicht.
 
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GuK
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Intern
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Surrogat

Ich kann resigniert nur völlig zustimmen.

Deine Problematik und die kurz beschriebenen Symptome deuten mehr als deutlich in die Richtung "Depression" (ich mag den beschönigenden Modebegriff "Burn-out" nicht) - da hilft nur, ganz konsequent, die Suche nach einem entsprechend spezialisierten Mediziner der dich für längere Zeit "aus dem Spiel nimmt". Der Hausarzt ist hier nicht zwingend der erste Ansprechpartner, im Notfall tut es auch eine Institutsambulanz oder eine spezialisierte Einrichtung.
Wir reden hier eher von vier bis sechs Wochen (plus Verlängerung bei Notwendigkeit), die du auch in einer therapeutischen Situation (z.B. stationäre Psychosomatik) verbringen solltest, ganz nach Ausprägung. Im Rahmen dessen werden sehr wahrscheinlich deine körperlichen/seelischen Probleme verbessert, du erlernst Strategien zum Eigenschutz, Verarbeitungstechniken und kannst danach klarer planen.

Die Übernahme einer neuen Tätigkeit vor einer solchen Massnahme halte ich eher für wenig sinnvoll - du bleibst dann einfach in dem Hamsterrad und spätestens wenn dein Körper dich durch Somatisierung deiner Beschwerden zwingt dich mit den Problemen auseinander zu setzen, bist du wieder - und mit schlechteren Ausgangschancen - am gleichen Punkt wie vor dem Wechsel.

Lass dir Zeit mit der Fragestellung, was du im Anschluss tun willst. Zuerst müssen Körper und Geist wieder stabil werden.
 
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benny34

benny34

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Ich habe letztes Jahr eine Fernstudium zum Heilpraktiker begonnen. Ist zwar sehr kostenintensiv (je nach Schule zwischen 130-160 monatlich + sehr viel und sehr teure Fachliteratur + dann später die Prüfungsgebühren und die Gebühren für Zulassung und die Spezialisierung, die nach dem Studienabschluss zwingend erforderlich ist) und neben einer Vollzeitstelle in der Pflege braucht man sehr viel Disziplin (Lernaufwand ca. 15-20h/Woche), aber wenn ich damit fertig bin, bin ich unabhängig und kann meine eigene Praxis eröffnen.

Geht natürlich nur, wenn man sich für den Bereich Naturheilkunde erwärmen kann und die Zeit hat . Ausbildungsdauer incl. Praktika und Prüfung zwischen 24-36 Monaten. Teils noch länger, da man sich in vielen Orten mittlerweile 1,5 Jahre voher zur Amtsarztprüfung anmelden muss und zwischen schriftlicher und mündlicher Prüfung häufig noch mal 1-2 Monate liegen. Wenn man durchfällt dann dauert es noch länger. Durchfallquote ist relativ hoch, da sich die Prüfung auf dem Niveau der Prüfung zum Allgemeinarzt bewegt. Je nachdem worauf du Dich spezialisierst, dauert das dann nochmal 6 Monate bis zu drei Jahre
Hast aber was wichtiges vergessen:
Die eigene Praxis kostet Geld. Und wenn du nach der Prüfung gleich Fulltime als HP arbeiten willst, musst du davon leben können. Dazu brauchts erstmal Patienten....

Ich erwähne das nur, weil ich die Nummer schon hinter mir habe (HP-Prüfung 2004) incl. eigener Praxis. Fazit nach 4 Jahren: Ich bin mit 50k € in die Insolvenz. Trotz Businessplan und allem drumherum.

Trotzdem: die HP-Ausbildungszeit (hatte ich Vollzeit 2,5 Jahre gemacht) war eine sehr positive Erfahrung und von dem gelernten profitiere ich auch heute noch....
 
Qualifikation
Altenpfleger;Fachkrankenpflege Neurologie/Geriatrie
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Früh-Reha (B,C)
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gelia

ich bin seit 42 Jahren in der Pflege, es hat sich in dieser Zeit NICHTS geändert. Schlechte Bezahlung, Pflegekräftemangel, ect.
Jetzt mit fast 62 macht mein Körper nicht mehr mit. Bis 2020 muss ich noch arbeiten, aber mit Sicherheit nicht mehr im Heim oder amb. sondern nur Betreuung, was natürlich auch für mich, finanzielle Auswirkungen hat. Jetzt ist erst einmal Arbeit Arg. angesagt. Ich kann nicht mehr. Psychisch kein Problem, aber leider Körperlich.
 
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Tinchen-Bienchen

Hallo Ihr Lieben. Wenn ich das hier so lese bekomm ich richtig bammel. Denn ich habe mich entschieden nach langer beruflicher Tätigkeit im Büro als Tippse als Chefarztsekretärin was anderes zu machen wo ich drin aufgehe. Also plane ich die Ausbildung zum Gukk oder AP im Sommer zu starten. Aber wenn ich Eure Zeilen so lese sagt mir mein Gefühl "lass es!". Ist es der richtige Weg diese Verantwortung auf mich zu nehmen? Mich für andere selbst kaputt spielen? Aber dann kommt der Gedanke wer sonst möchte diesen Job ausführen? Wenn alle so denken wer ist dann da für die älteren und kranken? Ich muss dazu sagen, dass ich nebenbei auch als Pflegeassistin schon tätig war und durch massive erschütternde Erfahrungen gesagt habe, dass kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Aber nach einer Weile fehlte mir was - die Abwechslung, das Diskutieren, das gemeinsame Frühstücken (richtig - wenn man die Zeit dazu findet). Aber auch die "Borstigkeit" der, oft sind es die älteren Damen, und Herren wenn man jeden Morgen aufs neue den Zugang zum Bewohner auf liebevolle Weise versucht wieder aufzubauen. Die ellenlagen und immerselben Gesprächen über früher und ganz früher und nochmals früher :gaehn::gaehn::gaehn:.
Und jeden Tag der meinem Ziel näher kommt, denke ich soll ich oder soll ich nicht?! Bin ich noch zu naiv zu denken ich kann was bewegen bzw. ändern? Soll ichs wagen :headwall::headwall::headwall:
 
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Kalimera

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Ich würde nicht sagen, dass Du naiv bist, aber eine gute Portion Idealismus hast.
Wenn alle so denken wer ist dann da für die älteren und kranken?
Bei dieser Herangehensweise sehe ich allerdings auch ein hohes Potential Dich über eigene Grenzen hinaus zu bemühen.
Wie wäre es denn ehrenamtlich tätig zu werden, da hast Du Zeit für die Patienten/Bewohner, kannst Gespräche führen, einen Kaffee mit ihnen trinken....ect. Wenn Du dann evtl. auch noch Demente begleitest/betreust und Zugang findest könnte das für Dich sehr befriedigend sein.
Man muss nicht gleich seinen Beruf aufgeben um etwas für ältere und kranke Menschen zu tun.
 
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Tinchen-Bienchen

Danke für deine positiven worte. Ich werde noch mal öfters in mich kehren und nachdenken. Aber heute habe ich erfahren, dass eine Stelle als AP-Azubi im Wachkomabereich für mich zur Verfügung stehen würde, was an sich ja auch noch mal was ganz anderes ist als die "normale" Seniorenbetreuung bzw. -pflege. Zumal mir der Bereich des Wachkomas nicht gänzlich unbekannt ist.
...hach es ist schon nicht einfach.........
 
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Kalimera

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Du wirst kaum Deine gesamte Ausbildung nur bei Wachkomapatienten verbringen.
..............die Abwechslung, das Diskutieren, das gemeinsame Frühstücken (richtig - wenn man die Zeit dazu findet). Aber auch die "Borstigkeit" der, oft sind es die älteren Damen, und Herren wenn man jeden Morgen aufs neue den Zugang zum Bewohner auf liebevolle Weise versucht wieder aufzubauen. Die ellenlagen und immerselben Gesprächen über früher und ganz früher und nochmals früher...........
Und genau das wirst Du bei Wachkomapatienten eher nicht erleben.
Vielleicht solltest Du Dir wirklich noch einmal Gedanken darüber machen was Deine Motivation ist in den Pflegebereich zu wechseln und ob eine Ausbildung in der Pflege die einzige Mglk. ist das angestrebte Ziel zu erreichen.
Ein kleines bisschen Realismus würde Deinem Idealismus dabei sicher nicht im Wege stehen..:)))
 
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Ricarda77

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Hallo , mir ging es genauso .Ich bin auch examinierte Altenpflegerin. Ich bin 38 . Habe meine Berufserfahrung im Krankenhaus und Pflegeheim gesammelt. Zum Schluss war ich im Pflegeheim tätig . Man arbeitete nur noch .einspringen wurde zur Selbstverständlichkeit. Privatleben gleich null . Ich habe manchmal mit depressiven Phasen zu kämpfen und mich krankschreiben lassen ,wegen Erschöpfungssyndrom. Seit 6 Monaten arbeite ich in der ambulanten Intensivpflege a 12h am Tag und auch nachts . Mir geht es seitdem besser, also keine Panik mehr vorm Dienst im Heim . An die 12 h habe ich mich gewöhnt . Wir arbeiten nicht mehr als 4 Tage am Stk und haben danach 2 Tage auch mal 3-5 Tage frei. ich arbeite Vollzeit . Klar springt man auch mal ein . Aber ich komme entspannt zur Arbeit und auch wieder nach Hause . Für mich war es die Richtige Entscheidung .
 
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Examinierte Altenpflegerin
Fachgebiet
1:1 Betreuung Intnsivpflege
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Monte1981

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Hallo zusammen,

Auch ich stelle mir fortwährend die Frage, was ich bei derartig schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege noch tun könnte, für die Zeit bis zur Rente.Als Gesundheits-und Krankenpfleger bleibt ja nur das Gesundheitswesen.Um aber von der" praktischen Arbeit am Bett " wegzukommen, schaue ich mir gerade Angebote des Tüv's an , die Weiterbildungen in verschiedenen Spaten der Pflege anbieten. Bsp.: Pflegemanagement über 2 Jahre mit IHK Abschlussprüfung für knapp 5.000€
Nun meine Frage?
Da ja fast alles akademisiert wird stelle ich mir die Frage, ob es am Ende rausgeschmissenes Geld ist zum einen weil Akademiker den Vorzug erhalten würden und zum anderen, ob die Management-Ebene generell überlaufen ist?
Hat jmd. Erfahrungen diesbezüglich gemacht oder meint zu wissen wohin die Reise gehen wird ?
Danke und hoffe auf zahlreiche Antworten...
 
Qualifikation
Gesundheits-und Krankenpfleger
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