GuK ausreichende Ausbildungsvergütung?

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K_1979

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Hallo zusammen,

schreibe gerade meine Diplomarbeit im Pflegemanagement und beschäftige mich unter anderem mit der Frage, warum die Berufsgruppe der Pflegenden einen solchen Nachwuchsmangel zu verzeichnen hat. Wollte deshalb mal fragen, ob eine Behauptung, die ich von der Lehrerin einer Krankenpflegeschule gehört habe, stimmt. Nach ihrer Aussage werden die Schüler von heute so schlecht vergütet, dass sie neben der Ausbildung noch einen anderen Job annehmen müssen. Ist das wirklich so? Habt Ihr davon schon mal gehört?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

K_1979
 
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traveler

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AW: ausreichende Ausbildungsvergütung?

Halte das für einen absoluten Quatsch.

Wenn du die Vergütungen vergleichst, dann wirst du sehen, dass die Ausb.vergütung mit ganz oben steht in der BRD.

Also daran kanns nicht liegen.
 
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nofretete

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AW: ausreichende Ausbildungsvergütung?

Also für die Schüler, die ihren Weg gleich nach der Schule in die Alten-/Krankenpflege finden, ist es eine normale Ausbildung, wie andere Lehren auch. Aber wenn ich so das Alter unserer Azubis betrachte das geht von 18 bis 40, dann ist schon nich viel, wenn ein 40-jähriger Familienvater nur "Lehrgeld" bekommt.
 
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K_1979

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AW: ausreichende Ausbildungsvergütung?

@ renje:

Kannst Du mir sagen, woher Du die Vergleiche hast? Im Vergleich des Bundesinstituts für Berufsbildung taucht der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege leider noch nicht einmal auf! Natürlich habe ich die aktuellen Zahlen aus dem AVR. Aus dem TVöD bin ich noch nicht so ganz schlau geworden. Aber vielleicht finde ich da ja noch was. Wenn Du ein paar andere Daten hättest, wäre das echt toll!
 
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AW: ausreichende Ausbildungsvergütung?

Also ich hab in meiner ersten Ausbildung (Speditionskaufmann) grad mal die Hälfte verdient. Finde die Vergütung schon angemessen, vor allem weil wir die Hälfte der Zeit in der Schule "arbeiten". In den Niederlanden gibt es z.B. gar keine Vergütung, da müssen die Schüler sogar noch draufzahlen. Ich denke das die Nachwuchsprobleme einfach vom dem schlechten Berufsbild und der mangelnden Anerkennung in der Gesellschaft kommen.
 
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AW: ausreichende Ausbildungsvergütung?

kommt darauf an was ausreichend ist. wenn ich überleg das ein Azubi im ersten Jahr Netto mehr hat als so mancher Leiharbeiter.....

Ich kenn den Bruttolohn zweier Kliniken in meiner Umgebung mit identischer Ausbildungsvergütung ( Bayern)

1. Lj: 795€
2. Lj: 880€
3. Lj: 970€
Brutto versteht sich. Muss somit renje (wieder mal) recht geben.
 
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traveler

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AW: ausreichende Ausbildungsvergütung?

@k_1979:

Kannst Du mir sagen, woher Du die Vergleiche hast?
Wie so oft ist google dein Freund:
Gehaltsvergleich: So viel verdient ein Azubi - GELD kompakt

und wenn du weitersuchtst findest du noch mehr davon.

Im Vergleich des Bundesinstituts für Berufsbildung taucht der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege leider noch nicht einmal auf
Versteh ich nicht? Da kennen wir doch die Vergütungen?

Deine These ist welche?

1. Die Pflege hat einen Nachwuchsmangel oder
2. Warum hat die Pflege einen (besonderen) Nachwuchsmangel im Vergleich zu ....

zu 1. ja würde ich zustimmen, unterscheidet sie aber nicht von anderen Berufen auch, nach meinen Informationen gehen nach wie vor ein stabiler Prozentsatz von Schulabgängern in soziale Berufe in den letzten 30Jahren.
Ergo - weniger Schulabgänger - weniger Bewerber - weniger Schüler

zu 2. da müsstest du mal recherchieren ob es einen eklatanten Einbruch bei den, in Relation zu den Abgängern, Bewebern gibt.
 
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AW: ausreichende Ausbildungsvergütung?

Also ich hatte im 3. Jahr ca. 680 € netto und weiß, dass in anderen Branchen weniger in der Ausbildung gezahlt wird. Daran kann es nicht liegen.
Ist natürlich ein Unterschied ob ich 20 oder 40 Jahre bin und auf mein Einkommen angewiesen bin. Denke mal, es hat sich langsam rum gesprochen, dass Pflegeberufe sehr hohe Maßstäbe setzen, viel und teilweise schwere körperliche Arbeit für ein Minimalgehalt, viele Überstunden etc.
Männer sind ja sowie so "Mangelware" in den Pflegeberufen und eine gewisse Neigung/Eignung zu dem Beruf muss ja nun auch vorhanden sein.
Ist eben auch nicht unbedingt ein "Prestige-Beruf" in den Augen vieler junger Leute.
Obwohl ich mich persönlich über mangelnde Anerkennung aus dem Verwandten-Bekannten-und Freundeskreis nicht beklagen kann, die finden das alle "ganz toll" was ich mache, weil sie selber es nie machen könnten/wollten.
 
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K_1979

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AW: ausreichende Ausbildungsvergütung?

@renje

Habe die Originalstatistik des BIBB, auf der Dein Google-Ergebnis basiert gelesen. Habe dann mal weiter gelesen und festgestellt dass die Gesundheits- und Krankenpflege deswegen nicht auftaucht, weil in der Erhebung des BIBB nur die Berufe erfasst wurden, die nach dem Berufsbildungsgesetz ausbilden. Da das für die Berufe in der Alten- und Krankenpflege nicht zutrifft, fallen die hier durch das Raster.

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit den Gründen für ein scheinbar nachlassendes Interesse an der Gesundheits- und Krankenpflege (Ausstieg aus der Pflege) bzw. für den Pflegenotstand. Dazu gehört auch der Punkt der Nachwuchs-Akquise. Aber, wie schon treffend bemerkt: Am Geld kann´s eigentlich nicht liegen!

Ich muss Euren Ausführungen zustimmen. Im Vergleich zu den anderen in der Statistik aufgeführten Berufen liegt die GuK ganz weit vorn. Wenn ich das richtig gesehen habe, nach Einbezug der Erhöhung von Januar diesen Jahres und der noch kommenden im August (laut AVR, TVöD habe ich noch nicht eingesehen), liegt sie sogar auf dem 3. Platz!

Ich wollte wissen, ob diese Aussage der Lehrerin auch für andere Gültigkeit hat. Nach den Zahlen, die ich jetzt selbst gesehen habe, würde ich sagen, dass ihre Behauptung völlig haltlos ist. Ob ein Schüler mit dem Geld dann über die Runden kommt, hängt, in meinen Augen, immer noch von ihm selbst ab.
Man darf aber vieleicht auch nicht vergessen, dass heute viele Häuser ihre eigenen Tarife machen, die sich sicher am AVR oder am TVöD orientieren. Dennoch haben sie die Möglichkeit, die Vergütung zu drücken.
Für ein Durchschnitts-Ausbildungsgehalt finde ich die Zahlen, die ich gefunden habe, dennoch angemessen!

Vielen Dank für Eure Meinungen und Antworten!
 
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