Ausnutzung von Betreuungsassistenten Erfahrungsberichte

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Vochallensis

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Hallo,

ich arbeite als Betreuungsassistent nach §87b Abs. 3 SGB XI. Eigentlich bin ich für die Alltagsbegleitung von an Demenz erkrankten Menschen da. Nun habe ich eine neue Arbeitsstelle und befinde mich über 50% meiner Arbeitszeit in der Küche. Ich muss die Tische decken, die Spülmaschine ein und ausräumen, das Essen servieren usw.. Irgendwie komme ich mir eher vor wie eine billige Hauswirtschaftskraft als ein Alltagsbegleiter. Die zu betreuenden Sitzen eigentlich den ganzen Tag herum, ich bemühe mich zwischendurch mal einen Tischbesuch oder ein kurzen Gespräch mit dem einen oder anderen Bewohner einzuschieben. Mir kommt das wirklich sehr spanisch vor. Ich habe bis jetzt noch nicht eine einzige Gruppe oder sonst irgendetwas abhalten können. Irgendwie fühle ich mich fehl am Platze.

Mein Heim schreibt auch vor, dass wir Kundenbefragungen durchführen, was bei manchen dementen nicht oder kaum mehr möglich ist. Die Fragen für den Biografiebogen sind auch kaum für demente beantwortbar, da vielerlei biografische Zeiten verwechselt werden weil die Fragen einfach nicht mehr verstanden werden.

Was sind Eure Erfahrungen mit uns Betreuungskäften, was sind Eure Erfahrungen als Betreuungskraft????
 
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Ab August 2009 Qualifizierung zum Betreuungsassistenten nach §82 Abs.3 SGB XI
sophia65

sophia65

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AW: Ausnutzung von Betreuungsassistenten Erfahrungsberichte

Betreuungskräfte sind ausschließlich für die Betreuung da. Ja, du wirst falsch eingesetzt. Da hilft nur ein Gespräch mit deinen Vorgesetzten.

Betreuungskraft nach §87b Abs 3 SGB XI

Evt. kannst du dich auch bei Ebede.net im Forum für Betreuungskräfte mit anderen austauschen, denn es geht vielen Alltagsbegleitern so, dass sie ausgenutzt werden als Küchenhilfe, billige Pflegekräfte und und... Das ist nicht im Sinne des Gesetzes und darf so nicht sein!

Abgesehen von den aktuellen Problemen der Alltagsbegleiter, sehe ich dieses Outsourcen von ursrpünglich der Pflege zugeordneten Tätigkeiten äußerst problematisch!
 
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Vochallensis

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AW: Ausnutzung von Betreuungsassistenten Erfahrungsberichte

Wenn ich das Gespräch mit meinen Vorgesetzten suchen würde, wäre ich gleich wieder ohne Job. Ich habe in diesem Heim am 1.4. angefangen. Leider sind mir gleich gravierende Dinge aufgefallen, die gerade die Pflege betreffen. Auf meiner Station waren im Frühdienst gestern 1 exam. PK und eine Pflegehelferin für 35 Personen. Das kann doch nicht funktionieren.
 
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Ab August 2009 Qualifizierung zum Betreuungsassistenten nach §82 Abs.3 SGB XI
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Nordlicht

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AW: Ausnutzung von Betreuungsassistenten Erfahrungsberichte

Ich glaube gar nicht mal so unbedingt, dass Du Deinen Job los wärst, da zum 01.01.15 eine Änderung der Richtlinien die Zahl der Beteuungskräfte neu regelt.
Du müßtest eine Fortbildung (100 bzw. 160 Stunden) in der Beteuung in diesem Jahr machen und dort wird Dir eigentlich auch erzählt, was Dein Aufgabengebiet ist, mit Planung und Durchführung von Grupen- und Einzelaktivitäten. (Die rechtliche Grundlage wurde oben schon eingefügt.)

Und ob 1 PFK und eine PK ausreichend für 35 Personen sind hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie ist die Pflegebedürftigkeit der Bewohner? Kommen noch Servicekräfte oder Altagsbegleiter hinzu? Wieviel Personen wimmeln da vielleicht noch rum (Ergo, Logo etc.).

Womit ich immer Schwierigkeiten habe, ist, wenn eine Berufsgruppe guckt, was die andere nicht hinbekommt. Ihr seid doch gemeinsam für die Bewohner da, oder?

Solltest Du tatsächlich in einem unmöglichen Heim gelandet sein, solltest Du keine Angst haben, den Job zu verlieren, sondern selbstbewußt ein anderes suchen. Wie gesagt, alle Heime müssen aufstocken :)
 
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Krankenschwester
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mary_jane

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AW: Ausnutzung von Betreuungsassistenten Erfahrungsberichte

Gibt's keine hauswirtschaftlichen Kräfte in der Einrichtung? Die beschriebenen Aufgaben sind doch weder die Aufgaben der Pflege noch der Betreuungskräfte.

Die Sache mit dem Befragungsbogen würde ich ebenso ansprechen. Hier muss man sich zusammensetzen und überlegen, wie man hier am besten Abwandlungen vornehmen kann.
 
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Gesundheits-und Krankenpflegerin/Studentin
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alltagsbegleiter

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AW: Ausnutzung von Betreuungsassistenten Erfahrungsberichte

das ist aber leider oft die realität...denn NUR die (gesetzlich festgelegten ) aufgaben die ein alltagsbegleiter nun mal hat (oft auch wegen rudinentärer kenntnisse) auszuführen "passt" einer einrichtung nun mal nicht.

so nach der devise: hier fehlt es am grundsätzlichen und dann kommt so eine §87b kraft und will nicht MEHR arbeiten...das führt bei weigerung in der regel zu kündigung oder zumindest zu mobbing "von oben"
 
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alltagsbegleiter
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