Ausdrucker der Dokumentation

I

Ischta

Mitglied
Basis-Konto
1
Bad Kreuznach
0
Beruf
sozialbetreuerin
Bereich
Betreuung
Hallo zusammen,
ich als Bevollmächtige möchte von einem Pflegeheim die Dokumentation rückwirkend juni 2016 haben. Das Heim teilt mir mit, sie dürfe keine bewohner bezogene Dokumentation ausdrucken, was nicht richtig ist den:

Der Gesetzgeber schreibt vor:

Einsichtnahme bedeutet zunächst einmal wörtlich nur, dass man sich die Pflegedokumentation dort, wo sie aufbewahrt wird, ansehen kann. Dies genügt aber in den meisten Fällen nicht, um die Inhalte auch zu verstehen. Daher erfasst das Recht zur Einsichtnahme auch das Recht, Kopien der Dokumentation zu machen oder zu erhalten.

Das Bundesdatenschutzgesetz sieht darüber hinaus noch vor, dass die Auskunft
a) schriftlich und
b) unentgeltlich zu erfolgen hat.
Dies ist sicherlich unproblematisch in den Fällen, in denen die Pflegedokumentation in elektronischer Form übermittelt werden kann, da dann der Aufwand für die Einrichtung gering ist. Dies setzt aber voraus, dass
1. die Pflegedokumentation in Dateiform vorliegt,
2. die/der Betroffene einverstanden ist, eine Datei mit der Pflegedokumentation zu erhalten, und dass sie/er diese Datei auch lesen und ggf. ausdrucken kann, und
3. die sichere Übermittlung der Datei gewährleistet ist.

In der Regel werden jedoch Fotokopien der Dokumentation vorliegen oder angefertigt werden. Wer die Kosten dafür zu tragen hat, ist gesetzlich nicht eindeutig geregelt. Im Gegensatz zu dem Bundesdatenschutzgesetz liegt nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch die Kostentragung bei demjenigen, der die Auskunft verlangt (s. § 811 BGB). Einige Landesheimgesetze enthalten bereits Regelungen diesbezüglich.


Wieso bitte schön erzählt man mir, man dürfe es nicht ausdrucken??
 
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