Arbeitsrecht Aus dem Nachtdienst kommen und am nächsten Tag in den Frühdienst gehen.

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Bosochill

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Hallo zusammen!
Ich habe von Dienstag auf Mittwoch und von Mittwoch auf Donnerstag Nachtdienst. Donnerstag schlafe ich dann dementsprechend lange. Ich kann aber am frühen Donnerstag Abend schon wieder schlafen gehen, da ich am Freitag zum Frühdienst eingeteilt bin.
Kann mir jemand sagen, ob das so in Ordnung ist? Bin seit letzten Montag durchgehend am arbeiten. Die ganze letzte Woche Spätdienst, am Pfingstwochene dann Spätdienst, Frühdienst, Spätdienst und anschließend die zwei erwähnten Nachtdienste.
Vielen Dank!
 
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Christian Kröhl

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Hallo zusammen!
Ich habe von Dienstag auf Mittwoch und von Mittwoch auf Donnerstag Nachtdienst. Donnerstag schlafe ich dann dementsprechend lange. Ich kann aber am frühen Donnerstag Abend schon wieder schlafen gehen, da ich am Freitag zum Frühdienst eingeteilt bin.
Kann mir jemand sagen, ob das so in Ordnung ist? Bin seit letzten Montag durchgehend am arbeiten. Die ganze letzte Woche Spätdienst, am Pfingstwochene dann Spätdienst, Frühdienst, Spätdienst und anschließend die zwei erwähnten Nachtdienste.
Vielen Dank!
Hallo Bosochill,

Dein Beitrag gehört eigentlich ins Forum Arbeitsrecht und ich verschiebe ihn jetzt auch mal dorthin. Zum Thema selbst: leider ist so das zulässig und in §5 ArbZG geregelt (ArbZG - Einzelnorm). Du solltest aber mal in Deinen Arbeitsvertrag schauen, was dort für Regelungen getroffen wurden oder auch bei Deinem Betriebsrat/MAV nachfragen, ob es hierzu anderslautende Betriebsvereinbarungen gibt. Bist Du der einzige in Deinem Team, der solche Schichten abarbeiten muss und dies schon länger andauert, kannst Du und solltest Du diese Ungleichbehandlung ansprechen. Diese würde dann gegen das AGG verstossen (AGG - Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz).
Solltest Du einem Tarifvertrag unterliegen, solltest Du auch die dortigen Tarifvereinbarungen mal in Augenschein nehmen.

Viele Grüße,
Christian.
 
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Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
SchwesterWolfgang

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. . . ergänzend dazu: gesetzlich zulässig ist es, wie Christian schon schrieb. Der Gesetzgeber hält sich da vornehm zurück und überlässt die Detailfragen den Betriebsparteien (BR, MAV) zu Regelung. Dienstpläne sind nämlich mitbestimmungspflichtig. Nach § 80 BetrVG z.B. gehört es zu den allgemeinen Aufgaben eines BR, darüber zu wachen, dass die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze, Verordnungen usw. eingehalten werden. Und nach § 87 BetrVG besteht ein Mitbestimmungsrecht bei Regelungen über den Gesundheitsschutz. In Kommentaren ist dann dazu zu lesen, dass bei Dienstplänen die Einhaltung der Vorschriften über menschengerechte Pläne zu beachten ist. Wenn man dazu weiter googelt, findet man Richtlinien, z.B. dass mehr als 3 Nächte am Stück nicht gemacht werden sollen usw.
Das kann der BR wiederum in einer Betriebsvereinbarung alles festschreiben. In unserem Betrieb steht z.B. drin, dass nach Nachtschichten 2 freie Tage geplant werden sollen.
Aber das ist eben nur über das Mitbestimmungsrecht eines BR zu erreichen. Habt Ihr keinen? Wählt Euch einen! Denn sonst ist das alles individualrechtliche Verhandlungssache . . .
 
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Thomas Betz

Thomas Betz

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Darüberhinaus ist das kein guter "Umgang" mit MA... die männliche Schwester Wolfgang :) hat da ebenfalls Recht. BR befragen zur Not oder mal eine solche Planung ablehnen.
 
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