Aufwachen

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foenigin

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14.12.2011
trier
[h=1]Hannelore Kraft und die Arbeitslosen in der Altenpflege [/h] von Eifelphilosoph @ 2010-03-07 – 12:01:09
Ein Freund von mir ist Philosoph und ... Altenpfleger. Wir kennen uns seit 35 Jahren und teilen eine gewissen Leidenschaft für die Kunst des Denkens seit eben jener Zeit. Er ... wollte von Anfang an in die Altenpflege ... der Gespräche wegen.
Als er begann, arbeiteten zehn Menschen auf der Station. Mitlerweile sind es zwei - für knapp dreißig alte Menschen. Sein Rücken ist im Eimer, nach zwanzig Jahren Altenpflege keine Seltenheit, erst recht nicht, seitdem immer mehr Personal eingespart wurde. Und von wegen Gespräche: "Es reicht nur noch knapp für die Grundpflege" ... ist seine erschöpfte und desillusionierte Sicht der Dinge.
Im Dienste der Rendite und Reduzierung des Sozialbudgets haben wir halt ... Ärztehonorare und Pharmarenditen bedient und Betreung auf Grundpflege reduziert, was manchmal sogar abstruse Situationen
hervorruft:
ja, leider gibt es seit der PPV (Pflegepersonalverordnung) keinen verbindlichen (verpflichtenden)- Personalschlüssel. Auch das Plaisir-
verfahren, dass dazu beitragen sollte ist gekänzelt worden (wohl
nicht ohne Grund, denn dann hätte man Geld gebraucht.... !!!
und wahrlich mehr mehr Personal, was oft von vielen auf dem
Trockenen Sitzenden Entscheidungsträgern als Wunschdenken
und Utopie abgetan wird. Nichts genaues weiss man also, oder
besser, genaues will man besser nicht wissen...

Die 50 % - Fachkraft-Quote (Mindestpersonalschlüssel) wird vom SGB XI vorgegeben. Um in Pflegestufe 1 zukommen, sind mindestens 45 Min. in den entsprechenden Pflegebereichen erforderlich, in Pflegestufe 2 120 Min., in Pflegestufe 3 240 Min.. Dies ist übrigens ein Bundesgesetz, das in allen Bundesländern gilt! Wer rechnen kann ist also klar im Vorteil, wenn ich mir
diese arrogante Bemerkung erlauben darf, denn die PDL´s können ja auch
ncihts dazu.... Man sagt übrigens, eine Vollzeit-Pflegekraft leistet pro Jahr ca. 1500 Stunden Arbeit. (Achtugn: Das sind Orientierungswerte!!!)

Gewiss kann diese gesetzlich vorgeschrieben Mindestangabe in vielen deutschen Altenheimen nicht eingehalten werden. Da hilft nur eine
gründliche Dokumentation der Pflegeleistungen. Was nicht dokumentiert
ist, gilt als nicht getan und schon hat sich die Pflegende selbst ins eigene
Pflegezeit"fleisch" geschnitten. Bedenken sollte man/frau unbedingt auch
die Pfelgezeit für die Aktivierung!!! Diese wird sogar vom Gesetz her
gefordert, lin der Praxis sicher auch oft durchgeführt, aber leider leider in der Praxis nicht immer dokumentiert!!! Solange Pflegende so mitspielen (wenngleich wohl unbewusst) wird sich nicht viel ändern an der Personal-/zeitknappheit... siehe meine Antworten hier im Forum unter: TV-Hinweis auf Claus Fussek!

Es gibt die Möglichkeit der Überlastungsanzeige... Deine Äußerungen
erinnerten mich daran... ABer ich weiss um die Angst der Pflegenden,
ihren Job, dann zu verlieren.
Friedhelm Henke
www.gutes-alter.de
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Altenheim
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Tilidin

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23.04.2011
24211
AW: Aufwachen

Das Bundesministerium für Gesundheit hat eine neue Internetseite bereitgestellt, mit der Botschaft „werden Sie Pflegebotschafter"
https://www.ich-pflege-weil.de/index.php?id=19

Hier erhalten alle Pflegekräfte die Möglichkeit eine Mitteilung/Rückmeldung an das Ministerium zu schreiben, unter dem Gesichtspunkt, was einem wichtig ist in der Pflege.


Ich habe ca. 15 Min. investiert u. ich habe die Hoffnung, dass dort nicht nur schöne Geschichten hinterlegt werden.

Zusätzlich gibt es noch ein separates Kontaktformular " Fragen an den Minister"

Ob das Ganze zum Aufwachen? geeignet ist, muss jeder selbst entscheiden.
 
Qualifikation
Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
Fachgebiet
Erwerbsunfähig
Weiterbildungen
Krankenpfleger
Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
P

pegean

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22.09.2009
düsseldorf
AW: Aufwachen

"24. Januar 2013


Heute erreichte mich ein Brief vom Deutschen Bundestag/Petitionsausschuss. Wir haben unsere öffentliche Sitzung über den Inhalt der Petition erreicht! Diese findet am 11. März 2013 in der Zeit von 12 Uhr bis 15 Uhr im Paul-Löbe-Haus (Europasaal), Konrad-Adenauer-Str.1 in Berlin statt. "



Und hier die Petition zur "Menschenwürde in Pflegeheimen" :

Petition zur Überprüfung der Menschenwürde in Pflegeheimen - Aktuelle Entwicklung

LG
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
altenheim-lt.nachtwache
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Teammitglied
05.07.2001
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