Allgemein Auftraggeber meldet insolvenz !!!

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xavier12

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05.12.2012
40223
hallo leute
ich weiss nicht ob ich hier namen von pflegediensten reinschreiben darf oder nicht??
ich wurde letzten Monat über einer Vermittlungsagentur für einen Pflegedienst gebucht hab viele Dienste geleistet und auch meine Rechnungen wöchentlich gemacht, vor 3 tagen als ich nach mein geld fragte bei dem Pflegedienst meinten die die haben vor einem tag insolvenz gemeldet!!!! sie schulden mir 3500 euro ich weiss nicht was ich machen soll..ich hab mit dem insolvenzverwalter telefoniert und er meinte das Verfahren wird erst im august beginnen und er wüsste nicht ob ich mein geld bekomme oder nicht..
Die vermittlungsagenutur will den Geschäftsführer vom Pflegedienst verklagen! und fragte mich ob ich mitmachen will..
habt ihr schon sowas ähnliches erlebt? was kann ich dann tun wenn das verfahren zu ende ist und ich trozdem kein geld bekomme? wäre das gerecht?
danke für jede Antwort
xavier
 
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Onkel Fritz

Onkel Fritz

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08.03.2012
Berlin
AW: Auftraggeber meldet insolvenz !!!

Die vermittlungsagenutur will den Geschäftsführer vom Pflegedienst verklagen! und fragte mich ob ich mitmachen will..
Würde ich auf jeden Fall tun. Dann hast Du einen Titel und eine kleine Chance, das Geld in den nächsten 30 Jahren zu kriegen. Mit viel Glück.
 
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Böserwolf

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29.09.2008
kassel
AW: Auftraggeber meldet insolvenz !!!

Ist mir auch schon passiert. Habe über 4000 € in den Sand gesetzt, Insolvenzverfahren läuft, ob ich was kriege - keine Ahnung.
Aber: bei dir so ähnlich wie bei mir. Hatte mich anwaltlich beraten lassen.
Fakt ist: dass man Insolvenz anmelden muss weiß man nicht erst seit einigen Tagen, das braucht schon seine Zeit.
Also, hat man dich beschäftigt, obwohl man zu dem Zeitpunkt zu 99% wusste, dass man dich nicht bezahlen kann und das ist Betrug.
Das wiederum kann man zur Anzeige bringen, wegen Betrug, Insolvenzverschleppung...

Sollte in einer Gerichtsverhandlung ein Urteil zu deinen Gunsten gefällt werden, hast du zwar auch noch kein Geld, aber wie Onkel Fritz schrieb, einen Titel.
Ob die Agentur und du gemeinsam klagen könnt, musst du abklären.

Auf jeden Fall solltest du dich beim Insolvenzverwalter einreihen und deine Forderung anmelden.

Für die Zukunft kannst du nur darauf achten, mit kurzen Zahlungszielen schneller an dein Geld zu kommen.
Meine Agentur hat damals Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid gemacht und ihr Geld noch rechtzeitig erhalten, mein doofer Anwalt hat das leider verschlafen, weil ständig Zahlungszusagen gemacht wurden, aber nicht eingehalten.

Viel Glück.
 
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xavier12

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05.12.2012
40223
AW: Auftraggeber meldet insolvenz !!!

danke für die Antworten
was meint ihr mit Titel??
 
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Böserwolf

Böserwolf

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29.09.2008
kassel
AW: Auftraggeber meldet insolvenz !!!

Wenn ein Gericht ein Urteil fällt, hast du einen Titel und der berechtigt dich, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einzuleiten, also z.B. dem Gerichtsvollzieher den Titel übergeben, der treibt Geld ein. Oder du machst einen Mahnbescheid, dem nicht widersprochen wird, darauf dann einen Vollstreckungsbescheid - auch ein Titel. Mit beiden kannst du 30 Jahre lang immer wieder versuchen dein Geld zu bekommen. Denn irgendwann ist jeder wieder flüssig. Dauert eben nur - dafür kannst du noch Zinsen berechnen. Hast du Rechtsschutzversicherung? Ansonsten würde ich mich mit der Agentur zusammen tun.
 
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Altenpfleger
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Onkel Fritz

Onkel Fritz

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08.03.2012
Berlin
AW: Auftraggeber meldet insolvenz !!!

Kommt aber auch darauf an, wie lang die Liste der Kläger ist. Wenn die Liste lang ist und Du weit hinten bist, musst Du lange warten, bis evtl. gezahlt wird. Also ganz schnell handeln.
Wenn Du Dich mit der Agentur zusammen tust, vergiss nicht zu klären, wer welche Kosten trägt.
Bis zur Zahlung der Schulden hat nur der Kläger die Kosten zu tragen. Anwalt, Gerichtskosten, Gerichtsvollzieher...
Das bekommst Du dann wieder, wenn der Schuldner zahlt. Bis dahin ist das Geld aber erstmal weg.
 
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mira03

mira03

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26.05.2013
München
AW: Auftraggeber meldet insolvenz !!!

Ich würde auf alle Fälle mit der Agentur kooperieren, ein gemeinsamer Anwalt macht dann auch Sinn. Wenn außer Dir noch andere FB'ler betroffen sind sollte jeder einzeln einen Strafantrag wegen Betruges bei der Staatsanwaltschaft einreichen, einzeln deswegen, damit es wirklich "auffällt"... Viele Briefe bewirken mehr als einer mit vielen Namen drauf ;-) Ob Du etwas bekommst steht in den Sternen, versuchen würde ich es auf alle Fälle, schon wegen des Titels....
 
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traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
AW: Auftraggeber meldet insolvenz !!!

Eine Forderung rechtkräftig zu machen ist doch kein Problem, dazu benötige ich doch keinen Rechtsanwalt oder sogar Klageerhebung.

In den nächsten Zeitschriftenladen - Vordruck Mahrverfahren - holen - ausfüllen und ans Verwaltungsgericht schicken
Dort wirds weitergeschickt an den Schuldner und wenn der nicht Widerspricht ist das schon rechtskräftig, ohne Klage oder Urteil.
Dann bekommst du deinen Vollstreckungstitel mit dem du zu dem zuständigen Gerichtsvollzieher gehen kannst, der treibt dann das Geld ein, wenn was zu holen ist.

Also zunächst keine Klagekosten, keine Rechtsanwaltskosten - kostet ca. 60-70€ Verwaltungsgebühr und du hast zumindest deine Ansprüche gesichert.

Ob Insolvenzverschleppung oder nicht, stellt der Insolvenzverwalter fest.
Anzeige wegen Betrug? - was hab ich als Privatperson davon?


Mit beiden kannst du 30 Jahre lang immer wieder versuchen dein Geld zu bekommen. Denn irgendwann ist jeder wieder flüssig.
das liegst du leider falsch, wenn die Firma liquidiert ist, wird die nie wieder flüssig und alle Kosten bleiben bei mir - deshalb

Mahnverfahren einleiten, selbst machen s.o., möglichst wenig Kosten verursachen für sich selbst, denn bei Firmeninsolvenz wirds aller voraussicht nichts mehr geben - rechne mal damit, dass du das Geld in den Wind schreiben kannst.

Wenn die Insolvenz schon eröffnet ist, kann ich auch nicht mehr Zwangsvollstrecken.

Mit der Agentur gemeinsam wäre ich vorsichtig?!
Deinen Mahnbescheid mußt du sowieso selbst einreichen und dann siehst du schon ob vom Schuldner widersprochen wird.
Sonst ist es für dich eh schon in trockenen Tüchern und du brauchst nur noch an Insolvenzverwalter weiterleiten.
Evtl. kann ich von der Agentur sogar noch Schadenersatz einklagen, wenn die Agentur hätte Wissen müssen, dass dieser AG in Schieflage ist und mich trotzdem ohne Warnung vermittelt um noch schnell seine Provision zu kassieren?
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Böserwolf

Böserwolf

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29.09.2008
kassel
AW: Auftraggeber meldet insolvenz !!!

Moin, na ja mit einer Klage gegen die entsprechenden Personen (Geschäftsführer etc.) kann man schon was erreichen: nämlich, dass derjenige das nicht wiederholt - so wie in meinem Fall. Ob ich dann was zurück bekomme ist mir eigentlich wurscht. Bei mir ist es so, dass diejenigen, die verantwortlich waren, das Spielchen innerhalb 9 Monate 3 x gemacht haben, d.h. sie haben in der Zeit 3 Insolvenzen mit Pflegeeinrichtungen hingelegt und das hat System. Mir haben selbst die Insolvenzverwalter angeraten Anzeige zu erstatten.
Es gibt eine Quote, nur wie hoch die ist, weiß noch keiner. Rechnen tu ich mit wenig - aber auch 200 € sind besser als nix.

Ob meine Agentur Kenntnis hatte, keine Ahnung. Jedenfalls war ihr RA schneller als meiner, aus welchen Gründen auch immer.
 
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Pflegeboard.de

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