Arbeitsrecht AU und Überstunden

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caro_

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04.07.2009
63843
Hallo Ihr, hätte da mal 'ne Frage

Also angenommen jemand ist wegen einer OP längere Zeit krank.
Die ersten 2 Monate steht Auch "krank" im Dienstplan (war geplante OP).
Im nächsten Monat stehen zwei Wochen "frei" drin, danach, ab geplante Rückkehr, wieder Dienst.
Also dürfen so die vorhandenen Überstunden abgearbeitet werden????

Finde ich schon blöd - weil einmal bekommt man nach 6 Wochen doch sowieso nur noch Geld von der KK und dann sind auch nach die erarbeiteten Überstunden weg :kopfkratz:

Was meint ihr dazu!?

Viele Grüße
caro
 
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traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo,

nein geht nicht, im Dienstplan müssen die Stunden stehen die nach Regelarbeitszeit festgelegt sind. Z.B. bei einer 5Tage/Wo. 38,5Std. - 7,7Std.
Krank gilt wie gearbeitet.

Gruß renje
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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hexe1070

hexe1070

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06.04.2007
Gütersloh
Hallo Renje,

bist du dir sicher und hast du Quellen dazu?

Meiner Info nach, ist es so, dass du im Krank nicht ins Minus geplant werden kannst. Sprich wenn du keine Überstunden hast, kannst du auch nicht solche als frei eingetragen bekommen. (Auch da gibts son paar blöde Ausnahmen :mad_2:)

Allerdings ist das Sichern von Überstunden in einer langen Krankheitsphase immer nen heikles Eisen und leider Arbeitnehmerrisiko! Hab ich mir glaubhaft von diversen MAVlern die sich in beratenden Funktionen befinden erklären lassen. :cry:

Gruß Hexe
 
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traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo,

Meiner Info nach, ist es so, dass du im Krank nicht ins Minus geplant werden kannst.
genauso ist es.

Quellen: der gültige Tarifvertrag sowie Gerichtsurteile und Stellungnahmen von Rechtsanwälten - einfach mal googeln.

Gruß renje
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Angestellt
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pegean

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22.09.2009
düsseldorf
So kenne ich es auch.

Aber wegen Minusstunden u.Urlaub hätte ich noch eine Frage .
Eine Bekannte erzählte mit das sie nach Urlaub immer ins Minus rutscht.
Sie hat eine 0,5 Stelle als Nachtwache .Für die Nächte die sie arbeitet werden
ihr die 9,25 h gut geschrieben wie gewohnt.Aber für die Urlaubsnächte werden ihr nur ca 5 h gut geschrieben .Also rutscht sie nach jedem Monat in dem sie Urlaub nimmt ins Minus.
Tarif ist bei an AVR angelehnt.
Soll das rechtens sein ?

LG
 
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hexe1070

hexe1070

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06.04.2007
Gütersloh
Hi Renje,

aber die Frage war, dürfen so Überstunden abgebaut werden und nicht drf ins Minus geplant werden, oder?

@pegean,

bei deiner Kollegin stimmt vermutlich die Berechnung nicht. Wieviel Urlaub hat sie denn zur Verfügung?

Gruß Hexe
 
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Palliativstation
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pegean

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22.09.2009
düsseldorf
Sie hat 17 Tage (Nächte) Urlaub und ist 54 J. alt .

LG
 
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krankenschwester
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altenheim-lt.nachtwache
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caro_

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04.07.2009
63843
Also normalerweise ist es bei uns schon so, dass bei Krankheit nur die Stunden vom eingeplantem Dienst zählen und wenn Frei eingeplant war, gibt es da auch bei Krankheit keine Stunden - also wer 5 Tage Krank, aber nur zwei Tage auf Plan steht, hat drei Tage minus :verknallt (verständlich ausgedrückt?)

Hier ist aber der Fall, dass Krankheitszeit lange vorher angekündigt war und ja auch ab ersten Krankheitstag mit dementsprechender Arbeitszeit im Dienstplan stand.
Für Dezember aber, steht Frei im Dienstplan!
Also werden Überstunden abgebaut :mad:

Der Mitarbeiter ist am 8.11.gekommen und hat mitgeteilt, dass er ab 14.12. wieder arbeiten kommt. Da war der Plan für Dezember aber schon geschrieben - sonst NIE vor Mitte des Monats!!

Kann er darauf bestehen ihn mit Krank einzutragen und damit keine Überstunden zu verlieren???
Oder sind damit 80 Ü-Stunden futsch (er hat 90)?
Das wäre ja mehr als ärgerlich!!

Oder aber er lässt sich in dieser Zeit nicht Krank schreiben und bekommt ja dann auch wieder Gehalt vom Arbeitgeber, nicht von der Krankenkasse :kopfkratz:


Viele Grüße
Caro
 
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Kalimera

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17.01.2001
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Sie hat 17 Tage (Nächte) Urlaub und ist 54 J. alt .

LG
Ich kenne zweierlei Berechnungen für Urlaubstage bei MA, die in festen Arbeitsrhythmen arbeiten.
Einmal muss nur dann Urlaub genommen werden, wenn auch ein Arbeitsrhythmus wäre, dementsprechend weniger Urlaubstage hat jemand, dementsprechend zählt aber der Urlaubstag die Stunden, die an dem Arbeitstag geleistet werden würden und es muss auch Urlaub an Feiertagen genommen werden.
Bei der anderen Berechnung hat der Mitarbeiter genausoviel Urlaubstage wie eine Vollzeitkraft, allerdings muss er bei Urlaub auch in den sonst arbeitsfreien Rhythmen Urlaub eintragen. Die Berechnung fusst darauf, dass dann der Tag mit der entsprechenden Stundenzahl gerechnet wird, die dem Prozentsatz eines VZ-MA entspricht.
Egal wie Du auch berechnest, Minusstunden entstehen bei beiden Varianten nicht.
So wie sich Deine Version liest hat man hier beide Berechnungen zum Nachteil miteinander verknüpft, was nicht richtig ist.
 
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Kalimera

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17.01.2001
Hamburg
Oder aber er lässt sich in dieser Zeit nicht Krank schreiben und bekommt ja dann auch wieder Gehalt vom Arbeitgeber, nicht von der Krankenkasse :kopfkratz:
Das halte ich doch mal für eine interessante Variante und ich gestehe, dass ich genau diese Variante wählen würde, wenn mein AG darauf besteht, dass er mir Anfang Dezember die Überstunden abbauen möchte.
Ich glaube das ist ein etwas heikles Thema und es hängt immer auch ein bisschen vom Wohlwollen des DP-Schreibers ab.
Wenn die letzte AU bis genau Ende des Monats ging, dann kann der DP-Schreiber m.M. nach auch davon ausgehen, dass die AU dann endet und der MA wieder eingelant werden kann. Ich weiß allerdings nicht, ob er verpflichtet ist darauf zu warten ob die AU andauert und er dementsprechend keine Überstunden abbauen darf.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
C

caro_

Mitglied
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Themenstarter/in
04.07.2009
63843
Der Krankenschein der dem Arbeitgeber vorliegt, geht bis 22.11. Es ist aber klar, dass er noch bis 13.12. nicht arbeiten gehen soll, was er ja auch mitteilte, da war nur der Dienstplan für Dezember schon fertig.
Bis 30.11. steht aber K im Plan!

Also ich würde wohl auch die Variante Überstunden weg und Geld vom Arbeitgeber nicht von Kasse (ist ja auch mehr :whistling ) wählen.

Aber wäre halt schon spannend zu wissen was da eigentlich "Recht" ist :kopfkratz:

Viele Grüße
Caro
 
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Pflegefachkraft
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SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

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29.11.2008
Cottbus
zur Rechtslage:
a) es gibt das Urteil 6 Sa 566/99 des LAG Rheinland Pfalz, in welchem eindeutig festgelegt wurde, dass der AG Überstunden per Dienstplan abbauen darf, wenn er bei Erstellung des Diensplanes davon ausgehen kann, dass der MA in dem betreffenden Zeitraum wieder arbeitsfähig ist.
b) gem. § 5 EntgFortzG, hat der AN dem AG unverzüglich mitzuteilen, wenn er AU ist, sowie die voraussichtliche Dauer (das gilt auch bei weiteren Verlängerungen der AU).
Wenn ich also meinem AG mitteile, dass ich voraussichtlich bis zum 31.12. AU bin, der AG demzufolge bei der Dienstplanerstellung am 15.12. für den Januar davon ausgehen kann, dass ich ab 1.1. wieder arbeitsfähig bin, kann er im Dienstplan den Überstundenabbau einplanen. Er weiß ja nicht, an was ich erkrankt bin und darf sich auf meine Aussage verlassen. Es sei denn, ich teile mit, weil ich z.B. eine Nieren-OP vorhabe, mit anschließender Kur, dass ich voraussichtlich für das nächste Vierteljahr nicht wiederkommen werde. Dabei muss die Aussage nicht punktgenau stimmen, aber wenigstens sollte sie beinhalten, ab wann man in etwa wieder mit mir rechnen kann.
Hat er mich wegen ungenauer Angabe des Zeitpunktes eingeplant, bzw. meinen Überstundenabbau und ich bleibe weiter AU, dann habe ich Pech gehabt - die sind dann genau so weg, als wenn ich bei bestehendem Dienstplan frisch erkranke. Nicht gestattet ist lediglich, bei vor Erstellung des Planes angezeigter AU (z.B. Kur oder OP-Termin) in diesem Zeitraum einen Ü-St.-Abbau einzuplanen . . .
 
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Pflegeboard.de

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05.07.2001
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