ATA Allgemein ATA oder MFA?

H

Halbrund

Neues Mitglied
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22.09.2020
Hallo liebe Community,

ich bin in meinem ersten Ausbildungsjahr als Mfa in einem Klnikum. Ich überlege aber, die Ausbildung nach diesem Jahr zu beenden und stattdessen die Ausbildung als Anäasthestechnische Assistenz zu beginnen.
Deshalb interessiere ich mich für die Berufspraxis von beidne Berufen: MFA und ATA.
Ich habe mir schon eine kleine Pro und Contra Lsite zusammengestellt. Gerne ergänzen und korrigieren!

Für Mfa spricht:
- ich habe dort jetzt schon den Ausbildungsplatz sicher
- die Ausbildung als ATA ist bestimmt anspruchsvoller, ich weiß nicht pb ich das inhaltlich schaffe
- ich habe Angst dass ich mit den OP Wunden nicht gut zurecht komme
- ich will so schnell wie möglich fertig sein

Für ATA spricht:
- man verdient viel mehr
- man arbeitet mehr am Patienten (stimmt das?)
- Oft besserer Teamgeist (Hierarchien in Kliniken für irgendwie in meiner Erfahrung oft dazu, dass je weiter “unten”, desto schlechter behandelt wird man. Im OP scheint da bessere Stimmung zu sein als auf der normalen Station. Wie seht ihr das?)
- anspruchsvoller, also spannender?
- mehr Verantwortung

Was könnt ihr noch ergänzen? Wie sind die Arbeitszeiten einer ATA und MFA im Vergleich? Arbeitsbedingungen? Stress? Ausbildungsvergütung? Qualität der Ausbildung? Etc.

Vielen Dank :)
 
Qualifikation
MFA
Fachgebiet
Klinikum
N

Nommo

Mitglied
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31.01.2005
Bezüglich der ATA kann ich nur empfehlen ein Praktikum in der Anästhesie zu machen...

Typischer Ablauf: Du nimmst den Patienten in der OP Schleuse an, fährst ihn in die Einleitung, kabelst Ihn an, legst einen Zugang, gibst Medikamente auf direkte Anweisung der Anästhesistin, reichst Gedöns für den Atemweg an, dann ggf die Arterie, ZVK, PAK, was es da so alles gibt. Dann fahrt ihr in den Saal, baut noch nen bisschen um und dann wird die Einleitung für den nächsten zurecht gemacht, Schränke aufgefüllt, Narkosegerät neu geschlaucht und getestet, so Sachen halt. Selten mal tatsächlich stressige Momente, Beatmung geht nicht, Druck ist weg, sowas.

Insgesamt anfangs spannend, mMn nach ein paar Jahren unfassbar repetitiv und zumindest mit Potential für Langeweile, dafür einer der gechilltesten Jobs in der Pflege.

Bedenke: im OP laufen auch fachweitergebildete GuKPs herum, die haben dann 5 Jahre Ausbildung, Leitungspositionen werden oft damit besetzt.

Grüße
Nommo
 
Qualifikation
GuKP | Facharzt Anästhesie - Notfallmedizin - TEE
Fachgebiet
Anästhesie
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Halbrund

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
22.09.2020
Lieben Dank für deine Antwort @Nommo :) Was ist denn deiner Meinung nach der spannendste nicht-akademische Beruf im Gesundheitsbereich?

Gibt es hier noch jemanden mit Erfahrung als MFA und kann berichten, wie dort der Berufsalltag nach einigen Jahren Berufserfahrung aussieht?

Vielen Dank und einen schönen Tag euch
 
Qualifikation
MFA
Fachgebiet
Klinikum
N

Nommo

Mitglied
Basis-Konto
31.01.2005
Ich glaube ich würde versuchen GuKP zu werden, von dort aus kann Du Dich in alle Richtungen entwickeln, von Psychiatrie über Ambulanz bis Onkologie und OP bzw Anästhesie ist alles dabei...

Viel Erfolg
Jan
 
Qualifikation
GuKP | Facharzt Anästhesie - Notfallmedizin - TEE
Fachgebiet
Anästhesie
B

bowielein

Aktives Mitglied
Basis-Konto
23.12.2008
Bonndorf
Wieso willst du die Ausbildung zur MFA abbrechen? Welche Bereiche der Ausbildung liegen dir nicht?
 
Qualifikation
Intensivpfleger
Fachgebiet
Rottweil
H

Halbrund

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
22.09.2020
Wieso willst du die Ausbildung zur MFA abbrechen? Welche Bereiche der Ausbildung liegen dir nicht?
Hallo Bowielein,

ich arbeite unheimlich viel nur mit Akten und nicht am Patienten. Und mit Akten meine ich nicht Kurven anschauen, dokumentieren oder so, sondern größtenteils nur Sachen abheften.

Außerdem sind die Arbeitsbedingungen schon krass. Wir haben so viel stress in der Arbeit dass ich nur in der Mittagspause zum Trinken komme. Nach der Schule liege ich deswegen oft mit schlimmen Kopfschmerzen im Bett, kann mich nicht auf die Berufsschule vorbereiten, kriege dort schlechte Noten, ...

Allgemein habe ich das Gefühl das MFAs oft ganz unten in der "Nahrungskette" sind, und unsere Ausbilder.innen sind daher auch oft geschafft (Hierarchien in der Klinik, auch im Zwischenmenschlichen, immer nur befristete Arbeitsverträge,...), meine Ausbilderin bleibt dann manchmal nicht so lange in der Arbeit, dann kann sie uns nicht gescheit einarbeiten und alles wird noch stressiger etc.

Ich will schon im Gesundheitssektor bleiben denke ich, aber eben vielleicht nicht als MFA wenn das so bleibt..
 
Qualifikation
MFA
Fachgebiet
Klinikum

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