Assessmentinstrumente in der Frühreha.

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T

teeei

Neues Mitglied
Basis-Konto
24.02.2006
17398
:confused: Hallo ,
Suche für meine Facharbeit im Rahmen der Ausbildung zur Fachkraft für Rehabilitation nach Info.material . Die FA soll sich vergleichend auf einige " Einstufungs-Skalen" beziehen . Ich habe in meiner 7jährigen Beschäftigung in der Frühreha.bisher die Erfahrung gemacht ,daß es zwar viele "Instrumente " gibt aber keines eine Evaluierung in der " Frühphase " der Reha ermöglicht .Die Rehabilitanten ( für mich sind es keine Patienten) meiner Station sind oft noch Beatmungspflichtig,apallisch ,im sog. Durchgangssyndrom o.ä." Kleinste " Verbesserungen ,wie zB. Blickfolge, Funktioneirender Ja/Nein-Augencode usw. sind für die gängigen Assessments oft nicht relevant.
In meinem Bereich arbeitet die Pflege mit dem FIM und bie Therapei mit dem Bathel. Habe momentan Material über die " Skala der Expressiven Kommunikation und Selbstaktualisierung " gesucht und ,wenn auch wenig, gefunden.
Jetzt meine Fragen : Womit arbeitet Ihr ?
Wie schätzt ihr die "Verwertbarkeit " dieser Skalen ein ?
Wer hat Tips zu ggf weniger verbreiteten
Einstufungsinstrumenten ?
Schreibt mir alles was euch zu diesem thema einfällt ,ich bin ein geduldiger Leser :thumbsup:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ITS / Frührehabilitation
C

Claudia Husmann

Neues Mitglied
Basis-Konto
31.05.2006
Luzern, Schweiz
Hallo
Um ein Assessment-Instrument anzuwenden, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was man genau messen will. FIM und Barthel messen va. die ADLs, welche möglicherweise in der Frührehabilitation nicht im Vordergrund der Bemühungen stehen. Also, was möchtest Du messen? Die Kommunikationsfähigkeit? Die Wachheit? Die motorischen Möglichkeiten? Und was willst Du mit dem Assessment-Instrument aussagen? Etwas zum Verlauf, zur Pflegeplanung, als Evaluation Deiner Interventionen?
In der Frührehab werden von den Vertretern des FIM (der einen Boden-Effekt bei den schwer beeinträchtigten Schädel-Hirntraumatikern u.ä. hat) die Glasgow-Coma-Skala (nach Jennet 1975) empfohlen. Es gäbe aber als Alternative auch die Koma-Remissions-Skala (mit z.B. Beurteilung von motorischer Antwort, Reaktion auf verschiedene Reize usw.). Ausführliche Hinweise zu diesen und andern validierten Assessment-Instrumenten findest Du in "Skalen und Scores in der Neurologie" von Harald Masur, Thieme Verlag 1995 (oder neuere Auflage?).
Schreibst Du mir, für was Du Dich am Ende entscheidest?
Grüsse aus der Schweiz!
Claudia


Tests are justified if
and only if they change management or prognosis.
Avoidance of tests is justified if and only if
they do not change
management or prognosis. (Isacs 1992)
 
Qualifikation
Pflegefachfrau Assessment
Fachgebiet
geriatrisches Assessment
W

wetterauer_Elf

Mitglied
Basis-Konto
08.06.2005
61381
also ziemlich umfangreich ist der "RAI" (Resident Assesment Instrument) aber für die Reha wird meines Wissens nach am ehsten der FIM genommen...
Vom PAS (Pflegeabhängigkeitsskala) hab ich auch schon mal was gehört- hab allerdings nicht wirklich viel Plan davon. Möglichwerweisse hilft Dir auch der EPA --> www.epa-online.info zur Not kann ich Dir noch weiter Infos zukommen lassen (email oder PM)
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
freiberuflich
Shiva

Shiva

Neues Mitglied
Basis-Konto
28.02.2006
5522
Hallo zusammen
ATL-Skalen (z.B. FIM, Barthel) können in der Rehabilitation neurologischer Patienten deren klinisches Zustandsbild bzw. Therapiefortschritte abbilden, indem sie den Grad der Abhängigkeit von Fremdhilfe erfassen. Für Patienten im Stadium der Frührehabilitation sind sie i.d.R. ein zu grobes Instrument, das die tatsächlichen Veränderungen der Patienten und ihre Lernfortschritte nicht oder nur unzureichend beschreibt. Ein Patient im Stadium der Komaremission kann u.U. über lange Zeiträume noch auf maximale Hilfestellung angewiesen sein und kann doch zunehmend Fähigkeiten entwickeln, die als solche erkannt, gefördert und dokumentiert werden müssen (frühfunktionelle Fähigkeiten / „early functional abilities“). Die Beschreibung dieser Fähigkeiten erfolgt nicht aus der Perspektive der intakten Funktion.
Die EARLY FUNCTIONAL ABILITIES – EFA behandeln die Themen:
1) VEGETATIVE STABILITÄT
2) WACHHEIT
3) LAGERUNGSTOLERANZ
4) AUSSCHEIDUNGSVERHALTEN
5) Facio-Orale-STIMULATION / MUNDHYGIENE
6) SCHLUCKEN

7) ZUNGENBEWEGLICHKEIT / KAUEN
8) MIMIK
9) TONUSANPASSUNG
10) KOPFKONTROLLE

11) RUMPFKONTROLLE / SITZEN
12) BEWEGUNGSUEBERGAENGE / TRANSFER
13) Stehen
14) WILLKUERMOTORIK
15) FORTBEWEGUNG / MOBILITAET IM ROLLSTUHL
16) TAKTILE INFORMATION

17) VISUELLE INFORMATION
18) AKUSTISCHE INFORMATION

19) KOMMUNIKATION
20) SITUATIONSVERSTAENDNIS
Weiteres findest Du sicher wenn du googelst. Ich hoffe Dir damit weitergeholfen zu haben.
Viel Spass bei der Arbeit.

Shiva
 
Qualifikation
dipl. Pflegefachmann HF
Fachgebiet
Neurorehabilitation/ Abteilungsleitung Frührehabilitation
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T

teeei

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
24.02.2006
17398
Erstmal vielen Dank für die rege Teilnahme . Als Kurzantwort für Claudia H. ,in meiner Arbeit möchte ich vor allem aufzeigen ,daß die bei uns vorrangig verwendeten Skalen ( FIM / Barthel ) als ADLorientierte Skalen kaum anzeigen können welche Verbesserung" im kleinen" eingetreten ist .
Und ein DICKES DANKE an Shiva für den Tip mit der "EFA",das DIE Skala nach der ich schon seit ein paar Wochen suche. Hatte schonmal davon gehört wird wohl schon in einigen Kliniken angewand (zB. TZ-Burgau ? )Bin sicher eure Tips helfen weiter,werde euch gerne über den Stand und das Ergebnis meiner Arbeit informieren ( wenn Interesse besteht ). Habe außerdem bereits jedemenge Literatur zu diesem Thema ,die es momentan durchzuarbeiten gilt .Also bis demnächst. TEEEI
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ITS / Frührehabilitation
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05.07.2001
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