Assessment und Beratung bzgl. Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel

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Flybee

Flybee

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07.07.2000
Tach zusammen,

ich verzweifle gerade ein wenig bzgl. der vom MDK geforderten Assessments und Beratungen bzgl. Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel...

nahezu 100% unserer Betreuten Klienten (ambulante Intensiv- und Beatmungspflege) hat eine PEG. Einigen können und wollen dazu noch zusätzlich etwas essen und trinken. Dies wollen wir fördern und dokumentieren.
Die vom DNQP empfohlenen Assessment-Tools wie PEMU passen auf meiner Sicht nicht auf die Situation:
a) Sie beziehen sich auf stationäre Pflege
b) Ich kann so etwas wie eine PEG dort gar nicht angeben.

Außerdem halte ich es persönlich für etwas unsinnig, wenn wir als ambulanter Pflegedienst zu Risiken und Chancen einer PEG beraten sollen, da "der Drps ja längst gelutscht ist" wenn wir die Klienten übernehmen: Die PEG-Anlage hat ja in 9 von 10 Fällen bereits stattgefunden. Und da hat ja der behandelnde Arzt informiert.

Wie habt Ihr das gelöst, liebe Kolleginnen und Kollegen? WIe macht Ihr das Assessment und wie führt Ihr die Beratungen durch.

Freue mich auf Antworten!

Sonnige Grüße

Flybee
 
Qualifikation
Qualitätsmanager im Gesundheitswesen
Fachgebiet
Gemeinnütziger Träger von Pflegeeinrichtungen
Weiterbildungen
Qualitätsmanager (TÜV) Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie Teamleiter Call Center (IHK)
Studium
Gesundheits- und Sozialökonom (VWA)
F

Farodina

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06.11.2013
Oldenburg
AW: Assessment und Beratung bzgl. Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel

Wir führen keine Assessments durch, sondern ermitteln den Kalorien- und Flüssigkeitsbedarf. Dagegen wird gerechnet, wieviel Kalorien und Flüssigkeit die Versorgung durch die PEG liefert und angepasst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ärzte häufig unter dem Kalorienbedarf bleiben ( Frei nach dem Motto : der verbraucht ja keine Kalorien mehr ). Regelmäßige Gewichtskontrollen verstehen sich von alleine. Wenn oral noch etwas zu sich genommen werden kann, dann anbieten nach biografischen Vorlieben, ansonsten das Geschmackanregen nicht vergessen. Hier setzt die Beratung bei schon liegender PEG ein an Klienten ( sofern möglich) und Angehörige / Betreuuer.

Ebenfalls sonnige Grüße
 
Qualifikation
Pflegedienstleiterin
Fachgebiet
Pflegeheim
Flybee

Flybee

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07.07.2000
AW: Assessment und Beratung bzgl. Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel

Hallo Farodina,

Danke für die schnelle Antwort! Uns ist es in der häuslichen Umgebung die Ermittlung des Körpergewichts bei den bettlägrigen Klienten nicht möglich. Können also nur abschätzen.
Wo und wie dokumentiert Ihr die ermittelten Kalorien- und Flüssigkeitsbedarfe? Gibt es spezielles Dokument?
Der MDK-Prüfer hat Assessments eingefordert... deshalb meine Frage nach einem vernünftigem Tool. Und bei den Angeboten zur zusätzlich oralen Ernährung und Geschmacksanregung sind wir natürlich auf die Kooperation der Angehörigen angewiesen... leider agieren diese öfter mal nach dem Schema "Wieso sollte ich noch zusätzliches Essen kaufen / zubereiten? Die Mutter bekommt doch alles über den Schlauch!...)
Grüsskes!
 
Qualifikation
Qualitätsmanager im Gesundheitswesen
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Farodina

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06.11.2013
Oldenburg
AW: Assessment und Beratung bzgl. Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel

Richtig, darum setzt hier die Beratung an. Wir haben dazu einen Beratungsbogen angefertigt, den Klient / Angehöriger unterschreibt. MDK- Prüfer fordern häufig Assessments ( völlig hirnlos), ich verweise immer auf die pflegefachliche Einschätzung, welcher die Neufassungen der Expertenstandards auch folgen. Wir dokumentieren EDV- gestützt, aber es gibt auch Formulare dafür. Wendet euch doch an die Lieferer der Sondenkost, die bieten Ernährungsvisiten meist kostenlos an. Aber nicht vergessen, die Ergebnisse müssen in euerer Handakte stehen!
 
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