Arzthelferin im OP-Bereich

K

K.Ahab

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
Landshut
0
Hallo zusammen,
wir haben bei uns im OP seit 6 Monaten nun eine Arzthelferin, diese wurde eingestellt nachdem ein Kollegin in Rente ging. Zuerst hies es sie sei zum Patientenlagern, allerdings wurde sie schnell im Saal angelernt. Kurz darauf kam die zweite und heute stellte sich die dritte vor. Beide sind sehr nett und bemüht, doch sie sind nur immer in einem Fachgebiet angelernt, das heißt wird das Programm der Fachabteilung vor Tagesende fertig und es werden andere OP´s in den Saal geschoben, muss man als Instrumentierer gleichzeitig, ihr alles erklären und anweisen, wenns ans Röntgen geht wird´s noch schwieriger (fehlender Röntgenkurs) das heist sie muss jemand aus einem anderen Saal holen.
Was besonders lästig ist, sie sollen nicht instrumentieren, das bedeutet wenn man mit ihnen eingeteilt ist steht man dan ganzen Tag am Tisch.

Wie handhabt oder seht ihr das? :blushing:
 
Qualifikation
Krankenpfleger für den Operationsdienst
Fachgebiet
OP
F

Flashmob

Ja, das ist ziemlich modern, nun Arzthelferinnen in verschiedene Bereiche der Pflege einzusetzen.
Ich gehe davon aus, dass es ökonomische Gründe sind - AH bekommen einen etwas besseren Lohn als in einer Arztpraxis, aber einen deutlich niedrigeren als eine GuK im selben Bereich.
AH ist ein völlig anderer Beruf - Buchhaltung, Abrechnung, Terminkoordination etc.
Da sind einfach keine pflegerischen Inhalte in dieser Ausbildung gegeben.
 
MichaelB

MichaelB

Mitglied
Basis-Konto
0
63179
0
Hallo zusammen, wir haben in unserem Zentral OP auch ein paar Arzthelferinnen.
Man muss sagen, sie sind fleissig und machen ihre Arbeit korrekt.
Aber eben nur als Springer.
D.h. als Fachpfleger steht man den ganzen Tag am Tisch.
Daß Arzthelferinnen nur in einem Fachbereich angelernt sind, ist eine Sache der Struktur.
Sie können auch in allen Fachbereichen angelernt werden, wie Krankenpfleger/innen auch.

Aber wenn man ganz ehrlich ist, hätte man die Stelle lieber mit einer Pflegekraft besetzt, die auch instrumentieren darf und auch Dienste mitmacht.
 
Qualifikation
FachOpPfleger
Fachgebiet
Zentral-OP
D

Darth

Mitglied
Basis-Konto
0
97080
0
Hallo Leute,

denkt mal bisschen über den Tellerrand. Es gibt KEINE GuK mehr die in den OP wollen. Und wenn, dann müssen auch die angelernt werden. Ausgebildete Kräfte sind WELTWEIT ein Mangel. Abgesehen davon sind AH einfach verfügbar und instrumentiern/assistieren in den chirurgischen Praxen ja auch.

Ich habe 6 AH für meinen OP (12 Säle) eingestellt. Die machen Springerfunktionen, Lagerhaltung, Entsorgung und Materialbestllungen. Das heißt das sie überwiegend als Versorgungsassistenten arbeiten. Rechtlich kein Problem. UND: Nehmt eure Verantwortung war die AH und/oder GuK auch vernünftig anzulernen. Jeder von euch hat klein angefangen. Aber das vergessen die meisten viel zu oft. Diese hohen Ansprüche können wir uns einfach nicht mehr leisten.

Gruß
Darth
Pflegedienstleiter (21 Jahre OP-Erfahrung)
 
Qualifikation
Pflegedienstleiter
Fachgebiet
Würzburg
H

Hülsi

Mitglied
Basis-Konto
Als ich noch im Op gearbeitet habe, hatten wir auch eine Kollegin, die als Arzthelferin dort angefangen hatte, sie hatte sich nach kurzer Zeit, als in der Nähe ein OTA Kurs lief, zu diesem angemeldet und ist mittlerweile die OP-Leitung dieses Krankenhauses...

Mit gutem Willen ist vieles möglich....
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulante Pflege
K

K.Ahab

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
Landshut
0
Hallo Darth,
ist schon klar das sich die Zeiten ändern, bin selbst seit 87 im OP.
War früher MedGV Verantwortlicher heute in einer anderen Klinik MP-Beauftragter und Sicherheitsbeauftragter der Abteilung, so ändert sichs halt. Aber ist es immer zu unserem Besseren?
Klar sind die Artzhelferinen fleißig und ich arbeite auch gerne mit Ihnen zusammen, nur den ganzen Tag am Tisch stehen ist nicht so toll.
Außerdem wurden wir in der letzten Hygieneforbildung darauf hingewiesen, das man unbedingt vermeiden soll den ganzen Tag Handschuhe zu tragen, wäre schlecht für die Haut?

Außerdem ist das Anlernen nicht so einfach, da nur ein Praxisanleiter zur Verfügung steht und das Anleiten audrücklich nur durch in geschehen soll. PA und SL

Deshalb interessiert mich wie ihr das in eueren Häusern macht.

Tom66
 
Qualifikation
Krankenpfleger für den Operationsdienst
Fachgebiet
OP
D

Darth

Mitglied
Basis-Konto
0
97080
0
Hallo tom66,

offenbar scheitert vieles bei euch an zu starren Vorgaben. Bei uns sind natürlich auch PA zuständig. jedoch habe ich für jeden OP-Fachbereich einen PA. Die sind hauptverantwortich, allerdings auch dafür die anderen MA zu befähigen nach den Vorgaben der PA anzuleiten. Meine Bereichsleitungen sind natürlich ebenso verpflichtet anzulernen. Heutzutage muss auf Grund der schlechten Verfügbarkeit von Fachpersonal sehr flexibel gedacht und gehandelt werden. Und, AH die instrumentieren sind auch ein Beispiel für flexibles Denken und Handeln. Ich meine hier z. B. in der Gynäkölogie Abrsionis, Hysteroskopien etc. Dinge die sie auch in den Arztpraxen machen. In der Traumatologie z. B. Metallentfernungen (Platten am OSG, Handgelenk, kl. Verschraubungen...). So muss niemand den ganzen Tag am Tisch sein. Fordert aber flexibles Denken und Handeln von allen Mitarbeitern.

Gruß
Darth
 
Qualifikation
Pflegedienstleiter
Fachgebiet
Würzburg
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
45
Kaufbeuren
0
Hallo,

verstehe jetzt die Diskussion auf der Sachebene nicht so ganz. Schaut man bei beiden Berufsgruppen in den Lehrplan, wird man feststellen, das bei Arzth. wie auch bei GuK in etwa genauso viel oder wenig Inhalte über die Arbeit im "OP" enthalten sind. Auch die paar Tage (wenn überhaupt) die evtl. eine GuK mal während der Ausbildung im OP schnuppert macht nicht wirklich die Befähigung aus - oder?

Ich meine bei beiden Berufsgruppen ist in etwa das selbe OP relevante Grundwissen vorhanden oder nicht vorhanden. Beide Bergr. müssen angelernt werden und weiterlernen.

Mich erinnert diese Diskussion an die ewigen fruchtlosen Grabenkämpfe - wer ist qualifizierter AP, GuK, Intensivpersonal oder sind die PA die noch bessereren? usw. Ach ja hätte ich fast vergessen - und die Studierten haben sowieso keine Ahnung!

Bringt überhaupt nichts - spricht sich aber anscheinend nicht rum.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
  • Gefällt mir
Reaktionen: ms-sophie
D

Darth

Mitglied
Basis-Konto
0
97080
0
Hallo renje,

mir geht es keinesfalls um Grabenkämpfe.

Ich bin auch der Meinung, wie in vorgehenden Antworten auch genannt, dass beide, AH als auch GuK, angelernt werden müssen. Jedoch ist es eine Tatsache dass es noch immer diese starren Strukturen, wie sie hier diskutiert werden, gibt. Und zwar nicht nur auf Seitern der Fachkrankenpflege, sondern vor allem auf Ebene der GL und häufig leider auch der Pflegedirektionen. Diese wollen eine entsprechend "hohe Fachlichkeit". Nach meinen Erfahrungen wird dass auch vehement von den Ausbildungsstätten der GuK so vertreten.

Meine klare unverrückbare Meinung dazu ist: Um wirtschaftlich zu überleben müssen Hochkostenbereiche wie ein OP mit einer gemischt qualifizierten Manschaft betrieben werden. Es müssen Tätigkeiten die nicht duch FGuK geleistet werden müssen auf Versorgungsassistenten etc. verlagert werden.

Die Diskussion hier zeigt wie sehr die MA eines OP noch immer unter diesen verkrusteten Strukturen zu leiden haben. Der Kopf einer Klinik (GL, PD etc.) muss umdenken, dann klappts auch mit den MA!

Gruß
Darth
 
Qualifikation
Pflegedienstleiter
Fachgebiet
Würzburg
zebro

zebro

Mitglied
Basis-Konto
1
Duisburg
0
Hallo @Darth,

... Jedoch ist es eine Tatsache dass es noch immer diese starren Strukturen, wie sie hier diskutiert werden, gibt. Und zwar nicht nur auf Seitern der Fachkrankenpflege, sondern vor allem auf Ebene der GL und häufig leider auch der Pflegedirektionen. Diese wollen eine entsprechend "hohe Fachlichkeit".
Allerdings wird auch eine bestimmte Personalstruktur von Zertifizierungsstellen wie etwa KTQ gefordert. Und darüber, dass eine Zertifizierung für ein Haus nicht unwichtig ist, sind wir uns sicher einig.

Nach meinen Erfahrungen wird dass auch vehement von den Ausbildungsstätten der GuK so vertreten.
... was m. E. auch verständlich ist. Denn ansonsten bräuchte man nur noch einen einjährigen Basiskurs Pflege anbieten - alle weiteren Kenntnisse und Fähigkeiten könnten dann in der Praxis angelernt werden.:ironie:

Aber im Ernst: Wer leitet dann eigentlich fachlich kompetent SchülerInnen an, wenn die wenigen verbliebenen Fachkräfte bzw. Praxisanleiter damit beschäftigt sind, neue KollegInnen anderer Berufsgruppen anzulernen (und wie ich hier lese, speziell im OP fast ausschließlich am Tisch stehen) ???

Meine klare unverrückbare Meinung dazu ist: Um wirtschaftlich zu überleben müssen Hochkostenbereiche wie ein OP mit einer gemischt qualifizierten Manschaft betrieben werden. Es müssen Tätigkeiten die nicht duch FGuK geleistet werden müssen auf Versorgungsassistenten etc. verlagert werden.
Vom Grundsatz her würde ich das so unterschreiben. Und das gilt meiner Meinung nach auch nicht nur für sog. Hochkostenbereiche. Denn genau genommen sind Personalkosten insgesamt ein Hochkostenbereich. :wink:
Allerdings müssen bestimmte Kriterien eingehalten werden:
  • die Qualität der Pflege muss stimmen
  • durchgeführte Tätigkeiten müssen durch entsprechende Qualifikationen rechtlich einwandfrei abgesichert sein
  • eine fachgerechte Anleitung von Auszubildenden muss gewährleistet sein
  • es muss organisatorisch umsetzbar sein
Denn es bringt gar nichts, wenn durch kurzfristig eingesparte Personalkosten eine Welle von Schadenersatzansprüchen auf das Haus zukommt und/oder wir uns zukünftig darüber wundern, warum frisch-Examinierte erst sehr verspätet 'voll' eingesetzt werden können.

Übrigens geht es mir persönlich auch um keine Grabenkämpfe. Für mich stellt sich nicht die Frage des 'schlechter' und 'besser' ... sondern eher um das 'anders'. Niemand würde auf die Idee kommen, Bäcker und Konditoren fachlich miteinander zu vergleichen. Der eine ist eben der Fachmensch für's Backen ... der andere wird das nicht so gut können, dafür aber perfekte Tortenkreationen herstellen.

Gruß Stefano
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziplinäre Intensivstation
Weiterbildungen
WB Praxisanleitung, WB Respiratory Therapist, WB Stationsleitung
  • Gefällt mir
Reaktionen: ms-sophie
MichaelB

MichaelB

Mitglied
Basis-Konto
0
63179
0
Ich denke auch, daß es hier nicht umg "gut" oder "schlecht" geht. Ich kenne Arzthelferinnen, die sauber und korrekt arbeiten, und Fachpflegepersonal, bei denen es zu wünschen übrig lässt.

Fakt ist aber, daß (zumindest bei uns) eine Arzthelferin (AH) ausser bei einer TE, HSK oder ähnlichen Kleineingriffen, nicht an den Tisch darf.

Was nützen dann die Arzthelferinnen als Springer, wenn man als OPFachkraft jeden Tag alles instrumentieren muss.

Und um Schränke aufzufüllen, da ist eine AH wieder absolut überqualifiziert.

@Darth: was meinst du mit "gemischt Qualifiziert"? In meinem OP wird der Fachweiterbildung ein hoher Stellenwert beigemessen. Und jeder der will, darf sie machen. Daher haben und hatten wir immer einen hohen Schnitt an Fachpersonal.
Und die Erfahrung zeigte, daß das auch gut so war.
 
Qualifikation
FachOpPfleger
Fachgebiet
Zentral-OP
M

marionpax

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
74072
0
Die hier beschriebene Entwicklung führt zu noch mehr Inkompetenz in diesem wichtigen Funktionsbereich. Es werden viele Patienten zu Schaden kommen. In 5 bis zehn Jahren werden Berichte in den Medien die schlechte Ausbildung der MA iin Operationsabteilungen anklagen.
Ich denke es ist nicht wichtig welche Berufsgruppe im OP arbeitet, wenn es zielgerichtete, geplante und evaluierte Ausbildung gibt. Aber an Praxisanleitern fehlt es. Zeit zum Erstellen von Ausbildungsplänen gibt es nicht, zum direkten Anleiten am Tisch gibt es nicht genug Personal. MA im OP sind nicht die Stars im OP, dass sind und bleiben die Ärzte. Sie haben im Klinikbetrieb keine Lobby. Keiner da oben sieht was Sie brauchen. Sie müssen sich schon selbst um Ihre Lobby kümmern. Keine PDL, Kein Betriebsleiter und Kein Geschäftsführer möchte Euch zu Liebe etwas tun.
Und lasst Euch vom seltenen Lob Eurer Chirurgen nicht blenden, es mag Ihrem Ego schmeicheln, aber es hat keine Konsequenzen.
Wenn, wie in fast allen Beiträgen, nur Anpassung, Duckmäusertum und Jammern herrscht, wundere ich mich nicht, wenn Fehler verdrängt, vertuscht oder Bagatelisiert werden.
Ihr die Ihr hier schreibt seid die Fachleute für die Arbeit im OP. Nur Ihr könnt diese Entwicklung umkehren. Zeigt Eure Kompetenz. Zeigt auf was passieren kann, wenn Ihr mit Unangelernten Kräften arbeiten müsst! Hört endlich auf zu klagen, hört auf Euch in Eurer Unentbehrlichkeit zu sonnen, Wenn Sie mal anfangen vernünftig zu argumentieren, ohne zu Jammern, werden Sie merken was doch alles möglich ist. Fangt endlich an. Bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Ach ja noch was: Im Strafgesetzbuch steht an erster Stelle "Wer ursächlich handelt oder unterlässt wird zur Rechenschaft gezogen.

Es ist auch eine Unterlassung Mißstände nicht zu benennen.
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe
Fachgebiet
Personalentwicklung, Fort- und Weiterbildung
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
41
Köln
0
Gibt es da eigentlich keine eindeutigen gesetzlichen Bestimmungen? In der ambulanten Pflege wird ein Riesentheater gemacht wenn eine Arzthelferin eine Behandlungspflege machen soll. Statt dessen sollen sie "grundpflegen" obwohl sie genau das niemals gelernt haben. Und im KH darf man AH einfach im OP einstellen? Sogar als Springer? Das ist mir unbegreiflich.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
B

bertel

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
97274
0
AW: Re: Arzthelferin im OP-Bereich

Leider ja,

es gibt meines Wissens nach keine eindeutige rechtliche Festlegung, wer zu Instrumentier- und Springertätigkeiten im Operatinsbereich arbeiten darf/kann usw.
Manche Zerifizierungen schreiben einen Mindestanteil von fachweitergebildetem Pflegepersonal vor, die Fachgesellschaften fordern einen prozentualen Anteil usw.
Wenn jemand von Euch mehr Infos oder Informationsquellen hat, wäre ich sehr interessiert daran.

Wir haben bei uns lange nur Examinierte eingestellt, aber habe ich vor 2 Jahren noch jede Woche 1 - 2 Bewerber gehabt, so sind es jetzt wenn ich Glück habe einer im Monat, mesitens ohne Berufserfahrung im OP und im Zeitalter der DRG muss der OP-Betrieb laufen um am Markt zu überleben usw....

- aus berufspolitischer Position heraus sehr sehr unglücklich für mich, da ich Examinierte bevorzuge, aber inzwischen mit OTA auch sehr gute Erfahrungen gemacht habe und diese auch gerne einstelle...

Arzthelferinnen habe ich bei mir zur Zeit zur Unterstützung an der Leitstelle und zu Schleusen- und logistischen Arbeiten

ach ja, Zentral-OP mit derzeit 14 aktiven Sälen in 8 Fachdisziplinen
 
Qualifikation
Pflegepädagoge
Fachgebiet
Bayern
Weiterbildungen
Diplomflegewirt (FH), Pflegepädagogik (BA)
Fachkrankenpfleger OP, Praxisanleiter, Stationsleitung,
BAG-Bildung im OP
DBOTA
R

Rotfloh

Neues Mitglied
Basis-Konto
1
41334
0
AW: Arzthelferin im OP-Bereich

Hallo Ihr Lieben,

auch wenn das Thema schon alt ist, bin ich beim googeln drüber gestolpert und habe mich hier extra deswegen angemeldet.
Ich bin eine Arzthelferin, welche 1996 im OP eines städt. Khrs angefangen hat, meine Leitung damals hat mich genauso eingewiesen wie alle MuKs d.h. ich musste erst springen, dann die kleinen Sachen instrumentieren und so weiter. Ehrlich gesagt war ich die dritte Neue die angefangen hat und eine exellent ausgebildete Schwester, welche vor mir angefangen hat, und ergo auch vor mir eingewiesen wurde hat mich ständig ausgebremst, weil Sie zwar theroretisch alles drauf hatte, praktisch jedoch eher eine Niete war.
Ich weise heute neue Mitarbeiter ein, ich gestalte den Rufdienst, ich assestiere, ich kann den Steri versorgen..., alles was meine Kollegen auch können. Zugegeben sind wir ein kleines Haus, wo jeder alles machen kann und muß, und ganz selten steht eine Diagnose auf dem OP Plan die mir nicht geläufig ist, aber das geht auch den älteren Schwestern mit Examen genauso.
Meiner Meinung ist eins Fakt: Wer Interesse an einen Beruf hat, wer MA hat die sich die Mühe machen gleich welcher Herkunft jemanden geduldig zu unterweisen, der macht seinen Job gut. Auch ich habe 1 1/2 Jahre die Krankenpflegeausbildung gemacht, meines Erachtens lernt man speziell über den OP gar nichts (außer Anatomie und Hygiene), wenn ich meine damaligen Kollegen in den OP stellen würde, ich glaube ich müsste herzlich lachen. Bei langer Berufstätigkeit wird man ja auch ein bisschen zum Fachidioten, oder wissen Eure Chirurgen über internistische Belange noch Bescheid?
Ich verstehe das die, die sich die Mühe gemacht haben diese lange Ausbildung zur OP Fachkraft zu beenden, auch Ihren Stand halten wollen, aber bitte auch da nicht verallgemeinern, wir haben unlängst eine OP Schwester eingestellt, die bei mir grundsätzliche Dinge nachfragen muß.

Hier meine Bitte, bevor Ihr vorschnell urteilt, macht Euch die Mühe und schaut Euch Euer Gegenüber mal genauer an, manchmal verblenden einem die Ausbildungsnachweise die Sicht auf die Realität. OP ist ein handwerklicher Beruf, hat auch mit Pflege nicht viel zu tun.

Lieben Gruß
 
Qualifikation
Arzthelferin im OP
Fachgebiet
OP
  • Gefällt mir
Reaktionen: ZOP-AH
Z

ZOP-AH

Neues Mitglied
Basis-Konto
Hallo zusammen,
auch ich bin eine AH und arbeite mittlerweile sieben Jahre im OP. Auch ich habe in einer Abteilung als Springer angefangen, dann in der nächsten uns immer so weiter. Dann wurde ich immer mehr am Tisch eingelebt, erst kleine OPs, dann immer mehr an die größeren.
Mittlerweile bin ich sogar für eine Abteilung die Bereichsleitung.
Ich muss sagen, wer will der kann. Und noch was, auch wir haben haben in der Anatomie, Hygiene, Psychologie und und und eine Ausbildung. Nicht nur in der Bürokratie!
Zudem muss ich Rotfloh recht geben, das es am Wille liegt und am handwerklichen Geschick! Das wissen kann man sich aneignen, den in einer Ausbildung tut man das ja auch.
Den auch ich habe schon Fachkräfte gesehen, die absolut nicht dafür geeignet waren, sogar Schüler die kurz vor ihrem Examen nicht wussten was in den OPs passiert, oder passieren kann.
Denkt mal darüber nach. ;)
 
Qualifikation
Arzthelferin
Fachgebiet
OP
Z

ZOP-AH

Neues Mitglied
Basis-Konto
Hallo zusammen,
auch ich bin eine AH, die nun schon über acht Jahre im ZOP arbeitet. Am Anfang wurde ich als Springer in einer Abteilung eingearbeitet, dann in der nächsten und immer so weiter. Dann wurde ich am Tisch eingearbeitet, erst kleinere OPs, dann immer weiter, bis zu den großen Eingriffen
 
Qualifikation
Arzthelferin
Fachgebiet
OP
Z

ZOP-AH

Neues Mitglied
Basis-Konto
Hallo zusammen,
auch ich bin eine AH, die nun schon über acht Jahre im ZOP arbeitet. Am Anfang wurde ich als Springer in einer Abteilung eingearbeitet, dann in der nächsten und immer so weiter. Dann wurde ich am Tisch eingearbeitet, erst kleinere OPs, dann immer weiter, bis zu den großen Eingriffen.
 
Qualifikation
Arzthelferin
Fachgebiet
OP
L

lulli00

Aktives Mitglied
Basis-Konto
124
Wien
0
EDIT: gerade gemerkt das der Beitrag ganz schön alt ist...


Ich kann Darth unter den Wirtschaftlichen Aspekt verstehen.

Allerdings kommt ein Menschlicher und Human resources Aspekt hinzu. Es kommt natürlich darauf an was im Op alles auf den Tisch kommt und ob die AH nun da auch assistieren darf oder eben nur die FP.

Wenn ein OP ausschließlich oder die Mehrheit OPs durchführt, bei denen die AH nicht assistieren darf, ist das vertretende einsetzen einer AH fraglich.

Aus folgenden Gründen:
- für den FP verdichtet sich eine Arbeit und wird monoton.
- Ständig über Stunden/ Tage/ Wochen nur an einer Stelle stehen, stelle ich mir persönlich schrecklich und auch ungesund vor. wie sieht hier der Ausgleich bzw. Kompensation aus?
- Der Geist und der Körper braucht Abwechslung
- aufgrund diesen Prozedere degeneriert die FP
das erzeugt wiederum Kosten, Krankheit, Fluktuation. Ob da sich der Einsatz eine AH wirklich lohnt ist ein Rechenspiel.
Dennoch ist es unmenschlich ein Person ständig die gleiche Arbeit machen zu lassen. In Industriebetrieben/ Fließbandarbeit lässt man den AN in einer Regelmäßigkeit rotieren um die Degeneration zu vermeiden.
Erfolgt das nicht halten sich die AN in der Regel nicht lange. Bestes Beispiel sind hier Callcenter. Durchschnittlich verweilen MA hier ca. 1,5 Jahre. Danach können/ wollen sie den Job nicht mehr machen.

Können AH nach Einarbeitung in dem rotierenden System teilnehmen ist das ein wirtschaftlicher Clou, den ich nicht verkehrt finde.

Schlichtweg die Mischung macht's.

Grundsätzlich ist hier aber nicht die AH die schuldige, sondern der der Oben plant. Wenn er eine FP in monotone Arbeit plant hat er das zu verantworten und nicht die AH.
 
Qualifikation
Pflege
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen