GuK Arbeitsmarkt bietet beste Chancen für Krankenschwester & Co

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03.10.2005
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Hallo, in die Runde.
Folgenden Beitrag habe ich die Tage für eine Regionalzeitung geschrieben. In diesem Zusammenhang habe ich einige Zahlen zusammengetragen, die vielleicht den einen oder anderen von euch interessieren.

In jedem Fall herzlich aus Speyer
C. Bischoff

--

„Kind, du sollst es einmal besser haben als dein Vater. Du lernst einen Beruf mit Zukunft und gehst in die Pflege.“ So oder ähnlich könnten besorgte Eltern künftig versuchen, ihre Sprösslinge für eine Ausbildung zu begeistern, die Fachleute schon heute mit Stempeln wie „krisensicher“ und „vielseitig“ versehen. Auch Katharina Seelinger ist davon überzeugt, dass die wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen für tausende neuer Arbeitsplätze auf dem Markt der Gesundheits- und Krankenpflege sorgen wird. Die Pflegedirektorin am Landauer Vinzentius-Krankenhaus ist mitverantwortlich für die Ausbildung von 103 Jugendlichen, die sich derzeit auf ihre Prüfung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, bzw. zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger vorbereiten. Vor genau 50 Jahren hatte der erste Jahrgang angehender Krankenschwestern mit einer Ausbildung in der Pflegeschule der traditionsreichen Klinik begonnen.

„Seither hat sich eine Menge getan“, sagt Dipl.- Pflegepädagogin Simone Andt. Nach Auskunft der stellvertretenden Leiterin der Vinzentius-Pflegeschule habe vor allem die jüngste Reform des Berufsbildes dazu beigetragen, die Attraktivität der Pflegeberufe zu steigern. Seit Mai 2005 sorgt ein verbindlicher Rahmenlehrplan für eine einheitlich hohe Qualität der Ausbildung in Rheinland-Pfalz. Erfolgreiche Absolventen lockt unter anderem die Chance, ein Fachhochschul-Studium zum Pflegewirt (Pflegemanager), in der Pflegewissenschaft oder Pflegepädagogik aufzunehmen und auch die Privatwirtschaft bietet Perspektiven, erfolgreiche Schritte in die Selbstständigkeit zu unternehmen.

„Der Gedanke an Alter und Krankheit ist für die meisten Menschen unangenehm“, sagt Katharina Seelinger. Nicht umsonst aber arbeiten Pflege-Fachleute und Politiker mit Hochdruck an den Entwürfen bezahlbarer Wohn- und Lebensmodelle für Senioren, die isoliert von ihren Familien auf die Hilfe qualifizierter Pflegekräfte angewiesen sind. Dass die Zeit drängt, bestätigt eine Studie der Universität Duisburg-Essen. Die Wissenschaftler rechnen mit einem Anstieg der Kosten für professionelle Pflege von drei Prozent im Jahr. Das Wachstum des Pflegemarktes beziffert die Studie auf 37 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020. Schon im Jahr 2050 sollen rund 72 Milliarden Euro umgesetzt werden.

Was Politikern aller Fraktionen die Sorgenfalten auf die Stirn treibt, lässt die Absolventen der Landauer Vinzentius-Pflegeschule zuversichtlich in die Zukunft blicken. Entsprechend der guten Berufsausichten reicht die Warteliste von Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung am Landauer Vinzentius Krankenhaus interessieren, bis in das Jahr 2008. Die hohe Attraktivität der dortigen Pflegeschule begründet der ärztliche Leiter der Schule, Prof. Dr. Werner Kutscha, unter anderem mit der konfessionellen Bindung des Hauses. Bei einer Umfrage zur Qualität der Ausbildung an konfessionell gebundenen Pflegeschulen hatten 80 Prozent aller Befragten angegeben, sich intensiv mit dem christlichen Leitbild der tätigen Nächstenliebe auseinander gesetzt zu haben. Den positiven Einfluss dieses Gedankens auf Patienten und Mitarbeiter bestätigten die Erfahrungen von rund 44 Prozent der Pflegeschüler.

Auch nach Ansicht von Schwester Oberin Hildebranda erfahren Nächstenliebe und Fürsorge in der Pflege eine neue Wertschätzung. „Für unsere Patienten sind die weichen Faktoren, der menschliche Umgang miteinander, ebenso wichtig, wie die Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung", sagt die Vorsitzende der Mallersdorfer-Ordensgemeinschaft am Landauer Vinzentius-Stift. Die Oberin ist davon überzeugt, dass der anhaltende Sparkurs im Gesundheitswesen nicht dazu führen darf, „dass Patienten nicht mehr zwischen kirchlichen Institutionen, kommunalen oder privaten Unternehmen unterscheiden können.“

Diese Einschätzung teilt Vanessa Port. Seit dem September 2005 steht die junge Frau in ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Der Gedanke, ob die künftige Schule einer christlichen Kirche nahe steht oder ohne konfessionelle Bindung ist, hatte am Anfang ihrer Ausbildung keine Rolle gespielt. Das unermüdliche Schaffen der Ordensfrauen, die Arbeit in kleinen Lerngruppen und die stete Bereitschaft aller rund 750 Mitarbeiter des Hauses, den Pflegeschülern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, seien aber wohl ungewöhnlich, sagt die heute 18-Jährige rückblickend. Vanessa Port ist davon überzeugt, sich mit ihrer Berufswahl nicht nur einen persönlichen Wunsch erfüllt, sondern auch eine dauerhaft sichere Perspektive am Arbeitsmarkt eröffnet zu haben.
 
Qualifikation
Redakteur
Fachgebiet
Aktuell
HBR69

HBR69

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05.10.2000
58644
@redakteur,

"netter" Artikel. Leider fehlt mir der "kritische Blick" auch inbezug auf die "Pflegenden von morgen"...wenn du hier in den Foren reinschaust wirst du eine etwas andere Sicht auf den Beruf erkennen. Klar macht der Beruf uns allen immer noch Spass aber die Arbeitsbedingungen sind mir in deinem Artikel ein wenig zu "rosig" beschrieben bzw. fehlt der kritische Aspekt.....

Nix für ungut!
Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
panik

panik

Aktives Mitglied
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04.01.2007
67466
@ redakteur
Tus doch mal Günther Wallraff nach! und schau mal in unseren Pflegealltag...mal sehen,was und wie du dann schreibst,schlicht ausgedrückt ist mir das alles einwenig zu realitätsfern und zu einseitig...zu rosarot ...,zu sehr auf die Qualität der Schulen abgezirkelt und die tollen Zukunftsperspektiven!Ich bin überzeugt,dass auch vor 15 oder 20 Jahren die Ausbildung gut strukturiert und sehr fundiert war-wolltest du eine andere Sichtweise des Berufes bringen,oder was möchtest du bezwecken?
LG panik,die das persönliche Engangement vermisst,damit fundiert geschrieben werden kann!!!
 
Qualifikation
Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
Seniorenheim
Weiterbildungen
*Ausbildung zur Krankenschwester
*Studium: Neuere und neueste Geschicht und Literaturwissenschaften
* Weiterbildung zur PDL 2009
K

Kalimera

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17.01.2001
Hamburg
Hallo, in die Runde.
Folgenden Beitrag habe ich die Tage für eine Regionalzeitung geschrieben. In diesem Zusammenhang habe ich einige Zahlen zusammengetragen, die vielleicht den einen oder anderen von euch interessieren.
Welche Zahlen meinst Du denn genau?
Die Anzahl derer, die in den Pflegeberuf wollen ist doch nicht wirklich ein Zeichen dafür, dass der Pflegeberuf attraktiv ist.
Dass Millionen investiert werden sollen bedeutet auch nicht gleichzeitig, dass dies in die Gehälter von examniertem Pflegepersonal eingesetzt wird.
Die Aussagen der befragten Personen in diesem einen Krankenhaus ist auch kein Beweis für mich. Ich denke etwas anderes hätten sie gar nicht äußern können und sicher auch nicht wollen.
Zahlen darüber wie viele Pflegekräfte wie lange im Beruf bleiben, warum sie aussteigen..ect., das wären für mich aussagekräftigere Zahlen für die Attraktivität des Berufes.
Die angegebenen Zahlen scheinen mir nicht geeignet um den Pflegeberuf als zukunftsträchtig darzustellen.
Dass Pflegende benötigt werden ist sicher ohne Frage, kann man aus der demographischen Entwicklung ableiten, aber bereits heute werden in vielen Bereichen nicht genügend examinierte Pflegende eingesetzt um die anfallende Arbeit auch qualitativ hochwertig auszufüllen.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
T

traveler

Aktives Mitglied
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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo,

solche Artikel braucht Deutschland! Ich lese nicht den Ansatz einer kritischen Zeile.

Dass der Mensch Pflege braucht und der Bedarf weiter steigt und sicherer Beruf und und und haben wir die letzten 25Jahre unzählige Male gelesen.

Welches Berufsbild wurde denn reformiert? Im Grossen und Ganzen wurde doch nur das alte Gesetz abgeschrieben ein paar Stunden draufgesetzt und mit neuem Namen versehen.

Ein Lehrplan der 2005 eingeführt wurde, wird auch noch als besondere Errungenschaft verkauft. Es ist eher traurig und zeigt den Zustand der Ausbildung auf, dass es überhaupt so lange gedauert hat. Wenn ich richtig informiert bin, haben noch nicht mal alle Bundesländer Curricula.

Lehrer werden erst seit ein paar Jahren ausgebildet, vergleichbar der Berufsschullehrer.

In welchem Beruf betreibt der AG die Schule und bestimmt damit über personelle und finanzielle Ausstattung?

In welchem anderen Land gibt es noch die 3geteilte Ausbildung?
Warum gibt es immer noch keine generalisierte Ausbildung - wer bremst hier?

Warum wird die modulare Ausbildung, vom Deutschen Bildungsrat bereits vor mehr als 10Jahren vorgeschlagen und auch von den Berufsverbänden und Gewerkschaften unterstützt, nicht eingeführt?

Sind das nicht Themen, die eher für einen kritischen Journalisten geeigneter sind, als diese Weichspülerei von oben?

Der Artikel war doch nur eine Werbeaktion für dieses Krankenhaus, oder?

Äh übrigens, was ist eine Pflegeschule? Kenne nur Berufsfachschulen! - nix für ungut.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
G

globi

Neues Mitglied
Basis-Konto
01.04.2006
33607
Attraktivität in der Pflege erst dann, wenn eine tatsächlich gesetzlich verankerte Verantwortung für Pflegefachkräfte entsteht. Wo bleibt die Verantwortung denn, wie in anderen Berufen....? Ich meine damit die gesetzliche Verantwortung losgelöst von der Behandlungsverantwortung gegenüber den Ärzten?
Mehr Verantwortung, mehr Bezahlung für Fachkräfte, mehr Beratungsfunktion für Laien, die immer mehr gefordert werden in der täglichen Pflege ihren Einsatz finden und immer mehr Deligationsaufgaben wahrnehmen werden.
Laien sind billiger. Derzeit wird fest spekuliert, dass Pflegeassistenten als neue Ausbildungsform mit Kurzlehrgang entstehen sollen... Sicher wird`s so kommen.
Ich würde meinen Kindern nicht empfehlen die Pflegeausbildung zu machen.
Jedenfalls nichht, solange Theorie und Praxis sich immer weiter entfernen...Quantität statt Qualität....Kommerz statt Menschenwürde..stattfindet.
 
Qualifikation
Beraterin
Fachgebiet
Bielefeld
Weiterbildungen
Qualitätszirkel Pflegepraxis und Pflegetheorie
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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