arbeitslose sollen demenzkranke pflegen

D

dr.poops

füße in der tür und kühe auf´m eis - hier kann man deutlich lesen, daß die lage schief ist. natürlich ist das so gewollt, damit kann man das merkwürdige gesundheitssystem und das ekelerregende arbeitslosenverwaltungssystem herrlich miteinander verknüpfen: das gesundheitssystem kriegt quasi für lau menschen vom arbeitslosenverwaltungssystem zugewiesen und das zuletzt genannte kann sich "sozial engagiert" fühlen und alles ist super. schnell noch ne richtlinie zusammengetöckelt und zack! ist die kuh runter vom eis...
fragmentis hat natürlich recht: ne weihnachtsfeier kriegen sie alle noch irgendwie organisiert, mehr nicht.
in meinem arbeitsumfeld nehme ich folgendes wahr: die "alten hasen" (zu denen ich mittlerweile auch zähle...) haben mittlerweile keinen bock mehr, die youngster zu motivieren - damit die auch mal mit auf ne demo gehen. deren ziel ist: heiraten, haus kaufen (oder bauen, echt, die wollen bauen! mit ner befristeten stelle wollen die bauen!!) und kinder. dann nochn auto und dies und das. die verdienen weniger als ich, aber die häufeln fleißig an. kann mir ja wurscht sein, sollen sie das dritte kind kriegen, ist ja nicht meins. aber: die werden sich natürlich hüten, den rand aufzumachen, wenn zusammengestrichen wird, was eigentlich schon gar nicht mehr zusammengestrichen werden kann. der klassiker: "klar, ist schon scheiße, aber ich will auch keinen ärger haben." das sagen sie bei der arbeit, das sagen sie, wenn sie schimmel in der bude haben - alles schön lieb und "nett" und alle gehen zusammen zum "ärzte"-konzert. was, liebe gemeinde, wollen wir erwarten, wenn die einzige rebellion der neuen pflegegeneration darin besteht, es haargenau so zu machen wie ihre eltern? die sitzen mittlerweile als "unbescholtene bürger" in ihrem bungalow und finden das "eine zumutung, daß in den altenheimen nur polinnen arbeiten." weil es polinnen sind. das stinkt ihnen. die könnten ihre oma klauen. oder ihr klein häuschen.
käthe
 
hexe1070

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Hallo Lisy und auch andere,

lest ihr auch noch was geschrieben wird oder gehts um was anderes?

Ich hab durchaus geschrieben, dass Otto-Normal-Verbraucher sich so eine Pflege nicht leisten kann. Ich hab aber auch geschrieben, dass in dem speziellen Fall die Kosten nicht das Problem sind.

Zusätzlich bin ich erschüttert, dass man grundsätzlich davon ausgeht, dass "Schmalspurausgebildete-Helfer" (was auch immer das sein soll!), keine kompetente menschliche Betreuung leisten können. Schon mal überlegt wie "umfangreich" die ehrenamtliche Hospizausbildung ist um dann in den privaten Haushalten unterstützend zur Seite zu stehen?

Denn nur gut ausgebildetes Personal kann gute Arbeit leisten!
Kann, ist denk ich schon das richtige Wort! Auch hier ist daraus nicht zwangsläufig eine gute menschliche Basis herstellbar. Ich erlebe auch immer mal wieder Fachkräfte, die eigentlich lieber was anderers täten als an der Basis zu arbeiten. Ergo nicht jede Fachkraft ist auch nen guter Alltagbegleiter, mal abgeshen davaon, dass viele alltägliche Aufgaben bei so einer Qualifikation eigentlich nicht zumutbar sind!:ironie:

Gruß Hexe
 
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Mensch Käthe, du lässt hier ja tierisch Frust ab! :blushing:
Das ist ja ein ganzer Generationenkonflikt, den du da beschreibst!

Ich meine, ich kann das, was du da sagst, gut nachvollziehen und manchmal wünsche ich mir ein einsames Haus als Selbstversorger fern ab von der soften jungen Wohlstandsgesellschaft. Wir sind noch unter anderen Mottos aufgewachsen, wie "Atomkraft Nein Danke" und "Jute statt Plastik" und haben noch Bücher gelesen! Heute spielt man am Computer und es zählt oftmals mehr der Schein statt Sein. Topmodel, Popstars, das ist doch interessant! :cry:
Das ist jetzt aber nicht nah am Thema. Es sei denn, die Situation spiegelt die Wertschätzung der alten Dementen wider.

Ich finde genauso wie Hexe, dass jeder Mensch einem anderen Menschen, dement oder nicht dement, sterbenskrank oder gesund, Zuwendung und Hilfe bei der Beschäftigung geben kann. Und tatsächlich gibt es auch Fachkräfte, die von den zu Betreuenden lieber von hinten gesehen werden. Ein Examen verleiht nicht automatisch eine vom Herzen geleitete Arbeitshaltung.
Hier entsteht vielleicht bei einigen die Befürchtung, was weggenommen zu bekommen?

Problematisch ist doch nur, wenn es darauf hinausläuft, dass daraus erwächst, dass man auf teuer ausgebildetes Personal weitestgehend verzichtet.

LG, Allround
 
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Lisy

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Hallo Allround,
ich unterschreibe deine Ausführungen gerne.
Nur hier geht es nicht um Menschen die sich gerne und freiwillig um Demente kümmern.
Hier gehts um Bäcker, Bauarbeitern und was weis ich, welche Berufsgruppen.
Wollten die in der Betreuung arbeiten, hätten sie dies gelernt.
Ich fürchte einfach, das unser Berufstand noch weiter ausgedünnt wird und frage mich grade, wenn ihr schon denkt, jeder kann Demente betreuen, wieso lernen wir dann 3 Jahre lang? Und für was gibts dann die Weiterbildungen zur Altentherapeutin und zur Fachkraft für Demenzerkrankte?
160 Stunden, das sind grad mal 20 Tage! Und dann sind die Menschen fit genug um Demente zu betreuen??
Ich weis nicht wie das stationär läuft, aber ambulant ist dies eine Einzelbetreuung zu Hause. Da kann keine Fachkraft intervenieren, da eskaliert die Situation, wenn Fehler gemacht werden.
Und ich weiß wovon ich rede, wir hatten mit unseren Zivis schon manche "schwierigen Situationen" obwohl die Zivis sich alle erdenklich Mühe geben.
Gruß Lisy
 
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cleene

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Also, meines Erachtens ist es wichtig, daß wir in diesem Bereich Unterstüzung bekommen. Ich würde mich freuen, wenn auf meinem Bereich (ich arbeite auf einem Wohnbereich mit überwiegend Demenzerkrankten Bew.) mehr Beschäftigung/Betreuung stattfindet. Wir (Pflege) sind froh, wenn wir die "normale" Arbeit irgendwie schaffen. Es wäre doch schön, wenn da jemnad wäre, der mit den Dementen spazieren geht, oder was vorliest oder in den Garten geht, oder? Allerdings muß dies freiwillig geschehen und mit gewissen Vorkenntnissen, das sehe ich auch so!
 
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Nur hier geht es nicht um Menschen die sich gerne und freiwillig um Demente kümmern.
Hier gehts um Bäcker, Bauarbeitern und was weis ich, welche Berufsgruppen.
Wollten die in der Betreuung arbeiten, hätten sie dies gelernt.
Wenn die verzweifelte Arbeitslose sind, dann müssen die nicht zwangsläufig total ungeeignte sein.

Es kommt auch darauf an, in wieweit das geschriebene Wort wirklich gut umgesetzt wird, denn Papier ist auch geduldig:

So soll im Orientierungspraktikum "gesiebt" werden.


Das Orientierungspraktikum in einem Pflegeheim hat einen Umfang von fünf​
Tagen und ist vor der Qualifizierungsmaßnahme durchzuführen. Damit ist die
Zielsetzung verbunden, erste Eindrücke über die Arbeit mit
betreuungsbedürftigen Pflegeheimbewohnern zu bekommen und das
Interesse und die Eignung für eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich
selbst zu prüfen.
Ein zuviel an Zeit, Zuwendung, Beschäftigung kann es nicht geben. :wink:
Das bestätigt mir u.a. der Beitrag von cleene.

All
 
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Lisy

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Hallo Allround,
ein zuviel an Betreuung kann es wirklich nicht geben, da geh ich konform mit dir.
Was mich stört, ist die Tatsache, das hier mit Menschen "gespielt" wird.
es ist durchaus richtig, das jeder ein "Händchen" für Demenzerkrankte haben kann.
Nur, auf der einen Seite reden wir von Profienalisierung, auf der anderen Seite knicken wir ein.
Ich wünsch mir durchaus, das wir Hilfe bekommen, aber Hilfe von gelernten.
Hier reden alle von Akkord in der Pflege, das wird sich nicht ändern, auch wenn die Betreuung durch Arbeitslose sichergestellt wird.
Das einzige was sich ändert, ist die Tatsache, das wir dann gar nicht dran denken dürfen, jemals wieder mit einem Dementen spazieren zu gehen oder Beschäftigungstherapie einzufordern.
Wir werden dann nur noch für die Körperpflege und Behandlungspflege zuständig sein.
Beziehung bauen dann ganz andere zu unseren Kunden auf. Leider werden sie vermutlich nicht darin geschult, wie sie (die neuen Betreuer) mit dem Tod der zu Betreuenden umgehen sollen.
Ich würde mir einfach wünschen, das die 200 € monatlich nicht für Langzeitarbeitslose ausgegeben wird, sondern in einen anständigen Personalschlüssel einfliesen, damit wir Pflegerinen/Pfleger wieder ein bischen Zeit haben um uns selber um die Patienten zu kümmern.
Lisy
 
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Hmmm, ob diese Langzeitarbeitslosen sich nicht gerne kümmern würden, ist doch erst einmal eine Vermutung und auch ne recht bösartige Unterstellung. Wir haben unter unseren pflegenden Angehörigen ganz viele "solche Leute" die sich mit ganz viel Herz um ihre Angehörigen kümmern und andere auch Leute vom Fach, bei denen es regelmäßig zu Hause eskaliert.

Ich finde die Diskussion, wie sowas gewinnbringend umgesetzt werden könnte oder nicht schon sinnvoll, aber nicht über Eignungen zu entscheiden von Menschen die hier niemand kennt.

Gruß Hexe
 
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Nur, auf der einen Seite reden wir von Profienalisierung, auf der anderen Seite knicken wir ein.
Ich wünsch mir durchaus, das wir Hilfe bekommen, aber Hilfe von gelernten.
Hier reden alle von Akkord in der Pflege, das wird sich nicht ändern, auch wenn die Betreuung durch Arbeitslose sichergestellt wird.
Warum wird es sich nicht ändern? Doch nicht, weil wir es nicht wollen, sondern weil die Gelder knapp sind, bzw nicht in der benötigten Menge zur Verfügung gestellt werden wollen. Das Ganze wird sich in den nächsten Jahrzehnten noch verschärfen, zum einen auf Grund der demografischen Entwicklung, der Steigung der Lebenserwartung, der zunehmenden Altersarmut, der Kostensteigerung auf Grund der Inflation...:cry: ..

Da kann man doch schon als knallharter Realist bald sagen: ein Glück macht sich jemand Gedanken, wie man die Beschäftigungssituation, Betreuung verbessern kann, ohne das die Kosten explodieren, ein bisschen :ironie: !

Ich kann deine Wünsche, Lisy, wirklich gut verstehen. Ich würde mir im KH auch Zeiten gerne zurückwünschen, in denen mehr Zeit für Gespräche sind. Nicht immer diese Effizienzmaximierung!!!

Da leiden wir genauso und die GSLs sind interessiert möglichst viele Tätigkeiten an günstige Kräfte zu delegieren. Und die qualifizierten überlegen, sobald es mal lau wird, wer jetzt einverstanden ist, seine massigen Überstunden abzubauen, so dass eigentlich nur noch keiner zuviel da ist...

Ansonsten muss ich sagen, dass für Vorlesetätigkeiten, Spielchen, Singen oder was so möglich ist, also dass für solche Tätigkeiten es vielleicht auch mal guttut, wenn, vorausgesetzt der Ausführende ist geeignet, also optimale Auswahl, also dass das unverkrampft ohne die Profibrille gemacht wird. Ich meine, warum soll man nicht den Alten mal ganz normale Menschen zumuten? Schließlich bleiben sie Teil dieser Gesellschaft. Hätten sie zuhause ne Oma, die nicht mehr so ganz klar sieht und in die Pampers macht, dann müssten sie sich doch auch mit ihr auseinandersetzen.
Läuft dann was nicht rund, dann muss natürlich sowieso die Fachkraft eingreifen, die ja auch beaufsichtigt.

Wie gesagt, sollte das von mir erwähnte "Gummiband" nicht doch plötzlich überdehnt werden, und die Idee Raum gewinnen, die sonstige Altenpflege kann ja auch noch unprofessionell übernommen werden, also dann kann man doch mal abwarten.

Ich kann aber auch verstehen, wenn jemand so misstrauisch ist, wie ihr. Die Elite kann man sicher nicht erwarten, das ist bestimmt das größte Problem. Ich betrachte das jetzt sehr theoretisch, die Praxis muss abgewartet werden.

LG, Allround
 
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stern3007

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Hmmm, ob diese Langzeitarbeitslosen sich nicht gerne kümmern würden, ist doch erst einmal eine Vermutung und auch ne recht bösartige Unterstellung. Wir haben unter unseren pflegenden Angehörigen ganz viele "solche Leute" die sich mit ganz viel Herz um ihre Angehörigen kümmern und andere auch Leute vom Fach, bei denen es regelmäßig zu Hause eskaliert.
1. Ist es ein gewaltiger Unterschied, ob du dich um einen Angehörigen kümmerst oder den Job berufsmäßig machst.
2. Wer ALG2 bezieht ist nahezu rechtelos. Denn sobald man sich für seine Rechte einsetzt, drohen Sanktionen. Unberechtigt sind die alle in der Regel. das Problem ist nur, dass du als ALG2ler nicht mehr die Kapazität hats, dein recht durchzusetzen, denn wenn man dir monatelang die Gelder streicht wird alels um dich herum rebellisch und du landest in der Obdachlosigkeit. Bisher war es noch nie so, dass ein ALG2ler mitentscheiden konnte, ob er eine Maßnahme auch wirklich absolvieren kann. Du bekamst eine Maßnahme auferlegt, ob die sinnvoll war oder nicht interessierte niemanden. Und genauso wird es hier kommen. Niemand wird fragen, ob der ALG2ler überhaupt eine Neigung dazu hat, im Betreuungsbereich zu arbeiten. Und das ist das Hauptproblem.

Denn ich denke, wir alle sind uns einige, das längst nicht jeder ein Händchen für solch eine Arbeit hat.
Ich stelle mir gerade meinen Lebensgefährten vor, der über 1 Jahr ALG2 bezogen hat. Dieser Mensch in so einem Job wäre die Katastrophe. Das soll jetzt nicht abwertend klingen. Der Gute kann armdicke Kabel stemmen und riesige Schaltschränke verdrahten aber sicher nicht mit Menschen umgehen und erst recht nicht mit dementen Menschen. Aber genau solche Leute müßten solche Jobs machen wenn dem Sachbearbeiter bei der Arge das gerade in den Kopf kommt oder eine Quote erfüllt werden muß.
Wenn ich ihm zwischendurch von meinem Arbeitsalltag erzähle dann verdreht er schon die Augen und meint immer, dass er solch einen Job niemals machen könnte.
 
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Hallo stern,

natürlich gibt es einen Unterschied ob es ein Angehöriger ist oder ob ich einen "Job" erledige. Aber auch Angehörigenarbeit hat nicht nur Sonnenseiten.

Wie das umgesetzt wird,ist ganz sicher ein entscheidender Knackpunkt für die letztliche Zufriedenheit. Sinvoll ist so ein Angbot jedoch bestimmt auch nur, wenn der Arbeitslose ne Wahl hat, was er machen will. Dass er was machen sollte, finde ich durchaus legitim. Hier gibts auch so Projekte wie bei der städtischen Anlagenpflege mitzuwirken, Arbeitslosenwerkstätten zur Aufbereitung von Möbeln, Lageristik von Büchern und Kleinmaterial, ect.

Ich find die Reaktionen zeitweise unangemessen.

Mal nen anderes Beispiel: Da beschwert man sich in der Forensik, dass der pflegerische Bereich und der schriftliche Aufwand zusammen nicht mehr zu bewerkstelligen ist. Leute die auch die Finanzierung sicher stellen müssen, machen sich nen Kopf und dabai raus kommt ne Stationssekretärin! Die bekommt deutlich weniger Geld, hat weniger/keine Befugnisse, wird auf Teizeitbasis eingestellt!
Na, wer kann sich die Reaktion vorstellen?:rolleyes:

Gruß Hexe
 
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dr.poops

ich sehe durchaus den unterschied, ob sich jemand um die unterstützung dementer menschen kümmern möchte oder ob er befürchtet, das tun zu müssen. wenn sich ein bäcker das vorstellen kann, dann muss man sehen, daß der bäcker auch so ausgebildet wird, daß der nicht schon nach einer woche das handtuch wirft. und daß er von den kollegInnen in der entsprechenden einrichtung so gewissenhaft eingearbeitet und begleitet wird, so daß er auch tatsächlich das team unterstützen kann - und da liegt der hase doch bereits im pfeffer!
es wird sich höchstwahrscheinlich auch nicht unbedingt ein bäcker bewerben - das werden in großer zahl eher frauen sein. und das sind dann wieder diejenigen, die einen mies bezahlten job haben (das sind auch eher diejenigen, die teilzeit arbeiten und sich von einem bank-heini sagen lassen müssen, "na, haben sie denn da schon mal an ihre rente gedacht?").
es ist eine weitere methode, langzeitarbeitslose irgendwo gewinnbringend unterzubringen, um die statistik zu schönen - wer garantiert denn, daß die leute, die diesen job dann machen, auch dabei bleiben (können)? wer dann sagt, "nee, also, das trau ich mir auch ganz einfach nicht zu," wird dann wieder zu denjenigen gezählt, denen man das klassische "tja, die wollen ja gar nicht, da muss man dann aber auch die kohle kürzen, so geht´s ja nicht!" um die ohren haut.


 
Fragmentis

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Isch hann'ne Idee !!!

Das heißt eigentlich, daß ein Kollege mir grad einen Hinweis gab, den ich hier etwas erweitern mag...

Warum schenkt man eigentlich den 30'000 arbeitslosen Pflegekräften nicht eine vernünftige 160-Stundenfortbildung und stellt die dann zu einem normalen Lohn ein ?

Der Arbeitslosenstatistk hilft es, die Leute zahlen wieder normal Sozialbeiträge und wir haben mehr Fachkompetenz da, wo wir sie brauchen, als der sanktionsmotivierte Gabelstapler-Fahrer oder dauerarbeitslose Schulabbrecher mitbringt...

Einfache Logik ist die beste, liebe Politiker, die Ihr nie die Basis fragt...

;-)
Fragmentis
 
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Amarillo

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45525
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Zurück zum Mittelalter,hier geht es doch nur um sparen,Arbeitslose bekommen doch nur ein Taschengeld,und wie sie die Bewohner betreuen sollen ,sagte ihnen niemand,das kann auch nach hinten losgehen,denkt doch mal an die Psyche der Menschen. Ich bin Familienpflegerin auf Warteschleife und weiss was ich hier schreibe!Ich habe selber auf einer Demenzstation gearbeitet,da ist nicht nur mal schauen....nein nein!Dafür benötigt man Empatie und selber seelische Festigkeit.
 
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