arbeitslose sollen demenzkranke pflegen

D

dr.poops

vielleicht geistert hier schon ein beitrag zum thema herum und ich hab ihn nur noch nicht gesehen - also fang ich ggf. nochmal an. macht ja nix.
nach einem einführungskurs sollen langzeitarbeitslose männer und frauen demenzkranke menschen pflegen (bzw. dabei behilflich sein).
wie findet ihr das? sollten menschen nicht von pflegerInnen versorgt werden, die sich aus eigenen stücken dafür entschieden und die eine umfassende ausbildung absolviert haben? droht auf diesem wege nicht die pflege in einen bereich abzurutschen, wo gesagt werden kann, "ach, das kann doch jeder!"?
ich habe eine gute freundin, die seit eineinhalb jahren bewerbungen schreibt, hier jobbt, da jobbt (und jede menge "praktika" machen könnte, haha!). als ich die mal gefragt habe, wie sie das fände, sagte sie, daß sie sich das niemals zutrauen würde. das ginge ihr an die nieren. sie würde eine ausbildung in der pflege machen, wenn sie das interesse daran hätte und sie hat es nicht. und - sie findet, pflege soll keine "strafe" sein für diejenigen, die suchen und suchen und suchen. ich seh das ähnlich.
und ihr?
 
panik

panik

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
67466
0
Oh weh.Das ist so ein Thema:Schon in aller Munde:
DIE PFLEGEASSISTENTEN/INNEN:nono:
Ich bin jetzt mal ganz provokativ:Natürlich wird mal wieder an der falschen Ecke gespart,Assistenten/innen eingesetzt, neee die sind zusätzlich???,Dann am 2. Tag:Da ist ne Kollegin ausgefallen, trauen sie sich das zu an ihrer Stelle mal einzuspringen????
Wo soll das hinführen?:mad_2: Jeder schreit nach QM und dann das.Die Fachkräfte tragen die Verantwortung!!!!!NEIN DANKE!Praktikanten und 1 Euro-Kräfte gibt es ja schon .Bald haben wir nur noch eine Fachkraft :heul: und lauter kleine Helferlein.(Mit klein meine ich das Wissen!!!)Ich meine das nicht böse, auf die Menschen bezogen die bei uns arbeiten sollen, aber ich meine es böse mit den Menschen die das andenken und wahrscheinlich durchsetzen.

Liebe, hoffnungsvolle Grüße panik, die inständig hofft, dass dieser Gau an ihr vorrübergeht.
 
Qualifikation
Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
Seniorenheim
Weiterbildungen
*Ausbildung zur Krankenschwester
*Studium: Neuere und neueste Geschicht und Literaturwissenschaften
* Weiterbildung zur PDL 2009
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
51
Kaufbeuren
0
Hallo dr.poops,

sollen langzeitarbeitslose männer und frauen demenzkranke menschen pflegen (bzw. dabei behilflich sein).
das ist aber ein meilenweiter Unterschied. Wir als Fachpersonal sollten nicht auf den Zug der Presse aufspringen sondern differenzieren.

Von Pflege der Demenzkranken war seitens der offiziellen Veröffentlichungen der AAG und Erklärungen der Politik nie die Rede.

Wenn ich die diversen threads hier lese bzgl. Aufgaben einer exam. GuK/AP dies und jenes ist nicht meine Aufgabe, dann ist das doch im Ergebnis die Forderung nach Hilfkräften, die auch noch aus den eigenen Reihen kommt, denn wir sind für sowas ja Überqualifiziert.

Ich erinnere mich an die vor kurzem geführte unsägliche Diskussion über das befeuern eines Kohleofens, u.a. verbunden mit der Forderung, dann solle man den Kunden halt zum auziehen nötigen, oder Lehrgänge anbieten. Da ist mir wirklich nichts mehr eingefallen.

Etwas ketzerisch, dann hole ich mir eine polnische Hilfskraft die hat die Qualifikation zum befeuern eines Kohleofens, Essen herrichten, aufwischen, Müll entsorgen usw. Eine deutsche GuK/AP ist dafür nicht qualifiziert genug.

@panik: wenn ich mir das Tätigkeitfeld einer SL oder WBL ansehe, Ausnahmen bestätigen die Regel, frage ich mich immer wieder:
Können das wirklich Tätigkeiten einer SL/WBL sein oder würde dieses nicht eine Assisstentin/administrative Hilfskraft genauso erledigen können und die SL/WBL ihre Leitungsaufgaben wahrnehmen können, wenn diese es denn will, wobei ich mir da nicht immer sicher bin. Böse Zungen behaupten, dass manche dies ganz gern nutzen um etwas Abstand von der Pflege zu bekommen?

Nix für ungut.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
Morpheus

Morpheus

Mitglied
Basis-Konto
1
45897
0
Ich finde, dass wir in der Pflege jede Hilfe gebrauchen können.
Über "arbeitslose Hilfskräfte" wird derzeit eine riesige Disskusion geführt: Aber versorgen nicht schon seit längerer Zeit "unerfahreren, junge Menschen" (genannt ZIVIS oder FSJ'tler) die Alten Menschen in den Altenheimen mit, was ist hier mit der Disskusion ?
Es gibt so viele tätigkeitsfremde Aufgaben im Bereich Pflege die wir gerne abgeben möchten, warum versuchen wir das nicht einmal ?? !!

Hier halte ich es wie Renje: Zurück zu den Wurzeln und alles was nicht direkt Arbeit am Patienten / Bewohner ist, an andere abgeben.
In jedem Krankenhaus ist die Pflegekraft dankbar, wenn eine Stationssekretätin hier tätig ist.


Vielleicht bringen die "arbeitslosen Pflegehelfer" einmal frischen Wind und vor allem Lebenserfahrung in die VErsorgung ein.

Und denkt bitte über die ganzen Pflegenden Angehörigenen nach, die hier auch keine Ausbildung haben, sondern nur: Lebenserfahrung, Zeit, Verständnis und Zuneigung. Viele dieser Angehörigen pflegen OHNE Hilfe einer Pflegekraft ihre Angehörigen. Hier nochmal mein größten RESPEKT dazu.

Steht diesen "Pflegehelfern" genau so offen gegenüber wie unseren ZIVIS / FSJ'tlern, ohne die es an vielen Tagen viel Hektischer zugehen könnte.
 
Qualifikation
RA; GuK (A+I), QMB, MPG-Beauftragter, Dozent im Gesundheitswesen
Fachgebiet
Ruhrgebiet
Weiterbildungen
AG: Notfallmanagement
AG. Medizinprodukte
AG: Qualitätsmanagement
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
41
Köln
0
Ich stehe dem überhaupt nicht offen gegenüber. Und dazu habe ich auch einen guten Grund. Jeder Langzeitarbeitslose hat dem Arbeitsamt gegenüber schlichtweg einfach nur zu gehorchen. Und hier liegt das Problem. Letztendlich wird es nämlich so aussehen, dass wahllos Langzeitarbeitslose abkommandiert werden um als Pflegeassistenten zu arbeiten. Dabei wird keine Rücksicht darauf genommen, ob der Arbeitslose sich das überhaupt zutraut. Das man für so einen Job schon ein Händchen im Umgang mit Menschen haben muß wird wohl niemand abstreiten. Aber genau das wird das Arbeitsamt nicht interessieren.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
panik

panik

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
67466
0
@ renje:eek:riginal:
Es gibt genügend Aufgaben die man als WBL/SL deligieren kann, aber bitte nicht :nono: die Grundpflege an arbeitslose Menschen die von "oben"verpflichtet werden im Altenheim zu arbeiten.Wo bleibt die Fachlichkeit bei den Prophylaxen?,oder der Krankenbeobachtung um nur zwei sehr, sehr wichtige Dinge herauszugreifen..

LG panik
 
Qualifikation
Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
Seniorenheim
Weiterbildungen
*Ausbildung zur Krankenschwester
*Studium: Neuere und neueste Geschicht und Literaturwissenschaften
* Weiterbildung zur PDL 2009
Katta

Katta

Mitglied
Basis-Konto
0
73207
0
Hallo,
ich kann mich da Stern nur anschließen, wenn jemand in die Pflege muss kanns da schon Probleme geben. Ich bin ein "Helfer " und arbeite mit Leib und Seele in diesem Bereich, kann mir aber schon vorstellen, dass bei Zwang vieles nicht gut läuft und die Bewohner darunter leiden könnten.
Wir arbeiten nun mal mit Menschen, die sehr auf uns angewiesen sind und davor geschützt werden sollten finde ich. Wenn ich nachher schauen muss ob alles in Ordnung ist bringt mir die Hilfe recht wenig. Wir haben das schon mit FSJ-ler erlebt, die nichts anderes mehr bekommen haben und im Heim arbeiten mussten.
Ich habe mich entschlossen in der Pflege zu arbeiten und stehe auch dahinter und so gehe ich mit unseren Bewohnern auch um und nur so funktionierts auch.
Gruß Katta
 
Qualifikation
examinierte Altenpflegerin /Praxisanleiterin
Fachgebiet
Pflegeheim
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
20
63110
0
aber bitte nicht :nono: die Grundpflege an arbeitslose Menschen die von "oben"verpflichtet werden im Altenheim zu arbeiten.
Um die soll es doch gar nicht gehen, es soll doch um das "seelische Wohl" gehen.:nono:
Theoretisch.:bae: Und das nach einem Crash-Kurs.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,572450,00.html
Auf jeden Fall gut für die Arbeitslosenzahlen.

Was wird eigentlich mit den Arbeitslosen, denen diese Tätigkeit überhaupt nicht zusagt? Wenn sie das Stellenangebot ablehnen?
Wie hoch ist der Lohn?

Oder dann doch lieber so?
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,572094,00.html

:angry: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
theresa

theresa

Mitglied
Basis-Konto
2
Bremen
0
@all,

ich werde jetzt auch mal Provokativ; Wo sind die tollen Zivis, die mir morgens beim waschen geholfen, beim Baden, Toilettengängen,Spaziergängen, Essen anreichen, Spielen und vieles mehr.

Sicherlich, ich weiß die Zeiten sind vorbei.

Ich sehe diese Diskusion auch mehr als Chance; mehr Betreuungskräfte für unsere Gesellschaft.
Denn die sind es die wir unbedingt brauchen.

Als kleiner Denkanstoß: in den zukünftigen Pflegestützpunkten sollen Niederekräfte (dieses Wort nutze ich garnicht gerne) angestellt werden, zur Betreuung.(Einkaufen, Spazierengehen e.c.t) Damit die Pflege zu Hause gewährleistet bleibt, warum nicht im Altenheim die Betreuung gewährleisten??

Ich rede nicht von Pflege, dafür sind die Fachkräfte da. Genauso sehe ich es im Altenheim. Denn nur so kann meines Erachtens, mehr Lebensqualität in den Alltag der Altenmenschen gebracht werden.

Theresa
 
Qualifikation
Krankenpflegerin/ Sozialwirt
Fachgebiet
Orthopädie/Geriatrie
B

Baldr

Mitglied
Basis-Konto
0
Basel
0
Also eine Verpflichtung dazu (sprich Zwang) kommt gar nicht in Frage. Haben die Herren denn das Debakel mit dem Spargelstechen schon vergessen? Da litt nur der Spargel. Hier werden Menschen leiden oder sogar sterben.
Ich habe einmal auf einer Demenzstation gearbeitet wo wirklich schwerst demente Leute gepflegt wurden. Ging mir mächtig ans Gemüt. Leute in so eine Situation zu zwingen könnte von Depressionen bis zu "Todesengeln" alles hervorbringen.
Auserdem muss ich bei solchen Vorschlägen immer an Sklaverei denken, und die haben wir doch abgeschafft, oder?
 
Qualifikation
IT Support
Fachgebiet
Psychiatrie
J

josephine

Aktives Mitglied
Basis-Konto
3
München
0
Hi @ all,

ich habe da zwei weitere Gedanken, die ich hier noch nicht gelesen habe.

1. Das notwendige Verfahren um überhaupt 1 solchen Pflegeassistenten/in für unser Haus zu bekommen, bedeutet mindestens 120 Stunden Fachkraftaufwand. Ist das dann wirklich zielführend aus finanzieller Sicht?

2. Ich freue mich über jede Art Abwechslung die meine Bewohner haben. Aber wie sollen wir sinvoll ganzheitliche Pflege leisten, wenn wir nur noch im Schnelldurchgang Grund- und Behandlungspflege durchführen und die in meinem Bereich so wichtige Beziehungsarbeit von anderen geleistet wird?

Das klingt vielleicht komisch, aber so empfinde ich es.

Nacht,

j
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Palliativ
Weiterbildungen
PA, Palliative Care
E

Evita

Mitglied
Basis-Konto
0
81737
0
Hallo,

es geht hier ja nicht darum, dass Langzeitarbeitlose demenzkranke Patienten waschen, Prophylaxen durchführen, ect.
Ich habe schon viele Zivis erlebt (in der guten alten Zeit) die sehr verständnisvoll mit dementen Patienten umgegangen sind, die ihnen Essen eingegeben haben, Nachmittage mit Brett- oder Kartenspielen gefüllt haben, oder einfach nur Spazieren gegangen sind mit den Patienten.
Dabei leidet keineswegs die Beziehung zwischen PP und Patient, den seien wir mal ehrlich, wieviel Zeit sind die Patienten alleine?
Und sicher gibt es da draußen ein paar Leute, die sich verzweifelt um einen Job bemühen, und die in dieser Tätigkeit Sinn finden können.
Allerdings bin ich schon auch der Meinung, dass nicht jeder x-beliebige Arbeitslose für diese Arbeit eignet. Ein Grundverständnis für soziale Beziehungen sollte schon vorhanden sein.
Ich glaube auch nicht, das diese neuen Mitarbeiter 100 Stunden Einarbeitung benötigen.
In diesem Sinne,
gebt den Leuten eine Chance.
Evita

PS: Patient steht natürlich auch für Bewohner! :eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester/Mentor
Fachgebiet
Kardiologie
R

romana

Aktives Mitglied
Basis-Konto
5
Ostrach
0
Hallo zusammen !

Wenn diese Helfer wirklich zur Ergänzung eingesetzt werden, ist es sicher sinnvoll, man denke nur an die vielen Dementen mit Weglauftendenz. Aber auch diese Helfer müssen bezahlt werden, sind billiger als Fachkräfte. Wenn ein AG so die Versorgung sicher stellt, sieht er die Notwendigkeit von mehr Fachpersonal gar nicht mehr und wir haben es noch schwerer, unseren Anspruch auf Anerkennung von Professionalität durchzusetzen. Schlußendlich werden wir nur noch reduziert auf das Ausfüllen vieler Papiere, und Behandlungspflege, Grundpflege wird ja schon von Pflegehelfern übernommen. Das hat mit ganzheitlicher Pflege nichts mehr zu tun. In welchem anderen Beruf werden die Tätigkeiten so einfach an minderqualifizierte delegiert ? Ohne die vielen guten Helferkräfte, ohne die das ganze nicht bezahlbar wäre abzuwerten, aber warum sollen wir nicht selbstbewußt sagen, wir haben die Verantwortung und durch unsere Ausbildung das umfassende Wissen, gute Pflegequalität zu gewährleisten ?
Z. B. beim Essen eingeben kann ich ganz viele Dinge erfahren, auf die eine unausgebildete Kraft nicht achtet, weil ihr das Hintergrundwissen fehlt (allgem. Krankenbeob. ,Schluckstörungen, geistiger Zustand, Hilfe zur Selbsthilfe, Gedächtnistraining, Zuwendung....)
Ich finde, wir sollen nicht immer gleich bereit sein, unter Vorgaukelung von Arbeitserleichterung unsere Fachlichkeit herabzusetzen.

LG
Romana
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
QMB
Weiterbildungen
Bin Praxisanleiterin und MAV
Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
D

dr.poops

das wäre ja mal überaus interessant zu wissen, wie sich die leute mit diesen tollen ideen das so vorstellen - wie das dann konkret so laufen soll in einem pflegeheim. assistenz beim nahrung anreichen, mal was vorlesen, ein nachmittagsprogramm mitgestalten - alles schöne und hehre ideen. da wird dann auch gleich so getan, als sei das in jedem pflegeheim hierzulande gang und gäbe.
hinzu kommt noch eine andere komponente: jeder mensch, der neu in eine "feste" gruppe kommt, verursacht eine krise (paare, die ein baby bekommen haben, kennen das). so, und nun kommt eine neue person in eine gruppe, die aus ausgebildeten altenpflegerInnen und angelernten kräften besteht. und der/die neue kann außer dem erlernten aus dem kurs so gut wie nichts. heijeijei, das wird ein spaß im hierarchischen strudel!!! das wird ein großer spaß für den/die neue/n und motiviert enorm. ich kenne solche geschichten glücklicherweise nicht aus eigener erfahrung, aber von div. zivi´s in altenpflegeheimen - denen hat es nach 2 wochen gelangt.
ich ziehe den hut vor jedem menschen, der seine eltern oder einen anderen angehörigen pflegt. das zu tun erfordert eine menge mut - aber den haben die leute eher, weil es um ihren mann oder die frau geht oder um die eltern oder das kind.
ich wüsste gern mal, wie der inhalt dieses 160-stündigen lehrgangs aussieht. sind 80 h davon "qualitätssicherung"?
käthe
 
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
41
Köln
0
Man sollte auch dier finanzielle Seite berücksichtigen. Leider kenne ich noch keine Fakten. Ich gehe aber mal davon aus, dass das ganze ähnlich läuft wie bei den 1 Euro Jobs. Dann machen die Einrichtungen letztendlich richtig Reibach mit den Pflegeassistenten, denn das würde bedeuten, dass pro Pflegehelfer einige Hundert Euros an Zuschüssen fließen werden.

Dafür das wir dann weniger zu tun haben, werden unsere Stellenschlüssel nach unten korrigiert ;-)
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
panik

panik

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
67466
0
Und wir haben die Verantwortung als Fachkräfte und als Leitungskräfte!!!
LG panik:eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
Seniorenheim
Weiterbildungen
*Ausbildung zur Krankenschwester
*Studium: Neuere und neueste Geschicht und Literaturwissenschaften
* Weiterbildung zur PDL 2009
D

dr.poops

wenn ich mich recht entsinne, hat man versucht, in einer hamburger klinik sog. "pflegeassisenten" zu "etablieren". die haben einen kleinen einführungskurs bekommen, sind den stationen zugewiesen worden und ratzfatz haben die "assistenten" nicht nur essenstabletts verteilt oder wäschewagen aufgefüllt, sondern haben plötzlich mit betten geholfen oder sind mit dem blutdruckmessgerät oder dem bz-stix-gerät losgeschickt worden etc. -:thumbsup2: da kann man natürlich erstmal einen fön kriegen, wenn man sich fragt, "ja, aber wer spannt die denn zum blutdruckmessen oder ´stixen´ein? hä? wer?":innocent:, man kann sich aber auch fragen: was ist diese/r "pflegeassistent/n" denn wohl für ein /e supertopcheckerIn:sick: daß der/die mit dem blutdruckding oder dem stix-gerät loslatscht und glaubt, nach ein bißchen einführung könne man mal eben den laden schmeißen - wenn ich einen druck oder einen bz messe, dann muss ich auch drauf reagieren können.:motzen:wie das nun weitergegangen ist mit dieser super-idee, das weiß ich leider nicht. wird sich wohl etabliert haben:heul:...
käthe poops
 
Escaflown

Escaflown

Mitglied
Basis-Konto
0
32609
0
Hallo Lüds,
ich bekomme jetzt noch Bauchweh, wenn ich an die Zeit zurück denke, wo in unserer Region eine größere Näherei mit mehreren Betriebsstellen dicht gemacht hatte....Das Arbeitsamt hat fast alle in eine Umschulung zur Pflegehilfskraft gesteckt, ob sie wollten und konnten, oder nicht....Bei meinem damaligen AG gingen so denn auch reichlich Praktikanten durch...und Gespräche mit den jeweiligen Schulen und dem Arbeitsamt, denn es gab einige Kandidaten, die für die Pflege überhaupt nicht geeignet waren ( Überforderung, Redseeligkeit, Kompetenzüberschreitung,...). Pflege liegt nun mal nicht jedem.
Deshalb hab ich so meine Bedenken, bei dem was jetzt kommt......

liebe Grüße Escaflown
 
Qualifikation
exam. Krankenschwester,PA,PDL
Fachgebiet
Seniorenheim
panik

panik

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
67466
0
@ all:eek:riginal:
Heute steht bei uns in der Lokalzeitung ein riesen Artikel über den Einsatz von Pflegeassistenten in den Heimen bei uns vor Ort.Und alle sprechen sich dagegen aus:thumbsup2: !Aus Gründen, die in den threads schon angesprochen wurden.
LG panik
 
Qualifikation
Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
Seniorenheim
Weiterbildungen
*Ausbildung zur Krankenschwester
*Studium: Neuere und neueste Geschicht und Literaturwissenschaften
* Weiterbildung zur PDL 2009
D

dr.poops

in der gestrigen ausgabe der "taz" (27.8.) war ein leserinnenbrief abgedruckt, der mir sehr aus der seele gesprochen hat - sinngemäß stand drin, daß es eben nicht unbedingt eine hilfe ist, wenn pflegeassistentInnen hinzukommen, denn man muss schon gucken, ob die klarkommen, ob die nicht irgendwelchen gutgemeinten kram veranstalten, der dann nach hinten losgeht ("das gegenteil von ´gut´ist ´gut gemeint´!") - also dafür ginge dann auch wieder ordentlich zeit drauf. und daß es eben schon etwas merkwürdig sei: da sitzen haufenweise "qualitätsmanagerInnen" in ihren büro´s und massig pflegewissenschaftler und die denken dann mal nach und dann kommt sowas dabei raus?! das kann a) nicht wahr sein und b) nicht ernst gemeint.
wir sollten ergo nicht nur immer wieder betonen, daß wir für unsere belange selber eintreten müssen etc., wir sollten uns auch nicht unsere fachkenntnis - egal, ob altenpflegerInnen, krankenpflege in den kliniken oder pflegediensten etc. - abschnacken lassen. kryptische diagramme auf irgendeinen flipchart ballern , gut, das machen dann eben die aus dem qualitätsmanagement. wie schön. aber ich will mir von denen nicht sagen lassen müssen, daß mein job in teilen auch von einer angelernten (und billigeren) hilfskraft erledigt werden kann. daß es im gesundheitswesen hauptsächlich um kohle geht, dürfte mittlerweile klar sein. hier zeigt sich deutlich: erst das fressen, dann die moral.
wir dürfen gespannt sein, wie uns das weiterhin verkauft werden soll:spinner:.
the poops
 
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen