Allgemeinchirurgie Arachnoidalzyste: Therapieverfahren

Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Hallo zusammen,
vielleicht kann uns jemand hier mit zusätzlichen Informationen versorgen.

Zum Hintergrund:
33jährige Patientin mit Diagnose parieto-occipitale Arachnoidalzyste (ED 2002 als Zufallsbefund), jetzt mit Symptomatik (Gangataxie, Schwindel, Erbrechen, migräneartige Kopfschmerzen), sonst kerngesund, 1 Kind (*2003).

In den letzten Monaten beobachtete sie an sich zunehmend Kopfschmerz und Schwindel, in den letzten Wochen kamen Erbrechen, Ohrensausen und Gangunsicherheiten hinzu. Eine Schwangerschaft liegt nicht vor.
Ihr Neurologe überwies sie zum MRT, das am Donnerstag gefahren wurde. Festgestellt wurde eine deutliche Vergrößerung der 2002 diagnostizierten Zyste von 16x09mm (2002) auf heute 26x15mm.
Auf Grund der Lage und Symptomatik wurde die operative Drainierung in die Ventrikel angeraten. Als Verfahren wurde ein mikrochirurgischer Eingriff vereinbart und der OP-Termin ist in 4 Tagen. Soweit, so gut. Gestern wurde von Dritter Seite jedoch auf ein minimalinvasives endoskopisches Verfahren hingewiesen, dass die OP-Folgen deutlich dämpft.

Und hier schließt sich die Frage an: wer kennt dieses Verfahren und wo in Hessen bzw. im Großraum Frankfurt/Mainz/Wiesbaden wird dieses verwandt?

Viele Grüße,
Christian.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
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chrodechilde

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AW: Arachnoidalzyste: Therapieverfahren

Von diesem Endoskopischen Verfahren habe ich noch nix gehört, bei uns wird das nicht gemacht. Ein normaler microchirurgischer Eingriff ist aber normalerweise auch nicht viel schlimmer.
Es kommt ja eher darauf an was im Gehirn gemacht wird, ob man da jetzt nur ein Bohrloch macht oder sogar ein Stück Knochendeckel entfernt spielt nach meiner Erfahrung nicht so eine grosse Rolle.

Die Patienten können bei beidem Nachblutungen oder Hirndruck duch Schwellung bekommen.

Wenn die Sache so nah am Kleinhirn ist (Hintere Schädegrube) gibt es eben immer erst mal Probleme mit Übelkeit, Schwindel u Ataxie.

Ich wünsch ihr jedenfalls alles gute.

Gruss und an dieser Stelle mal Dank für deine Arbeit hier in dem Forum.

wenn die OP gut läuft und die Ableitung gut funktioniert müsste es dann aber eigentlich besser werden.
 
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Krankenpfleger
Fachgebiet
Neurochirurgische Wachstation
Christian Kröhl

Christian Kröhl

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AW: Arachnoidalzyste: Therapieverfahren

Von diesem Endoskopischen Verfahren habe ich noch nix gehört, bei uns wird das nicht gemacht. Ein normaler microchirurgischer Eingriff ist aber normalerweise auch nicht viel schlimmer.
Eine Klinik (Gera) habe ich inzwischen gefunden, die das Verfahren zumindest auf der Webseite erwähnt. Aber das wäre leider ohnehin zu weit weg.
Operiert werden soll nicht über ein, sondern offensichtlich über 2 Bohrlöcher. Letztlich fällt diese Entscheidung der Operateur intra-op.

Das die ersten Tage post-op kein Zuckerschlecken werden, ist ihr klar. Die OP-Aufklärung hat da nichts beschönigt. Was mich jedoch stutzen ließ, ist die mitgeteilte Verweilzeit post-op von geplanten 6 Tagen. Sind das auch eure Verweilzeiten oder erlebt ihr bei komplikationslosen Verläufen eher längere Zeiträume? Mir erscheint das recht kurz, aber ich kenne mich in neurochirurgischem FastTrack auch nun wirklich nicht aus.

Gruss und an dieser Stelle mal Dank für deine Arbeit hier in dem Forum.
Gruß zurück und Danke für Deine Antwort,
Christian.
 
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chrodechilde

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AW: Arachnoidalzyste: Therapieverfahren

Tja 6 Tage finde ich vom Gefühl her auch eher kurz aber letztlich entscheidet sich die Verweildauer doch sicher auch danach wie es der Patientin geht.

Ich schätze mal 1 Übernachtung auf Intensivstation und 1-2 Tage auf Wachstation. Entlassung abhängig von den Ergebnissen der Verlaufskontrollen und der Klinik der Patientin.

Aber was genaues kann ich da auch nicht sagen. Ein Arzt der die Bilder gesehen hätte könnte da sicher mehr sagen.

Ich wünsch ihr jedenfalls alles Gute
 
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Neurochirurgische Wachstation
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alspat

AW: Arachnoidalzyste: Therapieverfahren

Hallo Christian,
besuch doch mal die Seite: INI Hannover
Dort ist man auf diese Art Neurochirurgie spezialisiert.
Viel Glück.
 
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