Angebunden wie ein Hund!

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nofretete

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Habt ihr die Bilder des 18-jährigen in den Niederlanden gesehen! Nicht mal meinen Hund binde ich so an! Also ich finde gar keine Worte, wie verwerflich ich das finde! Und vor allem, wird er ja nicht angebunden, weil es notwendig ist, sondern, weil es irgendwie sein könnte, dass er irgendjemanden was tut!
 
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BastianD

BastianD

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AW: Angebunden wie ein Hund!

Hab ich was verpasst?
Kam das in den Nachrichten?:wassat:
 
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pdlandy

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AW: Angebunden wie ein Hund!

Die Zeiten sind bei uns Gott-sei-Dank, seit der Psychiatrieenquete vorbei. FeM sollte die allerletzte Möglichkeit darstellen um Gefahren abzuwenden. War sehr geschockt, dass das in Holland ist- Amerika hätte michja nicht allzusehr verwundert.
 
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Baldr

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AW: Angebunden wie ein Hund!

Ach kommt, wollt ihr mich zum Lachen bringen?

Hier berichtet ein Revolver-Magazin, es wird polarisiert, nur das Geschirr dargestellt, eine Facette von Brandon. Und gleich schreien die Massen auf, weil das tut man doch nicht. BULLSHIT! Was ist den die Alternative? Ihn ohne jeglichen menschlichen Kontakt in einer "Gummizelle" verrotten lassen? Ihn mit Psychopharmaka ruhigstellen? Sieht netter aus, ist aber auch nicht besser.

Das ist derselbe Scheiss wie mit den Netzbetten in Polen und der Tschechei. Da macht man Druck das die abgeschafft werden, aber in England macht eine Firma wie Safespace was ähnliches und in den USA bringt Posey ein Netzbett auf den Markt, offenbar erfolgreich. Wer hier aufgepasst hat merkt schnell dass es um die rückständige Behandlung der Behinderten und nicht um die Werkzeuge dazu ging. Aufklärung und Geld hätten mehr gebracht als die Netzbetten zu verbannen.

Ich könnte da noch einiges dazu schreiben, aber das behalte ich mir für Leute vor, die reflektieren und sachlich argumentieren bevor sie antworten.

Ich sag nur Medienkompetenz. Passt auf ob man euch Informationen oder Meinungen präsentiert!
 
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nofretete

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AW: Angebunden wie ein Hund!

Ein Mensch, gefesselt mit einem Brustgeschirr, an die Wand gekettet! Frage mich, was es da noch zu reflektieren gibt. Also ich bin vielleicht naiv, indem ich glaubte, das es sowas in Europa nicht mehr geben könnte. Also wenn ich ehrlich bin, ja ich finde die Lösung mit Psychopharmaka besser, nicht gut, aber besser.
 
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Baldr

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AW: Angebunden wie ein Hund!

Na ja, Breakdance wird er mit Psychopharmaka auch nicht tanzen können... Also wo liegt da der Unterschied? Bloss weil er dann wie ein schlaftrunkener, aber freier Mensch wirkt und dafür nichts mehr von seiner Umwelt mitbekommt? Weisst du denn, was an pharmazeutischen Lösungen schon ausprobiert wurde? Ich nicht, diese Information hab ich nirgends mitbekommen.
Allerdings habe ich meine persönliche Erfahrung die mir zeigt: hier hat man die Wahl zwischen Pest und Cholera...
In diesem Fall scheint eine mechanische Fixierung das kleinste Übel zu sein da:
1. Er nur festgemacht ist wenn er mit anderen zusammen ist. In seinem Schlafzimmer darf er sich frei bewegen, hat aber auch keine Gesellschaft.
2. Er hat die Wahl ob festgemacht oder eingesperrt, und kann das nach Wunsch auch schneller ändern als bei Psychopharmaka.
3. Er kann seine Umwelt mit allen Sinnen wahr nehmen und sich weiterentwickeln
Aber an sich hab ich zu wenig Informationen um die Lage endgültig zu beurteilen, und das gilt für all jene, die jetzt schreien, doch auch?
Schlussendlich können wir uns hier nur über grundlegende Ansichten unterhalten, und da hab ich meine, denk ich, klar dargelegt
 
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Marion FKS

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AW: Angebunden wie ein Hund!

Aan de slag bij SHL Hier suchen sie Freiwillige, das hilft sicher am ehesten, die Lage zu verbessern. 3:1-Betreuung oder so. Als ich meine Ausbildung auf einer psychiatrischen Station in einem Allgemeinkrankenhaus machte, war die dortige Stationstür immer geöffnet. Wir Schüler jedoch hatten die Aufgabe, aufzupassen, das keiner die Station verlässt, mussten die Patienten dann daran hindern, bzw. ggf. jemand vom Team holen, wenn das nicht funktionierte. Hauptsache die Tür war geöffnet. Statt an solchen öffentlichkeitswirksamen Sachen sollte man sich generell Konzepte überlegen, die ein Millieu schaffen, in dem Menschen gesund werden oder sein können und weder Patienten noch Mitarbeiter oder Einrichtungen stigmatisieren. Dazu gehören selbstverständlich auch ausreichend Mitarbeiter.Und von außen lässt sich das, wie Baldr schon schrieb, ohne ausreichende Informationen kaum beurteilen.
 
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FKS Psych., Studentin Pflege- u. Gesundheitswissenschaften, Dozentin KPS
Fachgebiet
Psychiatrie/Krisenintervention
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Baldr

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AW: Angebunden wie ein Hund!

Klar, genügend Mitarbeiter wäre natürlich die Traumlösung, am besten starke Pfleger, die dem Jungen beikommen. Aber genau das fehlt und es ist nicht sehr realistisch dass sich das für jeden Problemfall so einrichten lässt, schon gar nicht mit Freiwilligen. Und dann sind wir schnell wieder bei der bösen Kosten/Nutzen-Frage.
 
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Psychiatrie
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