Arbeitsrecht An Ausgleichtagen soll ich mich abmelden wenn ich mich nicht zu Hause aufhalte?

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Susaka

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Hallo, noch mal eineFrage. Ist es rechtens wenn im Arbeitsvertrag eine Klausel auftaucht, die da heißt : An Ausgleichtagen für Mehrarbeit hat der AN dem AG eine mehr als 24-stündige Abwesenheit zu melden-??? Was soll denn der Mist? Was passiert, wenn ich den AV unterschreibe und diese Meldung nicht an die PDL weitergebe??
 
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traveler

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Hallo susaka,
es passiert nichts. Diese Klausel ist rechtsunwirksam. Du bist deinem AG nicht Rechenschaftspflichtig wo du dich in deiner Freizeit aufhältst. Es sei denn er bezahlt dich dafür.

Bei solchen Methoden wäre ich auch vorsichtig welche Tel.nr. ich rausgebe.

Gruß renje
 
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SchwesterWolfgang

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. . . ich wäre überhaupt vorsichtig bei einem Arbeitgeber, der mit solchen Tricks arbeitet und mich schon mal langsam, aber sicher, nach einem anderen Job umsehen, denn das ist bestimmt nicht alles aus der Trickkiste - da kommt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit noch einiges anderes . . .
 
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hexe1070

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Hallo susaka,

bei uns gab es so eine "Anweisung" wohl mal unter der Hand. Ich selber hab davon nie was persönlich zu hören bekommen.

Es lebte anscheinend aber eine ganze Zeit, weil es Kolleginnen gab, die sich entsprechend verpflichtet fühlten. Seid dem ihnen dies mit guten Argumeten abgewöhnt werden konnte, gehts halt auch anders und die Kolleginnen können auch ihr Frei genießen.

Manchmal muß man klar formulieren was man will. Vor einiger Zeit hab ich mich mal im WE zum Einspringen angeboten. Hab gesagt dann und dann könnte ich, wenn sie den Dienst nicht voll bekommt wäre ich gerne bereit ne Tour zu übernehmen.
Reaktion: Oh ja prima, Touren sind alle belegt aber sie würde die Rufbereitschaft informieren, dass man mich im Bedarfsfall anrufen könne!!!
Nee, nee:nono: hab ich dann ziemlich deutlich gesagt, wenn man meine Hilfe bräuchte würde ich das einrichten, ich würde aber ganz bestimmt nicht darauf warten, dass man mich anrufen könnte, denn dann würde ich mein WE anders verplanen. Damit war das Thema dann vom Tisch.

Ich kann immer nur sagen, traut euch eure Bedürfnisse und auch eure Rechte geltend zu machen. Sachlich bleiben, Rat einholen, aber nicht übern Tisch ziehen lasssen. Das macht den Job stressig, strapaziert den häuslichen Frieden und das persönliche Wertigkeitsgefühl und macht euch unzufrieden.

LG Hexe
 
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Flashmob

. . . ich wäre überhaupt vorsichtig bei einem Arbeitgeber, der mit solchen Tricks arbeitet und mich schon mal langsam, aber sicher, nach einem anderen Job umsehen, denn das ist bestimmt nicht alles aus der Trickkiste - da kommt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit noch einiges anderes . . .
:thumbsup2: das kann ich mir auch gut vorstellen

Übrigens SchwesterWolfgang - cooler Name :wink:
 
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ferdi

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Hallo Susaka,

erst stimme ich mal dem zu was SchwesterWolfgang sagt zu.
Was stehen denn noch für Spitzfindigkeiten drin? Kannst du den Arbeitsvertrag nicht prüfen lassen?, du musst ihn ja nicht vor Ort unterschreiben.

Sicher hast du ja 6 Monate Probezeit, Zeit für dich mit mehr Ruhe was anderes suchen zu suchen.

:kopfkratz: :devil: wie wär es wenn du nach ein paar Tagen dem AG mitteilst das du wegen Familienverpflichtungen und Freizeitgestaltung an deinen Ausgleichstagen über 24 Stunden nicht erreichbar bist?

ferdi
 
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Susaka

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Danke für euren Antworten.Die Tricks meines AG`s sind unermeßlich.Leider befinde ich mich nicht mehr in der Probezeit. Das Gespräch mit dem Geschäftsführer ist bereits gelaufen. Der steht voll hinter der Vorgehensweise der Pdl. Er selbst hat nichts dagegen, wenn z.B. das Arbeitszeitgesetz nicht eingehalten wird. Auch, so scheint mir, hat er nichts gegen den Betrug bei den Abrechnungen. Denn nach dem Gespräch mit allen Kollegen und ihm hat sich bezüglich der Vorgehensweise bei den Leistungsnachweisen nichts, aber auch garnichts geändert. Meine Kündigung ist bereits geschrieben. Ich bin auf der Suche nach einem neuen Job!
 
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