Intensiv Alternativmedikamente

Teufelin62

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Hallo alle zusammen,
ich habe mal wieder ein Problem und möchte die "Welt" fragen, wie es anderswo gehändelt wird oder wie sogar die rechtliche Lage ist. Das Problem sind die Ärzte die immer wieder Medikamente aufschreiben, die bei uns im Haus nicht gelistet sind. Sie schreiben einfach den Mediplan des Pat. ab. Also z.B. wird Carbamazepin 200 aufgeschrieben, wie führen aber Tegretal 200. Nun gibt es eine Dienstanweisung, welche beinhaltet, dass es uns verboten wird, die Alternativmedis zu verabreichen. Nun kommt es zu folgender Situation, ich gebe keine Antikonvulsiva, weil ich den Arzt nicht erreichen kann, der die Anordnung sofort ändert und umschreibt. Dann bekommt der Patient einen Krampfanfall. Was nun??? Ich kann das einfach nicht verantworten, halte es auch von mir, in dem Fall, als grob fahrlässig. Ich weiß um das Problem und riskiere eine Grand Mal??? Muss man so abgebrüht sein und sagen "geb ich nicht"?:mad_2:
Ich denke das Problem gibt es oft und wichtig wäre mir die rechtliche Seite.
Danke schon mal für die Antworten sagt:
Teufelin62
 
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Nachtschwärmerin

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Hallo,
wenn ich ehrlich sein soll, kann ich dein Problem nicht so ganz verstehen. Der Arzt schreibt Medikamente auf die Anordnung die ihr im haus nicht führt?
Der Arzt kennt doch die gängigen Medis im Haus??!!
Es kann ja vielleicht mal passieren aber dann gibt es doch eine Apothekenliste, in der die Medikamente aufgelistet sind, die andere oder neue Namen tragen aber denselben Wirkstoff besitzen.

Vielleicht erklärst du es noch mal ein wenig anders, kann ja sein, das ich da jetzt was verdrehe :)
Lieben Gruß nachtschwärmerin
 
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Sonnensturm

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Es kann ja vielleicht mal passieren aber dann gibt es doch eine Apothekenliste, in der die Medikamente aufgelistet sind, die andere oder neue Namen tragen aber denselben Wirkstoff besitzen.
Und genau gegen dieses Verfahren gibt es diese Dienstanweisung!
(Was manche sich so einfallen lassen...)

Dann sollte allerdings auch in der Dienstanweisung stehen, wie Ihr verfahren sollt.
:angry: Wassermann
 
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Teufelin62

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Hallo Nachtschwärmerin,
Du hast das schon richtig verstanden. Manche Ärzte schauen nicht in die "Hausapothekenliste", sie schreiben einfach den mitgebrachten Plan der Patienten ab. Nun stehe ich da und habe natürlich diese Medis nicht. Ich darf nun per Dienstanweisung nicht mehr in der Liste nachschauen und selbst das Alternativpräparat suchen. Ich muss den Arzt anrufen, er muss es umändern und dann kann ich es geben. Ist aber der Arzt im OP, kommt vielleicht erst mittags wieder, hat der Patient wohl Pech.
Wie ist das denn bei Euch geregelt???
lg Teufelin62
 
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neuro77

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Wir dürfen Generika von uns aus geben, wenn wir uns ganz sicher sind , dass es das Gleiche ist. Dann mit Bleistift danebenschreiben und am anderen Tag wird hoffentlich das Richtige aufgeschrieben.
ABer auch wenn der gleiche Wirkstoff drin ist gibt es immer wieder ein Problem, wie Du oben geschrieben hast, Tegretal, Timonil,.... Ergenyl und Orfiril sind beide Valproinsäure, unsere Apotheke liefert immer das günstigste und ich habe schon ein paar Mal erlebt, das beim Wechsel von Orfiril auf Ergenyl die Patienten gekrampft haben.... Schuld sind die Hilfsmittel wahrscheinlich... von daher verstehe ich die Klinik auch, wenn sie sagen nicht von EUch aus was anderes geben.. Haftungsfrage und so
 
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Hallöchen,
wir kennen das problem zum glück nicht wirklich so, wenn es mal passieren sollte dann haben wir immer einen Bereitschaftsarzt im haus der das dann ändert. Und wenn dieser das mal nicht tut, dann muss der Pat zur not wirklich warten. Das kommt aber wie gesagt auf das Medikament an. Da neben dem Bereistschaftarzt immer ein ärztlicher Hintergrunddienst besteht, klären wir das fast immer.

Neuro 77, das mit dem Ergenyl hab ich so noch nicht gewusst, aber klingt für mich verständlich.

Lieben Gruß
NS
 
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