Alternative Heil-und Plegemethoden

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Kai-Uwe Klöting

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Mich würde Intressieren wer mit Alternativen Heil-und Pflegemethoden arbeitet,und wenn was zur Anwendung kommt.Desweitern würde mich Intressieren wie ihr das den Pat.``verkauft´´und wie er es an nimt.Es währe sehr schön wenn wir darüber in die Diskussion kommen könnten.Oder wer findet das dies keine Methode sein sollte auf der Station auch diese Meinungen würde ich gerne Diskutieren.
 
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Bettina Kirschner

Hallo Kai-Uwe,
wir machen oft bei Entzündungen Quarkwickel bei uns auf Station. Die meisten Patienten empfinden das als sehr positiv, zum Einen hilft der Quark wirklich bei geröteten Narben oder entzündeten Braunüleneinstichen.....zum Anderen was noch sehr viel wichtiger ist, spürt der Patient, dass etwas für ihn getan wird, dass sich jemand die Zeit nimmt,für ihn einen Wickel zu machen und nicht nur eine Tablette zu verabreichen. Bei Patienten mit Fieber mache ich auch gerne Wadenwickel.
Aber das war's dann auch schon mit meinem Wissen über alternative Heilmethoden (hoffe ich bin nicht völlig am Thema vorbeigeschossen*g) Ich hoffe aber auch auf eine interessante Diskussion hier und auf viele neue Tips, was noch so auf den Stationen eingesetzt wird.

Liebe Grüsse
Bettina :smile:
 
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Kai-Uwe Klöting

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Hallo Bettina

Nein das war genau das was ich meine,mit Quarckwickel habe ich die gleiche Erfahrung gemacht wobei sie auch sehr gut bei anderen Entzündungen helfen.Wenn der Pat.die Quarckwickel einmal hatte will er nichts andres mehr :D.Der Quarckwickel hilft auch sehr gut bei Mandelentzündungen(im Anfangsstadium).Ich wende bei mir und meiner Familie auch gerne den Halszitronenwickel an,der wird aus ungespritzten Zitronen ,in Scheiben geschnitten in ein Tuch gelegt(ich nehme Haushaltsrolle)und dann als Wickel von Mandel zu Mandel gelegt.Der kann solange belassen werden wie er vertragen wird.
 
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AGru

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Hallo Kai-Uwe und Bettina,

im Rahmen der Expo 2000 in Hannover wurde in unserem Krankenhaus in Celle ein Teilprojekt durchgeführt, dass sich mit alternativen Heil- und Pflegemethoden auseinandersetzte. Seit dem werden Fortbildungen angeboten, um diese Methoden in die Praxis einzuführen. Soweit ich das bisher sehe, werden diese Fortbildungen auch rege in Anspruch genommen.
Bei uns auf Station wenden wir in steigendem Maße ebenfalls Quarkwickel bei entzündeten VVK-Punktionen an. Zudem kommen Duftöle zum Einsatz, entweder als Zusatz bei Einreibungen oder zur Raumluftverbesserung, vor allem bei Patienten mit Atemwegserkrankungen. Dabei ist vorher zu prüfen, ob Patenten auf die Duftstoffe allergisch reagieren.
Was sich als eine wirksame und angenhme Alternative zu Schlaf- und Beruhigungsmedikamenten herausgestellt hat ist die Anwendung einer Handmassage. Besonders zur Einschlafhilfe gibt es in meinen Augen keine bessere Alternative zu einer Tablette.
Als letztes wenden wir auch Musik bei schwerkranken und sterbenden Patienten an.
Desweiteren gibt es auch die Anwendung von bestimmten Pflanzen als Teezubereitung, die wir bis jetzt auf Station nicht anwenden.
Alle genannten Methoden finden bei den meisten Patienten hohen Anklang. Sie empfinden sie angenehm, wohltuend, beruhigend und entspannend. Und genau das sind die Hauptziele für uns. Zudem haben die Methoden eine hohe Wirkung auf die Zufriedenheit der Pflegenden. Sie verbringen mehr Zeit mit den Patienten und kommunizieren dadurch auch anders mit ihnen.
Also, nichts wie ran an die Alternativen, als viel zu schnell in die chemische Medikamentenkiste zu packen! Es lohnt sich.
Für mehr Infos:
Keimcelle

Gruß, Andreas

[ 18. Oktober 2002 09:57: Beitrag editiert von AGru ]
 
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Kai-Uwe Klöting

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Hallo Andreas

Das hört sich nach einem sinnvollen Projekt :D an.Benutzt ihr Duftöle oder Aromaöle?Was benutzt ihr den bei Pat mit Atemwegserkrankung oder ist das verschieden?
 
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AGru

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Hallo Kai-Uwe,
leider kann ich Di9r Deine Frage nicht genau beantworten, da unsere Station die Freigabe zur Anwendung der Aromaöle noch nicht erhalten hat. Die Fortbildungen finden, was die Aromaöle uhnd Tees angeht, stationsbezogen statt.
In der Pulmologie werden atemstimulierende Einreibungen durchgeführt. Und zwar bei chron. obstruktiven Lungenerkrankungen zum Training einer gleichmäßigen, ruhigen und effektiven Atmung. Und bei Tumorpatienten sowie generell bei unruhigen Patienten zur Beruhigung und Entspannung. So viel ich weiß werden Lavendel und Orange als Aromaölzusatz zur ASE benutzt. Die genaue Wirkung kann ich Dir allerdings nicht mitteilen.
Gruß, Andreas
 
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Krankenpfleger
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Gastroenterologie/stv. Stationsleiter
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Kai-Uwe Klöting

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Hallo Andreas

Mir war in erster Linie wichtig ob ihr mit Inhaltslosen Duftölen arbeitet oder mit naturreinen Aromaölen.Wenn du dennoch mal mitbekommst mit was ihr arbeitet währe ich froh um Rückmeldung.
 
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heiner

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Hallo,
habe kürtzlich etwas neues ausprobiert.Einer fieberhaften
Patientin zog ich feuchte Socken an.Die waren mit Essig
und wasser gemischt 5:1 Es wirkte Wunder,die Temperatur ging zurück-aber langsam(was gut ist)In Scandinavischen
Ländern macht man das schon sehr lang.Vorher muß natürlich
nach den Ursachen des Temparaturanstieges geforscht werden.
Heiner
 
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Ehemalige

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Hallo zusammen,

seit einigen Jahren arbeite ich zwar nicht mehr direkt am Bett, aber während meiner Ausbildung (vor 20 Jahren!!!) haben wir in unserem KiKrahaus Brustwickel angewendet. Wadenwickel sowieso. Auch an meiner ersten Arbeitsstelle hier in CH hat man viel mit Essigsöckchen bei Fieber gearbeitet. In der Frauenheilkunde wird hier auch zunehmend mit alternativen Pflegemethoden gearbeitet. Aromaöle, Akupunktur (unter der Geb.),Fussreflexzonenmassage (sehr wirkungsvoll bei frischoperierten Pat. zur Stimulation der Harnblase). An meinem letzten Arbeitsplatz hatten wir ebenfalls die Möglichkeit mit Aromaölen zu arbeiten. Bei Einschlafproblemen wirkte oftmals Orangenblütentee Wunder. Bei Blähungen hatte ich viel Erfolg mit einem Teegemisch aus Anis, Schwarzkümmel,Fenchelsamen (kennt man z.T. auch unter dem Namen "vier Winde Tee".
Bei Herpes labialis habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen mit Bergamottöl.
Ich finde es ein sehr interessantes Thema. Positiver "Nebeneffekt" ist tatsächlich die vermehrte, aufmerksamere Zuwendung zum Patienten. Oft hilft allein diese schon Kümmernisse und Beschwerden zu lindern.
Es gibt auch noch gute Bücher über das Thema: "Wohltuende Wickel" von Maja Thüler, oder neu herausgekommen "Naturheilkunde in Schwangerschaft und Geburt", zusammengestellt von Pflegepersonal, Hebammen und Ärzten am Unispital ZH
 
Qualifikation
dipl. Pflegefachfrau, HöFa 1, Ausbildnerin
Fachgebiet
Administration
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