Altenpflege - Ausstieg?

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Zuckermaus

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Hallo!

Ich bin neu hier und hoffe das das Thema hier richtig ist.
Ich bin seit 2007 exam. Altenpflegerin und seit letztem Jahr fällt es mir immer schwerer in diesem Job zu arbeiten.Die Gründe: kaum noch Zeit, zu wenig Personal kurz um ich habe einfach das Gefühl keinem meiner BW mehr gerecht zu werden.
Das schlimme daran ist das ich den Job eigentlich sehr mag und mir eigentlich immer eingebildet habe gut in den Job zu passen, aber seit ein paar Wochen bekomme ich Panikattacken wenn ich zum Dienst muß gehe nicht mehr gerne hin.

Ich habe es eine Zeitlang versucht zu verdrängen, aber irgendwie funktioniert das nicht mehr!
Ich habe keine Ahnung was ich tun soll. Dachte schon an Fortbildung aber selbst da wüßte ich nicht welche Richtung.
So kann ich nicht weiter arbeiten!
Ich habe schon öfters gehört das Altenpfleger für Sanitätshäuser arbeiten.....

Vielleicht hat einer von Euch einen Rat oder eine Idee was es an Möglichkeiten für mich gibt?? Fühle mich gerade irgendwie sehr verloren!

LG Zuckermaus
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
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Alraune

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

Hallo!

Ich bin neu hier und hoffe das das Thema hier richtig ist.
Ich bin seit 2007 exam. Altenpflegerin und seit letztem Jahr fällt es mir immer schwerer in diesem Job zu arbeiten.Die Gründe: kaum noch Zeit, zu wenig Personal kurz um ich habe einfach das Gefühl keinem meiner BW mehr gerecht zu werden.
Das schlimme daran ist das ich den Job eigentlich sehr mag und mir eigentlich immer eingebildet habe gut in den Job zu passen..
Hallo Zuckermaus,
wenn ich dich richtig verstanden habe, liegt deine Unzufriedenheit nicht an den Anforderungen des Berufes sondern an den Bedingungen unter denen du arbeitest.

Bei einer Tätigkeit im Vertrieb eines Sanitätshauses würdest du zwar dein Wissen teilweise einsetzen können, aber die Aufgaben wären doch völlig andere.

Wo du viel bessere Personalschlüssel hast, ist in Einrichtungen der Eingliederungshilfe wie Wohneinrichtungen oder Behindertenwerkstätten. Ist zwar auch ein völlig anderes Arbeiten,liegt sicher nicht jedem , es besteht ein anderes Pflegeverständnis , ein anderes Klientel, und ärgern kann man sich da auch, aber Zeit hast du viel mehr.

Wenn du mehr wissen willst, dann schick mir eine PM

Gruß
Astrid
 
Qualifikation
Krankenschwester
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Wohnheim Eingliederungshilfe
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der Pfleescher

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Leipzig
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AW: Altenpflege - Ausstieg?

Juten tach, das was du da gerade beschreibst kenne ich selber von mir gerade selber! Ich bin seit ein paar Monaten in einer neuen Einrichtung tätig und die umstände dort sind auch einfach nur katastrophal! Das Problem bei mir an der Sache war ich habe mein Mund nicht aufgemacht und gesagt was mich stört sondern alles in mich reingefressen ende vom Lied war das ich umgefallen bin...
Dabei ist das nicht meine Art aber ich glaube nachvollziehen zu können wie es dir geht! Versuche doch erstma in einer anderen Einrichtung anzufangen um zu schauen wie es dort ist bevor du dich entscheidest komplett aus dem Beruf aussteigst!Probleme gibts überall kommt nur auf die Art der probs an + wie du damit umgehst!

LG der pfleescher und lass denn kopf nicht hängen
 
Qualifikation
Altenpfleger ( Exam )
Fachgebiet
Intensivpflege
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Maria80

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

Hallo!

Ich bin neu hier und hoffe das das Thema hier richtig ist.
Ich bin seit 2007 exam. Altenpflegerin und seit letztem Jahr fällt es mir immer schwerer in diesem Job zu arbeiten.Die Gründe: kaum noch Zeit, zu wenig Personal kurz um ich habe einfach das Gefühl keinem meiner BW mehr gerecht zu werden.
Das schlimme daran ist das ich den Job eigentlich sehr mag und mir eigentlich immer eingebildet habe gut in den Job zu passen, aber seit ein paar Wochen bekomme ich Panikattacken wenn ich zum Dienst muß gehe nicht mehr gerne hin.

Ich habe es eine Zeitlang versucht zu verdrängen, aber irgendwie funktioniert das nicht mehr!
Ich habe keine Ahnung was ich tun soll. Dachte schon an Fortbildung aber selbst da wüßte ich nicht welche Richtung.
So kann ich nicht weiter arbeiten!
Ich habe schon öfters gehört das Altenpfleger für Sanitätshäuser arbeiten.....

Vielleicht hat einer von Euch einen Rat oder eine Idee was es an Möglichkeiten für mich gibt?? Fühle mich gerade irgendwie sehr verloren!

LG Zuckermaus

hallo,
ehrlich gesagt,bin ich auch soweit - ständige Unterbesetzungen,die Bew. klingeln bei jeder Kleinigkeit und noch vieles mehr.
Bin auch schon etwas ausgepowert,zunächst ist auch noch der neue Arbeitgeberwechsel,seitdem der da ist,hagelt es kündigungen.
Möchte auch am liebsten raus von der Pflege bzw. wo man halt nen guten Stellenschlüssel hat und halt viel mehr Zeit hat.
Arbeite seit 2000 in der Pflege.
Kann mir jemand Tipps geben,was ich noch tun könnte,für ne Weiterbildung habe ich leider kein Geld.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
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Wohnbereichsleitung, Praxisanleiter
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herrwenner

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

Zuckermaus, wie alt bist du denn? Welche Vorbildung hast du? Je nach dem könntest du eine Fortbildung machen, Abi ggf. nachmachem oder berufsbegleitend studieren. Mir hat damals geholfen, meinen Job stark zurückzufahren. Parallel zu einer 50%-Stelle habe ich mich an der Uni eingeschrieben und mein Leben hat durch die Vielseitigkeit eine andere Qualität bekommen; selbst der Job in der Pflege fing wieder an richtig Freude zu machen, eben, weil man nicht jeden Tag antanzen muss und nicht dauerhaft auf Station eingebunden ist. Damals hatte ich noch keine Familie o.Ä., insofern war ich flexibel.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger, Redakteur/Projektmanager, Lehrender
Fachgebiet
Palliativmedizin/-pflege
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http://mediendidaktik.uni-due.de/lerninovationen/weiterbildung
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Axis!

AW: Altenpflege - Ausstieg?

alternative : 1:1 pflege in der 24 stunden betreeung zu hause.. das hat mir den job gerettet...
 
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n0gger0

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

Hallo ihr lieben.

Ich kann auch nicht mehr. IN den letzten Jahren habe ich nur noch gewechselt und mir viele Einrichtungen angesehen. Überwiegend ambulant. Dann wieder stationär.
Man kann das Blatt drehen udn wenden wie man will. Im ambulanten Bereich war die Schicht nie zu ende. Einspringen, kaum noch frei, unendliche Arbeitsstunden am Tag, oder riesige Pausen zwischen den Einsätzen. Zum Einspringen genötigt, immer schlechte Fahrzeiten, unrealistische Einsatzzeiten, häufig genug kaum hilfebedürftige Kunden, bei denen sonstwas an Leistungen abgezeichnet werden musste. Kündigen, was neues, kündigen was neues. Und so weiter und so weiter.
IN den Heimen: Katastrophe! (das Heim in dem ich gerade bin) Stress für mich ist ja eine Sache, aber solche ZUstände... Ich weis jetzt: Keiner meiner Familienangehörigen kommt je in ein Heim !!!
Was kann ich nur tun. Ich überlege zum Arzt zu laufen. Umschulung, keine Ahnung. Es ist unerträglich geworden. Gerade habe ich was neues Angefangen, und werde innerhalb der nächsten Woche kündigen.
 
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examinierter Altenpfleger
Fachgebiet
ambulante Pflege
Böserwolf

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

Hallo, zum Ende meiner Ausbildung hin habe ich überlegt ob ich den Beruf überhaupt ausübe oder mir gleich was anderes suche.
Im Heim Cliquenbildung, Mobbing, Überstunden - das ganze Programm. Seit dem ich freiberuflich arbeite habe ich wieder Spaß an meinem Beruf - ist einfach ein anderes arbeiten.

lg
 
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herrwenner

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

n0gger0s Eintrag macht mir echt ein flaues Gefühl in der Magengrube und tut mir total leid. Vielleicht könnte Böserwolfs Weg eine Alternative sein? In der (aktuellen) Dezemberausgabe von Die Schwester/Der Pfleger ist (so glaube ich gesehen zu haben) ein Artikel zum Selbstständigmachen in der Pflege. Oder vielleicht könntest du Böserwolf etwas zu deinen Erfahrungen und zur Vorgehensweise erzählen...
 
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Gesundheits- und Krankenpfleger, Redakteur/Projektmanager, Lehrender
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Palliativmedizin/-pflege
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http://mediendidaktik.uni-due.de/lerninovationen/weiterbildung
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n0gger0

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

Heute ging mir dein post immer wieder durch den Kopf, und es hat bei mir dazu geführt, dass zumindest der Gedanke daran ein echtes Gefühl der Entspannung für mich war. Wo bekomme ich die Schwester/der Pfleger? Oder wer kann mich da beraten?
 
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examinierter Altenpfleger
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ambulante Pflege
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AW: Altenpflege - Ausstieg?

hi, habe dir eine pn geschickt.

lg
 
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herrwenner

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

...du, vielleicht musst du parallel zum Jobben (so gut es eben geht) ein "Zukunftsprojekt" in die Hand nehmen und dich schlau machen; mir bringt das immer sehr viel und bereichert das Leben, wenn man sich selbst Perspektiven entwickelt. Habe den Artikel gefunden. aktuelle Ausgabe 12/10; Artikel " Vermittlingsagenturen - Selbstständigkeit: Ein neuer Weg für Pflegeberufe", Seite 1216. Gleich dahinter ein Beitrag zu Stützpunkt-Beratern, angesichts deiner professionellen Erfahrung sicher auch nicht ganz uninteressant. Die Idee mit der Umschulung steht dir natürlich ebenfalls offen. Da habe ich keine Ahnung, wie du da am besten vorgehen kannst. Vielleicht kann dein Hausarzt dir da weiterhelfen, um hierzu den notwendigen Status zu erreichen...Aber vielleicht lotest du zuerst einmal die Möglichkeiten innerhalb der Pflege aus? Wünsche dir viel Erfolg und Glück!
 
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AW: Altenpflege - Ausstieg?

wo gibt es das Blatt denn?
 
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AW: Altenpflege - Ausstieg?

habe es schon gefunden und mir die Dezember Ausgabe mal bestellt, man lernt ja nie aus. Wenn einer was wissen will kann sich melden.
 
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Flake

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

Schönen guten Abend,

Ich habe 2004 ausgelernt und hatte es nach 1,5 Jahren in einem Altenheim satt, hab dann 2 Jahre in einer Intensivpflegeeinrichtung und dann bis 2009 im Hospiz gearbeitet, wo ich gesehen habe wie es richtig und vernünftig geht, seither lerne ich nochmal Gesundheits und Krankenpfleger, da ich damit noch wesentlich mehr Möglichkeiten habe, man weis ja nie, außerdem waren die Kompetenzdiskusionen ebenfalls lestig die man als Altenpfleger eben so hat und die die Ausbildung war auch nich die beste. 24h Pflege, Hospiz oder Hinschmeißen halte ich für die einzige Lösung. Jedenfalls wird sich in der Altenpflege hier nie was ändern, ich sag nur Schulnoten und diese ganze Schönrederei, einfach nur zum brechen.:mad_2:
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Hospiz
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adel2830

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AW: Altenpflege - Ausstieg?

Hallo, Zuckermaus,
Dein Beitrag und Deine Zweifel am Beruf sind ja schon etwas "älter", aber trotzdem möchte ich Dir "etwas erzählen":
Ich bin 56 Jahre (alt/jung?), habe mal Reisebürokauffrau gelernt, dann 2 Kinder gekriegt und bin 1974 auf eigenen Wunsch in die Pflege eingestiegen -
zunächst als Pflegehelferin im Sanatorium, (heute heißt das stat. ReHa), dann Ausbildung und Examen gemacht und seit 1979 in der Altenpflege aktiv unterwegs. Seit genau 30 Jahren arbeite ich beim gleichen Träger in verschiedenen Pflegeheimen, immer mittlere bis schwere Pflege, zeitweise auch (nach Zusatzausbildung auf eigene Kosten und berufsbegleitend!) als WBL und stellvertr. PDL. Ich habe meinen Beruf immer gern ausgeübt, liebe den Umgang in jeglicher Form mit "meinen" Altenabe klaglos kurze Wechsel, einspringen, Personalmangel und zusätzlich Nachtdienste hingenommen.......!
AAAAAABER inzwischen habe auch ich Zweifel an unserem Beruf!!!!!
Ich trauere bestimmt nicht den wenigen "Schreibarbeiten" nach, die früher für Pflegekräfte notwendig wurden, Pflegeplanung, Dokumentation u.s.w sind zwingend notwendig und dienen letzendlich ja auch unseren eigenen Absicherung! Aber daß mit zunehmenden Schreibereien sich auch die Pflegekräfte reduziert wurden, war unverantwortlich - gegenüber den Bewohnern u n d den Pflegekräften !!! Auch lege ich heute n o c h mehr Wert auf intensive Ausbildung und Anleitung der Pflegeschüler/innen, damit denen nicht das gleiche passiert, wie mir: seit Sept. 2010 bin ich wegen starken LWS-Beschwerden arbeitsunfähig und laufe Gefahr, nicht mehr in meinen Beruf arbeiten zu können. Jetzt habe ich also noch mehr Zeit, über unseren Beruf nachzudenken und muß feststellen, daß ich zwar immer noch fest hinter dem Berufsbild des Altenpflegers stehe, aber auf keinen Fall hinter den Umständen, die uns Gesetzgeber, Behörden, Träger und und Vorgesetzte verursacht haben. Die machen uns tatsächlich physisch und psychisch so kaputt, daß die meisten schon sehr früh innerlich kündigen und wir "unseren" Bewohnern nicht mehr das geben können (oder wollen), was sie eigentlich wirklich verdienen (und ja auch bezahlen!).
Mehrere Gespräche (in eigener Sache) mit dem MDK haben micht auch bestärkt, jeden Schüler intensiv über seinen künftigen Beruf und dessen Folgen zu informieren und jeden, der in der mit dem Gedanken spielt, in der Altenpflege arbeiten will zu " wahrnen" Nach über 30 Jahren in dem "Job" weiß ich wirklich, wovon ich rede.
Deine Zweifel kann ich also auch sehr gut nachvollziehen und Dir wirklich nur raten: steige aus, solang Du es noch kannst, orientiere Dich andernweitig, z.B, als Gutachterin für den MDK, als Fachberater für Berater im Sanitätshaus.
Schon vor etwa 10 Jahren wurde statistisch festgestellt, daß Altenpfleger nur aus beruflichen Gründen (also nicht Familiengründung o.ä.!) nach 7,2 Jahren aussteigen, inzwischen ist diese Zahl sogar schon auf 5,9 Jahre gesunken!
Das alles schildere ich Dir so ausfühlich, weil ich nicht möchte, daß Du mit 55 dasitzt, verschlissen bist und Dich fragst: was habe ich aus meinem Leben gemacht?
Solltest Du Dich für`s Weitermachen entscheiden, wünsche ich Dir alles, alles Gute und viel Kraft für unseren Beruf!
LG
 
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exam. AP
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Pflegeheim
Weiterbildungen
PDL, WBL
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