Als Praktikant oder Schüler alleine eine Station

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Chan

Chan

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28.12.2005
63500
Ich habe da mal eine Frage die speziell Praktikanten oder Schüler betreffen.
Bei uns wird ein Praktikant oder Schüler 1. Lehrjahres alleine eine Station mit 15 Bew. zur Pflege überlassen.
Der komplete Früh oder Spätdienst muß von ihnen abgesichert werden.
Wie ist es in anderen Häusern ? Dürfen Schüler oder Praktikanten überhaupt als Vollkraft im Dienstplan erscheinen ?
Bei uns läuft es nämlich so- bei drei Stationen sind drei Spätdienste, davon eine Exe, eine Helferin und ein Schüler oder Praktikant.
Ist dies zulässig?
Gibt es Ausnahmen z.B. in der Urlaubszeit
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
pflegeheim
M

Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
Hallo chan,

ich bin jetzt doch etwas erschüttert, ich glaube nicht, das das zulässig ist, schon gar nicht im Frühdienst.
Wie strukturiert sich denn die Einarbeitung von Schülern und Praktikanten bei euch?
Wenn ich mit einem Schüler im Spätdienst eingeteilt bin, kommt es auch vor, das ich mit dem Schüler für eine gewisse Stundenzahl allein im Haus bin, also für 21 Bewohner verantwortlich. Abends oder am späten Nachmittag kommt eine zusätzliche Pflegekraft hinzu, meistens eine Fachkraft.
Praktikanten dürfen bei uns nicht alleine auf einer Etage arbeiten.
Bei Schülern ist das meist erst gegen Ende des 1. Ausbildungsjahres der Fall. Optimal finde ich das auch nicht, liegt wohl am Stellenplan:sick: .

Besprich das Problem doch mal mit deiner PDL, auch die Praxisanleitung und WBL würde ich auf das Thema ansprechen.
Sind denn die Schüler und Praktikanten mit dieser Einteilung zufrieden?

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
S

STS

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14.07.2006
46147
Bei uns auf Station ist dies natürlich nicht erlaubt.

Es darf ja nicht mal eine KPH alleine im Dienst sein, auch nicht mit Schülern oder Praktikanten zusammen.
 
Qualifikation
Stationsleitung
Fachgebiet
Interdisziplinäre Wahlleistung
M

Manu5959

Aktives Mitglied
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19.10.2005
Rosenheim
Es darf ja nicht mal eine KPH alleine im Dienst sein, auch nicht mit Schülern oder Praktikanten zusammen.
natürlich nicht, da hast du vollkommen Recht!:thumbsup:
Wir haben 21 Bewohner, aufgeteilt auf 2 Etagen, 11 Bew. OG, 10 Bew. EG, argumentiert wird hier von PDL-Seite, das mindestens 1 Fachkraft im Pflegebereich ist, und die Ordensschwestern ( alles Fachkräfte) sind rufbereit, wohnen im Haus.

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Hallo Chan, ich glaube zu wissen, dass dieses wohl nicht rechtens ist.
Frage doch einfach mal bei MDK und Heimaufsicht nach, die interessieren sich doch sehr für Dienstpläne. Nach meiner Erfahrung geben die meist schnell eine Auskunft, obwohl jetzt ist Ferienzeit.
Brauchst ja nicht gleich Ross und Reiter nennen.
:devil: Warum eigentlich nicht? Denn sonst nutzt Dir Dein Wissen nichts und es bleibt so.
Da ich ja schon einen kleinen Einblick geniessen konnte, kann ich mir vorstellen, dass ein Reden mit der PDL oder Heimleitung wohl nichts bringen würde.

Viel Kraft wünscht der Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
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Hallo Leute,

es gibt immer 2 Seiten...Die Leute, die so einen Senf anordnen und die Dienstpläne schreiben und die Leute, die sowas mit sich machen lassen...
in diesem Fall die Schüler und Kollegen...

Natürlich ist sowas nicht rechtens...und man kann sich über das gesetzliche Unrecht erregen...
aber dazu finde ich es für uns Pflegende eine Schande...wir züchten uns unseren eigenen Nachwuchs...und der wird sagen dann, wenn er mal der Anleitende ist, zu der nächsten Generation: "Stell Dich nicht so an, daß musste ich in meiner Ausbildung auch machen" oder noch besser "Lehrjahre sind keine Herrenjahre"...würg...

Und wir wundern uns, daß keiner aus der Pflege mit auf die Strasse geht und gegen diese Zustände etwas unternimmt, während der Marburger Bund lecker alles durchsetzt und es nur eine Frage der Zeit ist, bis Pflegende wieder entlassen werden um die Ärzte durchzufüttern, wenn wir schon unsere eigenen Auszubildenden lehren, daß sie mit für sich und Bewohner/Patienten unhaltbaren Zuständen gefälligst zufrieden sein müssen ?

Ich weiß noch aus meinen Praktika und Lehrjahren, daß mich die Stationen und Kollegen geprägt haben, die mich angeleitet haben, die mich nicht nur "Notversorgung" lehrten und bei denen ich mich aufgehoben und sicher fühlte. Nicht diejenigen, die mich als Notstopfen ausnutzten, Urlaubsvertretung und als unbequemen Nachfrager empfanden.

Jeder Kollege, der sowas toleriert, der sollte vielleicht mal an seine eigene Lehrzeit zurückdenken und sich überlegen - selbst, wenn er es nicht anders kennengelernt hat - ob er es sich nicht auch anders gewünscht hätte. Denn wie mag sich so ein Schüler im 1. Lehrjahr fühlen und welche Unsicherheit muß er mitnehmen und welche Motivation soll ihn denn dauerhaft vor dem BurnOut schützen, wenn er es so erleben darf ?

Nicht wirklich wundernd über die Zustände im deutschen Pflegebewußtsein,
Fragmentis
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
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M

Monika Bartz

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02.02.2006
4020
Hallo Fragmentis!

:dankoe:

für deinen emotionalen Beitrag! Du sprichst mir damit aus der Seele.
Wir haben bei uns im Krankenhaus von seitens der Schule schon viele Vorgaben, die von den meisten Stationsschwestern auch wirklich beachtet werden. Es sollte nicht mehr vorkommen, dass Schüler ohne Anleitung dastehen, geschweige denn für die Patienten allein verantwortlich sein sollen.
Mit Schaudern denke ich an die Nachtdienste während meiner Ausbildung zurück, wo man uns im 2. Jahrgang alleine machen ließ, ohne Aufsicht und Kontrolle. Wie oft ich da Angst hatte und mich unsicher fühlte und das war auf Stationen mit 60 Betten. Niemals würde mir einfallen, den Schülern den Spruch: "Lehrjahre sind keine Herrnjahre" zu sagen, der ist schon in meiner Ausbildungszeit zu oft gefallen und motiviert bestimmt nicht.
Die Kollegen der Zukunft kann ich, meiner Meinung nach, nur mit tatkräftiger Unterstützung, Motivation, Kontrolle und Aufsicht bei der Anleitung auch zu guten Pflegern heranbilden.
Wir erhalten immer ein großes Lob von den Schülern, weil sie stets eine verantwortliche Person (PA) als Ansprechpartner zugeteilt haben und nie allein verantwortlich arbeiten müssen.
 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
M

moviliti-care

Mitglied
Basis-Konto
12.07.2006
23558
Hallo an alle,
mal einfach, nüchtern, sachlich und juristisch betrachtet, wird im Falle zum Beispiel eines Sturzes, so richtig zugeschlagen.
Laut Gesetzgebung muß es jederzeit möglich sein, fachliche Hilfe bereit zu haben. Garantenstellung! Die ist in diesem Fall ja nicht gewährleistet.
Dann sind da noch die Begriffe "Anordnungsverantwortung" und "Durchführungsverantwortung".
Hierin fällt auch, das andere "fachlich" qualifizerte Mitarbeiter diesen Zustand tolerieren. Theoretisch ist es im Falle eines Sturzes sogar möglich, das die Mitwisser mit angeklagt werden können! Beihilfe zum Wahnsinn:grin: ist ja leider kein Straftatbestand ( oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung?:whistling )
Das Strafgesetzbuch hat da viele Optionen, derer viele sich leider nicht bewußt sind.:mad_2:
Wer auf der Straße eine Straftat sieht und nix tut, ist dran - wer das in der Pflege macht, wird leider nicht verfolgt!
Lieben Gruß
Lars
 
Qualifikation
Leitender HTM-Trainer / moviliti-care
Fachgebiet
Schulung, Coaching, Fallsupervision, Projektierung
Isis

Isis

Aktives Mitglied
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16.05.2005
2
Im Fall des Falles kann sogar der Arbeitgeber dran sein, nämlich im Zuge der Organisatonshaftung. Das bedeutet, wenn der Arbeitgeber bzw. die Vorgesetzten (wie z.B. WBL oder PDL) Kenntniss von einer Situation haben, die zu einem Pflegefehler oder ähnliches führt, ist zwar derjenige dran, der den Fehler verursacht hat, aber eben auch der Vorgesetzte, weil er davon wußte, aber nix dagegen unternommen hat.

Aber: Kennt jemand irgendjemanden, der dafür strafrechtlich belangt wurde????
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
Basis-Konto
Hallo Lars
ich zitiere mal:

"Hierin fällt auch, das andere "fachlich" qualifizerte Mitarbeiter diesen Zustand tolerieren. Theoretisch ist es im Falle eines Sturzes sogar möglich, das die Mitwisser mit angeklagt werden können!"

Genau das finde ich einen der wunden Punkte bei der Sache. Die Kollegen selbst...also Du und ich und jeder Pflegende.

Mal abgesehen davon, daß die strafrechtlichen Folgen heftig sind/sein sollten und Isis mit der Organisationsverantwortung auch die oberen Leute mit ins SchuldBoot holt (und das muss ja nicht mal die PDL sein, denn realistisch betrachtet ist der Machtfaktor doch wohl inzwischen in jeder Organisation der Geschäftsführer, der den Personalschlüssel der PDL ins Hausaufgabenheft schreibt), darf man auch nicht vergessen, daß es manchmal eben die qualifizierten Kollegen sind, die dem "Super-Schüler", dem man doch "ach so viel zutraut" (schleim sabber würg) so viele Komplimente zuführen, daß er ja gar nicht anders kann (und sich nicht traut) in dieser Situation des Druck-Ausübens, als zu sagen:

"OK, liebe Schwester Edeltraud, ich schaffe die letzte Stunde der Schicht auch allein. Geh Du schonmal nach Hause ne Stunde eher. Nein, natürlich sage ich nicht, daß Du die Stunde nicht aufschreibst. Ich bin ja Dein guter neuer Kollege...vielleicht...irgendwann mal...wenn ich meine Teamfähigkeit unter Beweis gestellt habe, in dem ich Dir zeige, wie gut ich darin bin, jeden Mist zu decken, denn ich will ja auch mal ´nen Festvertrag bekommen und vorher ein gutes Zeugnis auf der Station"

...und dem dann nach einer halben Stunde nicht einfällt, welches Antibiotika er noch vorbereiten sollte...

Wie gesagt:
Wir züchten uns die Leute, die uns und unsere Angehörigen pflegen sollen, selbst heran.Und wer möchte seine Mutter im Endstadium z.B. in den Händen eines 2.Lehrjahr-Schülers wissen. Keine Finger hoch ? Nein ? Dachte ich mir...
:thumbsup:

Wenn man mal aus seiner Pflegerolle aussteigt und sich einmal wieder in die Situation von Schülern und Patienten reindenkt, könnte man sich schütteln...
:sick:



Hallo Chan,

wie hat sich denn die Sache jetzt bei Dir entwickelt bisher ?!?

Grüßend und gespannt wartend,
Fragmentis
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
U

UlrichFürst

Im Fall des Falles kann sogar der Arbeitgeber dran sein, nämlich im Zuge der Organisatonshaftung. Das bedeutet, wenn der Arbeitgeber bzw. die Vorgesetzten (wie z.B. WBL oder PDL) Kenntniss von einer Situation haben, die zu einem Pflegefehler oder ähnliches führt, ist zwar derjenige dran, der den Fehler verursacht hat, aber eben auch der Vorgesetzte, weil er davon wußte, aber nix dagegen unternommen hat.
Das geht aber nur durch eine schriftliche Überlastungsanzeige, weil sonst hat im Zweifelsfall der AG natürlich nichts gewusst...

Ulrich
 
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Das geht aber nur durch eine schriftliche Überlastungsanzeige, weil sonst hat im Zweifelsfall der AG natürlich nichts gewusst...

Ulrich
Aber die Heimleiterin hat den Dienstplan erstellt.

:devil: Wenn sich nichts an der Struktur des besagten Hauses geändert hat.

Hitzige Grüsse vom Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
U

UlrichFürst

Aber die Heimleiterin hat den Dienstplan erstellt.

:devil: Wenn sich nichts an der Struktur des besagten Hauses geändert hat.
:thumbsup:

Ich hab' da nur grade so'n paar Urteile in irgendner Fachpublikation dazu gelesen und da hat die APfl (oder GuKPfl) Schuld bekommen, da sie die Überlastungsanzeigen nur mündlich gemacht hat...:sad:

Ulrich
 
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Damit meinte ich auch nur, dass die Leitung nicht unwissend sein kann.
Die Überlastungsanzeige muss natürlich auch noch sein, dringend sogar.

:wink:Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
Isis

Isis

Aktives Mitglied
Basis-Konto
16.05.2005
2
Hallo,
klar, die Überlastungsanzeige muss natürlich schriftlich erfolgen. Das habe ich nicht extra erwähnt, weil bei uns die Überlastungsanzeigen ein Formblatt sind, in dem man alles genau eintragen kann und welches dann zur PDL und an den BR automatisch geht und außerdem setzt die Überlastungsanzeige einen festgelegten Handlungsablauf in Gang - die Referatsleitung muss in Kenntnis gesetzt werden, die PDL hat dem BR mitzuteilen, ob die beschriebene Situation wirklich so wahr und wenn ja, wie es dazu kommen konnte.
Also, um es kurz zu machen: Für mich ist eine Überlastungsanzeige immer schriftlich, mündliche Absprachen kann ich mit meiner PDL leider sowieso vergessen, die hat nämlich ein echt selektives Gedächtnis....:sick:

Gruß
Isis
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
O'Malley

O'Malley

Mitglied
Basis-Konto
01.07.2005
81373
mal was auf den ersten beitrag/frage. bei uns ist das auch normal. exam., pflegehelfer und schüler oder exam. , schüler erstes lehrjahr und schüler zweites lehrjahr
 
Qualifikation
exam. Altenpfleger
Fachgebiet
Alten- & Pflegeheim
U

UlrichFürst

mal was auf den ersten beitrag/frage. bei uns ist das auch normal. exam., pflegehelfer und schüler oder exam. , schüler erstes lehrjahr und schüler zweites lehrjahr
Wenn ich Deine Abk. :) richtig verlängere, ist es bei Euch üblich, das eine Examinierte Kraft mit Schülern oder Praktikanten arbeitet. Im OP ging es aber darum das die Praktikantin/Schülerin alleine auf Station ist.

Ulrich
 
T

Thomas Goldi

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.08.2006
42553
Ich möchte mich auch gern mal dazu äussern, ich bin Altenpflegeschüler im 1 Jahr, nach dem ich die Familienpflege gelernt habe und die nix wert ist naja egal!
Also ich habe in Rechtskunde gelernt das in erster hinsicht nur das vollexaminierte Personal haftet, im Strafrechtlichem Rahmen. Aber im Zivilrecht wenn man zur Haftung gezogen wird kann auch ein Schüler oder Praktikant auf z.b. Schmerzensgeld verklagt werden! oder es holt sich dann die Heimleitung von Ihm oder Ihr zurück!!!
Die PDL haftet immer für die Dienstpäne denn Sie genehmigt diese mit Ihrer Unterschrift!

Laut Gesetzgebung muß es jederzeit möglich sein, fachliche Hilfe bereit zu haben. Garantenstellung! Die ist in diesem Fall ja nicht gewährleistet.
Es reicht aus wenn irgendwo eine examinierte auf irgendeiner Station ist. und wenn es im Haus nebenan ist also ist es rechtens,der schüler weiss das auch das er das nicht muss und kann dies auch sagen er hat auch rechte und pflichten dafü hat er ja auch seinen PA und der hat Ihm dann zu helfen.

So das war erstmal das Wort zum Sonntag, *FG*
Gruß
Thomas
 
Qualifikation
Altenpflegeschüler
Fachgebiet
Häusliche Pflege
T

tumarin

Mitglied
Basis-Konto
15.10.2006
4831
Das ist doch wohl nicht wahr, ein Schüler oder praktikant darf im Dienstplan n icht mitzählen, leider machen das viele Heime so um den Dienstplan abgedeckt zu bekommen, das ist nicht korrekt. Erstens was ist wenn ein Notfall passiert, der Schüler kann nicht handeln. Zweitens kann er auf konkrete fragen wenn ein Arzt kommt keine Auskunft geben, was ist bei Schwerstpflegefällen, wie soll er sich dort alleine helfen?
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
Basis-Konto
Hallo Thomas Goldi,

da hast Du richtig gehlrt...die examinierte Kraft ist der Verantwortungsträger auf der Station...

Deswegen ist es ja so ein zweischneidiges Schwert...

einerseits will man dem Schüler ermöglichen Sachen in Ruhe zu lernen und beizubringen, ihn fördern und einfach mal das Erleben zu ermöglichen, in dem er einfach mitläuft und zusieht...denn das Lernen am "Modell des alten Hasen" ist immernoch das gängigste Überlieferungswerkzeug in der Pflegeausbildungs-Praxis...

andererseits kriegen manche Kollegen einfach die Arbeit an einem Samstag morgen mit dieser personellen Ausstattung nicht geschafft...und müssen darauf vertrauen, daß der Schüler weiß, was er kann und was er eben auch nicht kann...

Ich bin sehr dankbar dafür, daß ich noch nicht in der Lage war, daß ein Schüler alleine geplant werden mußte, sondern immer nur mit einer examinierten Kraft, der der Schüler dann zur Seite gestellt wurde...

Aber das liegt auch wieder an den Kollegen, die diese Belastung sich zumuten lassen und nichts sagen und/oder an den höheren Leitungsebenen, die einen solchen Druck selber haben in der heutigen Zeit, daß sie den Druck an die Pflegenden an der Basis weitergeben müssen.

Ich glaube nicht, daß eine PDL freiwillig solche Dienstpläne unterschreibt, sondern daß immer - und wer das leugnet verkennt vielleicht die Realitäten, die uns inzwischen beherrschen - hinter der Unterschrift auch immer die führende Hand einer Geschäftsleitung steht...
Aber dann, liebe PDLs, dann müßtet Ihr eigentlich auch aufstehen und Euch für Eure Leute einsetzen...

Es ist leider inzwischen oft so: Der Gesundheitsbereich ist kein Non-Profit-Bereich mehr...jeder bekommt mehr Personal...und zwar dann, wenn er beweisen kann, daß dann die Patienten zufriedener sind und es vor den Kassen gerechtfertigt werden kann... und eben das durchzusetzen und zu belegen, daß schaffen nicht viele Leitungen...

Grüßend und wie immer ein wenig nachdenklich über das werdend, was noch kommen mag,
Fragmentis
 
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Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
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