Alles wird teuerer -Wann gibt es endlich mehr Geld??!

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U

UlrichFürst

An AvD:

Wenn ich das richtig sehe, dann bist du Pflegehelfer. Das bedeutet, dass du genau diese Tätigkeiten, die du hier aufführst NICHT machen darfst.
bei den examierten geht auch eine menge schief nicht so aufs hohe ross setzen.
Hier geht es nicht um Rösser, äh Fehlerquote, sondern ums dürfen. Dürfen und können sind leider zwei verschiedene Paar Schuhe. Auch die Dreijährigen dürfen vieles nicht was sie können.

Ulricch
 
karina

karina

Mitglied
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10.05.2003
45276
tim du bist sehr überheblich..
ohne uns seid ihr aufgeschmissen da wir arbeiten machen wo sich gerne von den examierten gedrückt wird. in laufe der jahre die ich in der pflege arbeite wurden die meisten fehler von den examierten gemacht.
karina
 
Qualifikation
Altenpflegehelferin
Fachgebiet
Pflegestation
karina

karina

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Hier geht es nicht um Rösser, äh Fehlerquote, sondern ums dürfen. Dürfen und können sind leider zwei verschiedene Paar Schuhe. Auch die Dreijährigen dürfen vieles nicht was sie können.

Ulricch

Die Hochnäsigkeit mancher Leute
ist Schwindel erregend.
© Ernst Ferstl, (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
 
Qualifikation
Altenpflegehelferin
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Pflegestation
flocky

flocky

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25.12.2005
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tim du bist sehr überheblich..
ohne uns seid ihr aufgeschmissen da wir arbeiten machen wo sich gerne von den examierten gedrückt wird. in laufe der jahre die ich in der pflege arbeite wurden die meisten fehler von den examierten gemacht.
karina
Es hat nichts mit Überheblichkeit zu tun - als Pflegehelfer hast du nun einmal eine andere Ausbildung und somit auch andere Aufgaben wie als examinierte Pflegekraft. Es geht nicht darum wer wieviele Fehler macht und es geht schon gar nicht darum dass sich irgendwer vor irgendwelchen Tätigkeiten drücken will.Und Erfahrung kann auch nicht die Ausbildung ersetzen . Auch wenn du zwanzig Jahre als Pflegehelfer arbeitest bist du immer noch keine examinerte Pflegkraft.Und es ist auch wichtig dieses deutlich zu machen denn ansonsten sind wir bald tatsächlich soweit dass es heisst :"Pflegen kann jeder "
Liebe Grüße Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
S

Surrogat

"Pflegen kann jeder "
...ist das nicht der Tenor der bereits jetzt in der Bevölkerung herrscht? (upps, das war jetzt böse, gell)

tim du bist sehr überheblich..
ohne uns seid ihr aufgeschmissen da wir arbeiten machen wo sich gerne von den examierten gedrückt wird. in laufe der jahre die ich in der pflege arbeite wurden die meisten fehler von den examierten gemacht.
karina
Solche Einstellungen sind der Grund warum es die Pflege als solche wohl nie zu einem Organisationsgrad wie die Ärzteschaft bringen wird.
Solange wir uns selbst in Grabenkriegen zerfleischen - brauchen wir uns über Dinge wie Gehaltserhöhungen oder Verbesserung in der Personaldecke keine Gedanken zu machen...von einer Bundespflegekammer ganz zu schweigen.

Gruss,

Surrogat
 
A

Altenpflegel

Aktives Mitglied
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26.11.2006
50735
Liebe Streitsuchende,

das Thema lautet (verkürzt): "Wann gibt es endlich mehr Geld??!"
Antwort: vorerst garnicht, später ein wenig mehr, im Einzelfall vielleicht früher, aber auch nur wenig.

Erster Weg: neuer Tarifvertrag mit massiver Gehaltsforderung, wie bei den Lokführern. TVöD ist neu; AVR kommt neu - noch neuer geht nicht.

Zweiter Weg: Tarifanpassung auf Grundlage der neuen Tarifverträge (Verdi/ Berufsverbände) - bringt minimale Gehaltserhöhungen, festgelegt auf Jahre, die günstigstenfalls die Inflationsrate "ausgleichen", aber über Beitragszahlungen das Einkommen weiter schmälern (bestenfalls ein Nullsummenspiel).

Dritter Weg: Rahmenbedingungen verbessern/ Ablaufplanung optimieren - bedeutet (imho) erhöhter Finanzeinsatz für´s QM (die diese Dinge ja entwickeln) und damit weniger Geld aus dem bereitstehenden Finanzpool für die Pflegekräfte. Ergebnis: weniger Pflegekräfte (optimierte Ablaufplanung) mit keiner Gehaltserhöhung oder Gehaltskürzungen.

Vierter Weg: Streiks - rechtlich zum Teil verboten, ansonsten nicht nachdrüklich machbar (Führsorgepflicht: Bew/Pat. müssen versorgt werden - welchen Druck soll das machen?) Ergebnis: 0!

Fünfter Weg: konzertierte Aktion lokaler Träger - hatten wir in Köln: Mehrere große Träger sperrten vorübergehend große Straßen in Köln mit PK´s und Bew. Motto: ...bis der Kanzler kommt. Sorgte für einigen Wirbel (war sogar in den Nachrichten), doch Schröder kam nicht - nach 5/6 Wochen war der Spuk vorbei. Ergebnis: 0!

Sechster Weg: über die im TVöD bereits vorhandenen Entwicklungsstufen - die vorausichtlich auch im neuen AVR auftauchen werden - (Stichwort: leistungsbezogenes Entgelt). Ergebnis: keine Gehaltsanhebung für alle, sondern Mehrverdienst nur für Einzelne (Leistungsträger), nach harten Verhandlungen mit der Geschäftsleitung. Ergebnis: machbar, bringt individuell eine geringe Gehaltsanhebung.

Fazit: Mehrverdienst für alle nicht erreichbar; es sei denn irgendwer kann die Bundesregierung beeinflussen ihr Gesundheitssystem dem der Schweiz (beispielshalber) anzupassen - aber wer sollte diesen Brocken wuchten; ein gleichstarker Gegner ist nicht vorhanden und die Schweiz wird uns nicht helfen!

Friedlicher Gruß, Altenpflegel
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Langzeit- Pflegeheim für körperbehinderte, junge Menschen; PA
U

UlrichFürst

Die Hochnäsigkeit mancher Leute
ist Schwindel erregend.
© Ernst Ferstl, (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
Lies bitte das was ich gesagt habe noch mal durch. Am besten nachdem du wieder abgekühlt bist. Das war kein Angriff! Verteidigung unnötig:eek:riginal:

Ulrich
P. S. Sehr schön zusammen gefasst und auf den Punkt gebracht Altenflegel!
 
S

Surrogat

Pflegeabbau gefährdet Patientenversorgung

Studie untersucht Folgen des Strukturwandels in bundesdeutschen Krankenhäusern

Köln/Berlin, 18. Juli 2007. Den Strukturwandel im Krankenhauswesen hat das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

(dip) in Köln in seiner aktuellen Studie untersucht. Ausgewertet wurden die Angaben von mehr als 250 Krankenhäusern in ganz Deutschland. Im Zentrum der Studie, dem Pflege-Thermometer 2007, stehen der Abbau des Pflegepersonals und die möglichen Folgen für die Patientenversorgung. Seit 1995 wurden demnach rund 50.000 Pflegestellen in bundesdeutschen Krankenhäusern abgebaut. Im gleichen Zeitraum wurden rund 20 Prozent mehr Klinikärzte beschäftigt. Heute müssen in den Kliniken jährlich rund eine Million Patienten mehr als 1995 medizinisch versorgt und pflegerisch betreut werden. Die Patienten-Pflegekraft-Quote hat sich damit um 23 Prozent erhöht. Zugleich nimmt die Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit der Patienten zu. Die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals steigt demzufolge flächendeckend an. Im Jahre 2006 sind so viele Überstunden geleistet worden, dass dafür rund 5.000 Pflegekräfte mehr hätten eingestellt werden müssen.

Nach Einschätzung der befragten Pflegedirektionen wirkt sich die angespannte Personalsituation in der Krankenhauspflege bereits auf die Patientenversorgung und -sicherheit aus. So können Umlagerungen, Mobilisationen, Schmerzmittelverabreichungen und Überwachungen von operierten Patienten nicht mehr in jedem Krankenhaus optimal gewährleistet werden. Die Anzahl der Beschwerden von Patienten und Angehörigen über die Versorgung nimmt in jedem fünften Krankenhaus zu. 40 Prozent der Befragten rechnen zukünftig nicht mit einer Verbesserung der pflegerischen Qualität der Patientenversorgung. Zudem wird ein weiterer Stellenabbau in der Pflege aufgrund des Kostendrucks im Krankenhauswesen erwartet.

Prof. Dr. Frank Weidner, Leiter der Studie, sagte bei der Veröffentlichung der Untersuchung in Berlin: "Wenn in jeder dritten Klinik die Mobilisation der Patienten, etwa nach einer Operation, häufig nicht mehr fachgerecht durchgeführt werden kann, dann ist das mehr als besorgniserregend." 30 Prozent der befragten Pflegedirektionen geben an, dass die Möglichkeit, eine ausreichende Versorgung in der Pflege anzubieten, in den letzten beiden Jahren gesunken sei. So kann die grundpflegerische Versorgung und eine regelmäßige Lagerung der Patienten nur noch von einem Drittel der Einrichtungen vollständig gewährleistet werden. Nur ein Viertel der Einrichtungen gibt an, eine engmaschige Kontrolle von Patienten, etwa nach einem operativen Eingriff, immer gewährleisten zu können. Als Folge einer insgesamt sinkenden Kontakthäufigkeit zwischen Krankenpflegepersonal und Patienten kommt es in gut drei Viertel der Einrichtungen vor, dass Patienten länger als 15 Minuten auf eine notwendige Verabreichung von Schmerzmitteln warten müssen. "Die Rationierung der Pflege in deutschen Krankenhäusern ist in vollem Gange und die Folgen werden spürbar", resümiert Weidner. Die Kölner Pflegewissenschaftler betonen, dass auch in internationalen Studien auf den Zusammenhang einer sich verschlechternden pflegerischen Versorgung und die Folgen für die Patienten in Krankenhäusern hingewiesen wird. "Nun haben wir auch hierzulande erste Belege für einen Zusammenhang von Pflegekapazität und Patientensicherheit. Wir sind in Sorge, dass Patienten ernsthaft gefährdet werden", so Weidner weiter.

Die Hintergründe für den Stellenabbau in der Pflege sind in der Umstellung der Finanzierungsgrundlagen für die Krankenhäuser und neuer Tarifsysteme zu sehen. Dies führt auch zu einem Absinken der Einstiegsgehälter des Pflegepersonals und auf Dauer zu einer Überalterung der Belegschaft. Zugleich wird in den Krankenhäusern eine Debatte geführt, dass die Pflege zukünftig Teile ärztlicher Tätigkeiten in Prozesssteuerung, Beratung, Diagnostik und Therapie übernehmen solle. Wie das bei der beschriebenen steigenden Arbeitslast in der Pflege und dem weitergehenden Stellenabbau erreicht werden könne, sei eine besondere Herausforderung, meinte Weidner. Die Kölner Forscher fordern eine möglichst intensive Diskussion um die Patientensicherheit im Krankenhaus und den Beitrag der Pflege. Außerdem müsse die Forschung hierzu dringend verstärkt werden.

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist eines der führenden Pflegeforschungsinstitute in Deutschland. Es ist ein Institut an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen. Das dip führt zahlreiche Projekte und Studien im Pflegewesen durch und gibt regelmäßig das repräsentative Pflege-Thermometer heraus.

Kontakt:
Michael Isfort
stellvertretender Geschäftsführer des dip

Quelle dip
Kurzer Text mit interessanten und aufs wesentliche kondensierten Angaben.

Für diese Diskussion finden sich folgenden Zitate:

"Dies führt auch zu einem Absinken der Einstiegsgehälter des Pflegepersonals und auf Dauer zu einer Überalterung der Belegschaft."

"Im Jahre 2006 sind so viele Überstunden geleistet worden, dass dafür rund 5.000 Pflegekräfte mehr hätten eingestellt werden müssen."

"Zugleich wird in den Krankenhäusern eine Debatte geführt, dass die Pflege zukünftig Teile ärztlicher Tätigkeiten in Prozesssteuerung, Beratung, Diagnostik und Therapie übernehmen solle. Wie das bei der beschriebenen steigenden Arbeitslast in der Pflege und dem weitergehenden Stellenabbau erreicht werden könne, sei eine besondere Herausforderung, meinte Weidner"

Na denn....

Surrogat
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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