FWB Psychiatrie Akuteinweisung

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Teetrinkerin

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Hallo,
ein Verwander leidet schon seit längerem an Depressionen, in letzter Zeit kommen erhebliche Konzentrationsstörungen und eine anhaltende, bleierne Müdigkeit dazu. Er ist in einer Therapie, hat letzte Woche von seinem Therapeuten eine "Akuteinweisung" erhalten und diese an die Krankenkasse geschickt zwecks Genehmigung. Dort wird er irgendwie vertröstet, es werde bearbeitet, es würde noch dauern ....
Zuvor wurde ein ähnlicher Antrag an die RVA gestellt, der wurde abschlägig beschieden, die seien nicht zuständig. Mein Verwander arbeitet derzeit mit einem Stipendium an seiner Doktorarbeit, hat sonst keinen Job und ist bei der AOK versichert.
Er ist langsam am Rand seiner Kraft, kann nicht mehr und fühlt sich total im Stich gelassen und weiss nicht, wie lange er das noch aushält. Ich habe ihm geraten, jeden Tag bei der Krankenkasse anzurufen oder wenn er nicht weiter weiss, in die örtliche psychiatrische Klinik zu gehen und um Aufnahme zu bitten. Vielleicht könnte er eine Reha damit beschleunigen.
Was kann man ihm sonst noch raten?
Die Möglichkeit eines Suizidversuchs ist nicht besonders hoch, aber nach meiner Einschätzung auch nicht auszuschließen.
Gruss
Gabi
 
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pegean

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AW: Akuteinweisung

Wäre es nicht besser wenn ein Facharzt(notfalls auch der HA) die Akuteinweisung vornimmt und sich gleich selbst mit der Klinik in Verbindung setzt um die Einweisung zu untermauern ?
Da muß man dann nicht erst die KK befragen.

LG
 
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Teetrinkerin

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AW: Akuteinweisung

Ich dachte auch dass es bei einer Akuteinweisung so läuft! Eine Akuteinweisung die man genehmigen lassen muss, kannte ich nicht.
Wobei ich in der Psychiatrie sowieso nicht mehr sehr viel weiss, deswegen frag ich ja hier.
Er hat auf der Einweisung folgende Ziffern stehen: F41.2
Ich hab das gegoogelt und das ist eine Diagnoseziffer. Es bedeudet folgendes:

F41.2
Angst und depressive Störung, gemischt
Info.:
Diese Kategorie soll bei gleichzeitigem Bestehen von Angst und
Depression Verwendung finden, jedoch nur, wenn keine der beiden
Störungen eindeutig vorherrscht und keine für sich genommen eine
eigenständige Diagnose rechtfertigt. Treten ängstliche und
depressive Symptome in so starker Ausprägung auf, dass sie
einzelne Diagnosen rechtfertigen, sollen beide Diagnosen gestellt
und auf diese Kategorie verzichtet werden.
Inkl.:
Ängstliche Depression (leicht oder nicht anhaltend)

Ich habe so ein bisschen das Gefühl, diese Diagnose ist niht dringend genug und werde ihm auf jeden Fall deinen Vorschlag unterbreiten.
Danke!
Gabi
 
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asdert

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AW: Akuteinweisung

Hallo,

also ich arbeite in der Akut - Psychiatrie In jeder größeren psychiatrischen Klinik gibt es eine Station, auf der es keine Wartezeit gibt. Es kann natürlich sein, das eine längerfristige Psychotherapie notwendig ist und auf den Stationen gibt es Wartezeiten. Aber bei einer akuten Gefährdung würde ich erstmal die andere Station in Anspruch nehmen, diese verlegen auch auf Psychotherapiestationen, wenn dort Platz ist.
Gerade bei einer drohenden Eigengefährdung.

Gruß asdert
 
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