Atmung & Beatmung aktive / passive Befeuchtung

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HBR69

HBR69

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05.10.2000
58644
Hallo Moppi,

ich versuche den Artikel zu bekommen!

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
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M

max biaggy

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11.05.2007
39218
Hallo alle zusammen
wirklich interessante Disskussion,aber legen in eurer Klinik nicht die Ärzte fest wie die Befeuchtung sein soll?
Bei uns ist das so. Wir nehmen ausschleißlich HME-Filter und der Arzt legt die Inhalation fest.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ehem.ITS jetzt amb.Pflege
HBR69

HBR69

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05.10.2000
58644
@max biaggy,

jaein! Bei uns machen wir eine kurze Besprechung während der Frühvisite mit OA und einigen mehr. Da kommt dann meist aus der Pflege der Vorschlag, mit Feuchtbeatmung vieleicht noch einiges mehr zu erreichen.
Da wir nur sehr selten mit reiner Feuchtbeatmung arbeiten ist es bei uns Routine mit HME Filter i.d.R. alle zu beatmen. Darüber brauchen wir aber nicht groß zu sprechen.
Beatmungstherapie wird bei uns durch die Pflege gemacht. Unsere Ärzte besprechen mit uns die Möglichkeiten und wir stellen dann die Parameter ein und führen meistens auch die BGA´s durch.

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
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Mitgliedschaft bei der DGF
M

max biaggy

Mitglied
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11.05.2007
39218
Hallo Heike
Vielen dank fürs feadback.Bei uns klappt die Zusammenarbeit dann wohl doch nicht so,es entscheiden allein die Ärzte welche Materialien und Verfahren bei uns verwendet werden. An den Maschinen haben wir gleich gar nichts zu verstellen. Aber dafür "dürfen" wir die arteriellen BGA`s stechen.:ka:
gruss max
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ehem.ITS jetzt amb.Pflege
B

Böse

Mitglied
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22.07.2006
82319
Servs!
Also bei uns wird Standardmäßig sofort ein HEM Filter in Verbindung mit einem HME Booster angebaut. Kleiner Preis großer Effekt die Anschaffung des Boosters kostet ca. 200€, die Zwischenstücke für das Beatmungssystem sind pro Stück im Einstelligen € Betrag zu haben können nach Herstellerangaben 48h belassen werden, man spart sich Wasserfallen kann also Einteilige Einwegschlauchsysteme verwenden und man braucht zusätzlich nur noch eine 50ml Aqua und ein Schwerkraft Infusionssystem kann ca. 24h belassen werden!
Nachteil:- möglicher Flush bei mangelndem Wasserstand
- versehentliche Lavage
Zu den Befugnissen: wer von der Pflege eine Fachweiterbild. oder lange Berufserfahrung oder beides hat kann in Absprache mit den Ärzten die Med. Therapie und Beatmungsther. ein und umstellen, BGA´s Kapillär und durch Art. Kanüle macht die Pflege bzgl. einmal Punktion einer Art. wird nicht durchgeführt, dann wird gleich eine Art. Kanülierung in betracht gezogen.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger I+A, PA, ALS Supporter
Fachgebiet
Innere ITS, Schön Klinik Starnberger See
Weiterbildungen
Wundmanagment, Notfallmanagment,
MPG
B

borstelmartin

Mitglied
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11.06.2007
Kinderkrankenpflege
Ich bin ein Freund der aktiven Befeuchtung. Eine physiologische Atemgasklimatisierung (44mg/l bei 37°C = 100% abs. feuchte) schafft kein HME.
Wir überlegen derzeit, ob wir von Fisher&Paykel zum Humicare 200 der Firma Gründler wechseln sollten.
Unser Problem ist, das die Flowsensoren der EVITA4 oft zu feucht werden und dann aussteigen.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Humicare 200 an der Evita???
 
Qualifikation
Krankenpfleger/ Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Med.Intensiv & Amb. Kinderintensivpflege
Weiterbildungen
Standardgruppe
UniVR

UniVR

Mitglied
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22.01.2007
39010
Servus Kollegen.
Gruendlers Humicare 200 funktioniert sehr allarmarm, was echt angenehm ist. Ich kenn das Geraet allerdings nur als Erstauflage, ohne Expirationsheizung und dabei gab es auch immer wieder schwimmenden Flowsensoren.
Probieren wuerd ich das Ding auf alle Faelle und ein Probegeraet bekommt ihr sicher von Christoph Gruendler.

Gruesse aus den Bergen
Joern
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger fuer Intensivpflege und Anaesthesie
Fachgebiet
Universitätsdozent für Krankenpflege
B

borstelmartin

Mitglied
Basis-Konto
11.06.2007
Kinderkrankenpflege
Nochmal zur Frage der Anfeuchtung: Der Einsatz von HME-Filtern mag für Lungengesunde Patienten vertretbar sein. Für Lungenkranke (ich arbeite in einer pneumoligischen Klinik) gibt es zur aktiven Befeuchtung keine Alternative. Häufiges Vernebeln ist da nur eine Krücke.
Dazu kommt, das HME-Filter heute noch recht viel Volumen haben - Totraumvolumen. Bei Patienten mit hohen PaCO2-Werten ein Problem.
Mit zunehmender Feuchte (Sekret, ...) ändert sich die Resistance des Beatmungssystems. Ich habe es erlebt, das die Inspirationsdrucke kontinuierlich angepasst werden mussten, um das gewünscht VT zu erreichen. Als der HME ausgebaut wurde konnte man auf die alten Werte zurückgehen.
2. Beispiel: Im Schlaflabor wurde trotz hoher Beatmungsdrucke eine unzureichende Beatmung registriert. Ursache war auch hier der höhere Widerstand im System. Die vom Gerät gemessenen 20mbar waren in Wirklichkeit nur 14 oder 16.
Was will ich damit sagen: ein HME ist eine potentielle Fehlerquelle.
Wer wirklich befeuchten will (44mg/l bei 37°C) kommt um eine aktive Befeuchtung nicht herum.
Beheizte Schläuche (Inspiration UND exspiration) sind sinnvoll. Wer mit F&P arbeitet, dem sei das neue RT340 empfohlen. Es lässt Wasserdurch durch den Exspirationsschenkel diffundieren, sodass (wir arbeiten mit Evita 4) keine Störungen am Flowsensor durch Kondensat auftreten.
(Leider hat F&P hier Lieferprobleme)

Zum Humicare: wir haben uns jetzt dagegen entschieden: kein Vorteil in der Befeuchtungsleistung erkennbar, dafür teurer, Schläuche schwerer, Einheit grösser
 
Qualifikation
Krankenpfleger/ Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Med.Intensiv & Amb. Kinderintensivpflege
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Standardgruppe
clemo

clemo

Unterstützer/in
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05.10.2006
Hessen
Hallo @ all,

wir beatmen initial immer mit HME ( Wechsel alle 24 h mit GG ). Kommt es bei länger beatmeten Patienten zu Problemen mit immobilem Sekret wird von den "alten Hasen" mit Info der Ärzte das F&P- System angebaut, Inspirationsschlauch beheizt. Ich kann aus Erfahrung einen klaren Vorteil in diesem Verfahren bezüglich der Sekretmobilisation erkennen, ist aber subjektiv. Auch die vorliegenden Zahlen ( Befeuchtungsleistung ) sprechen dafür. Bezüglich des hygienischen Aspektes: hier habe ich schon einige Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen gesehen und es werden wohl noch einige folgen. Die Unklarheit hinterlässt jedoch einen unangenehmen Beigeschmack. Auch gibt es bei der aktiven Befeuchtung mehr Fehlerquellen als bei HME- Filtern, diese sind meistens Bedienfehler wie fehlendes Wasser in der Kammer, falsche Einstellung der Temperatur, F&P + HME (kaum zu glauben aber schon erlebt!), versehentliche "Lavage" mit der Gänsegurgelbrühe beim Lagern des Patienten... Und technische Probleme sind auch nicht ausgeschlossen.
Mit dem NPB "Bennett" 840 haben wir keine Probleme mit dem Flowsensor.
Das Resistance- Problem bei HMEs habe ich noch nicht (bewusst) beobachtet.
So viel zu meinen Erfahrungen, freue mich über Weitere.

Grüße aus dem nassen Hessen von Clemo
 
Qualifikation
freigestellter PA
Fachgebiet
Klinik, interdisziplinär
DKreiskott

DKreiskott

Mitglied
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Hallo,
Servus Kollegen.
Gruendlers Humicare 200 funktioniert sehr allarmarm, was echt angenehm ist. Ich kenn das Geraet allerdings nur als Erstauflage, ohne Expirationsheizung und dabei gab es auch immer wieder schwimmenden Flowsensoren.
Probieren wuerd ich das Ding auf alle Faelle und ein Probegeraet bekommt ihr sicher von Christoph Gruendler.

Gruesse aus den Bergen
Joern
Der Vorteil des HumiCare 200 gegenüber Fisher & Paykel, Wilamed und anderen, liegt darin das sich die Exspirationsheizung über das Benutzermenü getrennt regeln lässt (der Exspirationsschenkel hat einen eigenen Temperatursensor). Das heißt, sollte es Probleme mit abgesoffenen Flowsensoren in der Exspiration geben so kann die Temperatur in der Exspiration höher eingestellt werden als die Inspirationstemperatur.
Gründler reagiert auch auf Kundenwünsche, so hat er zum Beispiel auf unseren Wunsch für ein Heimbeatmungsgerät eine Exspirationsblockheizung konstruiert.
Für die Evita hat Grüdler auch schon was im Programm:
Flowsensorabdeckung

für Dräger Beatmungsgeräte Evita 2 dura, Evita 4 und Evita XL.
Durch die Flowsensorabdeckung wird das Exspirationsventil thermisch besser isoliert und Kondensat am Flowsensor vermieden.
Kann man hier zu finden
Gruss
Dirk Kreiskott
 
Qualifikation
Krankenpfleger - Atmungstherapeut - Medizinprodukteberater
Fachgebiet
Heimbeatmung - Börgel GmbH
Weiterbildungen
Mitglied bei KNAIB - www.knaib.de
von Oktober 2014 bis März 2016 Weiterbildung zum Atmungstherapeuten / Respiratory Therapist bei der DGpW - www.dg-pw.de
O

Oliver

Mitglied
Basis-Konto
23.11.2000
46487
Baut doch einfach einen Filter zwischen Schlauch und Expirationsventil dann säuft auch der Flowsensor nicht mehr ab.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger, Praxisanleiter
Fachgebiet
IPS
D

DocS

Neues Mitglied
Basis-Konto
17.12.2006
02625
Hallo,

warum sollen Systeme bei HME-Filter Anwendung aller 7 Tage gewechselt werden? Sind denn die HME Filter auch nicht Bakteriell gehen eine Trennung zw. System und Pat.? Meines Wissens bieten die Filter einen 100% Schutz zw. System und Pat. Oder gibt es eine Anästhesieabteilung, die nach jedem Pat. das Schlauchsystem wechselt (Ausnahmen ausgeschlossen).
Dass Gänsegurgeln aller 24h gewechselt werden, habe ich auch schon gelesen. Bei grober Verschmutzung OK. Aber warum aller 24h? Der Tubus oder die Trachealkanüle wird doch auch nicht aller 24h gewechselt.

Wir benutzen nur noch HME Filter.
Da wir oft Vernebelt haben, mussten wir die Heizung während wir Vernebelt haben immer ausschalten. Oftmals wurde dann wieder vergessen die Heizung wieder einzuschalten. Erst beim nächsten Pat.-Check ist es erst aufgefallen (auch da wurde es übersehen). Da war dann die ganze Sekretmobi wieder dahin und der Spaß ging von vorn los.
Die Keimansammlung im feuchten Beatmungssystem ist auch nicht von der Hand zu weisen.


Grüße
DocS
 
Qualifikation
Fachkrankenpleger ITS/Anä
Fachgebiet
ITS
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

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Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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