Ärger mit den Kollegen

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S

steph

Neues Mitglied
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14.06.2006
66333
Hallo Ihr lieben vom Pflegeboard,leider gibt es nicht immer positives zu berichten.
Ich bin seit 10 Jahren als ex.Altenpflegerin tätig und liebe mein Beruf und meine Heimbewohner seit 1 1/2 Jahren bin ich leider wegen Krankheit aus dem Beruf draußen gewesen und jetzt wieder eingestiegen. Da sich in den Jahren vieles verändert hatt muss ich praktisch alles neu lernen,und das machen mir meine Kollegen zum vorwurf. Früher habe ich ganz normal gearbeitet und habe viel Lob von meinen Vorgesetzten bekommen von Kollegen und von Heimbewohnern,alle waren zufrieden mit mir seit ich in ein anderes Bundesland gezogen bin und jetzt eine neue Arbeitsstelle habe fängt es an Mobbing pur. Du bist zu langsam das machst du nicht richtig dann lass ich mir zeigen wie die es macht dann sagt die nächste ich würde ich falsch machen, dann vor Ärger wird von einer der Putzlappen auf den boden geworfen den hebe ich dann auf da ich ja neu bin ,und dann ärgern sie sich weil ein Eßlöffel zu viel ist und so weiter werde immer beschuldigt was falsch gemacht zu haben jetzt kann ich nicht mehr das ärgert mich was nun hatt mir jemend eine gute Idee grüsse steph.
 
Qualifikation
examinierte Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegerin stationäre Pflege
M

Monika Bartz

Mitglied
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02.02.2006
4020
Hallo Steph!
Auch wenn du neu bist, mußt die nicht die Putzlappen anderer aufheben. Das ist ja pure Erniedrigung deiner Person und ist demütigend. Wenn du es niemanden recht machen kannst, frag ich mich schon, ob es in dem Heim Richtlinien und Standards gibt, wie etwas zu geschehen hat. Alles was darüber hinausgeht ist wohl eine persönliche Sache und da wird es auch für mich schwierig, dir zu raten.
Ist es Neid, weil du gut auf die Bewohner zugehen kannst?
Ist es Unwille, weil dich die Bewohner schätzen, da du mehr Zeit aufwendest für deren persönliche Bedürfnisse, müssen andere deswegen mehr arbeiten als du?
Ist im Team überhaupt der "Wurm" drin - heißt ist es ein Team und du bist der Aussenseiter, oder gibt es da auch andere Schwierigkeiten?
Man könnte da bestimmt noch manches nachfragen, aber ich bin bei Mobbing auch nicht sattelfest.
Rat: ich würde erstmals ein Gespräch mit der Leitung deines Arbeitsbereiches suchen und wenn das auch nichts ergibt Betriebsrat aufsuchen. Sollte das alles für dich nichts bringen, würde ich einen Wechsel der Arbeitsstelle überlegen.
 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
S

steph

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
14.06.2006
66333
Hallo Monika,vielen Dank für deine Unterstützung. Ja leider Arbeite ich viel zu genau und nehme ich mir viel Zeit für meine Heimbewohner,sie sind auch immer seehr zufrieden mit mir und sind traurig wenn ich mal ein Tag frei habe.Leider kann ich mich mit meiner Vorgesetzten nich darüber unterhalten,da diese Kollegin mit ihr befreundet ist und schon andere Kollegen anstichelt. Das heißt wohl für mich andere Arbeitsstelle suchen,obwohl es mir schwerfällt,da ich meine Heimbewohner seeehr ins Herz geschlossen habe nochmals Danke !!!!! Grüsse Steph
 
Qualifikation
examinierte Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegerin stationäre Pflege
Doreen1996

Doreen1996

Mitglied
Basis-Konto
03.06.2006
21077
Hallo steph,

ich glaube auch, das es das beste ist Dir eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Wenn die Leitung mit den Kollegen gut kann, bist Du bestimmt immer der Putzlappenaufheber. Für Dich wäre das dann der reinste Horror.
Viel Glück auf deiner neuen Arbeit. Bestimmt gibt es dort auch Bewohner, die Du ins Herz schließen kannst. Aber bitte laß Dich nicht ausnutzen.
Gruß Doreen
 
Qualifikation
Krankenschwester/PA
Fachgebiet
APH
cyberhex

cyberhex

Mitglied
Basis-Konto
08.02.2006
8041
Hallo Steph,

Ich kann Monika nur Recht geben, in deiner Menschenwürde brauchst du dir nicht angreifen zu lassen. :angry:

Wenn ich das richtig verstanden habe, warst du längere Zeit im Krankenstand und hast jetzt ganz neu auf einer anderen Arbeitsstelle angefangen.
So wie du deine derzeitige Situation beschreibst, bist du im Zweifel, ob du in diesem Heim weiterarbeiten sollst oder nicht.

Meiner Meinung nach wäre es jetzt mal sehr wichtig, dass du mal alle Fakten für und gegen einen Verbleib in dieser Arbeitsstelle aufzählst, ich nehme dafür gerne Stift und Papier zu Hand.

Positive Erfahrungen - mit Bewohnern, mit Kollegen :grin:
Negative Erfahrungen - mit Bewohnern, mit Kollegen :cry:
Schreibe einfach mal alles auf, welche Situationen haben dir Freude gemacht, hast du gelacht in welchen warst du verärgert, zornig, verunsichert, usw.

Gibt es in eurem Haus eine Personalvertretung (als Betriebsrat habe ich sehr viele solche Klärungsgespräche mit meinen Kollegen geführt) die dir dabei helfen kann - oder einen Kollegen oder eine Kollegin, mit dem/der du dich verstehst.

Im zweiten Schritt bewerte diese Dinge, waren sie wirklich so oder könntest du sie nur anders erlebt haben. Sei ruhig auch mal selbstkritisch, gerade am Anfang ist man beim Arbeiten nicht perfekt (kann im übrigen keiner sein) - und möchte aber alles korrekt machen und das kann unter anderem zu solchen Situationen führen.

Eine neutrale Gesprächsperson kann dir dabei eine wertvolle Hilfe sein - scheue dich nicht eine Vertrauensperson dazu zu ziehen.

Solltest du dann noch immer in diesem Haus arbeiten wollen, wartet einiges an Arbeit an dir selbst auf dich.
Wende dich entweder an eine Mobbingberatungsstelle oder lese dich in Literatur dazu ein.

Du entscheidest für dich ganz alleine, wie es weitergeht, bei der Entscheidungsfindung und zur Beratung dorthin kannst (und solltest) du dir jegliche Unterstützung holen, die du brauchst.

Aber bitte, mache eines nicht, schlucke alles und ziehe dich zurück, es hat ja keinen Sinn - das stehe ich hier schon durch - denn dann bist du auf den besten Weg zum Ausbrennen. :mad_2: Denn hier kannst du was ändern!

Ich drücke dir fest die Daumen
Elisabeth :thumbsup:
 
Qualifikation
Diplomierte Gesundheits-Krankenschwester
Fachgebiet
Risikomanagement
S

steph

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
14.06.2006
66333
Hallo so das wars mit meiner Arbeitsstelle.Heute hatte jemand den Katheter falsch gelegt,habe es gemeldet da ich ja 1 1/2 Jahre vom Beruf draussen bin und ich nicht oft Kathetergelegt hatte,wusste ich nicht so genau mehr bescheid habe viel vergessen,und somit wurde mir alles mögliche an den Kopf geworfen.Jetzt möchten die das ich einAufhebungsvertrag mache.Was haltet ihr davon?
 
Qualifikation
examinierte Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegerin stationäre Pflege
L

Lisy

Steph,
auf keinen Fall einen Aufhebungsvertrag unterschreiben!!!!
Du wirst dann für 3 Monate kein Arbeitslosengeld bekommen.
Dein AG soll kündigen,was er offensichtlich nicht kann, deshalb greift er in die Trickkiste. Such dir eine neue Stelle und halt bis dahin die Ohren steif.
Und geh zum Arzt oder Gewerkschaft, diese Art von " mobbing" muß dokumentiert werden um später nicht den kürzeren zu ziehen.
Ich wünsch dir alles Gute und das alles gut wird.
Gruß Lisy
 
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Nachtschwärmerin

Nachtschwärmerin

Mitglied
Basis-Konto
26.07.2006
64711
Hallo Steph,

also zu genau arbeiten ist ganz sicher nichts negatives,- du bist nur
korrekt und verantwortungsbewußt!
Zu viel zeit mit den Bewohnern,- das ist eine ganz individuelle Sache,
jeder bewohner sollte soviel zeit bekommen wie er braucht, das kommt
ja auch ein bisschen auf die PS an und die einzelnen Tage:happy: .

Ich denke, wie schon die anderen gesagt haben, es ist ein persönliches
Problem! Leider gibt es das noch all zu oft - Teams die keine Teams sind
sich aber für ein gutes halten :sad: .

Genau, ja keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben!! Lass dich wenn
schon dann kündigen, in der zwischenzeit ganz ruhig nach einem besseren
und nach deinen Vorstellungen angepassten Heim suchen!
Positives Denken kann Berge versetzen!

Viel glück auf deinem Weg, du schaffst das schon :thumbsup:

Gruß Nachtschwärmerin
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
IMC neurologische Frührehabilitation
S

steph

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
14.06.2006
66333
Hallo ihr lieben,wollte mich nochmals gaaanz doll bedanken für eure Unterstützung Grüsse Steph:))
 
Qualifikation
examinierte Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegerin stationäre Pflege
Felidaes

Felidaes

Mitglied
Basis-Konto
19.06.2006
50737
Auf gar keinen Fall diesen Aufhebungsvertrag unterschreiben!!!
Wenn sie Dich loswerden wollen, sollen sie Dir kündigen.
Zu deiner Gesamtsituation fällt mir spontan nur eine Lösung ein: Du willst
ja sowieso da weg, dann würde ich jetzt zu einem Arzt/einer Ärztin gehen,
mit dem/der ich offen und vertrauensvoll reden kann, und mich so lange
krankschreiben lassen, wie's geht.
Such Dir in Ruhe was Neues, da wirst Du nicht mehr glücklich werden.

Alles Gute

Feli
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegewohngemeinschaft
L

Lisy

Hallo steph,
was ist passiert du schreibst du bist ohne Arbeit?
Gruß Lisy
P.S. schrieb sie in einem anderen Thema
 
B

Barbie

Mitglied
Basis-Konto
25.01.2006
60488
Hallo steph,
ganz,ganz grauenvoll was mit dir passiert. Das ist ganz klar Mobbing, statt dir Schulungen anzubieten (was sicher nicht nötig ist), wird dir ein Aufhebungsvertrag vor die Nase gelegt.
Ich rate dir unbedingt eine Mobbingberatungsstelle aufzusuchen, damit du einen kompetenten Ansprechpartner hast, und Vorgehensweisen diskutieren kannst wenn es einen Betriebsrat gibt dann diesen unbedingt informieren. Ein Betriebsrat kennt auch Gegenstrategien und kennt sich gut mit dem Arbeitsrecht aus, das hillt. Weiterhin gut dokumentieren. Nicht deine Gesundheit ruinieren, Mobbing ist sehr ernst zu nehmen, wie sehr es einen Belastet merkt man erst später wenn man nicht mehr der Situation ausgesetzt ist.
Und alles sammeln was schriftlich zu deiner Entlastung führt. Wenn Vorgestezte merken das du sie durchschaut hast und dich wehrst (wie gesagt mit Hilfe einer Mobbingberatungsstelle und/oder Betriebsrat) werden sie dich nicht mehr so angreifen. Denn Mobbing ist eine Straftat, sie muß nur nachgewiesen werden, und Vorgesetze können dadurch ihre Stelle verlieren, das wissen sie.
Alles alles Gute für dich und viel Kraft Barbie
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Ambulante Pflege
C

Cäcilia

Neues Mitglied
Basis-Konto
25.05.2006
31535
Hallo so das wars mit meiner Arbeitsstelle.Heute hatte jemand den Katheter falsch gelegt,habe es gemeldet da ich ja 1 1/2 Jahre vom Beruf draussen bin und ich nicht oft Kathetergelegt hatte,wusste ich nicht so genau mehr bescheid habe viel vergessen,und somit wurde mir alles mögliche an den Kopf geworfen.Jetzt möchten die das ich einAufhebungsvertrag mache.Was haltet ihr davon?
Wenn Du im Katheterlegen so unsicher bist --und in dieser ungünstigen Situation, war es sicher nicht der ideale Weg, den möglichen Fehler einer Kollegin zu melden. Damit macht man es nur schlimmer.
Ich habe in vielen Berufsjahren festgestellt, dass neue Mitarbeiter am Anfang besonders unter die Lupe genommen und kritisiert werden, besonders wenn sie ohne Fragen zu stellen vor sich hin muckeln.
Es ist besser, mit den Mitarbeitern zu reden, sich ihrem Arbeitstil anzupassen bis man Fuß gefasst hat und am Anfang zu fragen "wie macht ihr das" oder ähnlich. Notfalls bei der Übergabe. Dann sehen alle den guten Willen und können nach der Erklärung nicht anschließend sagen, dass es so falsch ist.

Absichtlich hingeworfenen Putzlappen aufheben käme für mich nicht in Frage, denn Duckmäuser sind immer ein gutes Opfer.

Bei einer neuen Arbeitstelle gibt es keine Garantie für Besserung. Ich würde mich fürs Anschwärzen entschuldigen und auf den für Dich schwierigen Zustand hinweisen und noch ein wenig durchhalten.

Die meisten meiner Kollegen und Kolleginnen gehören nach Startschwierigkeiten und manchmal Tränen heute dazu.

Gruß Cäcilia
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Krankenhaus Neustadt
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Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
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26.09.2005
Bonn
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
cyberhex

cyberhex

Mitglied
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08.02.2006
8041
@steph und alle anderen

seid bitte sehr vorsichtig mit dem Begriff "Mobbing".

"Nur" weil jemand Stress auf der Arbeit hat, wird er noch lange nicht gemobbt.

:guckstduh Arbeitsrecht Handbuch Rechtsanwalt Dr. Hensche - Was ist Mobbing?
Von Mobbing kann man auf Grund der kurzen Zeit nicht sprechen, aber auf jeden Fall hat es einen gewaltigen Konflikt gegeben und es ist laut steph zu einigen Schikanen von Seiten der Arbeitskolleginnen gekommen und es kann über kurz oder lang zum sogenannten Mobbing kommen.

Der Betriebsrat oder auch die Mobbingberatungsstelle werden das höchstwahrscheinlich auch so sehen. Steph, auch wenn man noch nicht von Mobbing sprechen kann, kannst du zu beiden Kontakt aufnehmen und Strategien entwickeln. Dies würde ich dir auch empfehlen, wenn du die Absicht hast, das Haus zu verlassen. Sie könnten dir auch wertvolle Tipps geben, wie du eine solche Situation in Zukunft rechtzeitig erkennst und darauf reagieren kannst.

Liebe Grüsse
Elisabeth
 
Qualifikation
Diplomierte Gesundheits-Krankenschwester
Fachgebiet
Risikomanagement
cyberhex

cyberhex

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08.02.2006
8041
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Diplomierte Gesundheits-Krankenschwester
Fachgebiet
Risikomanagement
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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