Ärger los werden..

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weissbrk

weissbrk

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07.03.2006
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Jetzt muss ich mal gerade meinen Ärger los werden..
Bei meiner Mutter wurde aufgrund eines sprunghaft angestiegenen Tumor-Markers heute ein CT durchgeführt.
Sie war direkt anschließend bei dem Arzt, der sagte ihr "Sie haben Metastasen in den Knochen. Alles weitere besprechen Sie mit Ihrem Arzt. Auf Wiedersehen"

ENDE DER DURCHSAGE.....

Keine Antwort auf Fragen, keine Infos, kein gar nix.

Meine Mutter hat dann vollkommen fertig ihre Hausärztin aufgesucht, die sich die Information nicht erklären konnte und sich den Befund hat faxen lassen.
Sie sagte, sie könne "nur" einen behandlungsbedürftigen Schaden an einem Lendenwirbel erkennen (meine Mutter hat Osteoporose), aber keine Metastasen...

Wie kann man einen Patienten mit so einer Diagonse völlig allein nach Hause schicken? :spinner:Bin ich im falschen Film? Da hätte der Arzt doch besser gar nix gesagt und sie nur an ihren Facharzt verwiesen.. und dann auch noch (hoffentlich) falsch informieren...

:mad_2::mad_2::mad_2::mad_2::mad_2::mad_2::mad_2:

sorry, das musste jetzt gerade mal raus... ich hab soooooo einen Hals!
 
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L

Lisy

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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Hallo Karola,
diese Art von Ärzten gibts leider immer wieder. Ich würde mich, an deiner Stelle, bei der Ärztekammer beschweren, weil so wa geht gar nicht.
Kopf hoch, Metastasen gibts nur, wenn auch ein Carzinom da ist (und das hätte man gesehen, wenn man Metastasen sieht)
Gruß Lisy
 
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N

Napster

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10.10.2004
16816
@ Karo,

Es spricht nicht unbedingt für Feingefühl, was der Hausarzt bezüglich Deiner Mutter an den Tag legt.
Möglicherweise ist der Hausarzt aber auch selbst von seiner hoffentlich falschen Diagnose so geplättet, daß er etwas neben sich stand, als er die Diagnose verkündete.
Ich will ihn auch gar nicht in Schutz nehmen, es ist nur der Versuch, sein Verhalten zu erklären.
Zum anderen zeigen Tumormarker, selbst sprunghaft ansteigende, nicht unbedingt einen tumorösen Prozeß im Körper an. Sie dienen lediglich zur Verlaufskontrolle bei durchgemachter Erkrankung - dann ist ein Anstieg möglicherweise ein Rezidiv. Eine Diagnosestellung allein aufgrund eines erhöhten Markers ist nicht möglich, es muß weitere Diagnostik folgen, um den vagen Verdacht zu entkräften.
Knochenmetastasen sieht man auch im CT nur bedingt. Eine Differenzierung zur bereits bekannten Osteoporose ist empfehlenswert - durch Fachärzte durchgeführt, beispielsweise mittels Szintigraphie (wobei hier aber auch nur die Stoffwechseltätigkeit des Skelletts dargestellt wird, und die ist bei osteoporotischen wie bei metastatisch veränderten Knochen erhöht).

Kopf hoch, nicht aufregen, weitere Diagnostik abwarten,
MfG
Napster
 
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Fachkrankenpfleger für Pflege in der Onkologie
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Arbeitsgruppe Pflegerichtlinien
Arbeitsgruppe Onkologische Fachpflege
wusselinchen

wusselinchen

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01.04.2009
freiburg
hallo karola,

ich bin geschockt über das verhalten des arztes. gleichzeitig muss ich leider sagen dass solch ein verhalten hauptsächlich bei fachärzten zu tage kommt, in diesem falle wohl ein radiologe.

die schauen nur auf den befund und nicht nach dem menschen der vor ihnen sitzt. habe selbst auch solche erfahrungen machen dürfen in einer facharztpraxis. zum glück bin ich medizinisch nicht ganz ungebildet und konnte mich wehren. aber was macht ein laie?

ich hoffe sehr dass deine mutter eine gute hausärztin hat und mit ihr reden kann.

ich denke die diagnostik sollte noch weitergehen zur abklärung. ich drück deiner mutter die daumen dass sie weder metastasten noch einen tumor hat.

gruß elfie
 
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kleinergizmo

kleinergizmo

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15.05.2005
61267
Huhu weissbrk,

Ich drück die Daumen, dass sich das Ganze bald klärt.... :eek:riginal:

Wie kann man einen Patienten mit so einer Diagonse völlig allein nach Hause schicken? :spinner:Bin ich im falschen Film?
Das Gefühl zumindest kenne ich.
Migräneabklärung, ich war 15 Jährchen alt.... Kopf-MRT zur Sicherheit. In dem Spiegelchen, das ich vor Augen hatte, konnte ich rausgucken und sah 35 Minuten lang Menschen gestikulieren und diskutieren. Das war schon alles andere als gut... :blushing:

Als ich rauskam, durfte ich fast 2 Stunden lang warten und saß dann mit dem Radiologen da.
Dr.: "Naja, so großartig war da nix. Sie wissen ja bestimmt, dass da was wächst."
Ich: "Wie, da wächst was? Wo? Was?"
Dr.: "Na da." *in der grauen Masse umherdeut*
Ich: "Ähh... Und jetzt? Wo denn? Und was bedeutet das?"
Dr.: "Na da, sehen Sie das denn nicht???"

Da war ich komplett geplättet und fertig mit der Welt. Der abschließende Satz lautete "Naja, mit dem Rest wenden Sie sich dann an Ihren Neurologen."

:sick:

Das war Herrn Doktors voller Ernst. Einen Termin dort bekam ich muntere 6 Wochen später - und in der kompletten Zeit - mit 15 Jahren - die Gewissheit, dass im Kopf irgendwas wächst.

Heute hätte ich natürlich anders reagiert - aber was da passiert (und scheinbar häufiger bei Radiologen), ist in meinen Augen hochgradig fahrlässig und unter aller Kanone... :mad_2:

LG,
Gizmo

PS: Es hat sich Monate später als verhältnismäßig harmlose Zyste herausgestellt, die lange in einer Uniklinik beobachtet und einige Jahre später operiert wurde...
 
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weissbrk

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07.03.2006
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Danke für Euer Mitgefühl, tut schon gut :thumbsup2:
Gizmo, das war ja wohl auch ein Hammer...
Zur Vorgeschichte: Meine Mutter hatte vor 12 Jahren Brustkrebs, seitdem wurde routinemäßig der Tumor-Marker kontrolliert, der eben jetzt sprunghaft angestiegen ist.
Sie ist nächste Woche zur weiteren Abklärung in einer onkologischen Fachpraxis. Diesen Arzt kennt sie und fühlt sich dort gut beraten und betreut.
Der Radiologe wird sie wohl auf gar keinen Fall jemals wieder sehen...

Also hoffen wir weiterhin das Beste...

Danke noch mal!
 
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weissbrk

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07.03.2006
Münster
so..jetzt mal ein kleines Update...
Nach Auswertung aller bisheringe Untersuchungen gibt es keinen Hinweis auf eine Krebserkrankung.
Die Interpretation des Radiologen ist nach Meinung des Onkologen auf die Osteoporose zurück zu führen. Der Tumormarker liegt immer noch bei 710..
Und nun streiten sich die Gelehrten.. der Onkologe (auch Internist und Hämatologe) schiebt den hohen Marker auf die Skleordermie, auch der "Soor" in der Speiseröhre sei unter Umständen keiner, sondern auch darauf zurück zu führen..
Der Rheumatologe sagt..."das kann gar nicht, Sklerodermie hat nix mit dem Tumor-Marker zu tun" und will weitere Blutuntersuchungen machen, auf was auch immer... ("ich vergesse das immer sofort...")
HB-Wert ist niedrig, Atemnot bei leichtester Anstrengung, allgemeine Abgeschlagenheit, Schlafstörungen..
Jetzt gibts Infusionen alle 4 Wochen, und in drei Wochen soll noch mal der Radiologe ran.. na, ratet ihr es??
Genau! Der Gleiche wie vorher "Ach, das nützt ja eh nix... und außerdem hat er doch meine Unterlagen... "....
Kein Kommentar.... sie ist ja mündige Patientin... *seufz*
Also dürfen wir weiter gespannt sein.. aber scheinbar sprechen sich jetzt Onkologe, Rheumatologe und Hausärztin untereinander ab.. das ist doch schon was ;-)
 
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