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Abrechnung von Verordnungen

  1. Hallo,

    Ich bin neu hier und mache gerade meine Ausbildung zur PDL.
    Ich arbeite zur Zeit in einem ambulanten Pflegedienst in RLP.
    Da ich selbst iwann mal vorhabe mich Selbstständig zu machen, wollte ich mal Fragen wo ihr das abrechnen gelernt habt, da ich in meiner täglichen Arbeit nichts mit der Abrechnungsstelle zu tun habe.

    Gibt es da iwo Tipps?

    Wie werden Verordnung nach SGB V abgerechnet, nachdem sie von der Krankenkasse genehmigt wurde?

    Könnte jemand mal eine Beispielrechnung machen?( zB Blutzucker messen + Injektion, Medikamentengabe; Zeitraum: 4 Wochen, 2 mal tägliche, 7 Tage)

    Würde mich echt mal Interessen, wie die Vergütung dafür aussieht.

    Vielen Danke im Voraus

    Ency
     
  2. Moin. Am besten machst du Abrechnungen über ein Rechenzentrum - kostet zwar etwas, lohnt sich aber ohne Finanzdecke... (Stichwort "Factoring" und "Liquidität"....). Leistungsnachweis und Genehmigung/ggf. VO einreichen. Die sgbV Preise deiner Umgebung kannst über den Verband (z.B. bpa) erfragen.....(...hast du keinen Einblick in eure Preise?????). Abrechnung mit Verordnung aber ohne vorliegende Genehmigung läuft als "Pseudo" über das RZ. Genehmigung kann ja immer etwas dauern....
    bei deinen Fragen würde ich mir das mit der Selbständigkeit aber erst in weiter Ferne auf die Agenda setzen.......
     
  3. Beispielrechnung für NRW in der Freien Wohlfahrtspflege Vergütung Stand 2017 (auf die schnelle gegoogelt, private Dienste haben andere Vergütungsvereinbarungen):

    BZ-Messung, Injektionen (s.c.), Medgabe --> alles LG 1 --> nur einmal abrechenbar --> 10,54€ pro Einsatz

    --> 10,54€ * 28 Tage * 2 = 590,24€

    Ich würde mich mit solchen Erlösen nicht selbstständig machen wollen.
     
  4. Hallo Encyndex,

    da Du Dich ja gerade in der PDL-Ausbildung befindest, brauche ich dir nichts über die Voraussetzungen schreiben, die Du erfüllen musst, damit Du den Pflegedienst aufmachen kannst. Das erfährst du dort. Außerhalb eines Pflegedienstes gibt es meines Wissens bisher noch keine Möglichkeit im Rahmen einer Einzelselbständigkeit SGBV-Leistungen mit den Kassen abrechnen zu können. Bei SGBXI-Leistungen sieht das schon anders aus.

    Ok, als neuer Pflegedienstinhaber schließt man sich in der Regel einem Bundesverband an. (z. B. bpa) Diese Verbände handeln die Vergütungssätze mit den Kassen aus. Du kannst das auch solo tun, wirst dabei aber in der Regel deutlich schlechter abschneiden, als wenn dies über den Bundesverband läuft. Um mal bei Deinem Beispiel von oben zu bleiben: (Preisliste bpa RLP gültig seit 01.04.2018 bis voraussichtl. 31.03.2019) Einzelpreis pro genehmigter und durchgeführter Leistung: BZ-Messung: 4,09 €, Insulininjektion 4,93 €, Medikamentengabe und Überwachung 2,57 €, Hausbesuchspauschale (max. 3x/Tag) 5,95 €.
    Zusammenrechnen kannst Du es ja selbst.

    Gruß
    haekchen
     
  5. Hallo Haekchen,

    deine Rechnung stimmt nicht. Auch wenn du 10 x LG1 Leistungen im Rahmen eines Einsatzes erbringts bekommst du die LG1 nur EINMAL in NRW bezahlt. Wenn eine höhere LG Leistung zusammen mit den LG 1 erbracht werden, da kannst du nur EINMAL die höhere LG abrechnen. Also nix mit einfachen Summieren. Eine Hausbesuchspauschale gehört nicht in die SGB V Abrechnung!!! Bitte aufpassen bevor solche Falschinformationen rausgehauen werden oder besser nichts sagen wenn man keinen Plan hat - sorry.

    Ein Abrechnungszentrum bringt auch viele Nachteile.Was hast du davon im Nachgang festzustellen das die Leistung nicht übernommen wird, da beispielsweise keine KK Genehimgung vorlag. Mittlerweile sind die EDV gestützten Abrechnungssysteme sehr gut und erledigen bei entsprechender Datenpflege die Abrechnung von alleine! Ich würde diesen Kernprozess ungern aus der Hand geben. Zumal Abrechnungsfehler zu deinen Lasten gehen bzw. gelegt werden.
     
  6. Das mag in NRW so sein. In RLP stimmt meine Rechnung, da hier aufsummiert wird. Wir haben hier andere Vergütungsvereinbarungen. Dafür sind die Einzelpreise i. d. R. niedriger als bei euch...
    Die EDV gestützten Abrechnungssysteme sind in der Tat inzwischen sehr gut. Die Zahlungsfreude der Kassen dagen nicht. Wir haben hier mit Zahlungsverzug von 4 bis 12 Wochen zu kämpfen. Mahnungen werden ignoriert, Zahlungen erfolgen teilweise nach Erhalt der dritten Mahnung ohne die berechneten Mahngebühren. Die Kassen und deren Abrechnungszentren spielen sich gegenseitig den Schuldball zu. Deshalb setzen wir auf ein Abrechnungszentrum. Somit haben wir die Zeit, welche allein das Mahnwesen kostet, für andere Dinge zur Verfügung...
     
  7. Dann muss ich mich für die Schärfe im ersten Absatz entschuldigen! Hatte das RLP überlesen.
     
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