Allgemein Abrechnung als Freiberufliche?

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wena24

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Hallo alle zusammen!

Ich möchte mich im Bayern als Freiberufliche anmelden lassen, wer kann mir da helfen und sagen, was ich dazu brauche und wo ich mich anmelden müsste? Die andere Frage, die mich beschäftigt ist: Wenn ich jetzt Freiberuflich bin, wie funktioniert es mit der Abrechnung mit dem Heim? Z. B. arbeite ich 120 Stunden im Monat, das Haus würde, sagen wir mal, 30 € pro Stunde zahlen, wohin überweist das Haus, das Geld? Wie mache ich es dann mit dem Finanzamt? Muss ich dann außer der Steuer noch was zahlen?
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

Hallo alle zusammen!

Ich möchte mich im Bayern als Freiberufliche anmelden lassen, wer kann mir da helfen und sagen, was ich dazu brauche und wo ich mich anmelden müsste?




Die andere Frage, die mich beschäftigt ist: Wenn ich jetzt Freiberuflich bin, wie funktioniert es mit der Abrechnung mit dem Heim? Z. B. arbeite ich 120 Stunden im Monat, das Haus würde, sagen wir mal, 30 € pro Stunde zahlen, wohin überweist das Haus, das Geld? Wie mache ich es dann mit dem Finanzamt? Muss ich dann außer der Steuer noch was zahlen?
Dem Gesundheitsamt und dem Finanzamt musst du mit einer kurzen schriftlichen Mitteilung anzeigen, dass du ab ...freiberuflich als....tätig bist. Vom FA kriegst du eine Steuernummer (falls du noch keine hast). Berufsgenossenschaft anmelden, Berufshaftpflicht abschließen, musst dich selbst kranken- und rentenversichern. (so in Hessen)

Wenn du dir die Aufträge selbst suchst, stellst du auch wöchentlich eine Rechnung an das Heim.
Umsatzsteuer ist keine zu berechnen, da befreit, da musst du einen entsprechenden Passus auf die Rechnung schreiben.
Zahlungsziel: entweder innerhalb 8 oder innerhalb 14 Tagen.
Deine Bankverbindung sollte auch auf der Rechnung stehen, damit das Geld überwiesen werden kann.

30 € sind natürlich schon ein Wort. Dazu kommen ja dann noch Zuschläge für WE, Feiertage, Nachtdienst und ggf. Spesen, wenn keine Übernachtung gestellt wird.

Außer Steuern zahlst du Kranken-,Rentenversicherung, Berufshaftpflicht, Berufsgenossenschaft.

Wenn du noch Fragen hast, gern per pin.

LG
Böserwolf
 
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Axis!

AW: Abrechnung als Freiberufliche?

such dir nen anständigen steuerberater
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

wie bist du denn drauf?:kopfkratz:
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

war jetzt net böse gemeint , nur ein gutgemeinter rat... am anfang ist es mit berater immer besser
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

na dann sei dir verziehen:laughing:
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

ich kann mich da axis1 nur ganz entschieden anschließen.

Der Weg in die Selbständigkeit sollte schon mit ordentlich Hintergrundwissen angegangen werden über die Notwendigkeiten der Versicherungen, Abgaben usw.

Nur dann kann ich realistisch kalkulieren, ob es sich für die wirklich lohnt.

Denn mit den aufgelisteten Versicherungen von Böserwolf ist es auch nicht so einfach getan.
1. Gibts keinen AG der seinen Beitrag wie bei den Angestellten dazu leistet
2. Halte ich eine berufsunfähigkeitsvers. als Selbst. für Pflicht
3. Krankenhaustagegeld-, sowie eine Arbeitsausfallsversicherung für absolut notwendig
du mußt deine evtl. Erkrankung selbst finanzieren, ausrutschen Sprunggelenk kaputt, evtl. 3 -6
Monate nicht arbeitsfähig, du brauchst evtl. ein Vertretung damit du im Markt bleibst, zumindest
aber in der Zeit etwas Geld für Miete und Manschare etc. - lfd. Kosten!
4. denke dran - du mußt deinen Urlaub auch reinarbeiten - im Gegensatz zum Angestellten, der auch
während des Urlaubs sein Geld erhält.
5. auch auftragsfreie Zeiten muss ich mit berechnen.
6. Spesen, Unterkunft, Fahrtkosten incl., exclusive?
7. Autoversicherung? - gewerbliche Nutzung?

sicher hab ich noch was vergessen?!

Und jetzt Viel Erfolg beim kalkulieren.

Übrigens Berufsverbände, Gewerkschaft, parität. Wohlf.verband etc. bieten Seminare für Existenzgründer im Pflegebereich an. Habe daran auch schon teilgenommen. Danach kam bei mir die Ernüchterung. Wenn ich in etwa ne Grundabsicherung wie als Angestellter anstrebe, schrumpft das Brutto ordentlich zusammen.

Ich hab ne Mischform gewählt.

Und meine ersten beiden Steuerberater waren pfeifen und das Geld nicht wert.

Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

Ich habe jetzt auch nur die wichtigsten Dinge aufgezählt, wobei ich davon ausgehe, dass man sich natürlich auch noch anderweitig informiert, habe ich ja auch getan. Einfach so...wird sich ja wohl keiner in die Freiberuflichkeit stürzen.
Man muss schon rechnen was man an festen Kosten im Monat hat und was man verdienen muss um gut davon leben zu können.

Bin jetzt seit über 1 Jahr freiberuflich und hatte noch nie einen Leerlauf, im Gegenteil. Dass es auch mal anders sein kann, man evtl. nur 2 Wochen im MOnat arbeitet, muss man natürlich einkalkulieren und dann genug auf der Kante haben um auch mal schwache Zeiten zu überbrücken.

Ich habe das Glück, dass meine Mama sich um alle administrativen und steuerlichen Dinge kümmert, ansonsten sollte man sich natürlich schon auskennen oder einen (guten) Steuerberater an der Hand haben.
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

@böserwolf: sollte auch nur eine Ergänzung sein zu deinem Beitrag um das zu Unterstreichen was du auch nochmal schreibst.

wobei ich davon ausgehe, dass man sich natürlich auch noch anderweitig informiert
da bin ich mir schon lange nicht mehr sicher, wenn ich Beispiele sehe mit welcher bodenlosen Naivität manche da ran gehen.
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

Der Schritt in die Selbständigkeit ist ja nun kein leichter, besonders wenn man aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis kommt.
Daher gehe ich davon aus, dass man sich schon damit beschäftigt, das Für und Wider abwägt, sich auch der Risiken bewusst ist und sich nicht nur hier informiert.:whistling

Ansonsten könnte ich mich nämlich noch als "Berater" selbständig machen:bg:.

Das Gute an dem Beruf ist, du bekommst so oft eine feste Anstellung angeboten, dass man zur Not auch wieder wechseln kann:grin:

Und...selbstständig heisst ja auch: sich selbst schlau zu machen:super:
 
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Axis!

AW: Abrechnung als Freiberufliche?

man muss am anfang halt auch erst kundschaft suchen. es gibt zwar genug aber die müssen auch erstmal koordiniert werden.
ich hab am anfang meine lücken durch ne agentur auffüllen lassen bzw ne zeitlang nur über agentur gearbeitet....
da die aber oft provision wollen hatte ich da schnell keine lust mehr drauf...
wenn ich so lese das böser wolf 30 euro in einem ganz normalen altersheim bekommt werd ich richtig neidisch...
hier im rhein main gebiet sind eher 22 euro für normale tagdienste standart .. manche zahlen noch weniger. nur für wochende und nachtdienst gibts mehr kohle...

wenn man sich das mal hochrechnet 22 euro und das auf zeit einer 100% stelle wird man eher nicht reich....

steuerberater ist auch net geich steuerberater... ich hab auch schon den 2ten und auch da lief net alles reibungslos aber inzwischen gehts..
der erste war ne niete.. der hatte mich sogar umsatzsteuer in rechnung stellen lassen und so auch meine kalkulation völlig falsch berechnet....


ich hab etliche doppelschichten gemacht in den ersten monaten bis zum burnout......

inzwischen arbeite ich in der intensivpflege in 12 stundenschichten... manchmal auch 24.. je nachdem wie die patienten einen so halt fordern.... und sowas machbar ist...

so kann man schonmal bei guter auslastung auch wirklich gutes geld verdienen...
inzwischen hab ich meine 4 intensivpflegedienste und hab dadurch auch eine gute auslastung und finanziell steht nun alles...
bin im 3ten jahr und hab einige fehler hinter mir...
aber es ist noch nie ein allwissender selbständiger vom himmel gefallen.

würd ich nochmal anfang würd ich wahrscheinlich aus so ein seminar besuchen....schaden kann das sicherlich nicht
 
Böserwolf

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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

Hallo axis 1, wenn man schon mal darüber spricht: der durchschnittliche Stundensatz, den ich bekomme liegt bei 26 € + 20% Zuschläge + Spesen oder Unterkunft frei. Das zahlen zu 99% alle Heime, in denen ich bis jetzt war. Wenn du Glück hast bietet einer auch mehr, das höchste was ich bisher hatte waren 37,20 € für Nachtschicht und das war im Taunus!!!

Und die steuerlichen Dinge sind doch eigentlich gar nicht so tragisch. Absetzen kannst du Arbeitskleidung, Reinigung, KV, RV, sonstige Versicherungen, falls du das Kontingent noch nicht ausgeschöpft hast. Porto, Telefon, Büromaterial. Übernachtungskosten (wobei dann die erhaltenen Spesen wieder gegengerechnet werden). Mein Auto rechne ich über km Geld ab, weil mit der 1% Methode komme ich nicht klar (hoher Anschaffungspreis) und was man sonst so für die Arbeit braucht.

Ich habe mittlerweile auch 2 Heime, die ich mir selbst akquiriert habe, aber über meine Agentur ist es einfach bequemer, weil immer Angebot da sind.

Wünsche uns allen, dass wir immer viel zu tun haben...
 
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Axis!

AW: Abrechnung als Freiberufliche?

KV ist erst seit 1.1.2010 voll absetzbar, RV laut meinen Infos allerdings nicht.
der rest past auch....

ich kann bei den stundenlöhnen nur von unserem kreis hier reden. taunus würde dazu gehören so fast....

ich weiss aber von bundesweiten agenturen wo ich auch schon nachgefragt hatte das dort mehr zu holen ist.....

bin aber halt nicht bereit auswärts zu nächtigen.. bin heimschläfer sozusagen :grin:
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

Sag mal, was hast du denn für einen Steuerberater? Bezüglich Beiträge zur Rentenversicherung lies mal hier:
Rentenversicherung steuerlich absetzen

Na ja, ich liebe es auch nicht gerade lange von Zuhause weg zu sein, versuche immer 10-14 Tage zu arbeiten, dann eine Woche zu Hause und dann auf's Neue. Bin gerade dabei mir in der Nähe meines Wohnortes ein paar Kunden zu beschaffen...
 
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Axis!

AW: Abrechnung als Freiberufliche?

soory wegen RV.. hab 2008 keine rente bezahlt weil ich ne mischform zwischen anstellung und freiberufichkeit gemacht habe.. erst 2009 hab ich RV gezahlt aber hab die unterlagen noch net beim steuerberater abgegeben deshalb war das noch kein thema bei mir..
war eigentlich von ausgegangen das rv nivht absetzungsfähig sei... aber danke für die info

wer bundesweit agiert kann sich halt auch die sahnehäupchen raussuchen... aber lieber hab ich paar euro weniger und kann nach der arbeit noch zuhause leben...

hab einmal nen auswärtseinsatz gemacht... das war mir echt nix ... im hotel pennen und so... nix für jedermann glaub ich....

würd ich hier aber keine einsätze bekommen würde ich das zwischendurch auch mal machen...
 
Böserwolf

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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

Hallo

na, im Hotel kann ich mir nicht leisten:sick:. Suche mir entweder ein Zimmer, aber meist habe ich ne kleine Fewo mit Kochgelegenheit oder ein Zimmer direkt im Heim. Will ja schließlich nicht meine ganzen Spesen ausgeben.

Bei einer Familie in Bayern war ich schon 5 x, gehöre ich schon fast zur Familie:grin:

Aber zuhause ist es natürlich am Schönsten:super:
 
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kuduzu

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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

Alter Falter.... hier geht ja was ab.
Einiges von dem was ich hier im Strang gelesen habe stimmt nicht ganz, einiges ist berechtigt anderes Quatsch.

Der Schritt in die Selbständigkeit ist ja nun kein leichter, besonders wenn man aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis kommt.
Daher gehe ich davon aus, dass man sich schon damit beschäftigt, das Für und Wider abwägt, sich auch der Risiken bewusst ist und sich nicht nur hier informiert.:whistling
Rischtisch !

Dem Gesundheitsamt und dem Finanzamt musst du mit einer kurzen schriftlichen Mitteilung anzeigen, dass du ab ...freiberuflich als....tätig bist. Vom FA kriegst du eine Steuernummer (falls du noch keine hast). Berufsgenossenschaft anmelden, Berufshaftpflicht abschließen, musst dich selbst kranken- und rentenversichern. (so in Hessen)
Dem Finanzamt musst du es mitteilen, dem Gesundheitsamt nur dann wenn du lediglich im Ort des Gesundheitsamtes tätig sein möchtest. Arbeitest du Bundesweit hättest du andernfalls ein enormes Problem. Die meisten Gesundheitsämter haben nicht einmal eine Stelle für deine Info.

Seit dem 01.01.2009 ist jeder Selbständige so also auch der Freiberufler Krankenversicherungspflichtig !
Die Regelungen zur Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und Gesetzlichen Pflegeversicherung (GPV) haben sich mit Verabschiedung der Gesundheitsreform im April 2007 grundlegend geändert. Seit dem 1. Januar 2009 müssen alle Personen und Selbstständigen krankenversichert sein.
Pflichtversichert waren schon vorher Landwirte, Künstler und Publizisten (Letztere über die Künstlersozialkasse). Umfangreiche Informationen zur Künstlersozialversicherung finden sich auch
hier). Mit Verabschiedung der Gesundheitsreform im April 2007 und der Einführung des Gesundheitsfonds zum 01.01.2009 besteht nunmehr auch eine Krankenversicherungspflicht für alle anderen Selbstständigen.
Grundsätzlich müssen Selbstständige dabei in das Versicherungssystem zurückkehren, in dem sie zuletzt versichert waren: Selbstständige, die zuletzt gesetzlich krankenversichert (GKV) waren, können wieder zurück in ihre alte Kasse, müssen aber die Beiträge rückwirkend zum 01.04.2007 zahlen. Für Selbstständige, die eine private Krankenversicherung (PKV) finden, die den Selbstständigen aufnimmt, entfallen diese Rückzahlungen. Gleichwohl sollte hier bedacht werden, dass die Beiträge bzw. Prämien zur PKV mit zunehmendem Alter steigen.
Personen, die früher gar nicht krankenversichert waren, können entscheiden, ob sie die GKV oder PKV wählen. Beide Systeme dürfen die Selbstständigen dann nicht ablehnen. In der PKV haben Sie mindestens Zugang zum sog. Basistarif. Die Beiträge zum Basistarif orientieren sich an Geschlecht und Alter (ohne weitere Risikozuschläge) und dürfen den durchschnittlichen Höchstbeitrag in der GKV nicht überschreiten.
Weitere Informationen zum Thema "Krankenversicherungsschutz für Selbstständige" erhalten Sie über das Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums unter Tel.: 01805 - 99 66 01.
Gleiches gilt im übrigen für die Rentenversicherung !
Es sei denn man arbeitet ausschließlich im Privat Haushalt !
Die verkammerten freien Berufe (Kammerpflichtmitgliedschaft) Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Apotheker sowie in der Regel Architekten) sind rentenversicherungspflichtig über ihre obligatorische Mitgliedschaft in den berufsständischen Versorgungswerken, die als Ersatz für die Gesetzliche Rentenversicherung anzusehen sind. Für diese Berufsgruppen besteht die Möglichkeit, sich von der Gesetzlichen Rentenversicherung befreien zu lassen; eine Selbstständigkeit ist hierfür nicht notwendige Voraussetzung.
Für Ingenieure, die auch zu den verkammerten Freien Berufen zählen, gibt es ebenfalls Versorgungswerke. In diese dürfen aber in der Regel nur selbstständig tätige Ingenieure eintreten, eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung wie bei den oben genannten Berufen ist in der Regel nicht möglich.
Weitere Informationen hierzu gibt es über die Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV). Auch unter den nichtverkammerten Freiberuflern gibt es Personen, die nach § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI über die Deutsche Rentenversicherung Bund (ehemals Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) rentenversicherungspflichtig sind, da sie laut Gesetzgeber als sozial schutzbedürftig gelten. Zu diesem Personenkreis zählen:

  • Lehrer, Erzieher, wenn diese ohne versicherungspflichtigen Arbeitnehmer tätig sind
  • Pflegepersonen ohne versicherungspflichtigen Arbeitnehmer: Physiotherapeuten sind versicherungspflichtig, da weisungsabhängig (vom Arzt überwiesen), Logopäden sind nicht versicherungspflichtig, da selbstständig und nicht weisungsabhängig
  • Hebammen und Entbindungspfleger
  • Seelotsen
  • Künstler und Publizisten (über die Künstlersozialkasse)
  • Hausgewerbetreibende
  • Küstenschiffer und Küstenfischer
  • bestimmte Handwerker
  • Arbeitnehmerähnliche Selbstständige: Selbstständige ohne versicherungspflichtige Arbeitnehmer, die auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind
Im Zusammenhang mit der Sozialversicherungspflicht ist auch die Frage, ob eine Scheinselbstständigkeit vorliegt, von Bedeutung. Hierzu hat die Deutsche Rentenversicherung Bund (ehemals BfA) ein Statusfeststellungsverfahren erarbeitet. Erste Informationen gibt es auch hier. Unabhängig davon, ob eine Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Rentenversicherung besteht oder nicht, sollten insbesondere Freiberufler, die keinen Zugang zu berufsständischen Versorgungswerken haben, zusätzlich eine private Altersvorsorge betreiben.
Zu mir: Ich bin seit 6 Jahren freiberuflich tätig
 
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Lagerung Schädel-Hirn-Verletzte nach Bobath.
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kuduzu

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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

Dies gilt auch für selbständige Altenpfleger, die überwiegend gesunde und lediglich wegen ihres Alters pflegebedürftige Menschen betreuen
bedeutet im Klartext: Im privat Haushalt, ohne das ein Hausarzt irgend etwas dazu Anordnet besteht keine Versicherungspflicht. Gleiches gilt wenn im Altenheim die Leistung erbracht wird, ohne Anordnungen des Hausarztes oder Altenheimarztes. Medikamente stellen ist aber schon eine durch Anordnung des Arztes zu verrichtende Tätigkeit. Ferner besteht Versicherungspflicht wenn sich der freiberufler in die Organisationsstruktur des Auftraggeber einfügt. Dienstbeginn um 06:00 kann so gewertet werden.
Somit lieber Böserwolf liegt die Wahrheit wie meistens in der Mitte.
 
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AW: Abrechnung als Freiberufliche?

wo kann ich den "Klartext" denn nachlesen oder ist das deine Interpretation?

Der 2. Teil deiner Antwort betrifft doch eher den Begriff "Scheinselbständigkeit" .
 
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