Abendlicher Schwindel und Übelkeit

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Lunacht

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Hi allerseits,
ist heute mein erster Beitrag.
Hier meine Geschichte: Ich selber bin MFA und habe meine Ausbildung beim Urologen angefangen und dann ohne Unterbrechung beim Chirurgen fortgesetzt. Nach Ende der Ausbildung habe ich dann noch 5 Jahre weiter dort gearbeitet bis es auf Grund eines Burnout Syndroms in meinem Leben nicht mehr weiterging.
Die ersten Symptome und die damit erstmalig auftretende Ausfallzeit von 6 Wochen hatte ich im Sommer 2006. Damals war ich gerade mit meinem langjährigen Freund zusammengezogen. Schon damals begann es auch. Abends beim Fernsehen gucken oder einfach beim auf der Couch sitzen ging es plötzlich los. Schwindel. Dieser wurde dann so schlimm, dass ich mich nurnoch hinlegen konnte. Darauffolgend kam immer Übelkeit. Jedoch bekam ich solche Anfälle nur ca einmal im Vierteljahr.
Ich ging nach dieser Ausfallzeit wieder zur Arbeit und nahm mir vor, zukünftig besser auf mich acht zu geben.
Leider merkte ich bereits im Oktober 2006 erneut die ersten Anzeichen...oder immer noch?? Daraufhin sprach ich mit meinem Chef und verkürzte meine Arbeitszeit und arbeitete nurnoch 2 Tage die Woche ganz, die anderen nur halbtags. Im November merkte ich keine Besserung und verkürzte auf 5 Tage die Woche halbtags. Ich konnte oder wollte mir nicht eingestehen, dass ich das Problem nicht so in den Griff bekam. Jeder Morgen und der damit folgende Gang zur Arbeit war eine Qual, schon das Aufstehen machte mich richtig kaputt.
Der endgültige Zusammenbruch kam dann Anfang Dezember. Ab diesem Zeitpunkt war ich krankgeschrieben. Ich kam nach Hause und mein damaliger Freund eröffnete mir, dass er nach nun 7 Jahren unserer Beziehung eine neue im Internet kennengelernt hatte und er diese zu uns in die Wohnung holen wollte. Die näheren Details sind zu komplex. Jedenfalls musste ich noch den ganzen Dezember in der besagten Wohnung im Gästezimmer verbringen und alles ertragen, was dort über mich hereinbrach, mir ansehen wie er mit seiner neuen zusammenlebte und alles. Jede Stunde war ein Kampf ums Überleben für mich. Es kam zu einigen Eskalationen dort. Ziemlich am Anfang habe ich in meinem Zimmer einen Teller runtergeworfen und mich absichtlich beim Aufheben der Scherben geschnitten. Eine Scherbe habe ich behalten und mir damit den Unterarm aufgeschnitten. Warum ich das getan habe? Ich hielt den Schmerz nicht mehr aus und wollte lieber "realen" Schmerz ertragen. Das sollte aber vorerst der einzige SSV Fall gewesen sein. Anfang Januar 2007 konnte ich dann endlich ausziehen und ich versuchte mich abzulenken in dem ich eine neue Beziehung anfing. (Natürlich konnte ich nicht vergessen was gerade erst passiert war). Im April 2007 kam ich für 2 Monate in eine Nervenklinik. In dieser diagnostizierte man dann Burnout Syndrom. Nach der Hälfte der Zeit dort, in der mein Freund mich immer besuchte, sagte dieser mir dann ebenfalls, er hätte eine neue Freundin und verlies mich. Nun wurde das SSV zur Routine bei mir. Jeden 2-3 Tag musste ich mich im Bad einschliessen um mir mit einer Rasierklinge den Arm aufzuschneiden. Es sollte niemand mitbekommen. Irgendwann kam der erneute Zusammenbruch und man fand mich im Badezimmer völlig abwesend vor. Ich hatte mich so tief geschnitten, dass alles voller Blut war auf dem Boden. Von nun an hieß die Diagnose: Borderline Störung mit SSv bei Burnout Syndrom. Ich hatte einige Einzelsitzungen mit meiner Therapeutin, aber ich brauchte mein Ritual immer wenn mich etwas traurig machte. Noch kam dazu, dass die neue Freundin meines ersten Freundes, an dem ich nach wie vor noch sehr hing mir SMS schickte, in denen sie mich tief verletzte und mich fast in den Suizid trieb. Als ich dann 2 Monate später aus der Klinik entlassen wurde, schnitt ich mich schon jeden Tag mindestens einmal. Mein Leben nach der Entlassung verläuft stetig bergauf. Erst lernte ich meinen jetzigen Verlobten kennen, dann zogen wir zusammen...Arbeiten konnte ich nicht mehr in meinem Beruf. Die Vorstellung an mein altes Leben war zuviel. Während dieser ganzen Zeit meiner Erkrankung bekam ich immer wieder diese abendlichen Anfälle.
Seit 2 Wochen arbeite ich nun endlich wieder und der Grund meines schreibens ist, dass ich gestern abend erneut einen solchen Anfall hatte. Ich saß vor dem PC und chattete als mir urplötzlich schwindelig wurde. Ich ging dann ca. 1-2 Stunden später zu Bett und mit dem Hinlegen kam sofort die Übelkeit. Wenn ich erstmal 3 Minuten ruhig lag, also mein Kopf, dann lies der Schwindel etwas nach, aber sobald ich meinen Kopf auch nur minimal bewegte drehte sich alles wieder ganz enorm.
Heute morgen ist es anders als die anderen Tage nach einem solchen Anfall, denn der Schwindel ist immernoch da!! Ich war deswegen schon bei sämtlichen Ärzten: HNO, Orthopäde, Neurologe...keiner weiß Rat, meine Hausärztin meinte es könnte eine ungewöhnliche Art von Migräne sein, aber die Tabletten, die sie mir gab haben nicht geholfen.
Ich weiß, ist immer doof wegen Ferndiagnose und so aber evtl. hat ja jemand von ähnlichen Fällen gehört??

Danke schonmal an alle, die sich die Mühe gemacht haben meinen endlos langen Text zu lesen.:sad:
 
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Suseline

Hallo Lunacht!
Ruf eine Person deines Vertrauens an und SOFORT ab in die Klinik!
Ferndiagnostisch hier tätig zu werden wäre leichtsinnig.
Da ich aber selbst an einem sehr empfindlichen Kopf/Nacken/Schulterbereich leide und heftige Verspannungen durchaus Symptome wie deine hervorrufen können, verstehe ich deine Angst.
Du brauchst ärztliche Hilfe.
Schnell.
Ich wünsch dir viel Glück und alles Gute dabei!
Grüssle
Susi
 
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Lunacht

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Huhu und danke für Deine schnelle Antwort, da es leider Sonntag ist werde ich morgen nochmal meine Augen untersuchen lassen und auch das noch abklären denke ich, das letzte Mal ist schon etwas her und dann werde ich mich erneut an meine Hausärztin wenden, mal sehen was sie dazu sagt.
 
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wusselinchen

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hi lunacht,

wegen deines schwindels: hast du denn schon mal einen orthopäden aufgesucht? oft ist die halswirbelsäule auch ursächlich für schwindel.

auf jeden fall solltest du dir ärztliche hilfe suchen. deine beschwerden könnten auch zu einer depression passen, aber hier kann man keine diagnose stellen, dazu bedarf es eines arztes, bzw. facharztes.

gruß

wusselinchen
 
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...manchmal wäre ich gerne Dr. House...

Vielleicht solltest Du auch in Erwägung ziehen Seelsorge wahrzunehmen und einen Heilpraktiker bzw. der chinesischen Heilkunde Kundigen aufzusuchen - ein ehemaliger Kommilitone schwörte auf die ganzheitliche Medizin...:wink:

Ansonsten wünsche ich Dir vor allem Mut und Kraft !

Licht und Liebe,

Zauberfae:wub:
 
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Lunacht

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Ja danke für eure schnellen und hilfreichen Antworten. Ich habe schon einen Arzt gefunden der mit Homöpathie fast alles wegbekommt, was nicht in den Körper passt. :)
 
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