Ab 2009 keinen gesetl. Krankengeldanspruch f. Selbstständige

Griesuh

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Hallo, habe eben im Net gelesen, dass Selbsständige ab 1.1.2009 nicht mehr gesetzlich Krankengeld versichert sind.
Bisher konnten Selbstständige mit einen Zusatzbeitrag, innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung, einen Krankengeldanspruch absichern. Das ist ab 2009 nicht mehr möglich.
Habe mal bei der Tk, dort bin ich versichert, angefragt.
Es wurde mir bestätigt, dass Selbstständige ab 2009 keinen gesetzlichen Anspruch mehr auf Krankengeld haben.
Die TK will jedoch eine sogenannte Satzungsleistung anbieten, in der sich Selbstständige zusätzlich mit dem Betrag x auf Krankengeldanspruch versichern können. Nur fehlt noch jegliche Genehmigung der zuständigen Behörde. Somit kann noch keiner sagen wie hoch diese zusätzlichen Beiträge sein werden. Fest steht nur, dass sie die Höhe der jetzigen Zahlungen deutlich übersteigen werden.
Ich finde es schon merkwürdig, was dem Gesetzgeber so einfällt. Durch diese Reglung können Existenzen vernichtet werden. Noch verfremdlicher ist für mich, dass die TK bisher kein Wort darüber verloren und ihre Selbstständigen nicht darüber informiert hat.
Ich denke es ergeht vielen so wie mir, dass sie das nicht wussten.
Dann werden die Augen ab 2009 groß werden, wenn es zu einem längeren Krankheitsfall kommt und es wird kein Krankengeld mehr gezahlt.
Habe mich sogleich bei der TK auf die Satzungsleistung des Krankengeldanspruches vor angemeldet. Man weis ja nie was alles auf einen zu kommt.
Lg Griesuh
 
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ja, da hat sich der Gesetzgeber mal wieder was getraut.

Selbständige sind ja in der Krankenkasse freiwillig versichert, oder?

Bisher war es doch so, dass man sich mit einem Zusatzbeitrag zum normalen Kassenbeitrag ein Krankengeld nach der 3. oder 6. Woche (=unterschiedliche Beitragshöhen) versichern konnte.

Und das fällt nun weg?

Bisher war es sowieso unmöglich, dass man sich nicht mit einkommensabhängigen Beiträgen von ca 14,5 % - 16% normal absichern konnte, sondern mit dem Mindestbeitrag von fast € 400.- die Einstiegsbeiträge begannen. Hatte ich ein schlechtes Jahr hinter mir, bedeutete das manchmal, dass meine Krankenversicherung fast 30% kassiert hat.

Da lobe ich mir die Pflichtversicherung zur Rente, die nach dem tatsächlich vom Finanzamt bestätigtem Einkommen fast 20% (vor längerer Zeit) bekam.
Auch dort musste man immer mehr einzahlen, weil ja mit dem Einkommensbescheid des Finanzamtes die neuen Beiträge für das kommende Jahr festgelegt wurden und wegen der um 1 Jahr verspäteten Einzahlung man grundsätzlich so eine Art "Verzugszinsen" pro Monat zu zahlen hatte. (Wird aber nicht in die Höhe der Rente eingerechnet :nono: )
Trickigerweise auch dann, wenn man im neuen Jahr dann wegen eines schlechteren Einkommens des vergangenen Jahres weniger zu zahlen hatte.

Was will man mehr, als dass man uns munter macht ?

Grüsse an diesem schönen Sonntag an Alle!
 
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