89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

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Stina08

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24.04.2012
66763
Meine Mutter (89), bisher noch relativ selbstständig (kochen, bügeln, spazieren), lebt in eigener Wohnung in meinem Haus.

Hatte im Dezember einen leichten Schlaganfall.

Nun einen schwereren.

Lag 12 Tage im Krankenhaus.

Dort trat 4 Tage nach Schlaganfall nächtliche Unruhe auf, war aggresiv und dann 2 Tage ganz, 2 Tage teilweise verwirrt.

Nun ist sie in einer "Versuche-Reha" nur für 2 Wochen.

Nun stelle sich die Frage, ob ich die häusliche Betreuung übernehmen kann, evtl. mit Pflegestation.
Oder eine 24-Stunden-Pflegerin.
Oder eben eine Heimunterkunft.t

Momentan ist sie teilweise verwirrt, teilweise ganz klar.

Kann allerdings nicht alleine aus dem Bett und kann nur zwischen 2 Pflegerinnen "gehen".

Blasenkatheder wurde im Krankenhaus gelegt, da eine Überlaufblase besteht.

Von was würdet ihr es abhängig machen, unter welchen der 3 "Auswahlmöglichkeiten" ich mich entscheiden soll?

*

Kann es sein, daß Sie wieder "ganz klar im Kopf" wird?

**

Danke im voraus für Eure Mitteilungen.
 
Qualifikation
Schreibkraft/Hausfrau
Fachgebiet
Schreibkraft
G

Gunda

Mitglied
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20.09.2010
34130
AW: 89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

Hallo Stina,
versetze dich bitte mal in die Lage deiner Mutter.
Sie liegt abends im Krankenbett, denkt über sich nach und alles bricht über sie herein. (Wie geht's weiter, was wird zu Hause, bekomme ich Hilfe, will ich meine Kinder damit 'belasten', kann ich noch selber das tun was ich vor dem Schlaganfall tun konnte, ...)
Also wer da nicht unruhig wird ... Dann ist vielleicht eins zum anderen gekommen.
Und mal ganz ehrlich, in dem Alter mit so einer Situation klar kommen, unter fremden Menschen, die wenig Zeit haben (so ist es nun leider mal), für die das Krankheitsbild eher Routine ist, die Visite ist vielleicht für deine Mutter auch schwer verständlich, es wird über ihren Kopf hinweg geredet, ...
Also mich würde das auch wuschig machen.
Die Verwirrtheit kann ja wirklich nur ein kurzer Ausnahmezustand gewesen sein.
Evtl kannst du ihr ja Ängste nehmen indem du mit ihr zusammen berätst welche Hilfen sie annehmen möchte.

Grüße und viel Geduld,

Gunda
 
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Krankenschwester/PDL
Fachgebiet
amb. Pflege
L

Lisy

Unterstützer/in
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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
AW: 89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

Hallo Stina,
meiner Erfahrung nach ist es ein großer Unterschied ob der Betroffene in einer Klinik/ Reha oder zu Hause ist.
Ich erlebe immer wieder, das die Sozialdienste in den Kliniken zu Heimaufenthalt raten und wenn der Betroffene dann nach Hause entlassen wird, sich die "Lage" nach kurzer Zeit entspannt.
Ich denke, du solltest es einfach ausprobieren. Ohne jetzt einen echten Rat geben zu wollen, sorg vor. Such dir einen Heimplatz, such dir eine 24 Stunden Kraft, immer mit der Option, das zu wiederrufen.
Gib dier ein paar Tage (ich denke so an eine Woche) wo du das mal mit einem Pflegedienst ausprobierst. Wenns nicht hinhaut, dann den 2. Schritt- die 24 Stunden Betreuung, und wenn das dann auch nicht funktioniert, dann als letze Option das Heim.
Allerdings solltest du bei den 24 Stunden Kräften genau hinsehen, was im Vertrag steht. es wäre ungeschickt, wenn du für diese Kräfte noch zusätzlich Geld bezahlen mußt, obwohl deine Mutter schon im Heim lebt.
Ich wünsch dir viel Kraft.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
leaving-the-moon

leaving-the-moon

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29.06.2011
Karlsruhe
AW: 89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

Diese Entscheidung ist nicht einfach zu treffen. Es hängt von verschiedenen Umständen ab.
Zum einen wie sich der Zustand deiner Mutter weiterhin darstellt - gibt es eine Verbesserung? Gerade im motorischen Bereich - also das Gehen anbetreffend - sind da auch nach längerer Zeit noch Fortschritte möglich. Die Verwirrtheit kann durchaus auch nur durch den Krankenhausaufenthalt bedingt sein - das trifft man bei alten Menschen häufiger an - aber es kann auch sein, dass sich das nicht mehr zurückbildet.

Dann hängt es davon ab wie du das für dich organisieren kannst - wieviel Kraft hast du tatsächlich, wie lange kannst du quasi auf Abruf rund um die Uhr parat stehen - das musst du nämlich auch dann, wenn ein Pflegedienst die Körperpflege oder ähnliche übernimmt.
Ich würde andersherum anfangen:

Ich meine deinen Worten zu entnehmen, dass du deine Mutter gerne nach Hause holen würdest. Also ist Plan eins: Wie kriege ich das hin. Und die ehrliche Antwort lautet: Weiß ich noch nicht.
Hier würde ich zunächst versuchen eine 24h Kraft für Zuhause zu bekommen - wenn du nach der Anfangszeit merkst, dass du das nicht brauchst ist das ruck zuck zurückgefahren - da meckert dann auch keiner von der Kranken-/Pflegekasse wenn du dies nicht mehr brauchst. Ich glaube man neigt dazu zu glauben man schafft das schon... und man schafft das schon ein paar Tage, ein paar Wochen vielleicht auch ein paar Monate und plötzlich sind die Akkus leer und man merkt, man hat gar keine Zeit mehr für sich - und die braucht man um weiterhin Kraft zu haben.

Ich würde nicht dem vorauseilenden Sparwahn anheimfallen sondern erst mal eher ein mehr an Hilfe beantragen und schauen wie es sich anlässt, zumal deine Mutter unabhängig vom Schlaganfall auch schon ein hohes Alter hat und sicherlich ganz unabhängig von den Beeinträchtigungen des Schlaganfalls eher gebrechlicher denn fitter wird.
 
Qualifikation
PFK Intensiv und Anästhesie
Fachgebiet
Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
Weiterbildungen
abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
P

pegean

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22.09.2009
düsseldorf
AW: 89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

Hallo Stina !

Gibt es einen Pflegestützpunkt in Deiner Nähe ? Auch die KK wissen wo es einen in Deiner Nähe gibt .Dort kannst Du sehr gut beraten werden-völlig kostenlos .

LG
 
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krankenschwester
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altenheim-lt.nachtwache
S

smily

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20.03.2006
91056
AW: 89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

Hallo,

zunächst würde ich die Zeit der Reha "ausreizen". So wie Du beschreibst sind typische Patienten, wie wirs sie aus Akuthäusern übernehmen. Ob sie geistig wieder besser wird, hängt davon ab, welches Ausmass die Hirnschädigung hat und welche medikamente sie bisher bekommen hat. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, bei den meisten Patienten lässt diese "Verwirrtheit" wieder nach. Und motorisch scheint sie ja nicht so schlecht zu sein, wenn sie mit 2 PP bereits gehen kann.
Was zuhause wird- gute Frage. Deshalb zunächst Reha (eine Verlängerung muss von den Ärzten beantragt wedren, das geht auch mehrfach) und wir bieten z.B. ein Probewochenende mit Pflegedienst an, der uns eine Rückmeldung gibt, was für ein Eindruck entstanden bzw. was sie z.B. an Hilfsmitteln u./o. Betreuung empfehlen. Auch wir haben die Erfahrung, dass es in häuslicher Umgebung meist alles besser geht, weil sich die Patienten wohl und sicher fühlen. Manchmal ist aber auch eine Unterbringung im Heim unumgänglich, was dann in Absprache eingeleitet wird.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie / Pflege
F

foenigin

Mitglied
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14.12.2011
trier
AW: 89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

Hallo
meine Mutter ist 87 allein zu Hause macht alles noch selber,vor 1 Jahr ist sie gestürtzt 4 Wochen Krankenhaus Reha danach habe ich Sie versuchsweise in dem Altenheim untergebracht in dem ich arbeite.sie war in dieser Zeit verwirrt ..verzweifelt hat nicht mehr gelesen und sich für nichts mehr interesiert.Meine Geschwister haben Sie schon aufgegeben aber ich hab gesagt Mama wir packen das... nach 2 Tagen bei mir zu Hause hat Sie wieder gekocht Zeitung gelesen Fern gesehen wie vorher ,jetzt wohnt Sie wieder in Ihrem Haus versorgt sich selbst und ich kann Dir nicht sagen was das für mich bedeutet. noch 2 Wochen im Heim und wäre gestorben da bin ich sicher das sagt Sie heute auch,versuch alles Sie in Ihrer gewohnten Umgebung zu pflegen
Alles gute
Rosi
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Altenheim
F

foenigin

Mitglied
Basis-Konto
14.12.2011
trier
AW: 89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

Du kannst diese Pflegezeit in Anspruch nehmen ruf einfach bei deiner Krankenkasse an das ist ne gute Sache
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Altenheim
P

patri

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18.05.2012
96215
AW: 89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

Hallo,die Erfahrung habe ich auch gemacht, meine Mutter hatte auch ein Schlaganfall mit Halbseitigelähmung, nach Krankenhaus war sie auf die Reha, danach wurde sie Zuhause gepflegt und nach ein paar Monate hat sie sich so gut erholt dass sie jetzt alleine ihr Haushalt führt.
Meine Meinung: so lange Reha wie es geht, Pflegezeit beantragen und bei ihr bleiben und unterstützen und mit viel Geduld und Wille wird sie schaffen.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Selbstständig
S

Stina08

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
24.04.2012
66763
AW: 89jährige Mutter, Schlaganfall, teilweise Verwirrtheit

Meine Mutter ist zwischenzeitlich zur Kurzzeit- und Verhinderungspflege in einem Seniorenheim.

Wir werden zu Hause umbauen und uns eine 24-Stunden-Betreuerin suchen.

Danke für Eure Antworten.
 
Qualifikation
Schreibkraft/Hausfrau
Fachgebiet
Schreibkraft
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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