6 Tage Woche - Sonntag krank

N

Nachtwachenclaudi

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20.11.2019
Hallo, ich bin Dauernachtwache im Altenheim. Wir haben die 6 Tage Woche.
In meinem 7er Block ( Mittwoch - Dienstag) musste ich aus gesundheitlichen Gründen ab Sonntag zu Hause bleiben.
Krankmeldung ging dann von Sonntag bis Sonntag.
Da wir bei Krank und Urlaub Durchschnittsstunden aufschreiben weiß ich gerade nicht weiter.
Im Dienstplan steht bei mir jetzt von Montag bis Samstag krank. Was ist mit dem Sonntag? Den hätte ich doch arbeiten müssen! Was wäre gewesen wenn ich ab Montag krank geschrieben wäre?
Kann mir jemand Auskunft geben?
Vielen lieben Dank im voraus!!
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Nachtdienst
C

Cutter

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16.11.2008
Hannover
Auf dem DP muss der exakte Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit eingetragen sein.
 
Qualifikation
Pflegehelferin
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Hannover
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Menschenkind

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18.12.2012
Die genauen Krankheitstage müssen auf dem Dienstplan markiert werden - dies ist z.B. entscheidend, wenn du länger als 6 Wochen krank geschrieben wirst und aus der Lohnfortzahlung raus fällst.

Für die Berechnung der Arbeitsstunden im Ist-Plan kann die angezeigte Krankheit korrekt sein, da Urlaub und Krankheitstage bei euch anscheinend nicht nach dem geplanten Soll-Plan, sondern nach einem Rollplan in der 6-Tagewoche berechnet werden. Somit sind Sonn- und Feiertage automatisch aus der Berechnung raus, jedoch jeder andere Tag (6 Tage) wird mit dem gleichen Stundensaldo berechnet.
Dies hat in der Berechnung von Urlaubs- und Arbeitszeiten den Vorteil, dass Teilzeitkräfte mit geschickter Planung keine 9 Wochen Urlaub nehmen können, sondern den gleichen Anteil Urlaub haben, wie Vollzeitkräfte. Dafür werden die Stunden je Krankheits- oder Urlaubstag jedoch nicht mit den Stunden einer Vollzeitkraft berechnet, sondern entsprechend geringer.

Beispiel: Wenn eine Vollzeitkraft je Tag eine Sollarbeitszeit von 7 Stunden hat, so werden ihr diese für Krank oder Urlaub zugesprochen (für eine Woche Urlaub also 6x7 Stunden = 42). EineTeilzeitkraft von 50% verringert sich die tägliche Sollarbeitszeit entsprechend, also 6x3,5 Stunden.

Es wird der Urlaub und Krank immer von Montag - Sonntag berechnet, egal, ob du am Sonntag gearbeitet hättest, oder nicht. Dafür wird nicht der tatsächlich geplante Sollplan angesetzt, sondern ein fiktiver Rollplan in einer 6-Tage-Woche.
 
Qualifikation
Krankenpfleger, Pflegefachmann, freiber. Dozent
Fachgebiet
Heimaufsicht/WTG-Behörde
Weiterbildungen
Pflegedienstleitung, Qualitätsbeauftragter, Algesiologischer Fachassistent (DGSS)
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
Da wir bei Krank und Urlaub Durchschnittsstunden aufschreiben
Kurzer Hinweis: das ist nicht zulässig und benachteiligt den Arbeitnehmer einseitig. Krankstunden müssen immer so berechnet werden, als hätte der Arbeitnehmer den für diesen Tag geplanten Dienst in voller Stundenzahl abgeleistet. Urlaubstage sind rechnerisch Kalendertage, auch hier ist eine "Durchschnittsstunden"-Berechnung völlig unzulässig.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
M

marinadiezweite

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10.09.2014
Uelzen
Hallo Nachtwachenclaudi, wenn dein Arbeitsplan korrekt geführt ist, steht doch für den Sonntag ein Arbeiten drin. Also fallen die Stunden des Sonntag, da deine Krankmeldung für diesen Tag gilt, unter die eigentlich arbeiten, nun aber krank. Was anderes ist, wenn der Plan noch nicht geschrieben wäre für den übernächsten Monat. Dann sieht die Krankmeldung, (und auch der Urlaub) anders aus. Ich persönlich würde die Krankmeldung immer über Lückentage fortsetzen lassen. Also in dem Fall, dass man Sonntag arbeiten würde oder einen anderen Tag, dann würde ich mir immer vom Arzt den letzten Tag eintragen lassen. Selbst wenn du diesen sowieso frei hättest laut Plan. Dann kann dich keiner nerven, dass du eher zurückkommen sollst bei Personalmangel. Aber ein geplanter Arbeitstag ist auch ein bezahlter Krankheitstag. Und zwar mit genau den geplanten Stunden.
Der Urlaubsplan ist eine etwas anders gelagerte Sache. Weil dort eine Art Durchschnitt genommen wird. Das ergibt sich daraus, dass du ja in einer Urlaubswoche, in der du vielleicht sowieso laut Rollplan mehrere Tage freihättest, nicht weniger Geld erhälst. Aber die Anzahl der Urlaubstage bestimmt werden muss.
 
Qualifikation
Altenpflegeassistentin
Fachgebiet
stationäre Altenpflege
Weiterbildungen
Einjährige Ausbildung Pflegeassistentin Alten- und Krankenpflege mit Ausbildung als Alltagsbegleiterin §87b, jetzt 53c
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
Der Urlaubsplan ist eine etwas anders gelagerte Sache. Weil dort eine Art Durchschnitt genommen wird. Das ergibt sich daraus, dass du ja in einer Urlaubswoche, in der du vielleicht sowieso laut Rollplan mehrere Tage freihättest, nicht weniger Geld erhälst. Aber die Anzahl der Urlaubstage bestimmt werden muss.
Bei den Urlaubszeiten geht es hier doch um die Anrechnung der Urlaubstage mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit im Dienstplan und damit im Arbeitszeitkonto des Mitarbeiters. Tatsächlich unterliegt die Gehaltsberechnung hier einem rechnerischen, täglichen Durchschnittslohn, jedoch darf ein Urlaubstag im Dienstplan nicht mit einer durchschnittlichen Stundenzahl berechnet werden, sondern muss als Kalendertag geführt und berechnet werden. Andernfalls könnte ein Mitarbeiter fiktiv angenommen am Urlaubstag von 0-8 Uhr als "in Urlaub" gelten und dennoch am gleichen Tag zum Spätdienst eingeplant werden. Aber da sind wir uns glaube ich einig, dass das nicht zulässig ist, oder?
 
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Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
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johannes2017

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Ich weiß nicht, warum man sich bei der Urlaubsplanung immer noch nach Stunden richtet. Arbeitsstunden am Tage haben keinerlei Bedeutung bei der Urlaubsberechnung.

Generell gilt gem. AZGes:

gesetzlicher Urlaubsanspruch beträgt bei einer 6-Tage-Woche 24 Arbeitstage. Das bedeutet pro Arbeitstag in der Woche (Mo - So) 4 Urlaubstage. Wer also nur einen einzigen Tag in der Woche arbeitet, hat Anspruch auf 4 Urlaubstage im Jahr. Wer 6 Tage in der Woche arbeitet, hat Anspruch auf 24 Urlaubstage im Jahr.

Gewährt der Arbeitgeber mehr als den gesetzlichen Urlaub, ist dieser entsprechend der gesetzlichen Regelung immer durch diese 6 Arbeitstage in der Woche zu teilen und auf die jeweils in der Woche zu arbeitenden Tage aufzurechnen.

Beispiel: Hat der Arbeitgeber im Vertrag 36 Tage Urlaub stehen, sind diese 36 Tage durch die 6 Arbeitstage zu teilen und anschließend auf die tatsächlich regulär in der Woche zu leistenden Arbeitstage hochzurechnen.

Wieviel Stunden ein Arbeitnehmer an einem Arbeitstag zu leisten hat, ist hierbei absolut unerheblich. Auch ein Arbeitnehmer, der an 6 Arbeitstagen in der Woche nur jeweils 1 Stunde arbeitet, hat Anspruch auf den vollen Urlaub (gesetzlich 24 Urlaubstage oder wie in obigem Beispiel 36 Urlaubstage).
 
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Altenpfleger
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marinadiezweite

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10.09.2014
Uelzen
Genau so ist das Johannes. Sonst müsste mein Arbeitgeber bei der Urlaubsplanung und vorausschauenden Eintragung in den Dienstplan ja immer genau schauen, was hätte die- oder derjenige normalerweise an dem Tag für einen Dienst mit wieviel Stunden. Rollrhythmus oder wie bei uns einen Früh- Spät und eine bestimmte Art von Wochenendienst. Das ist aber dann völlig egal, ob man da in einer bestimmten Woche normalerweise zwei Tage je 5 und an den anderen Tagen 9 Stunden hätte oder einen Tag durch den Rhythmus frei. Es wird eine Art Standardsystem aufgrund der 5,5 Tage-Woche genommen oder 6-Tage-Woche.
 
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