5 Tage Nachtdienst Nachtwachenfrei wurden Überstunden eingetragen

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Oberschwester1

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Hallo zusammen,
von meiner PDL wurde nach dem letzten Nachdienst einfach Überstundenfrei eingetragen, ist sowas eigentlich rechtens?
Gruss Marion
 
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Ich verstehe die Frage nicht? Gegen welches Recht denkst Du liegt da ein Verstoß vor?
Geht es evtl. etwas konkreter und hast Du Deiner PDL diese Frage schon mal gestellt?
 
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lulli00

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Im Rahmen des Direktionsrecht kann dein AG so Überstunden abbauen da diese in erste Linie mit Freizeit abzugelten sind /I.d.R. Tarifliche Vereinbarungen). Ja dein AG hat die Möglichkeit diese nach seiner Schnauze zu planen. Überstunden stehen nicht zu freien Verfügung. Natürlich wäre es schöner wenn dein AG das mit dir abspricht.

Verwechselt Überstunden nicht mit Urlaub.

Überstundenabbau kann vom AG angeordnet werden. (Kommt selten vor da die AN meist nicht zu entbehren sind)
Wenn man im Überstundenabbau krank wird, sind die Stunden trotzdem verfallen.
Überstundenabbau gilt nicht als Erholungsurlaub.
Überstunden müssen in erster Linie abgebaut werden und können nur ausgezahlt werden wenn ein Abbau nicht möglich ist.

Einzelvertragliche Regelungen können abweichen.

Deinen Regelfreien Tage müssten hinten dran hängen oder wo anders auftauchen.
Befürchtest Du das deine PDL Überstunden an deinen ohnehin freien Tage reduziert. Als würde ein Verkäufer seine Überstunden an einem Sonntag abfeiern?
 
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Oberschwester1

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Hallo
vielen Dank für die Info, aber das hört sich an als hätte man dahingehend keine Rechte den Abbau der Überstunden mitzubestimmen; kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. das wäre so wie zu Zeiten als die Nonnen noch gegen Kost und Wohnung gearbeitet haben.
Gruß Marion
 
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In der Tat besteht kein Mitspracherecht.

Das einzige wo der AN mitbestimmen kann ist der Urlaub. Und das ist im Bundesurlaubsgesetz gebunden (§7 Abs 1). Überstunden betrifft das Arbeitszeitgesetz (§3) welches ein Mitspracherecht des AN nicht vorsieht bzw. einfach nicht angesprochen wird.

Wie gesagt einzelvertragliche Regelungen finden in diesem Beispiel keine Anwendung. Das hier ist nur die gesetzliche Grundlage.

Führungstechnisch wäre es aber günstiger dem AN in den Abbau mit einzubinden. Mitarbeiterzufriedenheit = Besserer Betriebsablauf
 
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Kalimera

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Hallo
vielen Dank für die Info, aber das hört sich an als hätte man dahingehend keine Rechte den Abbau der Überstunden mitzubestimmen; kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. das wäre so wie zu Zeiten als die Nonnen noch gegen Kost und Wohnung gearbeitet haben.
Der Vergleich passt nun gar nicht und ist mMn völlig unsachlich.
Was lulli schreibt ist richtig, kannst Du auch auf vielen Seiten im Netz nachlesen. Ob der DP-Schreiber das Abfeiern mit Dir abspricht oder nicht liegt in seinem Ermessen.
 
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Hallo Oberschwester,
auch ich verstehe Deine Frage nicht ganz. Nachtwachenfrei ergibt sich aus den während der Nachtwache gemachten Überstunden.
Beispiel: Deine übliche Arbeitszeit beträgt 6,5 Stunden (39 Stunden pro Woche, verteilt auf 6 Tage). Die übliche Nachtwache beträgt 10 Stunden. Jede Nacht machst Du also 3,5 (angeordnete) Überstunden.
Daraus ergibt sich: würde der Nachtdienst nur 6,5 Stunden dauern, hättest Du gar kein Nachtwachenfrei, sondern müsstest am nächsten Tag ganz normal zur Arbeit gehen.

Ich verstehe die Not der Pflege, aber ohne Sachkenntnis heulen ist Jammern auf hohem Niveau.
 
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Hallo zusammen,
von meiner PDL wurde nach dem letzten Nachdienst einfach Überstundenfrei eingetragen, ist sowas eigentlich rechtens?
Gruss Marion
Nach einem Dienst (also hier dem Nachtdienst) ist nach dem AZG eine 11 stündige Ruhezeit einzuhalten. Überstundenfrei kann nur dort zum Tragen kommen, wo ursprünglich Arbeitszeit gewesen wäre.
 
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Hallo Oberschwester,
auch ich verstehe Deine Frage nicht ganz. Nachtwachenfrei ergibt sich aus den während der Nachtwache gemachten Überstunden.
Beispiel: Deine übliche Arbeitszeit beträgt 6,5 Stunden (39 Stunden pro Woche, verteilt auf 6 Tage). Die übliche Nachtwache beträgt 10 Stunden. Jede Nacht machst Du also 3,5 (angeordnete) Überstunden.
Daraus ergibt sich: würde der Nachtdienst nur 6,5 Stunden dauern, hättest Du gar kein Nachtwachenfrei, sondern müsstest am nächsten Tag ganz normal zur Arbeit gehen.

Ich verstehe die Not der Pflege, aber ohne Sachkenntnis heulen ist Jammern auf hohem Niveau.
Nein, der "Ausschlaftag" ergibt sich aus der 11-stündigen Ruhezeit. - Abgesehen davon: Auf seine Arbeitnehmerrechte zu achten, hat etwas mit Sachkenntniserwerb zu tun und nicht mit Jammern.
 
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Hallo
vielen Dank für die Info, aber das hört sich an als hätte man dahingehend keine Rechte den Abbau der Überstunden mitzubestimmen; kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. das wäre so wie zu Zeiten als die Nonnen noch gegen Kost und Wohnung gearbeitet haben.
Gruß Marion
Das bezog sich sicher hier rauf. Das wirkt unter den Pflegenden konträr. Da wo der AG wirklich keine Handhabe hat springen die AN und da wo der AG darf wird aufgemuckt. Es kommt so rüber. Ich denke nicht das die TE das so gemeint hat. Ich empfinde den Satz auch nicht als Jammern sondern als Zweifel...
 
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Nein, der "Ausschlaftag" ergibt sich aus der 11-stündigen Ruhezeit.
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Die Ruhezeit ist eingehalten, wenn ich montags um 7:00 Uhr aus der Nachtwache komme, und dienstags den Frühdienst um 06:00 Uhr beginne - immer gedacht in dem Arbeitsmodell, dass eine Nachtwache einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit pro Tag entspricht (in meinem Beispiel: 6,5 Stunden) Darüberhinaus war nicht der "Ausschlaftag" Inhalt des Postings, sondern der Umgang mit durch die Nachtwache entstandenen Überstunden
Abgesehen davon: Auf seine Arbeitnehmerrechte zu achten, hat etwas mit Sachkenntniserwerb zu tun und nicht mit Jammern.
SACHkenntnisERWERB hat für mich eine sehr sachliche Komponente ohne Apell- oder moralischen Charakter. Aussagen wie
aber das hört sich an als hätte man dahingehend keine Rechte den Abbau der Überstunden mitzubestimmen; kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. das wäre so wie zu Zeiten als die Nonnen noch gegen Kost und Wohnung gearbeitet haben.
sind weder sachlich, noch fordern sie Sachkenntnis ein.

Gruß
Monika
 
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"Durch die Nachtwachen entstandene Überstunden" das verstehe ich nichtß ein Nachtdienst hat 8 Stunden, ein Arbeitnehmer ist entweder Teil-oder Vollzeit.
Wie "mitarbeiter" oben schon schrieb:
Nach einem Dienst (also hier dem Nachtdienst) ist nach dem AZG eine 11 stündige Ruhezeit einzuhalten. Überstundenfrei kann nur dort zum Tragen kommen, wo ursprünglich Arbeitszeit gewesen wäre.
Ebenso kann am Ausschlaftag übrigens kein Urlaubstag angesetzt werden.

In Sachen "Arbeitnehmerrechte" bezog mich auf "Oberschwesters" Anfrage. - Was ihre Replik betrifft, so hat sie ziemlich recht, ein vernünftiger AG spricht die Überstundenabbau mit dem AN ab. - Da läßt man noch und nöcher seine freien Tage sausen und darf noch nicht mal an dem Tag freihaben, wenn das Kind Geburtstag hat?
 
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