Allgemeinchirurgie 3 in 1-Katheter

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Hallo,

würde mich gerne mit orthopädischen Stationen, die auch mit Perfusion von Naropin via 3 in 1-Katheter bei Pat. mit frischer Knie-TEP arbeiten, austauschen.

Wir sind von der Anfälligkeit der Perfusoren, damit meine ich die häufigen Alarme wegen Okklusion, ziemlich entnervt. VKB-Plastiken werden in der Regel auch so versorgt 1-2 Tage.

Wir benutzen die handelsüblichen Perfusoren von Braun.
Das Naropin (7,5 mg/ml) läuft in der Regel 1:1 mit NaCl 0,9% verdünnt auf Stufe 4. Manchmal auch auf Stufe 6, max 8.

Eine Kollegin äußerte schon die Mutmaßung, dass die Perfusoren einen höheren Druck bräuchten, da sie nun mal auf "iv" von Firmenseite eingestellt wären. Kann sowas sein?

Was gibt es noch für Erfahrungen?

LG, Allround
 
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UlrichFürst

Ich habe zwar (fast) keine Erfahrung mit Knie-TEPs aber mit den 3 in 1 Blöcken. Auch bei uns gab es immer wieder Fehlalarme. Die etwas älteren Perfusoren (Perfusor Secura FT) sind soweit ich mich erinnere unempfindlicher. Die neueren (BD Pilot A) sind etwas empfindlicher. Bei letzteren könnte man den Abschaltdruck ja einstellen, aber wenn die dann wieder venös angeschlossen werden...
Ich weiß jetzt nicht mehr genau wie hoch die Abschaltdrücke sind, das steht aber in der Betriebsanleitung (unter techn. Daten). Kannst ja, falls ihr mehrere Perfusoren im Haus habt mal einen mit höherem Abschaltdruck probieren.

I. d. R. (oder immer?) werden mittlerweile aber spezielle Pumpen von der Anästhesie für die verschiedenen Nervenblockaden dem Patienten mitgegeben. Seit dem gibt es so gut wie keine Alarme mehr.

Ulrich Fürst
 
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Hallo Ulrich,

danke für deine Nachricht! :eek:riginal:

Bin z.Zt. im U, habe deshalb mal bei Braun im Net nachgeschaut und habe den Begriff Abschaltdruck bei unseren Produkt gefunden! Perfusor® compact - B. Braun Melsungen AG
Sobald ich im Dienst bin werde ich den Techniker mal ansprechen.

Früher hatten wir Alarispumpen, die hatten zwar auch mal alarmiert, aber die wurden ausschließlich von den Anästhesisten eingestellt, so dass wir bei deren Nichtanwesenheit nur ausgeschaltet haben, Ende. Die Zubereitung der Beutel wurde dann wegen "zu teuer" wegrationalisiert. Dafür wurden dann die Perfusoren benutzt.

Rein theoretisch: Was würde passieren, wenn ein Perfusor mit erhöhtem Abschaltdruck an eine Vene oder ein Port, das wäre bei uns wegen der Onkologie und Chemotherapien häufiger, angeschlossen würde? Besteht überhaupt eine Gefahr? :kopfkratz:

Da die Perfusoren rotieren, meine ich nicht, dass ein ständiges Umstellen sicher anwendbar ist.

Die Bedienung der Perfusoren ist auf alle Fälle peronalintensiv, z.B. wenn du 6 Patienten mit so einem Ding hast.
Ganz abgesehen davon, dass die Mobilisation dadurch behindert wird. Dazu bekomme ich immer wieder "Zustände" :wassat: :getlost: , wenn aus Bequemlichkeit die Spritze beim Gang ins Bad einfach mal ausgespannt wird....

Was kennst du noch für Pumpen durch eure Anästhesie? Würde mich mal interessieren.

:icon_wave Allround
 
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UlrichFürst

Hallo Allround! :icon_wave
Rein theoretisch: Was würde passieren, wenn ein Perfusor mit erhöhtem Abschaltdruck an eine Vene oder ein Port,
Erst mal gar nichts. Solange alles gut läuft ist der Abschaltdruck ja irrelevant. Wenn aber die Venenverweilkanüle para ist, drückts halt fröhlich alles ohne zu murren ins Gewebe. Bei manchen Infusionslösungen ist das nicht gut, aber da erzähl ich Dir nichts neues, wenn Du auf der Onkologie arbeitest. Zum Port kann ich nichts sagen - da kenn ich mich überhaupt nicht aus. :rotwerd:

Da die Perfusoren rotieren, meine ich nicht, dass ein ständiges Umstellen sicher anwendbar ist.
Halte ich dann ehrlich gesagt auch für unrealistisch. Eher dann so, dass bestimmte Perfusoren auffällig gekennzeichnet werden und nur für Blöcke hergenommen werden dürfen :kopfkratz:

Wegen der Pumpen von der Anästhesie muss ich ehrlich gesagt erst mal nachsehen. Da ich in letzter Zeit wenige dieser Pumpen zu Gesicht bekam kann ich mich nicht an die Bezeichnung erinnern. :suche:

Ulrich Fürst
 
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Erst mal gar nichts. Solange alles gut läuft ist der Abschaltdruck ja irrelevant. Wenn aber die Venenverweilkanüle para ist, drückts halt fröhlich alles ohne zu murren ins Gewebe. Bei manchen Infusionslösungen ist das nicht gut, aber da erzähl ich Dir nichts neues, wenn Du auf der Onkologie arbeitest. Zum Port kann ich nichts sagen - da kenn ich mich überhaupt nicht aus. :rotwerd:
Hallo Ulrich,

heute habe ich endlich dran gedacht :blushing: (und Zeit genommen...), das mit den Abschaltdrücken zu klären.
Also, p1 sind 0,5 bar, p2 0,8, p3 1,2. Laut MPG-Verantwortlicher können die Perfusoren auf p3 eingestellt sein und bleiben, egal ob Vene, Port oder Katheter.
Ein Umstellen ist nicht erforderlich. Und damit müsste mein Problem verringert sein. Ich werde euch berichten, ob's stimmt.

Hatte leider noch keine Zeit, alle einzustellen, aber das kommt jetzt im Schrittempo, einer nach dem anderen. Ist auch ganz einfach. :eek:riginal:

Ciao, Allround
 
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