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2 Fragen: Kapselruptur und Versteifung LWS

  1. Moin,

    meine Mutter ist vor ca. 1 Jahr mit dem Stuhl umgefallen. Kurze Zeit später bekam sie eine Schwellung am rechten Außenfuss und etwas Schmerzen, auch beim gehen.
    Da die Schwellung blieb, ist sie nach ca. 3 Monaten zum Arzt, geröngt, Kapselruptur. Behandlung Druckverband.
    Wie Mütter so sind, wurde dieser mal mehr oder weniger angelegt.
    Nun ist 1 Jahr vorbei, die Schwellung ist noch immer da, Schmerzen lt. ihrer Aussage teilweise beim gehen und sehr oft ein "bitzen" an dieser Stelle.

    Sie will nicht nochmal zum Arzt "weil dieser eh nichts machen kann".

    Hatte jemand von euch schon mal etwas ähnliches und kann mir sagen ob das nun so bleibt oder ob man was anderes machen kann?

    ------------------------------------

    Im Lauf der letzten Jahre hatte sie 3 Bandscheibenvorfälle und permanent Rückenschmerzen.
    Vor ca. 5 Jahren ist sie eine Treppe runtergefallen, hatte einen sehr großen und schweren Bluterguss am Rücken und unendliche Schmerzen.
    Seitdem hat sich das Laufen immer verschlechtert, mittlerweile kann sie draussen nur mit Stock gehen und das auch nicht lange.

    1. Arztmeinung: OP mit Schmerztherapie - ob das hilft kann ihr keiner sagen, beim einen ja, beim anderen nicht.
    2. Arztmeinung: versteifung von 6 Wirbeln.

    Passt ihr beides nicht.

    Ihr Orthopäde ist nicht gerade sehr auskunftsfreudig hinsichtlich alternativen Methoden.

    Hat jemand da evtl. einen Tipp?

    Schöne Pfingsten. Gruß Böserwolf
     
  2. AW: 2 Fragen: Kapselruptur und Versteifung LWS

    Zu Punkt 1 : Die s.g. "Enkelsocke" muss halt vom Aufstehen zum Heiagehen getragen werden.
    (Knöchelkompressionsbandage) Da die Kapselruptur so lange verschleppt wurde, ist das wohl
    die Dauerlösung.

    Zu Punkt 2 : Nicht ohne die Rö-Bilder zu bewerten.
    Sind das nur die Bandscheiben? Oder zudem Sinterfrakturen?
    Danach richtet sich eine zielführende Therapie.
    (Bei meiner Mutter ist der "Lumbo-train/Lady" hilfreich)
    Warte mit dem Rollator nicht zu lange : Das Gehen am Stock belastet die Wirbelsäule im
    Sinne einer ständigen Torsion. (unphysiologisch)

    Da hast Du einen echt sauren Drops zu lutschen :
    Mangelnde Compleance von Patient und Arzt !
    Erschwerend : Die eigene Mutter.

    Verfüge Dich doch mal zum nächstgelegenden Pflegestützpunkt.
    Die kennen die Möglichkeiten in Deiner Region am besten.

    Frohe Pfingsten
    Frieda
     
  3. AW: 2 Fragen: Kapselruptur und Versteifung LWS

    :laughing::laughing::laughing: da wird meine Frau Mutter laut lachen wenn ich ihr einen Rollator nahe lege...
    Die Bandage werde ich ihr evtl. noch "verordnen" können.

    Sinterfrakturen? Keine Ahnung, soviel med. Kenntnisse habe ich nicht das aus einem Röntgenbild zu lesen. Es ist wohl so, dass die äußeren Fortsätze an den Wirbeln abgenutzt sind und dadurch auch auf die Nerven drücken, Spinalkanalverengung vorliegt. Nach dem Sturz damals wurde geröngt, aber nichts festgestellt - Gott sei Dank.

    Erschwerend zu der ganzen Sache kommt noch dazu, dass mein Vater Schwerbehindert ist (PS 2, SA) und meine Mutter ihn versorgt.

    Das seltsame ist, dass es ihr manchmal wochenlang besser geht und dann kommt wieder eine Phase wo die Schmerzen überwiegen.


    mach ich mich mal schlau und werde sie wahrscheinlich nochmal zu einem Arzt schleifen müssen. Sie nimmt nämlich auch keine Schmerzmittel (nur noch halbe Leber). Tja, s' Leben ist manchmal hart:rolleyes:

    Danke für deine Rückmeldung.
     
  4. AW: 2 Fragen: Kapselruptur und Versteifung LWS

    Hallo Böserwolf,
    das mit deiner Mutter tut mir leid. Leider neigen gerade Frauen, die auch noch selber pflegen, dazu, sich selber nicht zu wichtig zu nehmen und ihre eigenen Schmerzen und Beschwerden hinten an zu stellen.
    Das mit der AB-Verletzung ist so ein Leiden. Da wird man nix mehr machen können, außer ihr mit einer SG-Orthese (Orthopädiefachgeschäft) zu verordnen. Diese sollte möglichst einfach zu handhaben sein, sonst wird sie es nicht tragen.

    Zu der WS-Verletzung: Es kann schon sein, dass aufgrund von Osteoporose, in Verbindung mit dem Sturz Wirbelkörper eingebrochen sind.
    Ich weiß nicht, wie alt und in welchem Allgemeinzustand deine Mutter ist, aber ich würde ihr von einer LWS-Versteifung abraten, denn dieser Eingriff ist viel zu invasiv, vor allem, wenn sie keinen Dauerschmerz und Dauerbeschwerden hat.
    Spinalkanalstenose kann mit einem kleineren Eingriff, wie einer Dekompression = Freilegung der eingeklemmten Nervenwurzeln behoben werden. Sehr hilfreich ist oft auch nur eine Anspritzung der Nervenwurzeln. Das wird mit Cortison und Schmerzmitteln gemacht und hilft die Beschwerden mehrere Monate zu beheben.
    Mein Vater wurde so ca. 3-4 mal so behandelt. Er hat auch eine hochgradige Spinalkanalstenose, war aber bereits damals weit über 80 Jahre. Deshalb hat der Operateur davon abgeraten und es mit der Spritzen" kur" therapiert. Mein Vater ist inzwischen 92 J. und kann mit den Beschwerden gut leben.

    Ich rate dir, eine zweite Meinung einzuholen. Solange nicht komplett alle alternativen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, würde ich von einer so großen Op, wie eine LW-Stabilisierung abraten.

    Alles Gute für dich und deine Eltern!

    Schöne Pfingsten wünscht Microknee
     
  5. AW: 2 Fragen: Kapselruptur und Versteifung LWS

    Moin Microknee, danke auch für deine Tipps.
    Na ja, Dauerschmerz hat sie schon, eigentlich täglich, eben mal mehr oder weniger stark. Sie geht ja jeden Tag mit dem Hund raus, allerdings langsam, mit Stock und zwischendurch bleibt sie stehen...
    Sie ist Mitte 60 und ansonsten fit. Und eine OP lehnt sie kategorisch ab, da ja meine Patentante (ihre Freundin) operiert wurde und jetzt mehr oder weniger ganz gelähmt ist. <hier hatte ich auch dazu gepostet.
    Wir haben eine sehr gute Klinik in der Nähe mit einem namhaften Orthopäden, da werde ich ihr nochmal einen Termin machen, ob sie will oder nicht:whistling.

    Auch dir noch einen schönen Pfingstmontag...
     
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