Arbeitsrecht 19 Tage am Stueck Arbeiten?

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Nata01

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27.07.2006
50769
Hallo! Ich habe das Problem das ich 6 Wochen Krankgeschrieben war,anschliessend wurde ich von meinem Arbeitgeber direkt in den geplanten Urlaub geschickt.Jetzt hab ich heute meinen Dienst für den nächsten Monat bekommen wobei ich festgestellt habe das ich 19 Tage am stueck arbeiten soll.Auf ansprache bei meinen Vorgesetzten bekam ich zur antwort man haette mir ja nun meine Krankheit gegönnt und meinen Urlaub und nun sollte ich mal ein wenig flexibilität zeigen.Ist es rechtens erlaubt so lange am stueck zu arbeiten bzw kann mir jemand einen tip geben wohin ich mich wenden kann ?
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegeheim
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
:mad_2: Da fällt einem doch die Kinnlade runter und die Worte fehlen.
Habt Ihr eine MAV oder BR? Die hätten ein gewichtiges Wort mit zureden.
Das wäre z.B. nicht einzuhalten:
ArbZG - Einzelnorm

Die wöchentliche Höchstarbeitszeit liegt, wenn ich mich recht erinnere, bei 48Std., habe sogar von 42 std. gehört.
Wie ist denn die tägl. Arbeitszeit?

Ganz schön verblüfft- der Wassermann

P.S. Dein sog. Vorgesetzter ist ein A...
 
Qualifikation
Krankenschwester
L

Lisy

Nata o1,
mir gehts wie Wassrermann, es ist unglaublich!
Nein, 19 Tage am Stück ist nicht erlaubt und Krankheit ist nie gegönnt.
Kranke sind nicht im Urlaub sondern krank! Und eigentlich schonungsbedürftig.
Wenn dir niemand einfällt geh zur Gewerkschaft. Oder einem Rechtsanwalt, keine Sorge die Kosten halten sich in Grenzen.
Gruß Lisy
(fassungslos)
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Da hänge ich mich doch nochmal rein.
Bei einem ehemaligen AG von mir war es per Dienstanweisung verboten, länger als 10 Tage am Stück zu arbeiten. :smile:
Nur in Ausnahmefällen wurden mehr Tage erlaubt, auf eigenen Wunsch.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur davon abraten. So am 12. Tag, weil ich mehr zusammenhängende freie Tage wollte, wusste ich manchmal nicht mehr, ob ich Männlein oder Weiblein bin.

Viel Glück bei der Veränderung der Situation
:thumbsup:Wassermann:thumbsup:
 
Qualifikation
Krankenschwester
N

Nata01

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Themenstarter/in
27.07.2006
50769
die Arbeitszeiten sind auf dem Wohnbereicht Frühdienst: 6uhr-13.45 und Spätdienst 13 uhr bis 21 uhr.Dazu kommt ja noch das man im Spätdienst alleine ist mit 20 davon 8 schwerstpflegefälle.Wenn die MAV irgendwas unternehmen wuerde wäre es ja schoen :(
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegeheim
M

Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
das man im Spätdienst alleine ist mit 20 davon 8 schwerstpflegefälle.
Hallo Nata01,

oh man.... harter Tobak, wie will man da qualitativ gute Pflege leisten?:angry:
Ich stimme meinen Vorrednern überein, wende dich an den BR, und wegen dem Spätdienst mal über ne Überlastungsanzeige nachdenken!:thumbsup:

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
M

Monika Bartz

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02.02.2006
4020
Hallo Nata01!

Schließe mich allen meinen Vorredner an, vielleicht haben wir in Österreich ein anderes Arbeitszeitgesetz. Selbst wenn es jetzt im gesetzlich Rahmen wäre, soviele Tage aufeinanderfolgend zu arbeiten, ist es unmenschlich von meinem Empfinden her! Man kann doch nicht mehr mit Freude zur Arbeit gehen, wenn dazwischen nicht auch ein Freiraum zur Erholung ist. Und wie Lisy sagt, du mußt doch nicht deinen Krankenstand hereinarbeiten! Bei uns wird die Arbeitszeit vom Betriebsrat sowieso kontrolliert (Dienstplan erstellt die Stationsschwester) und Arbeitszeitüberschreitungen müssen gerechtfertigt werden: z.B. bei Diensttausch oder wenn Mitarbeiter bei intensiven Arbeitsaufwand freiwillig länger bleibt.
 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
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Hallo Leute,

natürlich ist die Argumentation des Arbeitgebers mehr als schlecht und geht ja schon fast an Mobbing ran. Und 19 Tage ist vielleicht auch etwas viel. Aber wenn ich Pech habe, dann muß ich das jetzt auch im nächsten Monat aufgrund der Umstände.
Na und ?

Im Notfall mal etwas länger durcharbeiten ist doch erstmal selbstverständlich...schließlich kriegt man ja auch Überstunden oder sogar Geld dafür.

Ich habe in meinem Berufsleben auch schon mal z.B. 10 Wochenenden hintereinander gearbeitet (2 geteilte/halbe Wochenenden waren auch mit dabei, muß ich einschränken), halt die freien Tage irgendwann in der Woche.
Als Pflegender muß man sich halt mit sowas in Sondersituationen arrangieren, wenn es nicht ständig ist.

Aber so ist das halt in Notfallsituationen...
Heute fangen die Kollegen manchmal ja schon an zu stöhnen, wenn es gilt mal im Notfall einen Wechsel von Spät- auf Mitteldienst zu machen. Und wenn ich dann die Argumentation höre, daß man kein Gesellschaftsleben mehr haben könne, weil die Dienste nicht auf den Tag genau sich an den Rhythmus halten, dann denke ich immer so: Dann hättest Du, Kollege, vor 20 Jahren Dir innerhalb Deiner Ausbildung klar werden müssen, daß Du vielleicht Dich auf Schichtdienst im Pflegeberuf einrichten kannst. Pfft.

Na und ? Wenn da mal ein Krankenschein kommt in der Urlaubszeit, dann muß der Laden trotzdem laufen...

Nicht falsch verstehen: Ich habe selber mal Dienstpläne geschrieben und ich schaffte es sogar trotz eines einigermaßen vorhandenen Rhythmus 95% der Wünsche der Kollegen zu gewährleisten. Und da bilde ich mir was drauf ein...Und trotzdem mußten die Kollegen manchmal wegen Langzeitkranken manche Kröte schlucken und tollerweise haben sie sich von selber angeboten, um alle gerecht schonen zu können. Dafür bin ich ihnen heute noch dankbar, denn von diesen Flexiblen lebt ein Team im Notfall. Verweigerer machen die ohnehin dann gestresste Stimmung in solchen Notfällen nur noch schwieriger für alle...

Wenn aber der Wunsch zur Forderung oder Selbstverständlichkeit wird...grmpf...

Klar muß jemand, der krank ist, deswegen kein schlechtes Gewissen haben, denn er ist ja krank und soll ja auch schnell wieder fit werden. Und zwar dauerhaft. Und klarerweise darf er nicht dafür abgestraft werden. Wer den Dienstplan für Rachefeldzüge nutzt, ist falsch an seinem Platz, finde ich.

Aber vielleicht haben die Kollegen nunmal beim Einspringen auch sehr viel Flexibilität gezeigt oder auch so manches Zusatz-WE geschoben und müssen auch mal ihre Batterien aufladen. Und an diese Kollegen muß ein Dienstplanschreiber auch mal denken.

Und ach ja:
Man darf, glaube ich, gar nicht aus dem Krank direkt in den Urlaub, sondern muß zwischendurch 1 Tag arbeiten.
Geschickt ist Dein AG aber trotzdem, Nata. Denn bei einem Wiederaufkommen Deiner Krankheit wäre er für die Urlaubszeit zumindest auf der sicheren Seite gewesen, denn Du warst ja nicht eingeplant.

Vielleicht auch mal an die vielfach - auch manchmal ausgenutzten - flexiblen Einspringer- Kollegen denken...vielleicht schießt Deine Leitung zugegebenermaßen dabei ein wenig über das Ziel heraus, vielleicht ist sie auch unerfahren oder dem Druck der Kollegen erlegen. Das dürfte zwar nicht geschehen in einer solchen Sache, aber nicht alle sind perfekt.

Gruß,
Fragmentis
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Hallo Leute,

natürlich ist die Argumentation des Arbeitgebers mehr als schlecht und geht ja schon fast an Mobbing ran. Und 19 Tage ist vielleicht auch etwas viel. Aber wenn ich Pech habe, dann muß ich das jetzt auch im nächsten Monat aufgrund der Umstände.
Na und ?

Im Notfall mal etwas länger durcharbeiten ist doch erstmal selbstverständlich...schließlich kriegt man ja auch Überstunden oder sogar Geld dafür.

Ich habe in meinem Berufsleben auch schon mal z.B. 10 Wochenenden hintereinander gearbeitet (2 geteilte/halbe Wochenenden waren auch mit dabei, muß ich einschränken), halt die freien Tage irgendwann in der Woche.
Als Pflegender muß man sich halt mit sowas in Sondersituationen arrangieren, wenn es nicht ständig ist.

Aber so ist das halt in Notfallsituationen...
Heute fangen die Kollegen manchmal ja schon an zu stöhnen, wenn es gilt mal im Notfall einen Wechsel von Spät- auf Mitteldienst zu machen. Und wenn ich dann die Argumentation höre, daß man kein Gesellschaftsleben mehr haben könne, weil die Dienste nicht auf den Tag genau sich an den Rhythmus halten, dann denke ich immer so: Dann hättest Du, Kollege, vor 20 Jahren Dir innerhalb Deiner Ausbildung klar werden müssen, daß Du vielleicht Dich auf Schichtdienst im Pflegeberuf einrichten kannst. Pfft.

Na und ? Wenn da mal ein Krankenschein kommt in der Urlaubszeit, dann muß der Laden trotzdem laufen...

Nicht falsch verstehen: Ich habe selber mal Dienstpläne geschrieben und ich schaffte es sogar trotz eines einigermaßen vorhandenen Rhythmus 95% der Wünsche der Kollegen zu gewährleisten. Und da bilde ich mir was drauf ein...Und trotzdem mußten die Kollegen manchmal wegen Langzeitkranken manche Kröte schlucken und tollerweise haben sie sich von selber angeboten, um alle gerecht schonen zu können. Dafür bin ich ihnen heute noch dankbar, denn von diesen Flexiblen lebt ein Team im Notfall. Verweigerer machen die ohnehin dann gestresste Stimmung in solchen Notfällen nur noch schwieriger für alle...

Wenn aber der Wunsch zur Forderung oder Selbstverständlichkeit wird...grmpf...

Klar muß jemand, der krank ist, deswegen kein schlechtes Gewissen haben, denn er ist ja krank und soll ja auch schnell wieder fit werden. Und zwar dauerhaft. Und klarerweise darf er nicht dafür abgestraft werden. Wer den Dienstplan für Rachefeldzüge nutzt, ist falsch an seinem Platz, finde ich.

Aber vielleicht haben die Kollegen nunmal beim Einspringen auch sehr viel Flexibilität gezeigt oder auch so manches Zusatz-WE geschoben und müssen auch mal ihre Batterien aufladen. Und an diese Kollegen muß ein Dienstplanschreiber auch mal denken.

Und ach ja:
Man darf, glaube ich, gar nicht aus dem Krank direkt in den Urlaub, sondern muß zwischendurch 1 Tag arbeiten.
Geschickt ist Dein AG aber trotzdem, Nata. Denn bei einem Wiederaufkommen Deiner Krankheit wäre er für die Urlaubszeit zumindest auf der sicheren Seite gewesen, denn Du warst ja nicht eingeplant.

Vielleicht auch mal an die vielfach - auch manchmal ausgenutzten - flexiblen Einspringer- Kollegen denken...vielleicht schießt Deine Leitung zugegebenermaßen dabei ein wenig über das Ziel heraus, vielleicht ist sie auch unerfahren oder dem Druck der Kollegen erlegen. Das dürfte zwar nicht geschehen in einer solchen Sache, aber nicht alle sind perfekt.

Gruß,
Fragmentis
Wenn ich zwei Kinnladen hätte, würde mir jetzt die zweite fallen...
 
Qualifikation
Krankenschwester
A

Anitram

Mitglied
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30.04.2006
16945
Hallo Nata!
Bin perplex! Habt ihr einen Manteltarifvertrag- unser sieht vor: es sollten zwei zusammenhängende arbeitsfreie Tage in jeder Woche gegeben werden!
Wenn du in deiner Dienstzeit an einem Sonntag gearbeitet hast, mußt du innerhalb von 14 Tagen einen Ersatzruhetag erhalten. Daraus folgt, das maximal 12 Arbeitsschichten hintereinander ohne Ruhetag möglich sind.
Und noch etwas, Krank Tage = Arbeitstage.
Über solche Themen gibt es auch Betriebsratsforen, schau dort mal rein.
LG Martina
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
KH / Internistischer Bereich
A

Anitram

Mitglied
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30.04.2006
16945
:eek:
Wenn ich zwei Kinnladen hätte, würde mir jetzt die zweite fallen...
Und hätte ich eine dritte würde auch mir die runter fallen.
Pflege ist doch wohl schon "Arbeiten am Limit!"
Was nütz einem 19 Tage am Stück arbeiten, wenn man danach ein körperliches Frack ist!
Und jetzt muß ich zu meiner Schande mal anfragen- Ist man in der Phsychatrie so wenig körperlich gefordert,das man so lange am Stück arbeiten kann????
Irgenwo sollte man doch auch noch Mensch sein und ich denke mal das sich auch jeder bei der Wahl seines Berufes bewußt war auf was sich man sich einläßt und das auch schon vor 20 Jahren, wo die Arbeit bestimmt nicht leichter war.
Martina
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
KH / Internistischer Bereich
L

Lisy

Ich schlies mich anitram und wasserrmann an, hab auch die Kinnlade nicht mehr zugebracht.
Gruß Lisy
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Möchte nur nochmal klarstellen, nichts gegen Flexibilität und Einspringen im Notfall.

Aber geplante 19 Schichten am Stück, das hält nur durch, wer den ganzen Tag sitzt und Däumchen dreht.
Ansonsten ist das nächste Krank nämlich geplant.

Es:motzen: der Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
N

Nata01

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Themenstarter/in
27.07.2006
50769
natürlich ist die Argumentation des Arbeitgebers mehr als schlecht und geht ja schon fast an Mobbing ran. Und 19 Tage ist vielleicht auch etwas viel. Aber wenn ich Pech habe, dann muß ich das jetzt auch im nächsten Monat aufgrund der Umstände.
Na und ?

Im Notfall mal etwas länger durcharbeiten ist doch erstmal selbstverständlich...schließlich kriegt man ja auch Überstunden oder sogar Geld dafür.

Im Notfall etwas länger durcharbeiten ist selbstverständlich,das ist mir vollkommen bewusstund klar.Ausserdem bin ich ständig davon betroffen gewesen,als stellvertretende WBL muss man oft genug einspringe. IM Moment bekommen wir allerdings Dienstplände,direkt von oben genehmigt ohne jeweils einen Vorplan gesehen zu haben und da bin nicht nur ich die 19 Tage am stueck arbeitet eine andere Kollegin muss 24 Tage am stueck arbeiten.

Ich habe in meinem Berufsleben auch schon mal z.B. 10 Wochenenden hintereinander gearbeitet (2 geteilte/halbe Wochenenden waren auch mit dabei, muß ich einschränken), halt die freien Tage irgendwann in der Woche.
Als Pflegender muß man sich halt mit sowas in Sondersituationen arrangieren, wenn es nicht ständig ist.

Genau wenn es nicht ständig ist.Wenn man die Freientage bekommt ist das sehr schoen.



Klar muß jemand, der krank ist, deswegen kein schlechtes Gewissen haben, denn er ist ja krank und soll ja auch schnell wieder fit werden. Und zwar dauerhaft. Und klarerweise darf er nicht dafür abgestraft werden. Wer den Dienstplan für Rachefeldzüge nutzt, ist falsch an seinem Platz, finde ich.

Und was tun wenn die PDL den Dienstplan schreibt?

Aber vielleicht haben die Kollegen nunmal beim Einspringen auch sehr viel Flexibilität gezeigt oder auch so manches Zusatz-WE geschoben und müssen auch mal ihre Batterien aufladen. Und an diese Kollegen muß ein Dienstplanschreiber auch mal denken.

s.o.



Vielleicht auch mal an die vielfach - auch manchmal ausgenutzten - flexiblen Einspringer- Kollegen denken...vielleicht schießt Deine Leitung zugegebenermaßen dabei ein wenig über das Ziel heraus, vielleicht ist sie auch unerfahren oder dem Druck der Kollegen erlegen. Das dürfte zwar nicht geschehen in einer solchen Sache, aber nicht alle sind perfekt.

Das könnte auch meine PDL direkt gesagt haben.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegeheim
L

lounge

Mitglied
Basis-Konto
14.05.2005
02789
www.myspace.com
Möchte nur nochmal klarstellen, nichts gegen Flexibilität und Einspringen im Notfall.

Aber geplante 19 Schichten am Stück, das hält nur durch, wer den ganzen Tag sitzt und Däumchen dreht.
Ansonsten ist das nächste Krank nämlich geplant.

Es:motzen: der Wassermann
Allerdings.

Ich kann da ein Lied von singen. Ich habe während der Ausbildung angefangen zu studieren, weil es mir immer so nahe gelegt wurde, ich das Angebot auch ganz gut fand & die mir versichert haben, ich würde dafür frei kriegen. Pah!!! Denkste Puppe!!!
Ich habe dann 12 Tage gearbeitet, hatte an meinem freien WE von morgens bis abends Vorlesung, bin Montag wieder für 3 oder 4 Tage zum Spätdienst usw. usw. usw. Außerdem habe ich bisher in jedem Urlaub (meistens 2-3 Wochen) Vorlesungen gehabt oder sonstwas. Desweiteren wurden mir Stunden abgezogen, weil ich mich in der Mittagspause ausgecheckt hab, um zu meiner mündlichen Prüfung zu fahren (bzw. zu donnern) und dann 20 Min. zu spät zur nächsten Unterrichtsstunde kam...

Insgesamt wurden 15 Tage Bildungsurlaub genehmigt, während ich min. 3 oder 4x Arbeitsperioden von 20 und mehr Tagen hatte. :mad_2:
Aber das hat ja nun Gott sei Dank ein Ende... ausgelernt, nur noch 50% statt 100% arbeiten und ganz smooth studieren.:happy:
 
Qualifikation
Pflege, B.A.
Fachgebiet
Intensiv
L

Lisy

Hey, Leute,
mein Entsetzen ob der Arbeitsbedingungen von Euch ist jetzt grenzenlos.
vieleicht sollte ich mal eure Beiträge meinen Kollegen zeigen?
Macht aber vermutlich keinen Sinn, die würdens für einen Scherz halten.
Leute es geht auch anders, lasst euch das nicht gefallen. Ich bin auch Arbeitgeber, ich weis, das sowas nicht sein muß.
Bitte wehrt euch.
Gruß Lisy
 
N

Nata01

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
27.07.2006
50769
Hi !
Wie soll man sich denn aber wehren?Wenn man den Mund zu weit aufmacht,hat man ruckzuck eine Abmahnung oder gar eine Kündigung.
Lg Nata
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegeheim
B

Batz

Mitglied
Basis-Konto
15.05.2006
64625
Hallöle!:eek:riginal:
Geh auf jeden Fall zur MAV oder BR!!!!!( weiß nicht was ihr habt?!)
Wenn sich die Dienste ergeben und man muß 19 Tage am Stück arbeiten ist es auch nicht rechtens aber wenn man das wie du einfach mal so vor den Latz geknallt bekommt!!!:mad_2: Dann mußt du ganz dringend was machen!!!

Meine längsten Dienste am Stück waren 22 Tage die 5 letzten waren Nachtdienste. Teilweise schon geplant teilweise später noch Dienste reinbekommen. Damals hatten wir aber auch eine Genehmigung von der PD wegen mehreren Arbeitsausfällen.
Bei sovielen Diensten am Stück sinkt die Arbeitsmoral und vor allem die Qualität der Pflege!! Immer ein gutes und vor allem reales Argument!!!
Wünsche dir Glück.
Lg Batz:eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Wachstation
J

Jupp

Neues Mitglied
Basis-Konto
10.06.2006
Karlsruhe
Hallo,

sicherlich sind 19 Tage am Stück ein harter Brocken. Und ich würde mich da auch eher zuerstmal darum bemühen, ob man dies nicht durch Tauschen irgendwie erträglicher gestalten kann, als sofort stehenden Fußes zur MAV/zum BR zu rennen und dort vorzuheulen.
Was mich als Dienstplangestalter dabei allerdings immer mal wieder wundert, ist, daß wenn ich mal 10 oder 12 Tage am Stück jemanden einplane (z.B. Urlaubszeit, MA krank, ...), dann ist das Geschrei groß. Wenn man aber irgendwie tauscht, um vielleicht vor dem Urlaub noch ein freies WE zu haben o.ä. (bei uns wird ziemlich oft getauscht und ist auch meistens kein Problem), dann "tauscht" man sich auch schon mal 15 oder mehr Tage am Stück hin. Und jetzt bitte nicht kommen mit Argumenten wie "da hat man ja aber auch Urlaub danach" oder so. Wenn ich 19 Tage gearbeitet habe in einem Monat, da müssen dann auch irgendwann mal paar freie Tage kommen. Ansonsten gibts ja Überzeit ohne Ende.

Grüße, Jupp
 
Qualifikation
FKP A/I
Fachgebiet
Kinderhospiz / stv. PDL
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S

Surrogat

Hi !
Wie soll man sich denn aber wehren?Wenn man den Mund zu weit aufmacht,hat man ruckzuck eine Abmahnung oder gar eine Kündigung.
Lg Nata
Naja, ganz so fix geht es mit einer Abmahnung auch wieder nicht - da hat der Gesetzgeber schon einige Sicherheitsventile eingebaut...z.B. die Tatsache das eine begründete Abmahnung immer schriftlich ausgefertigt und sowohl einen genauen Grund, eine zu erwartende Verhaltensvorgabe als auch die entsprechende detailierte Androhung von Konsequenzen bei Nichteinhaltung derselben enthalten muss.
Einspruch, schriftliche Gegendarstellung, Einschalten von MAV/Betriebsrat oder gleich professioneller Rechtsbeistand sind probate Mittel um eine ungerechtfertige Abmahnung auszuhebeln - hier macht die Rechtschutzversicherung endlich Sinn.

Natürlich ist dieser Weg weder bequem noch kurz...allerdings sollte man sich auch die Frage stellen, ob man bei einem AG der bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit Abmahnungen um sich wirft überhaupt beschäftigt sein möchte.

Zum Thema "19 Tage am Stück"....
...es ist immer leichter und preiswerter das eigene Personal zu überlasten als evtl. Engpässe geplant und kurzfristig über eine Zeitarbeitsfirma abzufangen.
Wie meistens ist die Annahme solcher Arbeitsbedingungen ein offenes Signal an den AG es immer ein Stück weiter zu treiben, hier zu sparen, dort zu kürzen.
Unser Job ist körperlich und emotional anstrengend genug - und ohne adäquate Ruhephasen auf Dauer nicht akzeptabel zu bewältigen.
Wer der Meinung ist das dauerhafte grenzwertige Belastung "eben Teil des Berufsbildes sei" und man sich damitn ja mit Ausbildungsbeginn bereits für alle Zukunft arrangiert zu haben hätte, dem empfehle ich einmal ein Seminar zum Thema "Burn out-Syndrom" zu besuchen...ich bin mir sicher ihr findet euch dort wieder!
 
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