Intensiv 1. Tag auf der Intensiv

kleinsonnenschein

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Hallo an alle, die schon einmal die Abteilung gewechselt bzw. in ein völlig neues Krankenhaus gewechselt sind oder auch einfach diesen Beitrag lesen...

Nachdem ich mein Diplom bestanden, 1 Jahr Berufserfahrung und bereits vor gut 4 Monaten meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben habe, war mir bewusst welcher Verantwortung ich mich stelle auf einer Intensivstation zu beginnen.

Jetzt ist es soweit. Morgen ist mein 1. großer Tag in einem neuen Haus und gleichzeitig auf der Intensivstation.

Ehrlich gesagt freue ich mich sehr und verzehre mich schon nach der Verantwortung, allerdings wäre ich froh einen Tip zu erhalten, wie ich am besten an die Sache rangehe.

Für mich selbst, war klar, dass ich mir ein kleines Heft und Stift mitnehme um wichtige Dinge zu notieren - seien es Medikamente oder Abläufe. ...Was haltet ihr für notwendig am 1. Tag bzw. die ersten Wochen?

Station selbst habe ich in den letzten Monaten desöfteren besucht, um Hausinterne Dinge zu klären (Kopie vom Diplom usw...). Somit habe ich schon mal mein neues Umfeld gut kennen gelernt.

Bin gespannt, ob ihr mir weiterhelfen könnt...aber ich bin sicher ihr könnt das!!!

Dankeschön
 
Qualifikation
dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin
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stationärer Bereich
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Ramona 27

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Ich wünsch dir einen schönen ersten Arbeitstag:wink: . Jeder von uns hat mal angefangen und war tierisch aufgeregt. Solange du dir bewusst bist es geht um Menschen nicht um Holz, schaffst du das. Ich hab etwa 1Jahr gebraucht um mich sicher zu fühlen und nicht vor jeder Rea oder so Schiss zu haben. Verlier nie den Respekt vor unserer Aufgabe, so bleibst du wachsam. Hör auf deinen Bauch und lies viel, hör den Kollegen zu und glaub nicht jedem alles. Auch wir sind Fachidioten. Mein Oberarzt sagt immer: Das Wissen von Heute ist Kunstfehler von Morgen. Viel Spass und geniess es. Gruss Ramona
 
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Krankenschwester
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interdisz. Intensiv
kleinsonnenschein

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DAnke Ramona,

das war wirklich ne sehr angenehm zu lesende Äußerung.

Ich mache meine Job wirklich sehr sehr gerne und in Fachbüchern zu wälzen gehört einfach dazu, vor allem weil in unserem Bereich ständig neues auftritt bzw. vereinfacht wird.

Neu anzufangen ist etwas sehr positives für mich vor allem mit 21 Jahren ist es einfach eine Stufe, die nur wenige einschlagen.

Werde natürlich berichten wie der 1. Tag verlaufen ist, aber ich denke er wird durchweg positiv.

Lg
Kleinsonnenschein :eek:riginal:
 
Qualifikation
dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin
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stationärer Bereich
neuro77

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Das wichtigste ist, erwarte nicht zu viel auf einmal, auf Intensivstation ist vieles anders aber nicht alles.
Es werden viele neue Eindrücke auf Dich hereinstürzen, wie auch mein Vorschreiber schon schrieb, es dauert mindestens 1 Jahr um sich ziemlich sicher zu fühlen.
Eine wichtige Frage, solltest Du DIr immer merken "Warum". Das war einer meiner grössten Fehler am Anfang auf Intensiv. Ich wusste Was ich tue, aber nicht warum ich etwas mache. Gewöhne Dir von Anfang an an, Zusammenhänge zu erkennen, und plötzlich macht die Arbeit viel mehr Spass, so geht´s zumindest mir. Wenn ich verstehe, erkenne ich viel mehr.

Ich arbeite gerne auf ITS und kann mir fast nichts anderes mehr vorstellen....
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A/I
Fachgebiet
Intensivstation
kleinsonnenschein

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Ja das "Warum" hat für mich auch einen sehr wichtigen Stellenwert.

Da ich nächstes Jahr April auf Mentoren/Praxisanleiterweiterbildung gehen soll ist es nochmal eine Stufe wichtiger für mich.

Sicherlich ist man nach weniger als 4 Wochen ein Stückchen weiter ins Team gerutscht zumal wir ein sehr gutes Durchschnittsalter von ca. 25 haben. Und erst nach gut 1 Jahr wirklich sicher in seinem Job, was ja schlimm wäre wenn es nicht so wäre auf einer Intensiv, ist keinerlei Beinbruch.

Ich denke, solange ich meinen Job mit Verantwortungsbewusstsein, Freude an der Arbeit, Interesse am "Warum",Teamfähgikeit und sowohl Organisationstalent angehe sollte es eine sehr schöne und hoffentlich lange Zeit auf der Intensivstation sein.

Lg
Kleinsonnenschein
 
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dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin
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Dirk Jahnke

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Moin Kleinsonnenschein

zumal wir ein sehr gutes Durchschnittsalter von ca. 25 haben.
Würde mir eher Angst machen, ein solch geringes Duchschnittsalter :innocent:
Wo sind die ganzen Erfahrenen hin :innocent:

War einfach zu gut, die Vorlage :laughing:. Wünsche dir aber natürlich viel Erfolg und Spass auf deiner neuen Station!
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A/I
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Internistische Intensivpflege
HBR69

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Da ich nächstes Jahr April auf Mentoren/Praxisanleiterweiterbildung gehen soll ist es nochmal eine Stufe wichtiger für mich.
Das wäre mir etwas zu früh. Bis du dir sicher, dass dies wirklich so sein soll??

Wünsche dir aber auch alles Gute und viel Spass. Hat deine neue Station ein Einarbeitungskonzept?? Dort gibt es nämlich Vorgaben, wann was eingearbeitet wird.

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
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Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
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Hallo Kleinsonnenschein,

auch ich wünsche dir zum Start alles Gute!

Als Tipp gebe ich dir mit:

Sei immer ehrlich, vor allem, wenn du irgendwas noch nicht selbstständig sicher kannst. Stapel bloß nie zu hoch!

Da du frisch examiniert bist, hast du viel vor....:blushing: .

An deiner Stelle würde ich noch nicht an die Praxisanleiter-WB denken und erst mal mich einarbeiten. Schließlich sind auch die nicht Intensiv-spezifischen Tätigkeiten noch nicht mit Routine behaftet, oder? :innocent:

Meine Erfahrung mit Intensiv ist, dass man schnell mit mehr Verantwortung behaftet wird, als man tragen kann. Deshalb: Sag rechtzeitig: Nein, das ist mir noch zu viel, ich möchte noch mehr Zeit!

LG, Allround
 
Qualifikation
Stationsleitung Krankenschwester
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Interdisziplinäre Station
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Huhu, Kleinsonnenschein,

wie war der erste Tag, oder wie waren die ersten Tage?

Ich, und vielleicht auch andere, würde gerne lesen, was du Tolles :handkuss: erlebt hast und was du vielleicht nicht so gut :schwitz: fandst.


:flowers: All
 
Qualifikation
Stationsleitung Krankenschwester
Fachgebiet
Interdisziplinäre Station
kleinsonnenschein

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So...endlich komme ich mal dazu hier wieder ein paar Spuren zu hinterlassen.

Zuerst einmal dankeschön für die ganzen Antworten hier im Thread.

Und zu dem Altersdurchschnitt auf Station - er lag laut Geschäftsführer bei 25 Jahren hat sich aber durch ein kommen und gehen auf ca. 35 Jahren festgesetzt.

Es läuft wirklich super auf der Intensiv und ich bin froh, diesen Vertrag unterzeichnet zu haben. Man weißt mich supi ein und all meine Fragen werden ausführlich beantwortet und ich kann jederzeit nachfragen.

Das Team hat mich richtig nett aufgenommen und ich selbst fühle mich total wohl.

@allround: ich bin 1 Jahr länger als Azubi beschäftigt gewesen bei meinem alten Arbeitgeber, bin aber dort von Station als Vollkraft behandelt worden und hatte somit bis auf OP- oder Intensivzugänge die Aufgaben bereits schon durchgeführt. Deshalb bin ich "besser" vorbereitet als ein Azubi aus dem 3. Jahr, der direkt auf einer Intensiv beginnt. Offiziell bin ich Vollkraft seit ich vor 1 Monat mein Diplom erhalten habe.

Natürlich kommt die Routine in den Intensivpflegerischentätigkeiten logischerweise erst noch. Aber ich kann von mir aus sagen, dass mir dieses 1 Jahr als "vollkraft" sehr viel gebracht hat und ich mich sicherer fühle in meiner Position. Weil ich eben zuvor schon fast alle Aufgaben einer dipl. Fachpflegekraft durchgeführt habe.

Bin gespannt wie es noch wird auf der Intensiv... ;)
 
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mary_jane

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Hallo kleinsonnenschein,

freut mich, dass es dir so gut gefällt.
Bist du zur Zeit noch in der Einarbeitung oder bist du schon alleine?

Ich hab vor 6 Monaten auch auf Intensiv gewechselt, kann also alles recht gut nachvollziehen.

Hab Vorher schon 2´1/2Jahre auf einer peripheren Station gearbeitet, aber nachdem Wechsel war für mich alles neu.

Ich finde man fängt fast wieder bei null an.

Es ist jeden Tag ein auf und ab.

Mal denk ich jetzt wirds langsam und dann denk ich wieder ich kann gar nichts.

Nach der Einarbeitung kommt nämlich erst das wirklich Schwierige, man ist zwar nie allein, aber es ist trotzdem was Anderes.

Aber ich bin sehr glücklich über diesen Schritt:thumbsup2:

lg mary
 
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Gesundheits-und Krankenpflegerin/Studentin
Fachgebiet
chirurg. ITS
kleinsonnenschein

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Hallo Mary_Jane,

ich bin schon alleine zuständig für meine 2 Patienten, aber es ist immer noch jemand da, den ich fragen kann.

Natürlich fängt man wirklich von Null an, aber manchmal hat das auch sein gutes. ;)

Es gab auch schon einen Tag vor kurzem, wo ich das Gefühl hatte ich bin ein Depp, aber es wird sie immer wieder geben. Es kann nicht immer alles super laufen. Das würde dem Menschen als Gewohnheitstier irgendwann auch nur langweilen.

Man lernt aus seinen Fehlern, auch wenn sie noch so klein sind.

Verbringe ja eh immer viel Zeit über meine Fachbüchern und meine Fragen kann ich rund um die Uhr an meine Kollegen stellen und auf positive Rückmeldung hoffen.
Es funktioniert eben auch vom Team her sowohl auf Station als auch im gesamten Betrieb, aufeinander zählen zu können.

Wie erging es dir in den ersten Wochen auf der Intensiv?

Mir persönlich ist es immer wichtig ständig neue Ziele zu setzen und mir immer wieder Kritik bzw. Rückmeldungen einzuholen. Nur so kann ich an mir arbeiten und vielleicht sogar etwas erkennen, das ich selbst nicht bemerkt hätte an mir bzw. an meinem Ablauf.

Die Routine wird lange noch nicht so einkehren wie auf einer "normalstation". Ist aber für mich persönlich ne spannende Sache und der Verantwortung fühle ich mich wirklich gewachsen.

Es war richtig die Intensiv zu wählen.

Lg
kleinsonnenschein
 
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dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
stationärer Bereich
rescuecenter

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Hallo,

schreib doch bitte mal wie es Dir jetzt nach fast zwei Monaten geht und wie Du zurecht kommst.

Würde mich freuen da ich meist so nach zwei Monaten mit meinen neuen Mitarbeitern auch immer mal so ein kleines Feedback mache.

Gruß
 
Qualifikation
Anästhesiepfleger
Fachgebiet
Notfallmanagment / Traumamanagment / Gerätemanegment
Weiterbildungen
Reanimationsteam, Kliniknotfallversorgung,
Wundmanagment nach ICW/ Hygenementor/ ATCN
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