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1:1 weiter Betreuung nach TK Entfernung?

  1. Hallo zusammen.

    Eines unserer Teams betreut ein 2jähriges Kleinkind mit TrachealKanüle (wird auch nur wegen der TK betreut). Die TK musste vor 18 Monaten gelegt werden, da aufgrund einer gutartigen, immer wiederkehrenden Tumorerkrankung, die Luftröhre verengt war.

    Nun wird Anfang Januar die TK entfernt.

    Die Ursache ist zwar im Augenblick behoben, aber die Gefahr, dass die Trachea erneut stenosiert und wieder Erstickungsgefahr mit daraus resultierender Nottracheotomie besteht, ist weiter gegeben.

    Nun hat das Team logischer Weise Angst, dass mit Entfernung der Kanüle, auch die 1:1 Betreuung durch uns sofort beendet ist.
    (leider haben wir im näheren Umkreis auch kein Team, wo die vier Kollegen unterkommen könnten und natürlich haben sie die Kleine ins Herz geschlossen).

    Ich würde ja gerne meinen Mitarbeitern diese Angst etwas nehmen, aber leider haben wir da keine Erfahrungen, wie sich die Kassen bei sowas verhalten und ob und wie zumindest kurzfristig eine Weiterbetreuung möglich ist.

    Die Kinderärztin ist der Meinung mit einer entsprechend ausgestellten und begründeten Verordnung wäre das kein Problem, ich bin da jedoch etwas skeptisch.

    Wie seht ihr das?
    Hat vielleicht jemand von Euch schon eine ähnliche Situation gehabt?
     
  2. AW: 1:1 weiter Betreuung nach TK Entfernung?

    Es ist durchaus möglich auch nicht tracheotomierte Patienten in der 1:1 Betreuung zu versorgen. Das muss entsprechend ärztlich begründet werden.
    Ich kenne selbst einen Fall in dem eine MS-Patienten die 1:1 Versorgung genehmigt bekam wegen intermittierender Atemnotsanfälle. Der Pflegedienst der sie zuvor 4-6 mal pro Tag angefahren hatte konnte die Versorgung nicht mehr sicherstellen. alternative wäre das Heim gewesen.

    Trotzdem würde ich versuchen in Absehbarer Zeit eine weitere Versorgung in diesem Bereich zu gewinnen. Ziel sollte ja sein, dass die Kleine irgendwann mal ohne dauernde Betreuung im Kreise ihrer Familie aufwachsen kann. So könnte es z.B. sein, dass man die Betreuung Zug um Zug reduziert - also z.B. auf Nachts (um die Eltern zu entlasten). Ich könnte mir vorstellen, dass mit dem Wachstum des Kindes (und der Trachea) die Gefahr einer plötzlichen Verlegung des Luftweges stetig sinkt. Also besser Vorbauen als nachher das Nachsehen haben.
     
  3. AW: 1:1 weiter Betreuung nach TK Entfernung?

    Vielen Dank für deine Antwort. Na dann schauen wir mal, wie sich das so weiterentwickelt.

    Ja, dass versuchen wir, leider gibts im Moment gerade in diesem Umfeld einen großen Intensivpflegedienst, der Patienten zu weitaus niedrigeren Kostensätzen betreut.

    Und auch nicht noch mal irgendwelche Sonderleistungen in Rechnung stellt. Wir wollen aber unsere Mitarbeiter vernünftig bezahlen und ihnen auch das an Arbeitszeit geben, was sie arbeiten, so dass wir zum Bsp. bestimmte Sonderleistungen die die Mitarbeiter nur außerhalb ihrer regulären Arbeitzeit erbringen können in Rechnung stellen bzw gegen eine monatl. Pauschale erledigen. Dieser große Pflegedienst tut das nicht, da machen die Mitarbeiter das in ihrer Freizeit bzw. bekommen nur eine pauschale Zeit monatlich für sowas und wenn die aufgebraucht ist, dann hatten sie halt Pech.

    Leider gibt es noch nicht sehr viele Angehörige (und keinerlei Krankenkassen), denen es wichtig/er ist, das Ihre Pflegekräfte zufrieden, gut weiter-/ausgebildet sind und vernünftig bezahlt werden.
    So dass dann mitarbeiterfreundliche Unternehmen, häufig das nachsehen haben.
     
  4. AW: 1:1 weiter Betreuung nach TK Entfernung?

    Leider haben die Großen die besseren Kontakte, können mehr Menpower in die Aquise stecken und bekommen leider immer noch Personal zu Dumpingpreisen.
    Die Kunden leiden eben drunter, dass die Team dauernd wechseln… und in jeder Heimversorgung hörst du Horrorgeschichten über Pflegekräfte die noch nie im Leben vorher eine Trachealkanüle gesehen haben… Hauptsache jemand hingeschickt.
    Aushilfen werden mit Billigslöhnen abgespeist. 10 Euro für eine examinierte Fachkraft mit Intensivweiterbildung - Urlaub und Krank wird denen auch nicht vergütet…. und das klappt immer noch - bei mehreren hundert Aushilfen in großen Unternehmen klagt niemand, dass er keinen Urlaub bezahlt bekommt und das Krank nicht.
    so werden die Kleinen, die versuchen Kunde und Personal gerecht zu werden an die Wand gedrückt… und das System fördert genau das… und der Pflegenotstand wächst.
     
  5. AW: 1:1 weiter Betreuung nach TK Entfernung?

    Ja, leider ist es so. Und staatlich geduldet. Denn häufig fehlt in solchen Unternehmen auch ein Risikomanagement, weil das ja Geld kostet.
    Dann plötzlich fällt Personal der nächsten Schicht aus und keiner da der es ersetzt so dass der aktuelle Dienst 24h am Stück schiebt.
    Seltenheit? Nein durchaus nicht. Was ich zu Vorstellungsgesprächen schon alles gehört habe, da sträuben sich mir die Haare. Da wird gegen alle Gesetze verstoßen, die es zum Schutz der AN gibt. Aber wen interessiert das? Keinen. Selbst wenn mal jemand klagt, dem AG passiert nichts, oder so wenig, dass es für ihn weiter lukrativer ist gegen als mit dem Mitarbeiter zu arbeiten. Und er wird ja auch noch dafür belohnt, in dem er Dank der daraus resultierenden gesparten Kosten, bessere Preise anbieten kann und eher mal unter der Hand von den Kassen empfohlen wird.
     
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